{"id":10295,"date":"2018-05-02T14:07:37","date_gmt":"2018-05-02T12:07:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=10295"},"modified":"2024-07-12T11:19:34","modified_gmt":"2024-07-12T09:19:34","slug":"fast-vier-wochen-in-hertford-fuehlen-sich-an-wie-eine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/fast-vier-wochen-in-hertford-fuehlen-sich-an-wie-eine\/","title":{"rendered":"Fast vier Wochen in Hertford f\u00fchlen sich an wie eine!"},"content":{"rendered":"<p>Hello again,<\/p>\n<p>kaum zu glauben, aber schon meine dritte Woche in Hertford neigt sich dem Ende zu. Mittlerweile habe ich mich sehr gut eingelebt und bin froh, euch ein bisschen zu berichten und euch an meinen ereignisreichen ersten Wochen hier teilhaben zu lassen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Bei nat\u00fcrlich str\u00f6mendem Regen \ud83d\ude09 wurde ich am Flughafen von einer Lehrerin meiner Praktikumsschule (Mrs J., sie ist dort Head des Language Departments) abgeholt. Meine Gastmutter, bei der ich die \u00fcbrigen Monate verbringe, war f\u00fcr einige Tage verreist, da in meiner ersten Woche hier noch Osterferien waren. Daher wohnte ich die ersten zwei Tage bei der Familie der anderen Lehrerin. Kaum bei ihr zuhause angekommen, rannten ihre Kinder (5 und 3 Jahre alt) auf mich zu und f\u00fchrten mich in ihr Spielzimmer, das so ziemlich jedes Spielzeug enthielt, das ich mir vorstellen konnte. Die n\u00e4chsten Stunden verbrachten wir also zwischen Autos, Puppen, magischem Knetsand und Bilderb\u00fcchern. Schlie\u00dflich kam auch noch die achtj\u00e4hrige Cousine vorbei und an Ausruhen war nicht mehr zu denken! Abends ging ich mit Mrs J. in ihrem Fitnesscenter schwimmen, das neben einem Gym, auch \u00fcber ein Schwimmbad verf\u00fcgt und Kurse anbietet. Ich war begeistert und nahm mir vor, ein solches in der N\u00e4he meiner Gastfamilie zu suchen. Am n\u00e4chsten Tag zeigte mir Mrs J. die Umgebung, in der sie wohnt und bei einem kleinen Shoppingtrip nach Bishop&#8217;s Stortford, einer nahegelegenen Stadt, erz\u00e4hlte sie mir bereits, was mich in der Schule erwartete: Aufteilung der Sch\u00fclerInnen in Years, anstehende Vorbereitungen auf die GCSEs (Pr\u00fcfungen in Year 10) in Deutsch etc. Erstmals erkl\u00e4rte sie mir au\u00dferdem, dass ich an einer Jungenschule arbeiten w\u00fcrde, was mir bis dahin nicht bewusst war und ich stand dem Ganzen zun\u00e4chst sehr skeptisch gegen\u00fcber, kannte ich doch so etwas \u00fcberhaupt nicht aus Deutschland. Bei Mrs J.s Eltern erlebte ich am Nachmittag die typische Teatime mit traditionellen Minced Pies, die man sich wie kleine Kuchen aus Bl\u00e4tterteig, gef\u00fcllt mit Rosinen und \u00c4pfeln, vorstellen kann.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag kam ich dann in meiner &#8220;richtigen&#8221; Gastfamilie an, die in einer Harry Potter \u00e4hnlichen Siedlung, in Hertford, in\u00a0 fu\u00dfl\u00e4ufiger Entfernung zu meiner Schule wohnt. Ich lernte meine Gastmutter, ihre Tochter, ihren Sohn und seine Freundin, die alle drei ungef\u00e4hr in meinem Alter sind, kennen. Nach dem typisch britischen Roast Dinner gingen meine Gastmutter, ihre Tochter und ich in eine Theatervorstellung von Macbeth, was das britische Feeling komplett machte. Nachdem ich die weiteren Abende mit den &#8220;Kindern&#8221; meiner Gastfamilie in einem sehr gem\u00fctlichen Pub in Hertford verbrachte, stand dann am Montag der erste Schultag bevor. Allerdings beginnt die Schule hier nie vor 9:10 Uhr, so war die Umstellung zum Schulalltag gar nicht schwer.<\/p>\n<p>Die ersten Tage in der Schule waren sehr aufregend: Mein Stundenplan wurde erstellt, Wege zu verschiedenen Departments wurden mir erkl\u00e4rt und dennoch musste ich noch mehrere Male nachfragen bis ich die richtigen R\u00e4ume fand. Jedes Mal musste ich mich erinnern, mich in eine Liste einzutragen, wenn ich das Schulgeb\u00e4ude betrat und auszutragen, wenn ich es verlie\u00df. Doch nach wenigen Tagen hatte ich mich an die meisten neuen Abl\u00e4ufe gewohnt, unter anderem auch an die st\u00e4ndigen &#8220;Registrations&#8221;, so wurde kontrolliert, dass Sch\u00fcler nicht unerlaubt das Schulgeb\u00e4ude verlie\u00dfen. Auch die Tatsache, dass ich haupts\u00e4chlich von Jungen umgeben war (in der Oberstufe ist es auch M\u00e4dchen m\u00f6glich, die Schule zu besuchen), war schon nach wenigen Tagen normal und die Atmosph\u00e4re erschien mir kaum anders als an einer deutschen Schule. Vom Kollegium wurde ich ausgesprochen nett empfangen, jeder war sehr daran interessiert, mehr \u00fcber mich, mein Studium und das Leben in Deutschland zu erfahren. So freue ich mich in jeder Pause, neue LehrerInnen kennenzulernen und spannende und lustige Gespr\u00e4che zu f\u00fchren. Durch diese von Anfang an offene Atmosph\u00e4re f\u00fchlte ich mich direkt wohl und es gelang mir sehr schnell, neue Kontakte zu kn\u00fcpfen. Viele KollegInnen schlugen mir sofort vor, auch au\u00dferhalb der Schule etwas zu unternehmen. So wurde ich letztes Wochenende direkt auf den Geburtstag einer jungen Kollegin eingeladen und ich konnte einige LehrerInnen ganz privat erleben. Das war eine wirklich tolle und lustige Erfahrung, die mir auch weiterhin im Schulalltag hilft, offen auf LehrerInnen zuzugehen und dar\u00fcberhinaus mir auch bereits einige Freundschaften beschert hat.<\/p>\n<p>In der Schule arbeite ich meistens von 9:00-15:30 Uhr und gehe nachmittags dann manchmal noch ins Gym, denn ich habe tats\u00e4chlich ein \u00e4hnliches gefunden, wie das, von dem ich am ersten Tag bereits so begeistert war, das ich auch zu Fu\u00df erreichen kann. An sonnigen Tagen laufe ich gerne ein bisschen durch die kleine, sehr gem\u00fctliche Innenstadt, die auch ein wundersch\u00f6nes Schloss, mehrere Fl\u00fcsse und einen tollen Park hat, und setze mich manchmal mit einer Kollegin in ein Caf\u00e9. Freitags ist mein freier Tag, an dem ich meistens versuche, die Woche Revue passieren zu lassen und mir ein paar Notizen zu machen, um bereits Ideen f\u00fcr meinen Praktikumsbericht zu sammeln. Die Wochenenden verbringe ich meistens mit meiner Gastfamilie, manchmal gehen wir in ein Pub oder zu Veranstaltungen in der Stadt. Dieses Wochenende werden wir die 40km entfernte Stadt Guildfort besuchen. Dort studiert mein Gastbruder und da seine Uni nun wieder beginnt, werden wir ihn dorthin fahren.<\/p>\n<p>Ich bin sehr gespannt, noch weitere Orte in der Umgebung zu besuchen, besonders St. Albans, Stevenage und die Ostk\u00fcste stehen auf meiner Liste. Oxford, London und Cambridge d\u00fcrfen nat\u00fcrlich auch nicht fehlen! Auch auf die weiteren Monate in der Schule freue ich mich schon sehr, besonders erwartungsvoll blicke ich auch auf Ausfl\u00fcge mit LehrerInnen, die bald stattfinden sollen.<\/p>\n<p>Schon jetzt empfinde ich die Zeit hier als so bereichernd und bin froh, das alles erleben zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Bis bald,<\/p>\n<p>Carmen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hello again, kaum zu glauben, aber schon meine dritte Woche in Hertford neigt sich dem Ende zu. 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