{"id":10171,"date":"2018-04-16T13:36:13","date_gmt":"2018-04-16T11:36:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=10171"},"modified":"2024-07-12T11:29:57","modified_gmt":"2024-07-12T09:29:57","slug":"rueckblick-auf-3-monate-an-der-norwich-school","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/rueckblick-auf-3-monate-an-der-norwich-school\/","title":{"rendered":"R\u00fcckblick auf 3 Monate an der Norwich School"},"content":{"rendered":"<p>Tja, meine Zeit in Norwich ist vorbei und ich habe nat\u00fcrlich schon l\u00e4ngst mein sehr pers\u00f6nliches Fazit gezogen, mit dem ich euch Leser jetzt allerdings nicht langweilen werde. Ich versuche mich in diesem letzten Eintrag kurz zu halten und die interessanten Dinge auf den Punkt zu bringen, ohne zu sehr in pers\u00f6nliche Gef\u00fchlsduselei zu verfallen, was zugegebenerma\u00dfen leichter gesagt als getan ist.<\/p>\n<p>Ihr merkt, ich trauere meiner Zeit in Norwich etwas nach&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Arbeiten wir einfach die Punkte, die mir noch wichtig sind loszuwerden, ganz systematisch ab. Ich denke, ich sollte zun\u00e4chst mal auf das Sprachliche eingehen, das ja letztendlich neben den Unterrichtserfahrungen Sinn und Zweck dieses Aufenthalts war.<\/p>\n<p>Viele versprechen sich sprachlich immer sehr viel von einem Auslandssemester und ich wage es jetzt einfach mal, diesen Enthusiasmus etwas zu d\u00e4mpfen. Ich wei\u00df nicht, wie es nach einem ganzen Jahr im Ausland aussieht und ich kann hier auch nur f\u00fcr mich sprechen, aber viel hat sich, nach drei Monaten, an meinem Englisch definitiv nicht ge\u00e4ndert. Hei\u00dft nicht, dass ich vorher schon brilliant war. Hei\u00dft auch nicht, dass ich immer noch schlecht bin. Ich beherrsche die englische Sprache bereits seit einigen Jahren auf einem bestimmten Level und das \u00e4ndert sich nicht so schnell. Zwischendurch, nach etwa zwei Monaten, hatte ich sogar das Gef\u00fchl, dass ich stagniert bin und sich absolut nichts gebessert hat. Mittlerweile kann ich aber sagen, dass das nicht stimmt. Mein H\u00f6rverst\u00e4ndnis ist definitiv besser geworden, mein Wortschatz etwas erweitert und auch das Sprechen l\u00e4uft jetzt fl\u00fcssiger (wobei sich das nach einiger Zeit in Deutschland sicherlich wieder verschlechtern wird). Aber ich mache immer noch grammatische Fehler, verhaspel mich oder kann mich nicht so ausdr\u00fccken wie ich es gerne t\u00e4te, weil mir gerade die verdammten W\u00f6rter nicht in den Sinn kommen.<\/p>\n<p>Man ist allerdings jeden Tag gezwungen, sehr viel Englisch zu reden und das h\u00e4lt schon fit, muss ich sagen. Vor allem morgens nach dem Aufstehen ist ein entspanntes Plaudern allerdings eine Herausforderung \u2013\u00a0 und wenn ich es versuche, h\u00e4lt sich der sprachliche Erfolg meist in Grenzen. Besser l\u00e4uft es, wenn man sich nachmittags mit Kollegen im Pub trifft \u2013 das ist in der Tat die beste M\u00f6glichkeit, an seinem Englisch zu arbeiten.<\/p>\n<p>Die gute Gesellschaft nimmt einen gro\u00dfen Teil dessen ein, was ich besonders vermissen werde. Ich hatte ein tolles Arbeitsumfeld mit wirklich netten Menschen \u2013 dementsprechend war das Arbeitsklima super angenehm und es gab nie Probleme. Die Lehrer im German Department waren sehr kooperativ und entgegenkommend, haben mir viele Freiheiten gelassen und mich trotzdem immer unterst\u00fctzt und beraten und mich vielf\u00e4ltig eingesetzt. Ich wurde von der Deutschfachschaft sogar mit lobenden Worten, kleinen Geschenken und einer lieben Karte verabschiedet, was mich super gefreut hat!<\/p>\n<p>Auch mit den anderen Assistentinnen habe ich mich super verstanden &#8211; zwei sind im Laufe der Zeit wirklich gute Freundinnen geworden. Wir alle haben in unserer Freizeit viel miteinander unternommen, sowohl in Norwich als auch in der Umgebung, sodass f\u00fcr Heimweh kein Platz mehr geblieben ist.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10177\" aria-describedby=\"caption-attachment-10177\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180128_150401.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10177\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180128_150401-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180128_150401-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180128_150401-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180128_150401-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180128_150401-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180128_150401-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180128_150401.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10177\" class=\"wp-caption-text\">K\u00fcstenwanderung bei Cromer<\/figcaption><\/figure>\n<p>An dieser Stelle ist zu erw\u00e4hnen, dass es sich durchaus lohnt, mal an die K\u00fcste zu fahren. Die Orte <strong>Cromer <\/strong>und<strong> Sheringham<\/strong> sind ganz gute Ziele, wobei Sheringham idyllischer ist. Cromer ist mittlerweile recht heruntergekommen, hat daf\u00fcr aber einen sch\u00f6nen Pier. In den St\u00e4dtchen selbst kann man sich nicht allzu lange aufhalten, man kann aber von beiden Orten aus K\u00fcstenwanderungen starten, die sich, je nach Wetter, wirklich sehr lohnen.<br \/>\nWenn man in Norwich selbst mal ins Gr\u00fcne will, kann ich einen Rundgang um den <strong>Whitlingham Broad Lake<\/strong> sehr empfehlen, der allerdings etwas au\u00dferhalb in der N\u00e4he von Trowse gelegen ist.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10175\" aria-describedby=\"caption-attachment-10175\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180212_124458.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10175\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180212_124458-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180212_124458-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180212_124458-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180212_124458-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180212_124458-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180212_124458-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180212_124458.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10175\" class=\"wp-caption-text\">Whitlingham Broad Lake<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00dcbrigens, und das schiebe ich hier mal eben ein, kauft euch unbedingt die <strong>Railcard <\/strong>wenn ihr f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit in Gro\u00dfbritannien seid!\u00a0 Damit bekommt ihr s\u00e4mtliche Zugtickets 33% billiger, was sich bei den recht happigen Bahnpreisen hier definitiv lohnt. Die Railcard kostet 30 Pfund und die waren bei mir recht schnell abbezahlt, weil man allein bei der Strecke Stansted-Norwich mit der Railcard 10 Pfund spart. Ihr k\u00f6nnt sie \u00fcbrigens sowohl online als auch am Schalter erwerben, m\u00fcsst allerdings ein Passfoto von euch mitbringen, das dann auf die Railcard geklebt wird.<\/p>\n<p>Zum Schluss: ich habe mich hier wirklich super wohl gef\u00fchlt! Sowohl auf menschlicher Ebene als auch beim Unterrichten und Arbeiten mit den Sch\u00fclern. Die Sch\u00fcler waren alle sehr nett und mir meistens auch sehr respektvoll gegen\u00fcber, was ja nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, wenn man \u201enur\u201c Praktikant ist. Leider waren viele sehr distanziert und unnahbar und haben mich au\u00dferhalb des Unterrichts oft wie Luft behandelt, sodass mein freundlich gr\u00fc\u00dfender Blick meistens ins Leere ging. Das fand ich etwas schade, aber naja\u2026 das allgemeine Klima war jedenfalls sehr angenehm.<br \/>\nMeine Aufgaben, die ich bereits im zweiten Eintrag geschildert habe, haben mir auch sehr gut gefallen und ich kann nicht behaupten, \u00fcberfordert gewesen zu sein. Der Arbeitsaufwand war wirklich recht entspannt zu bew\u00e4ltigen und falls es Probleme gab, hatte ich immer Ansprechpartner.<\/p>\n<p>Man muss \u00fcbrigens kein Germanist sein, um hier zu unterrichten. Klar, die Basics der deutschen Grammatik sollte man schon drauf haben, aber man kann auch immer zwischendurch Fortbildungen bei Google machen&#8230;<br \/>\nWichtiger ist die Vermittlung, und die ist in England anders, als wir das aus dem Deutschunterricht kennen. <em>Wen oder was? = Akkusativ<\/em> hilft den Sch\u00fclern herzlich wenig. Sich damit auseinanderzusetzen fand ich aber ziemlich spannend und hat mir gezeigt, wo die Schwierigkeiten liegen, wenn man Deutsch als Fremdsprache lernt \u2013 ich denke, das kann durchaus n\u00fctzlich sein.<\/p>\n<p>Ergo, mein Appell an euch: Bewerbt euch, es lohnt sich! Es ist eine gro\u00dfartige M\u00f6glichkeit gro\u00dfartige Erfahrungen zu machen, das englische Privatschulsystem kennenzulernen (und zu hinterfragen) und neue Leute kennenzulernen. Und englischen Smalltalk lernt man nebenbei auch noch. Ich in meinem Fall sogar noch ein bisschen Schweizerdeutsch \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Danke f\u00fcrs Lesen und es gr\u00fc\u00dft<\/p>\n<p>Euer Felix<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tja, meine Zeit in Norwich ist vorbei und ich habe nat\u00fcrlich schon l\u00e4ngst mein sehr pers\u00f6nliches Fazit gezogen, mit dem ich euch Leser jetzt allerdings nicht langweilen werde. 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