{"id":11032,"date":"2018-09-24T11:19:13","date_gmt":"2018-09-24T09:19:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=11032"},"modified":"2026-03-25T11:34:20","modified_gmt":"2026-03-25T09:34:20","slug":"bruessel-eine-stadt-voller-ueberraschungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/bruessel-eine-stadt-voller-ueberraschungen\/","title":{"rendered":"Br\u00fcssel &#8211; Eine Stadt voller \u00dcberraschungen"},"content":{"rendered":"<p>Gute drei Wochen erkunde ich nun schon diese faszinierende Stadt. Immer wieder gewinne ich neue Eindr\u00fccke und staune. Bei dem Namen \u201eBr\u00fcssel\u201c denken sicher viele von euch an die bekannten Sehensw\u00fcrdigkeiten \u2013 Grand Place, Manneken Pis und Atomium \u2013 oder an die Europ\u00e4ische Union oder zumindest an Bier, Fritten, Schokolade und Waffeln.<\/p>\n<p><!--more-->Ganz egal was ihr jetzt zuerst im Kopf hattet, ich kann versichern, es gibt sehr viel mehr zu entdecken.<\/p>\n<p>Jenseits der Route der Stadtrundfahrtbusse locken die hippen Viertel Ixelles, Saint Gilles und Les Marolles mit kleinen Gesch\u00e4ften, Second-Hand-L\u00e4den, Restaurants und Caf\u00e9s. Am Wochenende kann man dort wunderbar flanieren, denn auf irgendeinem Platz oder einer Stra\u00dfe ist immer ein Markt aufgebaut. Wenn man den Menschen mit den Einkaufstrolleys folgt, findet man die M\u00e4rkte sehr schnell. Br\u00fcssel k\u00f6nnte sich alternativ auch die Stadt der tausend M\u00e4rkte nennen: An jedem Tag der Woche kann man auf einem Markt in der Stadt einkaufen. Mein Favorit ist der Markt in Anderlecht am Samstag und Sonntag. Dort kann man zum Schn\u00e4ppchenpreis Gem\u00fcse und Obst aus aller Welt besorgen. Am Wochenende gibt es au\u00dferdem zahlreiche Flohm\u00e4rkte, die zum St\u00f6bern und Schm\u00f6kern einladen. Die Stra\u00dfen sind dadurch immer sehr belebt, besonders bei Place Flagey, Place du Ch\u00e2telain, Place du Jeu de Balle und vor der \u00c9glise de St. Gilles. Nat\u00fcrlich lohnt sich auch ein Besuch dieser Viertel bei Nacht. Dann kommen die zahlreichen Biersorten ins Spiel. In fast jeder Bar f\u00e4llt die Entscheidung sehr schwer, denn meist kann man zwischen zwanzig Biersorten w\u00e4hlen: von Kirschbier \u00fcber Schwarzbier hinzu IPA oder Pilsner. Doch Vorsicht \u2013 viele der Biere sollte man wirklich genie\u00dfen, da belgische Biere um einiges st\u00e4rker sind als deutsche. Abgesehen davon muss man unbedingt die vielf\u00e4ltigen Restaurants und Imbisse testen. Fritten sind nat\u00fcrlich ein Muss, aber Br\u00fcssel \u00fcberzeugt vor allem mit internationaler K\u00fcche: asiatische, afrikanische und lateinamerikanische, sowie orientalische Restaurants sind meist in einem eigenen Stra\u00dfenzug vertreten.<\/p>\n<p>Auch in der Woche kann man viel entdecken. Das Leben der Stadt spielt sich dann \u00fcberwiegend im Europaviertel rund um den Rond Point Schuman ab. Dieser Teil Br\u00fcssels ist wie eine eigene Stadt in der Stadt. Er hat eine andere Dynamik als der Rest Br\u00fcssels. Fr\u00fch und abends sind die Stra\u00dfen mit Autos und Bussen vollgestopft und kaum etwas bewegt sich. Zwischendrin schl\u00e4ngeln sich die Fahrradfahrer an der Autoschlange vorbei. Entweder man weicht also auf die Metro aus, geht zu Fu\u00df oder meidet die gesch\u00e4ftigen Zeiten ganz. Bei einem Spaziergang durch das Viertel kommt man sich zwischen den hohen Glasgeb\u00e4uden von Kommission, European External Action Service, Rat und Parlament zun\u00e4chst ein bisschen verloren vor. Doch umgeben von Menschen, die schnellen Schritts zur Arbeit gehen \u2013 das \u201eBadge\u201c (Einlasskarte) um den Hals darf nicht fehlen \u2013 oder zwischen Menschen die sich angeregt auf einer europ\u00e4ischen Sprache verst\u00e4ndigen um zu \u201enetworken\u201c, f\u00fchlt man sich pl\u00f6tzlich auch wichtig und gesch\u00e4ftig. Am Wochenende hingegen ist das Europaviertel wie eine Geisterstadt. Doch das ist nur die Ruhe vor dem allt\u00e4glichen Montagssturm.<\/p>\n<p>Wenn man sich am Wochenende wirklich erholen will, sollte man einen der zahlreichen Parks in Br\u00fcssel aufsuchen. Es gibt zum einen den Stadtwald Bois de la Cambre bei Ixelles und den Park Cinquantenaire, die beide recht gro\u00df sind. Daneben gibt es viele kleinere Parks, die nach einem langen Stadtrundgang zum Ausruhen einladen: Parc L\u00e9opold, Parc de Bruxelles, Abbaye de la Cambre oder Botanique.<\/p>\n<p>Trotzdem sollte man sich nicht davon abhalten lassen, das Zentrum zu besuchen. Dort best\u00e4tigt Br\u00fcssel dann alle Klischees: Schokoladenladen, Frittenbude, Waffelstand und Bars mit belgischen Bieren nebeneinander und danach ein kitschiger Souvenirladen. Aber Grand Place, Manneken Pis, den K\u00f6nigspalast, Gare Centrale, H\u00f4tel des Monnaies und La Bourse sind dennoch einen Besuch wert. Au\u00dferdem sind im Zentrum viele gute Kunstmuseen: BOZAR, Mus\u00e9es Royaux des Beaux Arts de Belgique, Mus\u00e9e Magritte und das MIMA.<\/p>\n<p>Kurz gesagt: Br\u00fcssel hat f\u00fcr jeden Geschmack etwas zu bieten. Die gro\u00dfe Vielfalt wird nochmal durch die Sprache verst\u00e4rkt: Im Europaviertel kann man sowieso jede Sprache h\u00f6ren, aber auch der Rest der Stadt ist zumindest zweisprachig, weil Br\u00fcssel weder der franz\u00f6sischsprachigen Wallonie noch dem fl\u00e4mischsprachigen Flandern angeh\u00f6rt. Alle Ansagen und Schilder sind immer zweisprachig, wenn nicht sogar noch auf Englisch.<\/p>\n<p>Br\u00fcssel kann deswegen zun\u00e4chst chaotisch und un\u00fcbersichtlich erscheinen. Doch gleichzeitig macht es die Stadt f\u00fcr mich zu einer faszinierenden und lebenswerten Stadt, die immer \u00dcberraschungen parat hat. Dies sind jedenfalls nur ein paar Eindr\u00fccke. Ich bin mir sicher, dass ich im Laufe der Zeit noch viel mehr entdecken werde. Beim n\u00e4chsten Mal werde ich dann von meiner Arbeit berichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gute drei Wochen erkunde ich nun schon diese faszinierende Stadt. 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