{"id":10052,"date":"2018-03-28T12:15:09","date_gmt":"2018-03-28T10:15:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=10052"},"modified":"2024-09-16T12:20:46","modified_gmt":"2024-09-16T10:20:46","slug":"auf-ein-wiedersehen-in-york","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/auf-ein-wiedersehen-in-york\/","title":{"rendered":"Auf ein Wiedersehen in York"},"content":{"rendered":"<p>Auf ein Wiedersehen!<\/p>\n<p>Nach 12 Wochen in York neigt sich mein Aufenthalt hier auch schon wieder dem Ende entgegen. Was bleibt, sind viele gute Erinnerungen, sowohl an die Stadt als auch an die Menschen. Die Arbeit an der Heworth Primary School hat doch \u00fcberwiegend Spa\u00df gemacht und gerade das Kollegium hat dazu beigetragen, dass man bestens aufgenommen wurde. Ich denke, dass ich mich in den f\u00fcr mich wichtigen Bereichen verbessert habe und freue mich darauf, das Gelernte demn\u00e4chst im eigenen Unterricht anzuwenden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Praktikum hat mir aber auch gezeigt, was ich nicht sein m\u00f6chte: Grundschullehrer in England. Zwar geben einem die kleinen Kinder eine Menge zur\u00fcck, dennoch empfand ich den Lehralltag geistig nicht sonderlich fordernd und den SuS t\u00e4glich beizubringen, wie man Buchstaben malt oder W\u00f6rter liest, w\u00e4re mir auf Dauer zu eint\u00f6nig. Dar\u00fcber hinaus fand ich den Arbeitstag an einer Ganztagsschule zu lang und der Druck, gute Testresultate bei den SuS zu erzielen, war unn\u00f6tig hoch. Zwar waren viele Lehrer nur halbtags besch\u00e4ftigt oder hatten auch so mal einen freien Nachmittag, wir mussten jedoch als Praktikanten 35 Stunden die Woche in der Schule anwesend sein. Dies war besonders vor dem Hintergrund suboptimal, dass das \u201eLeben\u201c in York bereits um 17 Uhr endet. Wollte man nach der Arbeit noch gem\u00fctlich in ein Caf\u00e9 oder durch verschiedene Gesch\u00e4fte schlendern, so musste man dies direkt nach der Schule in Angriff nehmen oder auf das Wochenende ausweichen.<\/p>\n<p>All dies soll aber nicht \u00fcber das positive Gesamterlebnis hinwegt\u00e4uschen, sondern tr\u00e4gt letztendlich auch dazu bei, all jenes, was man zu Hause hat, etwas mehr wertzusch\u00e4tzen. Das f\u00e4ngt bei den allgemeinen Kosten (Miete, Lebensunterhalt, Freizeit) an, die selbst in M\u00fcnster noch etwas g\u00fcnstiger sind und h\u00f6rt beim Verkehr (endlich wieder auf der rechten Seite fahren \ud83d\ude00 ) auf. Daf\u00fcr bekam man \u00e4u\u00dferst zuvorkommende und freundliche Menschen und eine Biervielfalt, die ihres Gleichen sucht.<\/p>\n<p>Als Ausflugsziele kann ich Durham (York in klein), Whitby oder Scarbrough (beides zwei St\u00e4dte an der Ostk\u00fcste), die Robin\u2019s Hood Bay (ein sehr romantisches Fischerdorf, was aber nur wirklich sinnvoll mit dem Auto zu erreichen ist) und Sheffield (Geburtsort des Fu\u00dfballs) empfehlen. F\u00fcr die K\u00fcstenst\u00e4dte empfiehlt sich ein Mietwagen, alles andere ist sehr einfach mit dem Zug zu erreichen. Ich war letzte Woche noch f\u00fcr einen Tagestripp in Leeds (ebenfalls eine sehr empfehlenswerte Stadt mit vielen Einkaufsm\u00f6glichkeiten und einer interessanten Braukultur) und habe f\u00fcr das Zugticket (45 Minuten ohne Umsteigen) lediglich 3,20 Pound pro Strecke bezahlt.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Pluspunkt eines Auslandaufenthaltes ist nat\u00fcrlich auch das Kennenlernen einer neuen Kultur und der sprachliche Zugewinn. Jeder, der in ein Land geht, um die dortige Sprache zu lernen, wird recht schnell deutliche Fortschritte machen. So eine authentische Lernumgebung kann einem keine App, kein Onlineprogramm und keine Schule bieten. Dabei ist es auch unerheblich, auf welchem Niveau man sich befindet: Weniger erfahrene L2-learner werden deutliche Fortschritte in allen Sprachbereichen machen und auch erfahrene L2-speaker k\u00f6nnen weiterhin ihren Wortschatz erweitern oder an ihrer Aussprache feilen. Hier empfiehlt sich dann auch ein kleiner Test: Da die Menschen in York alle sehr freundlich und einladend sind, kann man im Caf\u00e9 oder Pub einfach das Gespr\u00e4ch mit den hier lebenden Menschen suchen. Da es wohl nur den wenigsten gelingen wird, wie ein englischer Muttersprachler zu klingen, fragen die Leute im Gespr\u00e4ch fr\u00fcher oder sp\u00e4ter nach einer Herkunft und nicht Jeder kann einen direkt als Deutschen enttarnen ;).<\/p>\n<p>So, ich habe fertig.<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fc\u00dfe aus M\u00fcnsters \u00e4ltester Partnerstadt und auf ein zuk\u00fcnftiges Wiedersehen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf ein Wiedersehen! Nach 12 Wochen in York neigt sich mein Aufenthalt hier auch schon wieder dem Ende entgegen. Was bleibt, sind viele gute Erinnerungen, sowohl an die Stadt als auch an die Menschen. 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