{"id":10015,"date":"2018-03-22T13:27:34","date_gmt":"2018-03-22T11:27:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=10015"},"modified":"2024-09-16T12:23:03","modified_gmt":"2024-09-16T10:23:03","slug":"die-arbeit-an-der-heworth-primary-school-in-york","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/die-arbeit-an-der-heworth-primary-school-in-york\/","title":{"rendered":"Die Arbeit an der Heworth Primary School in York:"},"content":{"rendered":"<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, arbeite ich an der Heworth Primary School. Meine t\u00e4glichen Aufgaben sind Die eines TA\u2019s, je nach Klasse werden entsprechende Unterrichtsmaterialien vorbereitet und man hilft den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler (SuS) beim L\u00f6sen verschiedenster Aufgaben. Das Praktikum habe ich \u00fcber das Englische Seminar erhalten, was ich aber bereits in meinem ersten Blogeintrag, wie auch Probleme bei der Suche, erw\u00e4hnt habe.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Schule wird von der <em>Church of England<\/em> mitfinanziert. Das bedeutet, dass das christliche Wertebild den Kindern vermittelt wird. Ob an der Schule auch nicht-christliche Sch\u00fcler zugelassen werden, kann ich nicht beurteilen. Wer also grunds\u00e4tzlich ein Problem damit hat, zum Mittagessen ein Gebet aufzusagen oder sich daran st\u00f6rt, dass die Kinder die Geschichte Jesu erfahren, der sollte sich evtl. nach einer anderen Schule umsehen.<\/p>\n<p>Mir pers\u00f6nlich gef\u00e4llt dieser Umgang jedoch sehr gut und man kann vom \u00f6rtlichen Pfarrer, der ein bis zweimal die Woche in der Schule anzutreffen ist, viel \u00fcber die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den verschiedenen Auslegungen im Christentum erfahren. Zudem wird durch ehrenamtliches Engagement die Bibel f\u00fcr die Kinder zum Leben erweckt. Mindestens einmal die Woche gibt es zumindest f\u00fcr die j\u00fcngeren SuS ein Rollenspiel und viele Lieder haben einen religi\u00f6sen Hintergrund. Mir gef\u00e4llt dieser Mix wirklich gut und auch die Kinder freuen sich regelm\u00e4\u00dfig, wenn sie abseits von Mathe und Englisch, auch etwas Kreatives machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Die Schule:<\/strong><\/p>\n<p>Zur Schule an sich l\u00e4sst sich sagen, dass es sich um eine sehr kleine Grundschule handelt. Das Eintrittsalter in die \u201eReception class\u201c liegt bei 4 Jahren und nach einem Jahr kommen die SuS in die \u201eClass 1\u201c. SuS in \u201eYear 2\u201c sind also jene Kinder, die bereits im 2. Jahr an der Schule sind, sich aber in \u201eClass 1\u201c befinden. F\u00fcr mich war dieses System recht verwirrend. Hinzu kommt, dass durch die r\u00e4umlichen Gegebenheiten \u2013 die Schule ist einz\u00fcgig und kann selbst so nicht allen Klassen einen eigenen Klassenraum bieten \u2013 Klassenr\u00e4ume geteilt werden m\u00fcssen. Auf letztendlich sechs Jahrg\u00e4nge verteilen sich f\u00fcnf Klassenr\u00e4ume und so befinden sich jeweils zwei unterschiedliche Lerngruppen in einem Klassenraum. Dies ist, wie bereits erw\u00e4hnt, den r\u00e4umlichen Gegebenheiten geschuldet. Normalerweise h\u00e4tte jede Klasse und jeder Jahrgang einen eigenen Klassenraum, aber da das Geb\u00e4ude unter einer Art Denkmalschutz steht, wie fast alle Geb\u00e4ude in York, sind Anbauten nicht m\u00f6glich.<br \/>\nZusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass man an der Heworth Primary School das Beste aus dem gegebenen Platzangebot macht. Jeder freie Meter wird genutzt, sei es f\u00fcr die Begabtenf\u00f6rderung, private Musikstunden (viele SuS spielen Streichinstrumente wie Geige oder Gitarre) oder die individuelle F\u00f6rderung von leistungsschw\u00e4cheren SuS. In der Versammlungshalle, wo sich zweimal w\u00f6chentlich die gesamte Schule einfindet, wird mittags warmes Essen f\u00fcr die Mitarbeiter (ca. 1,50\u20ac) und die SuS angeboten, es finden verschiedene Workshops statt (z.B. wie repariere ich mein Fahrrad) und die angesprochenen Rollenspiele finden ebenfalls in dieser \u201eHalle\u201c statt.<\/p>\n<p><strong>Mitarbeiter\/Umgang:<\/strong><\/p>\n<p>Hier brauch ich nicht viele Details geben, da der Umgang unter den Kollegen wirklich erstklassig ist. Die Arbeitsatmosph\u00e4re sucht ihresgleichen und ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass es an jeder Schule so einen Umgang miteinander geben w\u00fcrde. Ich habe bereits an verschiedenen Schulen gearbeitet, die, fairerweise, auch deutlich gr\u00f6\u00dfer waren, aber immer gab es Gruppenbildungen. Ganz anders an der Heworth Primary School, hier holt man sich sogar freiwillig gegenseitig Kaffee oder Tee.<\/p>\n<p><strong>Der Schulalltag:<\/strong><\/p>\n<p>Die Schule beginnt zwar theoretisch um 8:45 (Einlass um 8:40), aber bis 9 Uhr passiert nicht viel. In dieser Zeit haben die SuS Zeit, sich individuell zu besch\u00e4ftigen oder aber sie m\u00fcssen Aufgaben von vorangegangenen Unterrichtseinheiten nacharbeiten. Hier bin ich als Hilfskraft fest eingeplant und ich nehme regelm\u00e4\u00dfig einige SuS aus dem Unterricht heraus, um mit ihnen individuelle Aufgaben zu bearbeiten. Je nach Anforderung \u00fcbt man so die gute, alte Schreibschrift, rechnet Matheaufgaben oder k\u00fcmmert sich um die Lesef\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Pause ist um 11 Uhr (15 Minuten), Mittagspause um 12 Uhr (45 Minuten) und die letzte Pause ist um 14 Uhr (15 Minuten). Schulschluss ist f\u00fcr alle um 15:15 Uhr, wobei man als Lehrkraft eher gegen 15:30\/45 das Geb\u00e4ude verl\u00e4sst.<br \/>\nMir pers\u00f6nlich kommt es allerdings so vor, als ob die Zeit nicht ganz so effektiv wie in Deutschland genutzt wird. Ich war zwar Ewigkeiten nicht mehr an einer deutschen Grundschule (werde selber Sec. 2 Lehrer), kann mich aber noch daran erinnern, dass man ebenfalls vier bis f\u00fcnf Unterrichtsstunden hatte. Hier in York ist eigentlich jeder Vormittag gleich: Englisch, Mathe, gro\u00dfe Pause, Literacy, Mittagspause. Am Nachmittag kommen dann zwei F\u00e4cher wie Religion, Kunst oder Sport. Vielleicht irre ich mich auch, aber an einer normalen (keine Ganztagsschule) Grundschule in Deutschland war man zum Mittagessen zu Hause und hatte trotzdem 5x 45 Minuten Unterricht hinter sich.<br \/>\nZwar ist es angenehm, erst um 8:30 aus dem Haus zu m\u00fcssen, aber t\u00e4glich nicht vor 16 Uhr zu Hause zu sein, nervt doch schon etwas, besonders vor dem Hintergrund, dass der \u00f6rtliche Einzelhandel, Superm\u00e4rkte ausgenommen, bereits um 17 Uhr seine L\u00e4den schlie\u00dft.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung:<\/strong><\/p>\n<p>Es ist interessant, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Schulsystemen und den beiden L\u00e4ndern kennenzulernen. Das Raummanagement verwundert einen immer wieder und die herausragenden Mitarbeiter zaubern einem h\u00e4ufig ein L\u00e4cheln in das Gesicht. Mir bereitet die Arbeit wirklich Freude und der Umgang mit j\u00fcngeren SuS f\u00e4llt mir nun deutlich einfacher.<br \/>\nDie 35 Stunden, die man w\u00f6chentlich an der Schule arbeitet, sind f\u00fcr meine Begriffe aber etwas zu viel. Grundloses Fernbleiben ist nicht m\u00f6glich und f\u00fcr zu sp\u00e4tes Erscheinen hat ein Kommilitone schon einen deutlichen R\u00fcffel erhalten. Da wir dar\u00fcber hinaus auch nicht bezahlt werden und, abgesehen vom Schulleiter, eigentlich mehr Zeit an der Schule verbringen als die meisten Lehrer (viele arbeiten halbtags oder mit reduzierten Stunden), w\u00e4re es sch\u00f6n, wenn man sich nicht immer rechtfertigen m\u00fcsste, wenn z.B. Besuch kommt oder man einen Ausflug plant. Die lebendige Stadt l\u00e4sst sich n\u00e4mlich sonst nur am Wochenende wirklich erleben, was schade ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, arbeite ich an der Heworth Primary School. 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