{"id":10960,"date":"2018-09-25T08:43:36","date_gmt":"2018-09-25T06:43:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=10960"},"modified":"2026-03-25T11:31:18","modified_gmt":"2026-03-25T09:31:18","slug":"praktikum-an-der-crosspoint-academy-in-suedafrika-die-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/praktikum-an-der-crosspoint-academy-in-suedafrika-die-schule\/","title":{"rendered":"Praktikum an der Crosspoint Academy in S\u00fcdafrika &#8211; Die Schule"},"content":{"rendered":"<h2>Erste Eindr\u00fccke<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\">Meine Reise nach S\u00fcdafrika beginnt am Flughafen Frankfurt am Main. Nachdem ich im Flugzeug ein paar Stunden schlafen konnte, werde ich am Montagmorgen mit einer wundersch\u00f6nen Aussicht\u00a0 beim Landeanflug auf Kapstadt \u00fcberrascht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vom <a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_100841.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10964 alignright\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_100841-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_100841-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_100841-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_100841-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_100841-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_100841-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_100841-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180910_100841.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Flughafen geht es 30 Minuten mit dem Auto nach Strand. Hier treffe ich an der Crosspoint Academy ein und mein Auslandspraktikum beginnt&#8230;<\/p>\n<p>Es ist ein offener und warmherziger Empfang. In der 1. Pause werde ich den Kindern als neuer Volunteer vorgestellt und es herrscht helle Aufregung. Ich werde von allen Seiten mit Fragen \u00fcberh\u00e4uft. Wo ich denn her kommen w\u00fcrde, wie ich hei\u00dfe, wie lange ich bleibe, was meine Lieblingsfarbe ist usw.? Danach lerne ich meine Co-Volunteers kennen. Mit vier M\u00e4dels aus Deutschland arbeite und wohne ich zusammen. Nach der Schule beziehe ich mein Zimmer in meiner neuen WG. Geschafft vom anstrengenden Tag, falle ich am Abend in mein Bett und schlafe direkt ein.<\/p>\n<h2>Die Schule<\/h2>\n<p>Die Schule ist eine Non-Profit School und die Kinder kommen fast ausschlie\u00dflich aus den Townships rund um Kapstadt und Strand. Die Schule finanziert sich \u00fcber Spendenprogramme aus den USA und Deutschland, um den Kindern eine Bildungschance zu erm\u00f6glichen. In S\u00fcdafrika gibt es gro\u00dfe Probleme im Bildungssektor und ein Gro\u00dfteil der vornehmlich schwarzen Bev\u00f6lkerung kann sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, ihr Kind \u00fcberhaupt in eine Schule schicken zu k\u00f6nnen. Die Regierungsschulen sind \u00fcberf\u00fcllt und die Privatschulen schlichtweg zu teuer f\u00fcr die Eltern. Die Schule hatte in der Vergangenheit Probleme und musste ihren alten Standort, der auf dem Land au\u00dferhalb von Strand lag, verlassen. Die Suche nach einem geeigneten Standort gestaltet sich schwierig aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel.<\/p>\n<p>Als \u00dcbergangsl\u00f6sung konnten die Schulleiter ein altes B\u00fcrogeb\u00e4ude im Zentrum von Strand anmieten. Nun befindet sich die Schule aber schon seit Anfang 2018 im neuen Geb\u00e4ude. Die Voraussetzungen sind denkbar schlecht.\u00a0 Von Pausenhof und Lehrerzimmer fehlt jede Spur. Der Eingangsbereich von 18qm ist Sekretariatsb\u00fcro, Krankenzimmer, Bushaltestelle (die Kinder warten hier, bevor sie abgeholt werden) und Druckerraum in einem. Daran schlie\u00dft sich ein l\u00e4nglicher Lunchroom vo ca. 30 qm an, in dem die Kinder ihre Pausen verbringen. Auch hier darf nicht gerannt oder sich mal ausgetobt werden, da Versicherungsb\u00fcros und andere Gesch\u00e4fte direkt nebenan sind. Auf zwei Etagen dar\u00fcber befinden sich dann die alten B\u00fcros, die nun als Klassenzimmer der Schule viel zu klein sind. Man kann sich vorstellen, wie eng es hier zugeht bei 126 Kindern, aufgeteilt auf acht Klassen.<\/p>\n<h2>Die Kinder<\/h2>\n<p>Und nun stelle man sich mal vor, man kommt aus dieser beengten Schule nach Hause und findet sich in einer Wellblechh\u00fctte wieder, in der man mit Eltern und Geschwistern in einem Raum wohnt, in dem sich das ganze Leben abspielt. F\u00fcr die meisten Kinder der Schule ist das ganz normal. DIe Mehrheit der Kinder lebt eben in Townships und einige wenige Eltern k\u00f6nnen sich halb verfallende H\u00e4user und Wohnungen am Rande dieser leisten. Zur Schule bringen sie aber auch oft die Probleme von zuhause mit. H\u00e4usliche Gewalt, sexuelle N\u00f6tigung oder Vernachl\u00e4ssigung kennen viele von ihnen. Hierzu kommt noch, dass manche Kinder einfach nicht wissen, dass diese Sachen falsch sind. In der Schule gab es deshalb vor kurzem eine Aufkl\u00e4rung \u00fcber Missbrauch. Manche Kinder wurden auch Opfer des Drogenkonsums oder Alkoholmissbrauchs der Eltern in der Schwangerschaft. Sie leiden teilweise unter FAS, ADHS oder man merkt Ihnen einfach an, dass sie starke Probleme haben sich zu konzentrieren. Nun k\u00f6nnten die beiden vorangegangenen Abschnitte den Eindruck erwecken, dass in der Schule an jeder Ecke die Traurigkeit vorherrscht und eine bedr\u00fcckende Stimmung den Alltag bestimmt. Das Gegenteil ist der Fall. Die Kinder strahlen eine solche Lebensfreude aus und verbreiten Spa\u00df w\u00e4hrend der Schulzeit. Obwohl es manchmal sehr anstregend werden kann, wenn die Kinder nur Quatsch im Kopf haben, so hat man doch auch Momente, in denen man ihre Dankbarkeit sp\u00fcrt, dass man ihnen beim Lernen hilft und sie unterst\u00fctzt.<a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180918-WA0013.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11049\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180918-WA0013-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180918-WA0013-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180918-WA0013-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180918-WA0013-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180918-WA0013-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180918-WA0013.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da in einer Woche die Ferien anfangen, mussten noch so einige Kinder diverse Tests nachschreiben, die sie verpasst haben. Hierbei war es unsere Aufgabe, das Kind beim L\u00f6sen des Tests zu beaufsichtigen. Eigentlich durften wir nicht bei der L\u00f6sung der Aufgaben helfen, was aber zum Teil unm\u00f6glich war. Oft war die Aufgabenstellung, zum Beispiel im Geschichtstest der vierten Klasse, schon zu schwer formuliert, sodass selbst wenn das Kind die Antwort gewusst h\u00e4tte, es sie nicht h\u00e4tte schreiben k\u00f6nnen. Das Lesen und Schreiben f\u00e4llt hier vielen Kindern schwer. Ich kenne einige Kinder in der 4. Klasse, die immer noch nicht lesen und schreiben k\u00f6nnen. Ihre Muttersprache ist oft Xhosa oder Zulu und sie lernen blo\u00df in der Schule Englisch und Afrikaans. W\u00e4hrend der gesamten Schulzeit, ob in den Pausen oder im Unterricht, sprechen jedoch alle Englisch.<\/p>\n<h2>Meine Rolle an der Schule<\/h2>\n<p>Alle f\u00fcnf Volunteers werden unterschiedlich eingesetzt. Da ich Sport und Englisch in M\u00fcnster studiere, werde ich nach den Ferien als neuer Sportlehrer versuchen, alle Klassen\u00a0 fit zu halten. Dies ist eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, da Materialien bis auf vier Seile und ein paar H\u00fctchen nicht vorhanden sind. Es gibt auch keinen Sportplatz oder eine Halle, die wir mitnutzen k\u00f6nnen. Bei gutem Wetter geht es in einen \u00f6ffentlichen Park, der fu\u00dfl\u00e4ufig zu erreichen ist, oder eben in den Lunchroom. Da es jetzt langsam Sommer wird, hoffe ich auf gutes Wetter, weil wirkliche k\u00f6rperliche Aktivitit\u00e4t auf 30 qm mit 20 Kindern nicht wirklich m\u00f6glich ist.\u00a0 Des Weiteren werde ich mit Lioba, meiner Volunteerkollegin und Mitbewohnerin, einen Musikunterricht f\u00fcr jede Klasse anleiten. Ich an der Gitarre und sie an der Querfl\u00f6te werden versuchen, den Kindern Musik ein bisschen n\u00e4her zu bringen und dabei die musikalischen afrikanischen Wurzeln der Kinder miteinzubeziehen. Neben diesen beiden Hauptaufgaben helfe ich aus, wo immer es n\u00f6tig ist. Und dies ist oft der Fall. W\u00e4hrend meiner ersten beiden Wochen musste ich teilweise Stunden schon ganz alleine \u00fcbernehmen, da die Lehrkraft krank war oder ein Elterngespr\u00e4ch f\u00fchren musste.<\/p>\n<p>In meinem n\u00e4chsten Eintrag werde ich mehr auf das WG-Leben und meine Freizeit eingehen. In S\u00fcdafrika gibt es viel zu sehen und da trifft es sich gut, dass es ab Freitag eine Woche Ferien gibt. Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen und ihr habt einen kleinen Einblick bekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erste Eindr\u00fccke Meine Reise nach S\u00fcdafrika beginnt am Flughafen Frankfurt am Main. 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