{"id":1029,"date":"2014-03-17T09:23:51","date_gmt":"2014-03-17T07:23:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=1029"},"modified":"2019-07-10T12:39:45","modified_gmt":"2019-07-10T10:39:45","slug":"scotland-hier-regnet-es-nicht-es-gibt-nur-liquid-sunshine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/scotland-hier-regnet-es-nicht-es-gibt-nur-liquid-sunshine\/","title":{"rendered":"Scotland &#8211; Hier regnet es nicht, es gibt nur &#8220;liquid sunshine&#8221;"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1031\" aria-describedby=\"caption-attachment-1031\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSCF3224.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1031\" alt=\"Die Berge sind in Sicht\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSCF3224-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSCF3224-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSCF3224-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSCF3224-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSCF3224-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSCF3224-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSCF3224.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1031\" class=\"wp-caption-text\">Die Berge sind in Sicht<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein gro\u00dfes HIYA an Deutschland und an den Rest der Welt,<\/p>\n<p>ich m\u00f6chte euch aus Falkirk begr\u00fc\u00dfen\u00a0\u2013 ja, selbst wenn man Leute fragt, die bereits in Schottland waren, so sagt einem dieser Ort nichts. Falkirk ist eine Industriestadt mit ca. 32.000 Einwohnern.\u00a0 Die Lage ist aber sehr gut, denn es liegt genau in der Mitte zwischen Edinburgh und Glasgow. Beide St\u00e4dte sind mit dem Zug in ca. 40 Minuten zu erreichen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Man ist hier noch nicht im Highland-Gebiet, allerdings kann man sie aus meinem Wohnzimmer sehen, genau wie jeden Morgen, wenn ich zur Schule radel\u00a0\u00a0\u2013 womit ich hier der absolute Au\u00dfenseiter bin, da die Schotten (nach eigenen Angaben) viel zu faul zum Fahrrad fahren sind und niemals auf die Idee kommen w\u00fcrden, es nicht als Spa\u00dfmittel, sondern als Transportmittel zu benutzen. Es gibt hier auch keine Radwege, sodass ich auf dem B\u00fcrgersteig fahren muss, auf der Stra\u00dfe w\u00e4re es viel zu gef\u00e4hrlich. Als Fahrradfahrer hat man hier definitiv keine Rechte und wenn ein Auto aus einer Einfahrt \/ Ausfahrt kommt und abbiegen will, man selbst aber mit dem Fahrrad geradeaus m\u00f6chte, muss man trotzdem anhalten und dem Autofahrer Vorfahrt gew\u00e4hren, sonst fahren sie einen an.<\/p>\n<p>Warum ich hier bin? Ich absolviere ein ganzes &#8220;Term&#8221; an einer schottischen High School. Das sogenannte Term geht hier 3 Monate. Ich bin als &#8220;Assistant teacher&#8221; f\u00fcr Deutsch an dieser Schule. Die Schule an sich ist die drittgr\u00f6\u00dfte Schule in Schottland mit rund 1.600 Sch\u00fcler\/innen. Dieses Praktikum absolviere ich w\u00e4hrend meines Englischstudiums, da ich Lehramt f\u00fcr Gymnasien studiere. Warum ich dann German assistant bin? Ich glaube es w\u00fcrde keinen Sinn machen (und davon abgesehen w\u00fcrde ich es mich auch nicht trauen) pubertierenden Teenagern Englisch beizubringen.<\/p>\n<p>Bevor ich nach Schottland gekommen bin, hatte ich am meisten vor dem schottischen Akzent Angst. Am Flughafen wurde ich von dem &#8220;Head of Language Department&#8221; (der gerade einmal 29 ist) abgeholt und ich habe ihn super verstanden. Wir sind dann aber in einen Pub gefahren und haben meinen jetzigen Mitbewohner getroffen. Die ersten W\u00f6rter habe ich noch gut verstanden, aber dann hat er sein Schottisch ausgepackt und ich habe gehofft, dass er mir blo\u00df keine Fragen stellt, haha. Aber das wurde nach einigen Tagen durchaus besser und mittlerweile finde ich sogar, dass die Schotten sehr klar sprechen.<\/p>\n<p>Manchmal kann ich blo\u00df durchaus wee (schottisch= kleine) Probleme haben, die Sch\u00fcler zu verstehen. Die High School ist ja eine Gesamtschule und je nach gesellschaftlichem Status, sprechen die Sch\u00fcler auch unterschiedlich. Kinder aus einem benachteiligten gesellschaftlichen Hintergrund versteht man in der Regel auch sehr schlecht.<\/p>\n<p>Der Unterricht beginnt um viertel vor 9 und endet um viertel nach 3. Meist bin ich l\u00e4nger in der Schule, um den Unterricht vorzubereiten. Ich unterrichte manchmal alleine, habe aber auch viele kleine Gruppen, mit denen ich &#8220;speaking practice&#8221; mache. Au\u00dferdem bin ich an verschiedenen Grundschulen, wo die Sch\u00fcler noch gar kein Deutsch k\u00f6nnen und versuche ihnen die Sprache schmackhaft zu machen. Es ist teilweise sehr niedlich, was die Grundsch\u00fcler f\u00fcr Fragen stellen, z.B. zu welchem Land Deutschland geh\u00f6rt. Wenn ich sie frage, was sie \u00fcber Deutschland wissen, kommt meist als Antwort &#8220;W\u00fcrstchen, Bier, Hitler, BMW und Bayern M\u00fcnchen&#8221;. Ich habe mit ihnen auch ein Quiz \u00fcber Deutschland gemacht und sie denken (ich habe aber auch nicht erwartet, dass sie die richtige Antwort wissen), dass Michael Schumacher oder Heidi Klum Bundeskanzler\/in ist :-). Die Grundsch\u00fcler sind aber sehr s\u00fc\u00df und wissbegierig.<\/p>\n<p>Ansonsten hatte ich an der Schule einen kleinen &#8220;Schock&#8221; erfahren. Weit und breit gibt es keine Tafeln mehr, sondern nur noch Smartboards. Ab und zu wird auch mit IPads gearbeitet, was mich wirklich erstaunt hat. Dementsprechend wird auch kaum noch mit Schulb\u00fcchern gearbeitet, sondern der Lehrer bereitet das Material auf und es wird interaktiv durch das Smartboard gelernt. Generell ist die Schule in einer sehr guten Kondition (es werden Stifte und Hefte gestellt), sodass ich wirklich den Eindruck bekommen habe, der Staat investiert sehr viel Geld in das Bildungssystem. Selbst in den Grundschulen gab es \u00fcbrigens keine Tafeln mehr. Nach meinen ersten Eindr\u00fccken kann ich auch sagen, dass Lernen haupts\u00e4chlich durch Auswendiglernen erfolgt. Die Sch\u00fcler\/innen wissen quasi was in der Pr\u00fcfung abgefragt wird und lernen komplette S\u00e4tze und Essays auswendig (sowohl f\u00fcr schriftliche als auch f\u00fcr m\u00fcndliche Pr\u00fcfungen). Das finde ich relativ erschreckend und auch andere Kollegen haben mir best\u00e4tigt, dass dies durchaus verbessert werden m\u00fcsste.<\/p>\n<p>An der Schule haben wir blaue Schuluniformen. Das Tragen der Schuluniformen wird allerdings nicht allzu streng gehandhabt. Die Sch\u00fcler m\u00fcssen ein wei\u00dfes Hemd\/Bluse, den blauen Schlipps und den blauen Blazer tragen. Die R\u00f6cke k\u00f6nnen dabei anscheinend so kurz sein wie nur m\u00f6glich. Ich bin immer wieder \u00fcberrascht, dass so kurze R\u00f6cke in der Schule geduldet werden. Ansonsten nehmen die Sch\u00fcler\/innen die Uniform auch nicht so ernst. Es gibt durchaus nicht wenige, die zwar das Hemd anziehen, aber dar\u00fcber irgendeinen Pullover mit Aufdrucken oder andere Sachen. Einheitlich aussehen ist doch etwas anderes&#8230;.<\/p>\n<p>Ich werde morgen hier noch ein paar Fotos hinzuf\u00fcgen und mein n\u00e4chster Beitrag wird \u00fcber die schottische Mentalit\u00e4t sein.<\/p>\n<p>Bis dahin Cheerio!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein gro\u00dfes HIYA an Deutschland und an den Rest der Welt, ich m\u00f6chte euch aus Falkirk begr\u00fc\u00dfen\u00a0\u2013 ja, selbst wenn man Leute fragt, die bereits in Schottland waren, so sagt einem dieser Ort nichts. 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