{"id":10234,"date":"2018-04-23T14:26:12","date_gmt":"2018-04-23T12:26:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=10234"},"modified":"2024-07-12T11:26:43","modified_gmt":"2024-07-12T09:26:43","slug":"pj-in-rom-der-stationsalltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/pj-in-rom-der-stationsalltag\/","title":{"rendered":"PJ in Rom &#8211; der Stationsalltag"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich mich mittlerweile gut in Rom eingelebt habe, m\u00f6chte ich \u00fcber meine t\u00e4gliche Arbeit im Krankenhaus berichten.<\/p>\n<p>In Rom absolviere ich das Tertial der Chirurgie. Nachdem ich bereits in meinem ersten Bericht \u00fcber die Bewerbung geschrieben habe, werde ich jetzt auf den Arbeitsalltag eingehen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Was mir bereits von meinen r\u00f6mischen Freunden berichtet worden war, best\u00e4tigte sich umgehend: Mit meinem Betreuer hatte ich einen echten Gl\u00fccksgriff gelandet. Ein \u00e4lterer Herr und Professor f\u00fcr Allgemeinchirurgie, der sich aber haupts\u00e4chlich auf die Nierentransplantation spezialisiert hat. So werden in dem Krankenhaus alle Nierentransplantationen sowohl von verstorbenen als auch von Lebendspendern unter seiner Regie durchgef\u00fchrt. Allerdings werden alle transplantierten Patienten auch von seiner Abteilung nachbetreut. Sollten in diesem Zusammenhang allgemeinchirurgische Operationen n\u00f6tig sein, werden diese auch von seinem Team durchgef\u00fchrt. Insofern bekommt man das ganze Spektrum der Allgemeinchirurgie zu sehen.<\/p>\n<p>Los geht es jeden morgen um kurz nach 8, meist jedoch eher gegen halb 9. In einer ersten Besprechung werden die Labor-Werte bereits transplantierter Patienten bewertet und die immunsuppressive Therapie, die nach einer Nierentransplantation unerl\u00e4sslich ist, angepasst. Danach werden die aktuellen Patienten, die sich momentan auf Station befinden, kurz besprochen, bevor es dann zur Visite geht, an der in der Regel alle teilnehmen. Neben mir sind das die beiden Assistenz\u00e4rzte, zwei Fach\u00e4rzte sowie ein Oberarzt und mein Chef. Dazu gesellen sich dann noch ein Haufen von Studenten, die aber w\u00f6chentlich wechseln und w\u00e4hrend ihrer Zeit in der Abteilung eher eine Statistenrolle einnehmen.<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach ist es unerl\u00e4sslich, bei einem Praktikum im Krankenhaus in Italien schon gut bis sehr gut Italienisch zu sprechen. Die komplette Kommunikation l\u00e4uft ausschlie\u00dflich auf Italienisch und Englisch wird \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 nur gebrochen gesprochen. Spricht man kein Italienisch, kann man dem ganzen Vorgehen nur schwer folgen und bleibt immer etwas au\u00dfen vor. Beherrscht man die Sprache jedoch, wird man schnell sehr herzlich von der Station aufgenommen und Teil des Teams.<\/p>\n<p>Nach der Visite bieten sich dann verschiedene Aufgaben an. Mit der Zeit ist mir immer mehr Verantwortung \u00fcbertragen worden und zahlreiche Aufgaben f\u00fchre ich mittlerweile eigenverantwortlich durch. Dazu geh\u00f6rt u.a. der Verbandswechsel, den ich jeden Tag bei den Patienten auf unserer Station durchf\u00fchre, inklusive Drainagenzug und Wundversorgung.<\/p>\n<p>Danach halte ich mich meistens in der Ambulanz auf, in der vor allem die Nachbehandlung operierter Patienten erfolgt. Aber auch die Versorgung chronischer Wunden steht auf dem Programm. Auch hier kann ich immer selbstst\u00e4ndiger arbeiten und h\u00e4ufig schreibt der immer noch anwesende Arzt nur den Bericht, w\u00e4hrend ich die Behandlung vornehme.<\/p>\n<p>Im OP war ich bisher eher als Zuschauer, denn als aktiver Teilnehmer, was aber daran lag, dass mir noch das OK des arbeitsmedizinischen Dienstes fehlte. Nachdem ich dieses mittlerweile habe, wurde ich schon darauf aufmerksam gemacht, dass ich ab jetzt auch mehr aktiv im OP sein werde.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu einem Krankenhaus in Deutschland l\u00e4uft der Alltag nicht so strukturiert ab und was hygienische Aspekte betrifft, hat man manchmal das Gef\u00fchl, dass in Italien etwas komplett anderes gelehrt wird als bei uns. Daf\u00fcr ist das Klima im ganzen Krankenhaus im Vergleich zu H\u00e4usern in Deutschland sehr angenehm: Auch wenn es viel zu tun gibt und die Assistenz\u00e4rzte \u00e4hnlich lange arbeiten m\u00fcssen wie bei uns, ist der Umgangston viel herzlicher und auch wenn es mal stressig wird, bleiben alle freundlich und h\u00f6flich. Etwas, was mir sehr imponiert hat und wo man sich in vielen H\u00e4usern in Deutschland sicherlich eine Scheibe abschneiden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Generell muss ich sagen, dass ich mich gut eingelebt habe und mir das Arbeiten auf der Station gef\u00e4llt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich mich mittlerweile gut in Rom eingelebt habe, m\u00f6chte ich \u00fcber meine t\u00e4gliche Arbeit im Krankenhaus berichten. In Rom absolviere ich das Tertial der Chirurgie. 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