{"id":10298,"date":"2018-05-02T14:01:19","date_gmt":"2018-05-02T12:01:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=10298"},"modified":"2024-07-12T11:23:53","modified_gmt":"2024-07-12T09:23:53","slug":"mein-laboralltag-in-schottland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/mein-laboralltag-in-schottland\/","title":{"rendered":"Mein Laboralltag in Schottland"},"content":{"rendered":"<p>In meinem zweiten Blog Eintrag werde ich meinen Arbeitsalltag schildern und einige Eindr\u00fccke \u00fcber die Leute vermitteln, mit denen ich t\u00e4glich im Institut Zeit verbringe.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Vorab muss ich sagen, dass ich inhaltlich leider nicht so viel zu den Versuchen schreiben darf, die wir dort machen, da die Inhalte im Herbst ver\u00f6ffentlicht werden und ich nat\u00fcrlich nicht vorgreifen m\u00f6chte. Deshalb werde ich mich in diesem Eintrag vor allem auf die Personen beziehen, mit denen ich hier in Schottland zusammen arbeite.<\/p>\n<p>In den drei Monaten, in denen ich mich in Glasgow aufhalte, arbeite ich an der University of Strathclyde im Department of Biomedical Science. Genauer gesagt mache ich ein Praktikum im immunologischen Bereich im Arbeitskreis von Professor Craig W Roberts, welcher hier als Professor f\u00fcr Parasitologie lehrt. Dieser besch\u00e4ftigt sich vor allem mit dem Mikroorganismus Toxoplasma Gondii und den Infektionen, welche dieser verursacht. Hier forscht er momentan vor allem in drei Bereichen. Zum einen die Interaktion von Toxoplasm gondii mit seinem Wirt. Hier wird versucht zu erschlie\u00dfen, wie der Parasiten bek\u00e4mpft werden kann und ob eine Impfung gegen diesen entwickelt werden k\u00f6nnte. Als n\u00e4chstes Schwerpunktthema besch\u00e4ftigt sich der Arbeitskreis damit, wie sich der Einfl\u00fcsse von geschlechts- und schwangerschaftsassoziierten Hormonen auf die Immunit\u00e4t auswirken. Als letztes besch\u00e4ftigt sich ein Doktorand seines Arbeitskreises mit der Identifizierung, Validierung und Nutzung antimikrobieller Ziele in Acanthamoeba.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich arbeite ich nicht mit Professor Roberts zusammen, da ich als Studentin einer anderen Doktorandin zugeteilt bin. Trotzdem habe ich Professor Roberts schon bei einigen Labormeetings erlebt, da sich der Arbeitskreis jede Woche zusammensetzt, um Ergebnisse zu besprechen. Obwohl ich gro\u00dfen Respekt vor Professor Roberts habe, l\u00e4sst sich sagen, dass er der netteste Professor ist, den ich jemals erlebt habe. Er spricht mich immer sehr freundlich an und fragt mich, welche Fortschritte ich gerade mache, ohne dass ich mich unter Druck gesetzt f\u00fchle. (Ein bisschen k\u00f6nnte es aber auch daran liegen, dass er zu jedem Labormeeting Cookies oder andere S\u00fc\u00dfigkeiten mitbringt &#x1f600;.)<\/p>\n<p>Die Doktorandin, die mich w\u00e4hrend meiner Praktikumszeit betreut, hei\u00dft Kerrie (nach schottischem Glasgow-Akzent eher: K\u00c4\u00c4RRie). Sie ist heute 25 Jahre alt geworden und isst sehr gerne Schokolade (um einen guten Eindruck zu machen, habe ich meinen Besuch aus Deutschland schon zweimal gebeten,\u00a0 mir Schokolade mitzubringen, hehe). Kerrie ist eine geborene Schottin. Deshalb habe ich in meiner ersten Woche eigentlich kein Wort verstanden, da die Betonung vor allem bei dem regionalen Akzent hier in Glasgow sehr sehr sehr stark auf den Vokalen und RRRRs liegt. Trotzdem bin ich nat\u00fcrlich super begeistert, die M\u00f6glichkeit zu haben, so viel Englisch mit einer Muttersprachlerin zu sprechen. Nach zwei Monaten t\u00e4glichen Kontakt mit ihr, kann ich wirklich selbst feststellen, wie viele W\u00f6rter mit von meiner fr\u00fcheren Lernzeit wieder einfallen und wie leicht es mir mittlerweile f\u00e4llt, ein Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren oder sie nach den verschiedenen Ger\u00e4ten im Labor zu befragen. ( By the way \u2013 mein Lieblingsger\u00e4t ist wirklich die \u201eGun\u201c, mit der man L\u00f6semittel aufnimmt. Die ist einfach super praktisch im Vergleich zu den B\u00e4llen, die wir zuhause in der Uni verwenden und au\u00dferdem, was eindeutig das allercoolste ist, ist sie pink.)<\/p>\n<p>Mit Kerrie zu arbeiten macht sehr viel Spa\u00df, da sie immer gut gelaunt ist, ganz egal, ob ich wieder gnadenlos an einem Versuch gescheitert bin oder nicht. Zu Beginn meines Praktikums fehlten mir leider viele Grundlagen im Bereich Immunologie, da dieser Themenbereich im Pharmaziestudium nicht so abgedeckt wird, wie ein Studium im Bereich Biomedizinische Wissenschaften, wie jener an der University of Strathclyde angeboten wird. Die ersten drei bis vier Wochen habe ich deshalb haupts\u00e4chlich damit verbracht, Kerrie bei ihren Arbeiten \u00fcber die Schulter zu schauen und Fachtexte auf Englisch zu lesen, um die Hintergr\u00fcnde von Kerries Experimenten zu begreifen. Da Kerrie Ende des Jahres ihre Doktorarbeit ver\u00f6ffentlichen wird, werde ich hier inhaltlich nicht viel zu unseren Versuchen oder den Ergebnissen sagen k\u00f6nnen. Allgemein arbeiten wir zurzeit mit dendritischen Zellen, welche zur angeborenen Immunabwehr geh\u00f6ren und versuchen herauszufinden, wie sich der Metabolismus dieser Zellen \u00e4ndert, wenn man sie mit verschiedenen Medikamenten versetzt. Da Kerrie bereits am Ende ihrer Promotion ist, hat sie sich nat\u00fcrlich in den letzten vier Jahren mit weitaus mehr Fragestellungen in diesem Bereich besch\u00e4ftigt. Ich bin sehr gl\u00fccklich, an diesem Punkt mit ihr zusammen zu arbeiten, da sie eine sehr gute Lehrerin ist und es ihr leicht f\u00e4llt, mir bestimmte Sachen zu erkl\u00e4ren (meistens verwendet sie dazu selbst gestaltete Skizzen, die sehr anschaulich sind). Au\u00dferdem sind diese Experimente interessant f\u00fcr mich, da es f\u00fcr einen Pharmaziestudenten nat\u00fcrlich auch besonders sch\u00f6n ist, direkt mit Arzneistoffen\u00a0 zu arbeiten.<\/p>\n<p>Da ich mich nun bereits im letzten Drittel meiner Praktikumszeit befinde, darf ich unter Aufsicht schon einige Sachen selbst machen. Zu Beginn habe ich vor allem beim Verwenden der Multichannel-Pipette viele Fehler gemacht (das ist eine Pipette mit acht Spitzen mit der man gleichzeitig eine Fl\u00fcssigkeit aufnehmen und ablassen kann). So langsam klappt es aber zum Gl\u00fcck besser und mittlerweile habe ich schon ein paar Ergebnisse, die ich in einer kleinen Pr\u00e4sentation vor dem Arbeitskreis vorgestellt habe. Ich hoffe trotzdem, dass ich auch in den letzten dreieinhalb Wochen noch einige spannende Sachen entdecke, hier noch weitere Einblicke in andere Doktorarbeiten bekomme und noch ein paar gute Ergebnisse erzielen kann. Ich freue mich auf weitere Aufgaben und Entdeckungen und w\u00fcrde jedem ein Praktikum in diese Arbeitsgruppe empfehlen, wenn man \u00fcber eine Karriere in der Forschung nachdenkt. Nach meiner Zeit hier kann ich nun eindeutig diese Frage beantworten. Wenn ich mit meinem Studium fertig bin, w\u00fcrde ich gerne zun\u00e4chst im forsche<a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20180427-WA0006.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10300 alignleft\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20180427-WA0006-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20180427-WA0006-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20180427-WA0006-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20180427-WA0006-1152x1536.jpg 1152w, 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