Fazit: Praktikum in einer Kanzlei in den USA

Am Ende meines sechswöchigen Praktikums kann ich nur sagen, dass ich es jederzeit noch mal machen würde! Das Praktikum hat mir wirklich gut gefallen, und die Zeit im Ausland habe ich wirklich genossen. Es ist schön noch einmal dem Alltag in Deutschland zu entfliehen und etwas Neues zu erleben.

Durch das Praktikum habe ich viele neue interessante Einblicke in das US-amerikanische Rechtssystem bekommen.

Durch das tägliche Geschehen in der Kanzlei und durch Gespräche mit den Anwälten habe ich auch ein Gespür für die andere Arbeitsweise entwickelt. Außerdem kann ich mir durchaus vorstellen, noch einmal wieder zu kommen und wenn möglich an einer amerikanischen Law School einen LLM zu machen, einen Master of Law.

Wer ein Praktikum in den USA machen möchte, muss sich aber über den großen organisatorischen sowie auch finanziellen Aufwand bewusst sein. Zunächst ist es nicht ganz einfach, einen Praktikumsplatz zu bekommen. Hat man dann einen, kommt die Beantragung des Visums auf einen zu. Ein wirklich langer Prozess, für den man grob vier Monate einplanen sollte (denke ich). Es dauert einfach lange, verschiedene Empfehlungsschreiben zu sammeln, Sprachteste zu machen, Motivationsschreiben und alle anderen Unterlagen zusammen zu sammeln. Für ein Praktikum benötigt man eine Sponsor-Organisation, quasi eine zwischengeschaltete Behörde zwischen den Visumsbewerbern, den Unternehmen und den amerikanischen Behörden. Meine Organisation (von der Kanzlei gewählt) war die GACC- German American Chamber of Commerce. Auf der Webseite gibt es einiges an Hilfestellungen und einen detaillierten Plan, was für die Visumsbeantragung alles benötigt wird. Zwischen den einzelnen Schritten von dem Ausfüllen und Bearbeiten der Dokumente liegt auch häufig noch eine Bearbeitungszeit der Organisation. Sind alle Dokumente ausgefüllt und akzeptiert worden, steht auch noch ein Besuch eines amerikanischen Konsulats hier in Deutschland auf dem Programm, entweder in Frankfurt, München oder Berlin. Man muss vorher einen Termin vereinbaren und in dem Konsulat dann ein kleines „Interview“ durchlaufen, in dem gefragt wird warum man in die USA will, was man dort vorhat und wann man wieder nach Hause fahren möchte. Ales in allem hat das Visum knapp 1000 Euro gekostet, 700 Dollar für die GACC Gebühren, und dann noch verschiedene andere Gebühren, die in dem Konsulat fällig geworden sind.

Eine Unterkunft habe ich auf der Website airbnb.com gefunden, wenn man für eine längere Zeit bleibt, lohnt es sich nach meiner Erfahrung nach einem Rabatt zu fragen. In den großen Städten sind die Mieten häufig sehr hoch, und generell sind die Lebenshaltungskosten höher als in Deutschland.

Mein Praktikum hat sechs Wochen gedauert, ich fand diesen Zeitraum ganz passend, aber kürzer hätte es nicht sein sollen. Man braucht etwas Zeit sich einzugewöhnen bis man seinen Aufenthalt richtig genießen kann. Am Ende hatte ich noch Gelegenheit, knapp zwei Wochen Urlaub zu machen und zu reisen. Ich habe mich für eine Tour durch verschiedene Nationalparks im Südwesten der USA entschieden. Eine wirklich schöne und beeindruckende Gegend!

Ein Aufenthalt in den USA lohnt sich in jedem Fall!

 

 

 

 

 

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