{"id":10038,"date":"2018-04-16T13:42:17","date_gmt":"2018-04-16T11:42:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=10038"},"modified":"2024-07-12T11:28:57","modified_gmt":"2024-07-12T09:28:57","slug":"7-monate-suedfrankreich-mein-fazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/7-monate-suedfrankreich-mein-fazit\/","title":{"rendered":"7 Monate S\u00fcdfrankreich &#8211; mein Fazit"},"content":{"rendered":"<p>Ein letztes Mal Hallo von mir aus dem warmen S\u00fcdfrankreich (erster Teil) und aus dem doch schon fr\u00fchlingshaften M\u00fcnster.<\/p>\n<p>Nun sind tats\u00e4chlich sieben Monate vergangen und ich frage mich wirklich, wo die Zeit geblieben ist. Mein kurzes Fazit: Es war eine einzigartige Zeit, die ich nie wieder vergessen werde. Ich bin mehr als gl\u00fccklich, am Programm des PADs teilgenommen zu haben und kann es nur jedem empfehlen! Ich h\u00e4tte nie gedacht, dass ich am Ende so traurig sein w\u00fcrde, Frankreich zu verlassen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es ist mir gelungen, in den Monaten wirklich einzutauchen, anzukommen und mein eigenes franz\u00f6sisches Leben zu genie\u00dfen. Zuvor im Bachelor war ich f\u00fcr drei Monate in Frankreich, zum richtigen Eintauchen hat die Zeit wirklich nicht gereicht. Ich habe dieses Mal viele Freunde gefunden, habe wahnsinnig viel vom Land gesehen, habe das franz\u00f6sische Leben miterleben und mitleben d\u00fcrfen und das Schulsystem mehr als gut kennengelernt. Ich kann nun wirklich von mir behaupten, einmal richtig in Frankreich gelebt zu haben. Unabh\u00e4ngig von diesen ganzen Dingen habe ich das Gef\u00fchl, mich noch einmal entwickelt zu haben und viel selbstbewusster geworden zu sein. Wie man sich vorstellen kann, sind in solchen Monaten auch schwierige Momente dabei, die man aber auch \u00fcbersteht und dadurch nur noch mehr w\u00e4chst. Es lohnt sich wirklich, einen solchen Auslandsaufenthalt zu absolvieren.<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend habe ich mit N\u00eemes auch wirklich Gl\u00fcck gehabt. N\u00eemes ist eine kleine Stadt, f\u00fcr Frankreich aber schon sehr gro\u00df. Zuerst habe ich mir nat\u00fcrlich gedacht, dass Montpellier, die n\u00e4chstgr\u00f6\u00dfere Studentenstadt, irgendwie cooler w\u00e4re. Aber k\u00f6nnte ich mich jetzt entscheiden, w\u00fcrde ich mich f\u00fcr N\u00eemes und gegen Montpellier entscheiden. N\u00eemes ist wirklich, was mir auch meine franz\u00f6sischen Freunde gesagt haben, &#8220;typiquement fran\u00e7ais&#8221;. Da ich au\u00dferhalb der Saison dort war, erwartet niemand, dass man kein Franzose sei. So war man wirklich, wenn man abends in N\u00eemes unterwegs war, nur unter Franzosen. Und das hat mir als angehende Franz\u00f6sischlehrerin, besonders gut gefallen. In Montpellier ist es durch die Uni viel internationaler und f\u00fcr mich einfach nicht so franz\u00f6sisch wie N\u00eemes!<\/p>\n<p>Auch mit meinen Schulen hatte ich Gl\u00fcck. Ich war eine der wenigen Assistenten, die alle Schulen in N\u00eemes hatte, nicht das Auto oder den Bus nehmen musste, um \u00fcberhaupt dort hin zu gelangen. Das war mir vorher alles gar nicht bewusst. Das ist allerdings gleichzeitig auch ein negativer Punkt, den ich an dem Programm anzumerken habe: Die Akademien von Frankreich sind riesig und die Verteilung ziemlich willk\u00fcrlich. Manche Assistenten fahren noch eine Stunde Bus, manche D\u00f6rfer haben gar keinen Bahnhof, andere sogar keine Busse. Und das ist alles eigenverantwortlich zu planen. Da kommen schon Probleme auf&#8230; Mit denen ich mich aber ein Gl\u00fcck nicht rumschlagen musste. Dazu geh\u00f6rte ein bisschen Gl\u00fcck. Ein weiteres Problem der Deutschassistenten ist, dass wir uns auf mindestens drei Schulen aufteilen m\u00fcssen. Das ist bl\u00f6d! Ich war sogar an vier und hatte das Gef\u00fchl, nirgendwo so richtig zu sein. Ich war dann teilweise immer nur einen Tag an einer Schule und dann war es nat\u00fcrlich schwierig, Fu\u00df zu fassen. Die Lehrerkollegien bei mir haben sich immer gefreut, mich zu sehen und mich mit einem &#8220;Guten Tag&#8221; begr\u00fc\u00dft, aber die Englischassistenten beispielsweise sind viel mehr im Kollegium angekommen, da sie nur dort arbeiteten und quasi jeden Tag da waren. Aber gut, die deutsche Sprache ist dann doch nicht so beliebt wie die englische, sollte man in Frankreich zwar nicht meinen, aber naja \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Die Arbeit an den Schulen hat mir Spa\u00df gemacht, ich muss aber ehrlich sagen, dass dies teilweise auch Nebensache war. Man hat seine Sachen vorbereitet, mit den Sch\u00fclern und Lehrern zusammengearbeitet, aber das Niveau der Sch\u00fcler war wirklich teilweise so schlecht, dass ich meine Planung kaum umsetzen konnte. Ich hatte dazu ja noch eine abibac-Schule, die mich genau vom Gegenteil \u00fcberzeugt hat, die Sch\u00fcler sprachen flie\u00dfend Deutsch, waren aber damit eher die Ausnahme. Da hingegen konnte ich nat\u00fcrlich schlecht den Nikolaus und den Osterhasen vorstellen, w\u00e4hrend die Sch\u00fcler &#8220;Nathan, der Weise&#8221; analysierten, weswegen meine Arbeit da wirklich auf der Perfektion der Kommunikation und Aussprache der Sch\u00fcler lag. Dort hat mir aber die Beziehung zu den Sch\u00fclern gut gefallen, weil sie wirklich immer eine Frage zum Studium in Deutschland hatten und wirklich von mir profitieren wollten. Das wollen definitiv nicht alle Sch\u00fcler, die anderen Lyc\u00e9e-Sch\u00fcler fanden es zwar cool, dass ich mal was anderes machte mit ihnen, aber eigentlich lief es nur auf Franz\u00f6sisch. S\u00e4tze wie: &#8220;Eh Madame, je parle pas l&#8217;allemand&#8221; (Eh, ich spreche kein Deutsch), waren leider keine Ausnahme im Deutschunterricht. Und zu meinem gro\u00dfen Bedauern konnte ich das nichtmals mehr verneinen.<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_3787.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10185 alignright\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_3787-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_3787-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_3787-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_3787-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_3787-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_3787-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_3787-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_3787.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Fragt man sich: Was war die Hauptsache, wenn die Schule die Nebensache war? Ganz klar: Das Erkunden von Frankreich, die vielen Abende mit den unterschiedlichsten Nationalit\u00e4ten und einfach das Leben in N\u00eemes. Wir haben bis zum Schluss jedes Wochenende etwas unternommen, Ostern gab es noch ein Osterfr\u00fchst\u00fcck am Meer, das sch\u00f6ne Wetter und einfach das Leben genossen. Dieser ganze Rahmen ist wirklich super vom Programm. Man hat neben der Schule wirklich viel Zeit und da man einfach auch keine gro\u00dfe Verantwortung hat, war die Vorbereitung zwar teilweise zeitintensiv, aber eher, weil man kreativ sein musste, um die Sch\u00fcler zu motivieren. Ich w\u00fcrde behaupten, den Gro\u00dfteil des S\u00fcdens von Frankreich erkundet zu haben, viele kleine Orte gesehen zu haben, die man im Urlaub nie angefahren h\u00e4tte, die aber wundersch\u00f6n sind.<\/p>\n<p>Ich war wirklich wirklich traurig in der letzten Woche, bevor ich wieder nach Deutschland musste. Im Nachhinein \u00e4rgere ich mich ein wenig \u00fcber meine, und vermutlich die typisch deutsche, Starrheit. Die meisten Assistenten, au\u00dfer den Deutschen, sind noch in Frankreich geblieben, was aber nat\u00fcrlich auch darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, dass ihr Studium erst im September wieder beginnt und nicht wie bei uns im April. Aber bevor ich gegangen bin, w\u00e4re ich nie auf die Idee gekommen, einfach zu sagen: Och, ich bleib dann noch ein paar Monate und suche mir einen Job. Das tun doch echt viele und ich beneide sie sehr darum. Bei mir war klar, dass ich zur\u00fcck nach M\u00fcnster gehe, meine Masterarbeit schreibe und mein Studium beende. Aber ein weiteres halbes Jahr h\u00e4tte ich auch gerne in Frankreich verbracht. Diese Planung, die ich und auch meine deutschen Freunde immer im Kopf haben, hindert einen vielleicht auch manchmal, einfach spontan zu schauen, wie es weitergeht. Aber ok, die Masterarbeit schreibt sich ja auch nicht von alleine!<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich habe ich mich auf meine Familie und meine Freunde gefreut, auf mein deutsches Leben, aber ich h\u00e4tte gerne mein franz\u00f6sisches Leben noch etwas verl\u00e4ngert. Aber man soll ja aufh\u00f6ren, wenn es am sch\u00f6nsten ist. Die Erinnerungen bleiben ja zum Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Demnach empfehle ich wirklich allen, die Lust dazu haben, ins Ausland zu gehen. Es ist eine \u00dcberwindung, es ist viel Arbeit, es kostet viel Mut und viel Kraft. Aber es lohnt sich! Die Erfahrungen kann man in der Heimat nicht machen. Ich werde sicherlich nach N\u00eemes zur\u00fcckkommen und meine Freunde in ihren Heimatl\u00e4ndern besuchen. Das sind alles Dinge, die ich ohne diesen Aufenthalt nie erfahren h\u00e4tte k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend also: Danke N\u00eemes f\u00fcr die tolle Zeit, die ich nie vergessen werde!<\/p>\n<p>A bient\u00f4t!<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_4870-e1523793077585.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10184 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_4870-e1523793077585-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_4870-e1523793077585-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_4870-e1523793077585-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_4870-e1523793077585-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_4870-e1523793077585-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_4870-e1523793077585-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_4870-e1523793077585.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eva<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein letztes Mal Hallo von mir aus dem warmen S\u00fcdfrankreich (erster Teil) und aus dem doch schon fr\u00fchlingshaften M\u00fcnster. 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