Lehre
© nikolayhg / pixabay.com

Lehre

Empfohlene Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020

ZIV – Programmier- und Anwenderkurse

  • Audiovisuelle Medienkompetenz: Videoproduktion

    Termin: 21.09. – 02.10.20, Mo–Fr 09:30–16:30 Uhr, ZIV SR, Scharnhorststr. 100

    Dozent*in: Olaf Glaser

    Die audiovisuelle Medienkompetenzvermittlung besteht aus einem theoretischen Grundlagenteil und einem medienpraktischen Übungsteil. Im theoretischen Teil werden folgende Themen behandelt:

    • Einführung in die Kameratechnik (Bauteile und Bedienelemente für Bild- und Tonaufnahmen)
    • Organisation und Planung (Technik, Personen, Drehplan, Schnittvorbereitung)
    • Einführung in die Bildsprache (filmische Stilmittel und Funktion, Einstellungsgrößen etc.)
    • Einführung in den AV-Journalismus (Redaktion und Umsetzung in Bild-Ton-Verbindungen)
    • Einführung in die szenische und die dokumentarische Videoarbeit (PR-Filme, Feldeinsätze)
    • Einführung in die wissenschaftsredaktionelle Videoarbeit (Entwicklungs- und Ergebnis-Dokumentation, Forschungstransfer, Außendarstellung)
    • Einführung in die Vorlesungsaufzeichnung (Lecturnity/Camtasia oder MulticameraRecording)

    Im medienpraktischen Teil erproben und vertiefen die Teilnehmer/innen die erworbenen Medienkompetenzen mit professioneller Videotechnik. Die Übung beinhaltet folgende Anwendungen:

    • Kameratechnik: Übungen zur professionellen Bildaufnahme (Studio)
    • Tontechnik: Übungen zur professionellen Tonaufzeichnung (Richtcharakteristik, Richtmikrofone, Funkstrecken, Tonkabine etc.)
    • Lichttechnik: Beleuchtung bei Innenaufnahmen (Studio)
    • Kamera- und Objektivbewegung: Übungen zur Bildsprache und schnittgerechtes Drehen
    • Umsetzung von Idee oder Thema in Bild-Ton-Verbindungen

    Abschließend erstellen die Teilnehmer/innen in Gruppen von 5-8 Personen eigene Kurzfilme.

    Zielgruppe: Studierende / Beschäftigte ohne Vorkenntnisse

  • Einführung in MariaDB/MySQL

    Termin: 06.04. – 13.07.20, Mo 10–12 Uhr, ZIV Computer-Lab 3, Einsteinstr. 60

    Dozentin: Martin Leweling

    MySQL ist das am weitesten verbreitete Datenbanksystem in der Open-Source-Szene. Die Kombination aus Linux als Betriebssystem, Apache als Webserver, MySQL als Datenbanksystem und Perl/PHP/Python als Skriptsprachen hat sich mittlerweile unter dem Akronym "LAMP" als kostengünstige Gesamtlösung bei der Erstellung dynamischer Websites etabliert. In der Vorlesung wird mit dem Ableger MariaDB gearbeitet, das sich allmählich in gängigen Linux-Distributionen als neuer Standard durchsetzt. Zunächst werden die generellen Grundlagen der Programmierung relationaler Datenbanken behandelt. Ein wichtiges Thema ist dabei die Normalisierung von Datenbankschemata. Der Schwerpunkt der Vorlesung besteht aus einer Einführung in die Datenbanksprache SQL. Mit SQL-Anweisungen werden etwa Datenbankobjekte angelegt, Daten und Tabellen gespeichert und abgefragt, sowie Zugriffsrechte verwaltet. Backup und Ausfallsicherheit werden ebenfalls behandelt. Einfache Datenbankabfragen in der Skriptsprache Perl sowie die Vorstellung der Web-Administrationsoberfläche phpMyAdmin runden die Vorlesung ab. Durch die Arbeit im Computerlabor an eigenen Testdatenbanken können die Teilnehmer/innen die in der Vorlesung vorgestellten Beispiele nachvollziehen und Übungsaufgaben lösen. Da die benötigte Software für alle gängigen Betriebssysteme frei verfügbar ist, kann zum Üben aber auch der PC zu Hause verwendet werden.

    Zielgruppe: Studierende / Beschäftigte ohne Vorkenntnisse

  • High Performance Computing

    Termin: 24.08. – 28.08.20, Mo–Fr 10–16 Uhr, SRZ 102, Orléans-Ring 12

    Dozent*in: Holger Angenent

    Wissenschaftliche Berechnungen benötigen immer mehr Rechenleistung. Um diese bereit zu stellen, verwenden Cluster eine große Anzahl von CPU-Kernen. Das Erstellen von Programmen, die derartige Architekturen ausnutzen, erfordert Programmiertechniken, die über die Fähigkeiten von seriellen Programmiersprachen hinausgehen. Die Veranstaltung bietet einen Einstieg in die üblichen Programmierparadigmen OpenMP und MPI, mit denen C/C++ und Fortran Programme parallelisiert werden können. Ebenso werden angepasste Tools zur Analyse von Fehlern und Performance-Engpässen für die parallele Programmierung behandelt. Zusätzlich werden Kenntnisse für die Verwendung des Clusters Palma vermittelt. Dies umfasst das Batchsystem sowie die Monitoring Tools.
    Folgende Themen werden im Kurs behandelt:

    • Verwendung des Clusters PALMA
    • Programmieren mit OpenMP
    • Programmieren mit MPI
    • Visualisierung von Forschungsergebnissen mit Python

    Zielgruppe: Erste Programmierkenntnisse in C/C++ sind Voraussetzung. Für den praktischen Übungsteil sind zumindest Grundkenntnisse der Linux-Kommandozeile sehr von Vorteil.

  • Programmieren in Java

    Termin: 08.04. – 15.07.20, Mi 14–16 Uhr, ZIV Computer-Lab 3, Einsteinstr. 60

    Dozent*in: Dr. Marcel Wunderlich

    Die Lehrveranstaltung bietet eine Einführung in die objektorientierte Programmierung anhand von Java. Java ist eine der am weitesten verbreiteten und etablierten Sprachen, welche ihren Fokus auf Einfachheit und Robustheit hat. Dies erlaubt einen soliden Einstieg in die Softwareentwicklung und verhindert bereits beim Schreiben viele klassische Programmierfehler.

    Java befreit die Progammierenden größtenteils von der Verwaltung der unterliegenden Hardware und des Betriebssystems und erlaubt so die Konzentration auf die eigentliche Programmlogik. Entsprechend findet sich Java auch in allen möglichen Anwendungsbereichen wieder, so wie Chipkarten, Desktopanwendungen, auf Großrechnern, etwa als Backend für Versicherungen oder Warenwirtschaftsysteme, oder auch in verteilten Serveranwendungen in der Cloud.

    Es werden die Grundbausteine der strukturierten Programmierung eingeführt. Die Konzepte der objektorientierten Programmierung werden motiviert und die Grundbegriffe von Klassen, Objekten, Methoden und Vererbung erklärt. Zudem wird der Umgang mit Dokumentation näher gebracht.

    Am Ende der Lehrveranstaltung haben die Studierenden das Vokabular und die Denkweise so weit kennengelernt, dass sie sich selbst weitere Programmierkenntnisse aneignen können, in Java oder einer anderen objektorientierten Sprache.

    Zielgruppe: Hörer*innen ohne Vorkenntnisse in der (objektorientierten) Programmierung

  • Programmieren in Python

    Temin: 21.09. – 25.09.20, Mo–Fr 09–16 Uhr, ZIV Computer-Lab 3, Einsteinstr. 60

    Dozent*in: Dr. Markus Blank-Burian

    Die Lehrveranstaltung führt in die Scriptsprache Python ein. Sie besteht aus einem Vorlesungsteil und einem Übungsteil. Der Vorlesungsteil beschäftigt sich zunächst mit Grundlagen von Python. Anhand von einfachen Beispielen werden grundlegende Konzepte des prozeduralen und objektorientierten Programmierens erklärt. In der zweiten Hälfte der Vorlesung soll dann ein Einblick in die Anwendung weiterführender Bibliotheken gegeben werden, wie z.B. numpy und scipy zur Lösung numerischer Probleme, pandas zur Verarbeitung von tabellarischen Daten oder PyQt für grafische Benutzeroberflächen. Etwa alle zwei Wochen wird in Form einer praktischen Übung das zuvor erlernte Wissen am Computer angewendet.

    Die Studierenden sollen nach erfolgreicher Teilnahme wichtige Muster des prozeduralen und objektorientierten Programmierens beherrschen und diese in der Programmiersprache Python zur Entwicklung eigener Programme umsetzen können. Außerdem sollen sie Grundkenntnisse in der Verwendung und Funktionsweise von Bibliotheken im Bereich der Datenverarbeitung, Visualisierung und Benutzerinteraktion erlangen.
    Voraussetzungen für die Teilnahme

    Zielgruppe: Die Veranstaltung ist für Teilnehmer geeignet, die bereits erste Programmiererfahrungen haben und Python kennenlernen wollen. Vorkenntnisse in Python sind nicht erforderlich.

  • Publizieren mit LateX

    Termin: 31.08. – 04.09.20, Mo–Fr 09–15 Uhr, ZIV Computer-Lab 3, Einsteinstr. 60

    Dozent*in: Dr. Damian Bucher, Christian Schild

    LaTeX ist ein mächtiges und flexibles Satzsystem, das sich besonders für wissenschaftliche und technische Publikationen eignet. Autoren können aus einer Vielzahl von fertigen Layouts auswählen und diese eigenen Vorstellungen anpassen. Mit speziellen Komponenten, z. B. zur Erzeugung von PDF-Dateien, können LaTeX-Publikationen für die Veröffentlichung vorbereitet werden. Das komplette Satzsystem ist frei erhältlich und steht praktisch auf allen verbreiteten Betriebssystemen zur Verfügung. In dieser Veranstaltung werden die Grundkonzepte und wichtigsten Erweiterungen von LaTeX vorgestellt:

    • Komponenten des Satzsystems
    • allgemeine Dokument- und Textstrukturen
    • Formeln, Tabellen, Grafiken
    • Erzeugung von PDF-Dokumenten

    Zielgruppe: Anfänger im Umgang mit dem Textsatz unter LaTeX

  • Vektorbasierte Illustration

    Termin: 09.04. – 16.07.20, Do 10–12 Uhr, ZIV Computer-Lab 3, Einsteinstr. 60

    Dozent*in: Christopher Burgholz

    Illustration ist ein entscheidendes Mittel zur Vermittlung sowohl einfacher wie auch komplexer Sachverhalte. An Hochschulen wird sie in Form der Wissenschaftsillustration zu einem wichtigen Kommunikationswerkzeug. Doch auch im nicht-wissenschaftlichen Bereich kommen Illustrationen immer dann zum Einsatz, wenn Informationen visuell ansprechend dargestellt werden müssen.

    Dieser Kurs konzentriert sich auf die Erstellung digitaler Vektorillustrationen mit Adobe Illustrator. Dabei lernen die Teilnehmer/innen den kreativen Prozess von der Konzeption bis hin zur fertigen Grafik kennen. Gestalterische Gesichtspunkte werden hierbei vertieft. Ziel des Kurses ist, den Teilnehmer/innen die Möglichkeit zu bieten, Informationen illustrativ zu visualisieren. Folgende Aspekte werden thematisiert:

    • Was ist Vektorillustration?
    • Ideenfindung
    • analoge Skizzen vorbereiten
    • geometrische Objekte erstellen
    • Ankerpunkte bearbeiten
    • Freihand-Werkzeuge verwenden
    • Formen kombinieren
    • Farbtheorie & Farbmanagement
    • perspektivische Darstellung
    • Schrift & Layout
    • Dateiformate, Export & Druck

    Zielgruppe: Allgemeine Computerkenntnisse und Interesse an zeichnerischer Darstellung werden vorausgesetzt.

Reguläre Veranstaltungen, offen für weitere Teilnehmer*innen

  • AI@WWU - A practical introduction to Al theory and techniques for interdisciplinary research

    Termin: Mo 16–19 Uhr (Beginn: 6. April 2020), VSH 2019 (Aula)

    Dozent*in: Jun.-Prof. Dr. Benjamin Risse

    Short Summary:
    AI and in particular machine learning (ML) tools become more and more accessible due to easy to
    use programming environments (esp. Python) and libraries (esp. Tensorflow and Pytorch). In order
    to apply these powerful tools for a variety of research projects, some basic understanding is
    required to tackle data preparation, visualisation and successful ML algorithm usage. In this
    course we will (1) teach AI and machine learning basics (70% of the course) and (2) apply these
    techniques to custom problems and custom data provided by the participants (30% of the
    course). In particular, we will introduce several state of the art deep learning algorithms like CNNs,
    LSTMs and Autoencoder. The entire course will be interactive and the participants will implement
    and use all presented techniques in pre-configured test environments.

    Goal:
    - Teach AI and machine learning basics (70%)
    - Work on own data and project (30%)

    Organisation:
    - 10 sessions á 3 hours
    - Each Session would be 40-60 minutes presentation and ~ 2 hours of practical coding
    - Programming will be done in Python and Tensorflow2
    - Programming environment will be provided by pre-installed Jupyter Notebooks (software, own
    hardware has to be used)
    • Jupyter Notebooks allow interactive worksheets (only some code passages need to be filled
    in, the result is then plotted interactively)
    - Limited to 50 participants max.

    Zielgruppe: University staff from all disciplines (PhDs, PostDocs, Group Leaders, etc.)

    • Participants should be interested in learning the basic theory and practical usage of AI (in particular deep learning) algorithms
    • All disciplines are welcome (i.e. science and humanities with interest in quantitative methods)
    • Own datasets / problem sets are welcome; if these can be used needs to be evaluated in the beginning of this course

    Anmeldungen können Sie an b.risse@uni-muenster.de richten.

  • Workshop des Career Service: Digitalisierung als Laufbahnchance für Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen

    Termin: Do., 28.05.2020, 10.15–16.45 Uhr und Fr., 29.05.2020, 10.15–16.45 Uhr; Career Service, Schlossplatz 3, Seminarraum 2

    Dozent*in: Dr. Mareike Menne, Andreas Eimer

    Ob Lehre, Forschung, Kulturarbeit, öffentliche Verwaltung, „irgendwas mit Medien“ – große Teile der beruflichen Praxis von Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen haben eine digitale Dimension. Auch sind neue Berufe entstanden, in denen digitale Kompetenzen die fachlichen Aufgaben verändern, ergänzen, teils auch verdrängen und ersetzen.

    In diesem Seminar erhalten Sie:

    1. Input zu digitalen und technischen Kompetenzen, die häufig in fachaffinen Berufen nachgefragt und angewendet werden,
    2. Input zu neuen fachaffinen Berufen mit digitalem Schwerpunkt,
    3. Reflexionsangebote und Bewertungskriterien zur Selbsteinschätzung Ihres digitalen Profils – auch in der Mischung aus Freizeit- und beruflicher Nutzung, und
    4. Informationen und Entwicklungsangebote zur individuellen digitalen Weiterbildungsplanung im Konzept des Lebenslangen Lernens.

    Teilnehmen können alle, die zurzeit an der Universität Münster studieren, promovieren oder innerhalb des vergangenen Jahres ihren Abschluss an der Universität Münster gemacht haben.

Studiengangspezifische Veranstaltungen

  • Übung: Digitales Arbeiten zur Konsumgeschichte: Münsterländische Nachlassinventare des 18. Jahrhunderts

    Termin: Mi 8–10, F 072

    Dozent*in: Henning Bovenkerk

    Die Übung befasst sich mit der These der frühneuzeitlichen Konsumrevolution und den Möglichkeiten der Erforschung anhand von Nachlassverzeichnissen. In drei thematischen Einheiten wird zuerst der theoretische Ausgangspunkt Revolution und die Rolle von Nachlassinventaren in deren Kontext beschrieben. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Verbindung von materieller Kultur und Konsum. Im zweiten Teil stehen die Quellen selbst, ihre Erschließung und Aussagekraft im Mittelpunkt. Schließlich werden grundlegende Möglichkeiten der digitalen Erfassung und Auswertung aufgezeigt. Der Fokus liegt dabei auf der Nachvollziehbarkeit und selbstständigen Durchführung der einzelnen Schritte durch die Teilnehmer.

    Anmeldungen per Mail an: henning.bovenkerk@uni-muenster.de

  • Übung: Methoden der digitalen Geschichtswissenschaft. Texte, Daten, Netze

    Termin: Mo 14–16 Uhr, F 042

    Dozent*in: Jun.-Prof. Dr. Christine Fertig

    Die Geschichtswissenschaft bedient sich zunehmend digitaler Instrumente, um innovative Forschung zu betreiben und neue Fragen zu stellen und zu beantworten. In der Lehrveranstaltung sollen verschiedene Methoden digitaler Geschichtswissenschaft vorgestellt, diskutiert und erprobt werden. Vorgesehen ist die Beschäftigung mit einem breiten Methodenkanon, wie die Digitalisierung von Textkorpora, Verfahren der digitalen Textanalyse, qualitativen und quantitativen Auswertungen sowie der historischen Netzwerkanalyse. Der inhaltliche Fokus wird auf der Arbeit mit Quellen zur (früh)neuzeitlichen Wissensgeschichte liegen; die Lehrveranstaltung begleitet damit das Hauptseminar „Das Wissen (von) der Welt“.

    Anmeldung erforderlich.

  • Übung: Hacking Mühlhausen - Digitale Sozialtopographie einer spätmittelalterlichen Stadt (Summer School mit Exkursion)

    Termin: Informationen zu den Terminen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis

    Dozent*in: Colin Arnaud, Dr. Daniel Stracke

    Aus einer ottonischen Königspfalz entwickelte sich die Reichsstadt Mühlhausen in Thüringen mit ihren vielen Pfarrkirchen, Hospitälern und Klöstern sowie vor allem einer mächtigen Präsenz des Deutschen Ordens. Der städtische Raum gliederte sich im Spätmittelalter in eine Ober- und eine Unterstadt, um die sich seit dem Mauerbau (etwa 1200) ein Ring von Vorstädten gebildet hatte. Inwiefern spiegelt dieses heterogene Gebilde soziale Teilräume und Ungleichheiten wieder? Was geben die Quellen über die Einwohner und ihre Wohnorte preis? Wie verteilten sich Wohlstand und Berufsgruppen in der Stadt?

    Solchen Fragen nach der Sozialtopographie der Stadt geht die Summer School nach und verbindet dabei ‚klassische‘ und computergestützte Forschungsmethoden. Die Veranstaltung eröffnet Interessierte dieses städtegeschichtliche Arbeitsfeld und führt in Grundprobleme der Digital Humanities ein – die Möglichkeiten und Voraussetzungen digitaler Datenanalyse, Datenstrukturierung und vor allem die Benutzung des Geoinformationssystems QGIS. Aus den spätmittelalterlichen Steuerregistern des Stadtarchivs Mühlhausen werden gemeinsam Daten erhoben und so aufbereitet, dass mittels der GIS-Analyse neuen Erkenntnisse gewonnen und in Karten dargestellt werden.

    Von den TeilnehmerInnen wird intensive Mitarbeit bei der Quellentranskription und die Übernahme eines Kurzreferates erwartet, Kenntnisse in (Geo-)Informatik werden nicht vorausgesetzt.

    Die Summer School startet mit einer Exkursion nach Mühlhausen zur Besichtigung des historischen Stadtkerns (zweitgrößtes Flächendenkmal in Thüringen) und der bemerkenswerten Bestände des Stadtarchivs. Informationen zur Übernahme von Reisekosten und zur Eigenbeteiligung folgen.

    Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung per Mail (stracked[a]uni-muenster.de) ist erforderlich.

    Eine gemeinsame Lehrveranstaltung des Historischen Seminars und des Instituts für vergleichende Städtegeschichte.

  • Hauptseminar: Künstliche Intelligenz als anthropologische Herausforderung (Ethik)

    Termin: Do 16-18 Uhr, ETH 203

    Dozent*in: Prof. Dr. Anne Käfer

    Wer ist der Mensch? Dieser Frage geht das Seminar nach mit Blick auf die Herausforderungen, vor die die Entwicklung künstlicher „Intelligenz“ stellt. Hierzu werden anthropologische Grundlagentexte der philosophischen und der theologischen Tradition studiert. Technische Entwicklungen, die das Handeln des Menschen überflüssig zu machen scheinen und die zugleich fähig sind, den Menschen zu überwachen, werden ethischen Urteilen unterzogen.

    Anmeldung erforderlich.

  • Seminar: Digitale Literaturwissenschaft

    Termin: Fr., 17.04., 8.05., 29.05, 14–20 Uhr, BB 302 , BB 107, BA 006

    Dozent*in: Priv.-Doz. Dr. Christian Sieg

    Das Seminar wendet sich an Studierende, die sich zusätzlich zu ihren schon erworbenen literaturwissenschaftlichen Grundkenntnissen einen Einblick in die digitale Literaturwissenschaft erarbeiten wollen. Es wird im Geiste eines Forschenden Lernens durchgeführt: Sie selbst sollen die Methoden der Digital Humanities ausprobieren und reflektieren. Methodisch konzentrieren wir uns auf das Topic Modeling, die Stilometrie und die Netzwerkanalyse. Um die Leistungsfähigkeit und die Grenzen dieser Methoden zu diskutieren, vergleichen wir sie mit traditionellen literaturwissenschaftlichen Methoden und Theorien. Mitbringen ins Seminar sollten Sie Ihren Laptop und Spaß an der Methodenreflexion!

    Anmeldung erforderlich.

  • Übung: GIS-Grundkurs

    Termin: Informationen zu den Terminen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.

    Dozent*in: Prof. Dr. Angela Schwering, Julian Kuhlmann

    Anmeldung erforderlich.

  • V/Ü (Master): Advanced GIS Methods in Digital Cartography

    Termin: Mo 18–20 Uhr, StudLab 125, Heisenbergstr. 2

    Dozent*in: Sven Harpering

    This practically oriented course teaches knowledge in the field of map design using geographic information systems (GIS). Some of the subjects are:

    1. Introduction to GIS & Cartographic Basics
    2. Open Data & Commercial Datasources
    3. Map Making and Production in 2D & 3D

    The content and methods presented in the lectures are practically implemented in the exercises. The students will use different software components (QGIS and ArcGIS) to fulfill different intermediate tasks and one final project.

    Anmeldung erforderlich.

  • Übung: Python in GIS

    Termin: Di., 8–10 Uhr und Do., 8–10 Uhr, StudLab 126

    Dozent*in: Jun.-Prof. Dr. Judith Verstegen

    Anmeldung erforderlich.

  • Seminar: 'R' you ready? Datenanalyse für Sozialwissenschaftler*innen

    Termin: Di 16–18 Uhr, SCH 100.301

    Dozent*in: Phillip Hocks

    Viele gute Forschungsideen aber nicht das richtige Handwerkszeug zum Beantworten?
    Lust empirisch zu arbeiten aber keine Ahnung wie?
    Genug mit abstrakten Konzepten von Statistik – ich will anwenden?

    In dem Kurs „'R' you ready? Datenanalysen für Sozialwissenschaftler*innen“ erlernen Studierende die Fähigkeiten zur quantitativen Untersuchung von Forschungsfragen. Sozialwissenschaften ermöglichen die Analyse vielfältiger Daten: Umfragedaten, amtliche Statistiken, Textdaten sowie Big Data. Mit Hilfe der Software R erhalten die Studierenden einen Einblick in die Generierung, Aufbereitung sowie Analyse verschiedener Datenstrukturen und üben die eigene Anwendung. Ziel ist es, dass die Studierenden am Ende des Semesters in der Lage sind mit bestehenden Daten zu arbeiten: Datensätze aufzubereiten, Datensätze zu erkunden, Datensätze zu analysieren und statistische Ergebnisse optisch anspruchsvoll aufzubereiten. Das Seminar hat bewusst keinen thematisch-inhaltlichen Schwerpunkt, da hier genug Raum und Zeit zum Erlernen und Anwenden von R geschaffen werden soll. Dennoch bleiben das Seminar und die Übungsaufgaben nicht abstrakt, sondern beschäftigen sich mit konkreten sozialwissenschaftlichen Problemstellungen. Anhand bereits behandelter Inhalte im Studium sowie publizierter Artikel werden die Programmierfähigkeiten erlernt und angewandt.

    Voraussetzung: Der Kurs richtet sich ausdrücklich an alle interessierten Studierende. Vorkenntnisse in R sind nicht erforderlich. Gewisse Grundkenntnisse (Statistik I & II) sind von Vorteil aber nicht zwingend notwendig. Ein hohes Maß an Interesse und Bereitschaft sich mit skriptbasierter Software auseinander zu setzen ist allerdings unabdinglich.

    Das Seminar findet 14tägig statt, die Sitzungen umfassen jeweils eine Dauer von 2 Stunden (120 Minuten). In den Wochen zwischen den Sitzungen sollen die gewonnen Erkenntnisse mit Hilfe von Übungsaufgaben angewendet und vertieft werden.

    Erster Termin: 07.04.2020 16 Uhr (s.t.)

  • Übung: Analyse und Visualisierung ökologischer Daten in R

    Termin: Mi 12–14 Uhr, StudLab 126

    Dozent*in: Lilian-Maite Lezama-Valdes

    In diesem Kurs wird R zur Auswertung und Visualisierung ökologischer Daten vorgestellt. Ziel des Kurses ist es einen sicheren Umgang mit R zu erlernen, sowie das Verständnis grundlegender statistischen Methoden in den Umweltwissenschaften zu stärken.

    Anmeldung erforderlich.

  • Seminar: Digitale Kommunikation

    Termin: Fr 10–12 Uhr, VSH 06

    Dozent*in: Dr. Katharina König

    Die Interaktion über mobile Messenger wie WhatsApp ist längst nicht mehr aus unserem kommunikativen Alltag wegzudenken. Die Messenger werden kontinuierlich erweitert und an die Bedarfe der NutzerInnen angepasst, zugleich entwickeln NutzerInnen neue sprachliche Praktiken, mit denen sie das Funktionsspektrum der Messenger für ihre Zwecke ausdeuten. Emojis, Sprachnachrichten und Bild-Postings sind bereits fest im Repertoire digitaler Kommunikation verankert und weisen musterhafte Verfestigungen auf, die wir im Rahmen des Seminars untersuchen werden.

    In dem Seminar entwickeln Sie in Projektteams Forschungsfragen zur linguistischen Analyse digitaler Kommunikation und führen auf Basis der Mobile Communication Database (MoCoDa), einer online-basierten Datenbank zur mobilen Messenger-Kommunikation, eigenständig eine empirische Studie durch. Neben Präsenzsitzungen und Teamarbeitsphasen werden Sie bei Ihrem Projekt durch individuell vereinbarte Methodensprechstunden begleitet. Im Rahmen eines Round Tables werden Sie zu-dem gewünschte Erweiterungen der Recherchemöglichkeiten mit den EntwicklerInnen der MoCoDa diskutieren und so zum bedarfsgerechten Ausbau der digitalen Forschungsressource beitragen.

    Das Seminar findet im Rahmen des vom Stifterverband geförderten Digi-Fellowships von Dr. K. König und Prof. Dr. M. Beißwenger (Universität Duisburg-Essen) statt (https://www.stifterverband.org/digital-lehrfellows-nrw/2019/koenig_beisswenger). Die Ergebnisse Ihrer Studienprojekte präsentieren Sie in einem Abschlussworkshop, der zusammen mit den TeilnehmerInnen des parallel an der UDE stattfindenden Seminars veranstaltet wird.

    Bitte beachten Sie: Da der 10.04.2020 ein Feiertag ist, beginnt das Seminar mit der Sitzung am 17.04.2020. Bitte beachten Sie, dass der Abschlussworkshop am 03.07.2020 von 10-14 Uhr stattfinden wird. Halten Sie sich diesen Termin entsprechend frei.

  • Seminar: Medienkompetenz als Teil der Lehrerprofessionalität - ein Forschungsseminar zur Erkundung digitaler Kompetenzen angehender LehrerInnen

    Termin: Mo 12–14 Uhr, BB 208

    Dozent*in: Dr. Kris-Stephen Besa

    Die Anforderungen an professionelles Handeln von Lehrkräften steigen stetig: Die Kernaufgaben Erziehung und Unterrichtsgestaltung, die spezifische Fähigkeiten erfordern, werden beispielsweise ergänzt um Erfordernisse im Umgang mit heterogenen Lerngruppen oder – aktuell besonders prominent – den kompetenten Umgang mit digitalen Medien.

    Ziel des Seminars ist die datengestützte Auseinandersetzung mit Fragen der Mediendidaktik sowie der Medienerziehung. Damit Lehrkräfte als pädagogisch Tätige erfolgreich medienbezogenes Wissen und Fähigkeiten vermitteln können, müssen sie selber über entsprechende Kompetenzen verfügen (Knaus, 2019).

    Daher sollen in der Veranstaltung sowohl die eigenen Fähigkeiten der TeilnehmerInnen im digitalen Bereich kritisch beleuchtet als auch vergleichende Daten erhoben und im Seminar gemeinsam analysiert. Neben der medienspezifischen Fragestellung ist ein weiterer Seminarinhalt der Erwerb und Ausbau von forschungsbezogenen Fähigkeiten. Vorerfahrungen im Umgang mit quantitativen Forschungsmethoden sind nicht zwingend erforderlich, jedoch wird von den SeminarteilnehmerInnen die Bereitschaft erwartet, sich in diese – unterstützt durch den Dozenten – einzuarbeiten.

    Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!

  • Seminar: Zahl und Sinn - Digitalisierung, Quantifizierung und Metrisierung als Realabstraktionen sozialer Ordnung

    Termin: Di 16–18 Uhr, SCH 121.555

    Dozent*in: Prof. Dr. Joachim Renn

    Unter Digitalisierung werden in der Regel Umbildungen von Arbeitsprozessen und von anderen sozialen Praktiken durch den Einbau elektronischer Kommunikationsmedien verstanden. Handlungs- und "sozialtheoretisch" betrachtet ist die Umstellung auf digitale Medien aber nur der Spezialfall einer tieferliegenden Substitution des analogen Mediums sozialer Sinnbewirtschaftung (Interaktion) durch digitalisierte Notationssysteme (Nelson Goodman), besonders durch Medien der Quantifizierung. Bereits die Analyse der abstrakten Arbeit durch Marx ist in diesem Sinne eine Analyse der Digitalisierung. Das Seminar untersucht Formen und Folgen der zahlenbasierten Abstraktion für (moderne) soziale Ordnungen und Identitäten anhand einschlägiger theoretischer Konzepte und diagnostischer Analysen.

    Anmeldung erforderlich.

Lehrveranstaltungen vergangener Semester

  • Empfohlene Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/2020

    ZIV – Programmier- und Anwenderkurse

    Audiovisuelle Medienkompetenz: Videoproduktion

    Termin: 16.03. – 27.03.20, Mo–Fr 09:30–16:30 Uhr, ZIV SR, Scharnhorststr. 100

    Dozent*in: Olaf Glaser

    Die audiovisuelle Medienkompetenzvermittlung besteht aus einem theoretischen Grundlagenteil und einem medienpraktischen Übungsteil. Im theoretischen Teil werden folgende Themen behandelt:

    • Einführung in die Kameratechnik (Bauteile und Bedienelemente für Bild- und Tonaufnahmen)
    • Organisation und Planung (Technik, Personen, Drehplan, Schnittvorbereitung)
    • Einführung in die Bildsprache (filmische Stilmittel und Funktion, Einstellungsgrößen etc.)
    • Einführung in den AV-Journalismus (Redaktion und Umsetzung in Bild-Ton-Verbindungen)
    • Einführung in die szenische und die dokumentarische Videoarbeit (PR-Filme, Feldeinsätze)
    • Einführung in die wissenschaftsredaktionelle Videoarbeit (Entwicklungs- und Ergebnis-Dokumentation, Forschungstransfer, Außendarstellung)
    • Einführung in die Vorlesungsaufzeichnung (Lecturnity/Camtasia oder MulticameraRecording)

    Im medienpraktischen Teil erproben und vertiefen die Teilnehmer/innen die erworbenen Medienkompetenzen mit professioneller Videotechnik. Die Übung beinhaltet folgende Anwendungen:

    • Kameratechnik: Übungen zur professionellen Bildaufnahme (Studio)
    • Tontechnik: Übungen zur professionellen Tonaufzeichnung (Richtcharakteristik, Richtmikrofone, Funkstrecken, Tonkabine etc.)
    • Lichttechnik: Beleuchtung bei Innenaufnahmen (Studio)
    • Kamera- und Objektivbewegung: Übungen zur Bildsprache und schnittgerechtes Drehen
    • Umsetzung von Idee oder Thema in Bild-Ton-Verbindungen

    Abschließend erstellen die Teilnehmer/innen in Gruppen von 5-8 Personen eigene Kurzfilme.

    Zielgruppe: Studierende / Beschäftigte ohne Vorkenntnisse

    Computerumsetzung statistischer Methoden

    Termin: Mi 10–12 Uhr, Computer-Lab 3

    Dozent*in: Arne Scheffer

    Diese Veranstaltung vermittelt den Ansatz und die Umsetzung statistischer Verfahren am Computer. Dabei wird anhand von Beispielen der zumeist einfachste Fall allgemein gebräuchlicher Verfahren am Computer ungesetzt und visualisiert. Behandelte Themen sind u.a. Quantile, t-Tests, Konfidenzintervalle und lineare Einfach-Regressionen. (Hinweis: Für die Vertiefung der obigen Themen bieten sich Einführungen in R bzw. in die statistische Datenanalyse an.)

    Zielgruppe: Studierende / Beschäftigte ohne Vorkenntnisse

    Dynamische Webseiten mit PHP

    Termin: Mi 14–16 Uhr, Computer-Lab 3

    Dozent*in: Michael Hasseler

    Viele Internet-Provider bieten ihren Kunden die Möglichkeit, eigene Webseiten mit Hilfe von PHP dynamisch zu gestalten. PHP ist eine Programmiersprache, deren Befehle in HTML-Seiten eingebettet werden. Sie verfügt über eine Vielzahl von Unterprogrammbibliotheken, z.B. für Datenbankzugriffe und Textformatierungen. In dieser Veranstaltung sollen zunächst HTML und CSS besprochen werden, bevor die Programmiersprache PHP mit Anwendungsbeispielen vorgestellt wird. Dabei wird auch auf die Datenbank MySQL eingegangen.

    Zielgruppe: Studierende / Beschäftigte ohne Vorkenntnisse

    Einführung in R

    Termin: 10.02. – 21.02.20, Mo–Fr 10–16 Uhr, M4, Einsteinstr. 64

    Dozent*in: Dr. Benno Süselbeck

    R ist eine Programmiersprache und Umgebung für statistische Datenanalyse und Grafik. Das System hat sich als eine Art Standard in der Welt des "Statistical Computing" etabliert und wird insbesondere im Bereich der anwendungsorientierten forschenden Statistik weltweit eingesetzt. Die Software ist frei verfügbar und es existieren zahlreiche Erweiterungen für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete in Form von Zusatzpaketen. Die Vorlesung gibt eine Einführung in die Sprache R, insbesondere in die Konzepte der "array"-Orientierung und der funktionalen Programmierung speziell für Anwendungen in der Datenanalyse. Zusätzlich werden grundlegende Konzepte zur Umsetzung und Analyse einfacher statistischer Modelle mit R vorgestellt. Einen weiteren Themenschwerpunkt bildet die statistische Grafik.

    Zielgruppe: Studierende und Beschäftigte, die in ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit statistischen Berechnungen konfrontiert sind und dabei Kenntnisse in einer flexiblen Programmierumgebung benötigen.

    Allgemeine Studien: anrechenbar

    High Performance Computing

    Termin: 16.03. – 20.03.20, Mo–Fr 10–16 Uhr, SRZ 102, Orléans-Ring 12

    Dozent*in: Holger Angenent, Sebastian Potthoff

    Wissenschaftliche Berechnungen benötigen immer mehr Rechenleistung. Um diese bereit zu stellen, verwenden Cluster eine große Anzahl von CPU-Kernen. Das Erstellen von Programmen, die derartige Architekturen ausnutzen, erfordert Programmiertechniken, die über die Fähigkeiten von seriellen Programmiersprachen hinausgehen. Die Veranstaltung bietet einen Einstieg in die üblichen Programmierparadigmen OpenMP und MPI, mit denen C/C++ und Fortran Programme parallelisiert werden können. Ebenso werden angepasste Tools zur Analyse von Fehlern und Performance-Engpässen für die parallele Programmierung behandelt. Zusätzlich werden Kenntnisse für die Verwendung des Clusters Palma vermittelt. Dies umfasst das Batchsystem sowie die Monitoring Tools.
    Folgende Themen werden im Kurs behandelt:

    • Verwendung des Clusters PALMA
    • Programmieren mit OpenMP
    • Programmieren mit MPI
    • Visualisierung von Forschungsergebnissen mit Python

    Zielgruppe: Erste Programmierkenntnisse in C/C++ sind Voraussetzung. Für den praktischen Übungsteil sind zumindest Grundkenntnisse der Linux-Kommandozeile sehr von Vorteil.

    Allgemeinen Studien: anrechenbar

    Programmiereinstieg mit Python

    Termin: Mo 14–18 Uhr, 14-tägl., Computer-Lab 3

    Dozent*in: Dr. Michael Weigend

    Python ist aufgrund seiner schnell erlernbaren Syntax die ideale Sprache für den Einstieg in die Programmierung. Dieser Praxiskurs bietet einen umfassenden Einblick in Python 3. Ziel ist es, die wesentlichen Techniken und dahinterstehenden Ideen anhand zahlreicher anschaulicher Beispiele zu erlernen. Zu typischen Problemstellungen werden Schritt-für-Schritt-Lösungen erarbeitet. Die Teilnehmer/innen erlernen praxisorientiert die Programmentwicklung mit Python und insbesondere die Anwendung von Konzepten der objektorientierten Programmierung. Projekte, die im Computerlabor begonnen wurden, können zu Hause weiterentwickelt werden. Es gibt Übungsaufgaben zur Vorbereitung auf die Klausur.
    Konkret thematisiert werden:

    • Datentypen, Kontrollstrukturen, Funktionen
    • Modellieren mit Sequenzen, Dictionaries und Mengen
    • Klassen, Objekte, Vererbung, Polymorphie
    • Verarbeitung von Zeichenketten und reguläre Ausdrücke
    • Grafische Benutzungsoberflächen (tkinter), Threads und Events
    • Zugriff auf Daten aus dem Internet und Bildbearbeitung
    • Optional: Datenbanken
    • Optional: Wissenschaftliche Projekte und Datenvisualisierung
    • Optional: Physical Computing mit dem Raspberry Pi

    Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich an Teilnehmer/innen, die noch keine oder geringe Programmierkenntnisse haben. Vorkenntnisse in Python sind nicht erforderlich.

    Literaturempfehlung:
    Weigend, Michael (2018): Python 3. Lernen und professionell anwenden. Das umfassende Praxisbuch. 7., erweiterte Auflage. Frechen: mitp (mitp Professional).

    Allgemeine Studien: anrechenbar

    Programmieren in C++

    Termin: 09.03. – 20.03.20, Mo–Fr 09–16 Uhr, M4, Einsteinstr. 64

    Dozent*in: Reinhard Mersch

    C++ erweitert die Programmiersprache C um sehr vielseitige Einsatzmöglichkeiten im Bereich objektorientierter Konzepte. Die Verbindung von Assembler-ähnlichen und modernen blockstrukturierten Sprachelementen macht C++ zu einer der am meisten benutzten Programmiersprachen. In der Lehrveranstaltung wird C++ gemäß dem ISO/IEC-Standard von 2012 (C++11) vorgestellt.

    Zielgruppe: Kenntnisse einer anderen Programmiersprache sind hilfreich, werden aber nicht vorausgesetzt.

    Allgemeinen Studien: anrechenbar

    Programmieren in Perl

    Termin: Di 14–16 Uhr, SRZ 102, Orléans-Ring 12

    Dozent*in: Thorsten Küfer

    Die Vorlesung führt in das Programmieren mit Perl ein und beschäftigt sich mit den grundlegenden Eigenschaften der Sprache: Syntax, Datentypen, Anweisungen und Funktionen. Weitere Schwerpunkte sind die Behandlung der regulären Ausdrücke, die objektorientierte Programmierung sowie die Benutzung von populären Modulen (darunter CGI, DBI und Tk). Perl bietet als Skriptsprache einen sehr einfachen Einstieg in das Programmieren und eignet sich auch für Anfänger.

    Perl, die Practical Extraction and Report Language, ist eine freie und plattformunabhängige Programmiersprache, die sich besonders gut zur Lösung der tagtäglichen Probleme eignet, mit denen sich Anwendungsentwickler und System-Administratoren auseinandersetzen müssen. Perl war ursprünglich eine Sprache zur komfortablen Bearbeitung von Texten und Dateien und verfügt daher über einen besonders mächtigen Satz von regulären Ausdrücken zum Auffinden und Modifizieren von Textstellen. Diese regulären Ausdrücke wurden als Perl Compatible Regular Expressions (PCRE) auch in anderen Programmiersprachen wie Python, PHP, und Java übernommen. In seiner 25-jährigen Geschichte hat sich Perl zu einer universellen Programmiersprache entwickelt. Perl eignet sich für kleine Skripte auf der Kommandozeile, zur Entwicklung von CGI-Skripten für Web-Server oder aber für das Erstellen von grafischen Oberflächen mit GUI-Toolkits wie Tk oder Gtk. Über das Internet organisiert, gibt es eine zentrale Bibliothek von frei verfügbaren Perl-Modulen, die bereits Lösungen für viele Probleme anbietet: Comprehensive Perl Archive Network (CPAN).

    Zielgruppe: Studierende / Beschäftigte ohne Vorkenntnisse

    Allgemeine Studien: anrechenbar

    Publizieren mit LaTeX

    Termin: 02.03. – 06.03.20, Mo–Fr 09–15 Uhr, Computer-Lab 3

    Dozent*in: Dr. Damian Bucher, Christian Schild

    LaTeX ist ein mächtiges und flexibles Satzsystem, das sich besonders für wissenschaftliche und technische Publikationen eignet. Autoren können aus einer Vielzahl von fertigen Layouts auswählen und diese eigenen Vorstellungen anpassen. Mit speziellen Komponenten, z. B. zur Erzeugung von PDF-Dateien, können LaTeX-Publikationen für die Veröffentlichung vorbereitet werden. Das komplette Satzsystem ist frei erhältlich und steht praktisch auf allen verbreiteten Betriebssystemen zur Verfügung. In dieser Veranstaltung werden die Grundkonzepte und wichtigsten Erweiterungen von LaTeX vorgestellt:

    • Komponenten des Satzsystems
    • allgemeine Dokument- und Textstrukturen
    • Formeln, Tabellen, Grafiken
    • Erzeugung von PDF-Dokumenten

    Zielgruppe: Anfänger im Umgang mit dem Textsatz unter LaTeX

    Allgemeine Studien: anrechenbar

    Vektorbasierte Illustration

    Termin: Do 10–12 Uhr, Computer-Lab 3

    Dozent*in: Christopher Burgholz

    Illustration ist ein entscheidendes Mittel zur Vermittlung sowohl einfacher wie auch komplexer Sachverhalte. An Hochschulen wird sie in Form der Wissenschaftsillustration zu einem wichtigen Kommunikationswerkzeug. Doch auch im nicht-wissenschaftlichen Bereich kommen Illustrationen immer dann zum Einsatz, wenn Informationen visuell ansprechend dargestellt werden müssen.

    Dieser Kurs konzentriert sich auf die Erstellung digitaler Vektorillustrationen mit Adobe Illustrator. Dabei lernen die Teilnehmer/innen den kreativen Prozess von der Konzeption bis hin zur fertigen Grafik kennen. Gestalterische Gesichtspunkte werden hierbei vertieft. Ziel des Kurses ist, den Teilnehmer/innen die Möglichkeit zu bieten, Informationen illustrativ zu visualisieren. Folgende Aspekte werden thematisiert:

    • Was ist Vektorillustration?
    • Ideenfindung
    • analoge Skizzen vorbereiten
    • geometrische Objekte erstellen
    • Ankerpunkte bearbeiten
    • Freihand-Werkzeuge verwenden
    • Formen kombinieren
    • Farbtheorie & Farbmanagement
    • perspektivische Darstellung
    • Schrift & Layout
    • Dateiformate, Export & Druck

    Zielgruppe: Allgemeine Computerkenntnisse und Interesse an zeichnerischer Darstellung werden vorausgesetzt.

    Allgemeine Studien: anrechenbar


    Reguläre Veranstaltungen, offen für weitere Teilnehmer*innen

    Übung: Digitales Edieren mit TEI/XML

    Termin: Fr 10–12 Uhr, F 104

    Dozent*in: Prof. Dr. Torsten Hiltmann

    Die Art und Weise, wie wir historische Texte und Urkunden edieren und sie der Forschung und den interessierten Lesern zur Verfügung stellen, hat sich grundlegend geändert, womit auch eine deutliche Veränderung der Nutzbarkeit dieser Texte und ihrer Editionen einhergeht. Der Rückgriff auf digitale Techniken und Methoden ist dabei eine Selbstverständlichkeit geworden.

    Im Rahmen der Übung werden Sie diese digitalen Methoden und Techniken kennenlernen, verstehen und selbst einüben. Am Ende werden Sie mit den grundlegenden Voraussetzungen sowie den wichtigsten Arbeitsschritten und Tools für die Erstellung digitaler Editionen vertraut sein und diese selbst anwenden können. Grundlage werden dabei die standardmäßig verbreiteten Richtlinien der TEI (Text Encoding Initiative) auf Basis der XML-Technologien sein, über deren Grenzen wir jedoch auch hinausschauen werden.

    Die Veranstaltung steht auch allen Interessierten aus anderen Fächern und Fachbereichen offen. Bitte melden Sie sich per Email unter hiltmann@uni-muenster.de an.

    Workshop des Career Service: Digitalisierung als Laufbahnchance für Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen

    Termin: Do., 23.01.2020, 10:15–16:45 Uhr und Fr., 24.01.2020, 10:15–16:45 Uhr; Ort: Career Service, Schlossplatz 3, Seminarraum 2

    Dozent*in: Dr. Mareike Menne, Andreas Eimer

    Ob Lehre, Forschung, Kulturarbeit, öffentliche Verwaltung, „irgendwas mit Medien” – große Teile der beruflichen Praxis von Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen haben eine digitale Dimension. Auch sind neue Berufe entstanden, in denen digitale Kompetenzen die fachlichen Aufgaben verändern, ergänzen, teils auch verdrängen und ersetzen.

    In diesem Seminar erhalten Sie:

    • Input zu digitalen und technischen Kompetenzen, die häufig in fachaffinen Berufen nachgefragt und angewendet werden,
    • Input zu neuen fachaffinen Berufen mit digitalem Schwerpunkt,
    • Reflexionsangebote und Bewertungskriterien zur Selbsteinschätzung Ihres digitalen Profils – auch in der Mischung aus Freizeit- und beruflicher Nutzung, und
    • Informationen und Entwicklungsangebote zur individuellen digitalen Weiterbildungsplanung im Konzept des Lebenslangen Lernens.

    Teilnehmen können alle, die zurzeit an der Universität Münster studieren, promovieren oder innerhalb des vergangenen Jahres ihren Abschluss an der Universität Münster gemacht haben.


    Studiengangspezifische Veranstaltungen

    Hauptseminar: Digital Humanities und Zeitgeschichte: Innovative Methoden und Quellen zur deutschen Diktatur- und Demokratiegeschichte des 20. Jahrhunderts

    Termin: Do 8–10 Uhr, F 072

    Dozent*in: Prof. Dr. Thomas Großbölting, Prof. Dr. Torsten Hiltmann

    Wer unterstützte den Nationalsozialismus? Wie „nah“ oder „fern“ waren sich Vokabeln wie Nation, Volksgemeinschaft oder „Führer“ in der nationalen, der sozialdemokratischen und der kirchlichen Presse? Wie veränderten sich Zukunftsvorstellungen und der utopische Überschuss in der DDR-Literatur, sowohl in der regimekonformen Literatur wie auch im Samisdat? Wie viel ideellen NS-Überhang lassen die politischen Diskussionen in der Bundesrepublik wie auch in der DDR noch erkennen? Ziel der Veranstaltung ist es, aus dem aktuellen Forschungsstand Fragestellungen zu entwickeln und diese mit Hilfe ausgewählter digitaler Methoden und Verfahren wie dem Textmining zu bearbeiten, um so neue Zugängen zu den aufgeworfenen Problemen zu finden. Am Ende des Seminars haben Sie gelernt, wie Sie Methoden der Digital Humanities reflektiert verwenden, um Fragen der Diktatur- und Demokratiegeschichte auf innovative Weise neu zu bearbeiten.

    Anmeldung erforderlich!

    Seminar: Geographische Informationssysteme (GIS) in der Archäologie

    Termin: 14tägl. Do 14–18 Uhr, Computerpool Fürstenberghaus

    Dozent*in: Dr. Claudia Tappert

    Computergestützte Geographische Informationssysteme finden immer mehr Eingang in die Archäologie. Mit ihrer Hilfe können Raumdaten und (archäologische) Sachdaten miteinander in Beziehung gesetzt und so Zusammenhänge zwischen naturräumlichen und anthropogenen Faktoren untersucht und dargestellt werden. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Datenerhebung über die Datenverwaltung und Visualisierung bis zur Raumanalyse. Die Anwendung von GIS ist deshalb sowohl für die archäologische Forschung als auch für die praktische Bodendenkmalpflege von großem Nutzen. Im Seminar sollen die Grundlagen von GIS behandelt sowie mit Hilfe des freien Programms QGIS die praktische Anwendung anhand von archäologischen Fallbeispielen geübt und in Referaten vorgestellt werden.

    Voraussetzungen: W-LAN-fähiger Laptop; Grundlagen in der Bedienung von Tabellenkalkulationsprogrammen (MS-Excel, OpenOffice bzw. LibreOffice Calc) und digitaler Bildbearbeitung (z.B. mit Gimp + Inkscape).

    Das Seminar ist auf höchstens 14 Teilnehmer*innen begrenzt. Anmeldung erforderlich!

    Seminar: Digitale (Geo-)Lerntools in der Praxis

    Termin: Di 10–12 Uhr, Heisenbergstr. 2 - StudLab 125

    Dozent*in: Dr. Thomas Bartoschek, Janina Bistron, Mario Pesch

    Im Seminar sollen digitale Lerntools aus der Geoinformatik kennengelernt werden. Neben Softwaretools für den Einsatz in der Schule wie Virtuellen Globen (Google Earth), Geogames (OriGami) und WebGIS (ArcGIS Online, webgis.nrw) sollen auch Hardwaretools (z.B. senseBox, 3D-Drucker) im Rahmen des Seminars erkundet werden. Wir wollen mit den Tools arbeiten, neue Unterrichtskonzepte entwickeln und diese möglichst in der Praxis ausprobieren. Zusätzlich sollen wichtige digitale Kompetenzen in der Praxis erworben werden. Der Leistungsnachweis erfolgt in Form eines Unterrichtskonzeptes und der praktischen Erprobung im Unterricht (der Erwerb der Leistungspunkte kann innerhalb des Wintersemesters erfolgen).

    Anmeldung erforderlich!

    Vorlesung: Digitale Kartographie

    Termin: Einzel: Fr 10–12 Uhr, Raum Nr. 255 (GEO 1)

    Dozent*in: Prof. Dr. Angela Schwering

    This practically oriented course teaches knowledge in the field of map design using ArcMap. Students will design one topographic and one thematic map.

    In detail, the subjects are

    Cartographic Basics:

    • Loading maps and dataset
    • Selecting map layers and views
    • Selecting and changing coordinates
    • Organizing figure and setting colors

    Map Making and Production:

    • Choosing qualitative or quantitative symbols
    • Selecting classification methods for symbols
    • Practicing advanced symbology technologies
    • Improving map labels
    • Creating and editing annotation

    Topographic map:

    • Creating map layout
    • Adding essential map elements
    • Publishing map

    Thematic map:

    • Discussing with partner and deciding topic and data source
    • Drafting major points in editorial plan

    Die Vorlesung findet als E-Learning Einheit mit Videoaufzeichnungen, Folien und E-Tasks im Learnweb statt. Die Vorlesung schließt am Ende der Vorlesungszeit mit einer Klausur ab. In der ersten Semesterwoche findet eine erste Sitzung zur Vorbesprechung in Raum (tba) um (tba) Uhr statt.

    Anmeldung erforderlich!

    Seminar: Datenjournalismus – Rechercheformen und Multimediaformate

    Termin: Mi 14–16 Uhr, ES 24

    Dozent*in: Priv.-Doz. Dr. Thomas Birkner

    Das Seminar nährt sich dem Datenjournalismus aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Zunächst stehen die neuen Formen der Recherche von und mit riesigen Datenmengen (Big Data) im Vordergrund. Ein wesentlicher Teil ist dabei die Automatisierung und Algorithmisierung von Datenanalysen und weiteren Schritten in redaktionellen Arbeitsprozessen. Hier verändern sich auch journalistische Rollen. Programmierkenntnisse werden in der Recherche immer wichtiger, Kenntnisse vor audiovisueller Animation im Storytelling. Hier nun werden, am anderen Ende, Formate der multimedialen Darstellung in den Blick genommen. Ziel ist es, auch mit Datenjournalist*innen ins Gespräch zu kommen.

    Das Seminar arbeitet die internationale Forschungsliteratur zum Datenjournalismus auf und analysiert Beispiele von Crowdsourching, großen internationalen Recherchekooperationen wie bei den Panama Papers oder Football Leaks und Multimediareportagen wie Snow Fall: http://www.nytimes.com/projects/2012/snow-fall/index.html#/?part=tunnel-creek.

    Lernziel ist, dass die Studierenden ein dynamisches Forschungsfeld der internationalen kommunikationswissenschaftlichen Journalismusforschung überblicken, Beispiele einordnen und zukünftige Entwicklungen antizipieren können.

    Anmeldung erforderlich!

    Seminar: Visibility is everything? Zur Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in der digitalen Welt

    Termin: Mi 12–14 Uhr, ES 24

    Dozent*in: Prof. Dr. Julia Metag

    Mit der Verbreitung des World Wide Webs und dem Aufkommen leicht zu bedienender Social Web-Anwendungen verbinden sich Chancen und Risiken. Auf der einen Seite ist mit den Veränderungen die Hoffnung verknüpft, diverse Stimmen neuer AkteurInnen in den öffentlichen Diskurs einzubinden. Die Onlinekanäle ermöglichen Individuen und Institutionen zudem, ihrem Bedürfnis nach Selbstdarstellung und sozialer Anerkennung sowie Legitimation Nachdruck zu verleihen. Auf der anderen Seite erlauben die neuen Anwendungen Angriffe auf demokratische Prozesse durch Falschinformationen oder „hate speech”. Überlegungen, wie Internetnutzung in einer globalisierten Welt gestaltet und reguliert werden kann, rücken ebenso in den Mittelpunkt wie Fragen zu (In-)Transparenz bei der Erhebung von Daten und zu individueller Medienkompetenz. In diesem Spannungsverhältnis zwischen Erwartungen und Bedenken sind Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit zu zentralen Kategorien der Beschreibung und Erklärung von Kommunikation im digitalen Zeitalter geworden. Das Seminar widmet sich daher den folgenden Fragen: Welche Bedeutung hat (Un-)Sichtbarkeit in der digitalen Welt, wie entsteht (Un-)Sichtbarkeit und welche Folgen hat sie für einzelne AkteurInnen, Institutionen sowie gesellschaftlich relevante Prozesse und Strukturen? Sowohl theoretische als auch methodologische Klärungen zu (Un-)Sichtbarkeit und ihrer Analyse sind dabei Themen des Seminars.

    Anmeldung erforderlich!

    Lektüreübung: Digitalisierung – Soziale Robotik – Künstliche Intelligenz

    Termin: Do 14–16 Uhr, SCH 121.520

    Dozent*in: Dr. Gallina Tasheva

    Mit der Digitalisierung der analogen Techniken und der Vernetzung von materieller und virtueller Welt befinden wir uns an der Schwelle der vierten industriellen Revolution. Robotik und Cyber-Physical-Systems bilden das Grundgerüst der smart factory, in der die Produktion sich selbstreferenziell und selbststeuernd vollziehen kann. 2014 waren 1,5 Millionen Roboter im Einsatz, 2018 waren sie 2,3 Millionen. Die Zahl der Menschen mit implantierten Chips, die mit Nahfeldkommunikationstechnik ausgestattet sind, steigt weltweit und inzwischen fühlen sie sich als Teil einer Cyborg-Community. Wie sich das Menschsein, die Lebenswelt und die Sozialität im Zeitalter der Digitalisierung, der sozialen Robotik und künstlicher Intelligenz wandeln, welche neuartigen Arbeitsformen und Lebensweisen entstehen und welche globalen sozialen Folgen sie mit sich bringen, wird uns im Seminar beschäftigen.

    Anmeldung erforderlich!

    Hauptseminar: Ancient Texts in a digital world

    Termin: Di 12–14 Uhr, ETH 204

    Dozent*in: Dr. Jonathan Miles Robker

    This seminar will engage with ancient texts in differernt digital forms. The focus will be on diachronic exegesis, but their will be opportunity for synchronic approaches as well. The primary text under evaluation here is the Bible, but should there be interest in examinig other ancient texts (e.g., Classical Greek or ancient Mesopotamian), we can pursue this avenue as well. By the seminar’s conclusion, students should be familiar with digitial resources for the evaluation of ancient texts and how to use them.

    Anmeldung erforderlich!

    Seminar: Digitale Politik

    Termin: Mo 12–14 Uhr, BB 301

    Dozent*in: Katharina Maubach

    Politik im 21. Jahrhundert ist (auch) digital – Politiker kommunizieren über soziale Netzwerke, Organisationen und Proteste finden online weitere Anhänger und einzelne Bürger haben neue Partizipationsmöglichkeiten.

    Das Seminar soll einen Überblick über die Möglichkeiten des Netzes für Regierungen und Politiker auf der einen Seite und die Bürger auf der anderen Seite bieten. Welche Chancen bietet das Netz in unterdrückten Regimen, wie beispielsweise während des arabischen Frühlings? Wie sieht eine erfolgsversprechende Social-Media-Arbeit von Politikern aus? Und warum kann ein YouTube Video wie das von Rezo solch eine Aufregung auslösen?

    Solche und ähnliche Fragen sollen im Seminar beantwortet werden.

    Anmeldung erforderlich!

    Übung: Geschichtsunterricht 3.0? Digitalisierung und Historisches Lernen

    Termin: Di 10–12 Uhr, Raum: o. A.

    Dozent*in: Dr. Oliver Näpel

    Wie viele andere Bereiche boomt auch Geschichte in der Populärkultur. Naturgemäß und berechtigterweise erzählen populäre Formate ‚Geschichte‘ anders als wissenschaftsorientierte Darstellungen. Um spannende Erzählungen zu bieten sind Fiktionalisierungen nötig. Gleichwohl kann und sollte ein Bewusstsein für die Fragwürdigkeit, manchmal auch für die politischen Intentionen solcher Darstellungen geweckt werden. Die Veranstaltung wird sich der Frage stellen, wie eine solche Problematisierung ermöglicht werden kann.

    Folgerichtig wird nicht nur die Analyse von Darstellungen, u.a. ihre Untersuchung auf Triftigkeit und Intentionen ihrer Produzenten, im Mittelpunkt stehen, sondern auch Möglichkeiten entwickelt, z. B. durch die Erstellung digitaler Begleitformate oder der eigenen Produktion 'besserer' Geschichtsangebote, diese Darstellungen in der Öffentlichkeit zu problematisieren – ohne den oft hohen Unterhaltungswert zu schmälern. Die Auswahl findet in Absprache mit den TeilnehmerInnen statt.

    Anmeldung erforderlich!

    Seminar: Digitale Medien im Unterricht

    Termin: Do 18–20 Uhr, GC 307

    Dozent*in: Dr. William Middendorf

    Mit dem Digitalpakt und dem Medienkompetenzrahmen erhält das Lernen mit Unterstützung digitaler Medien gewichtige Impulse. Zugleich gilt es, das Lernen über digitale Medien zu fördern, was die Auseinandersetzung mit technologischen und sozialen Entwicklungen im Kontext der Digitalisierung wie auch dem tatsächlichen Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen einschließt.

    In diesem Sinne setzt sich das Seminar mit empirischen Erkenntnissen, konzeptionellen Ansätzen und praktischen Beispielen zur Förderung von Medienkompetenz und Bildung in der Schule auseinander.

    Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!

    Übung: Der Geschichtsunterricht und das Digitale

    Termin: Mo 16–18 Uhr, F 073

    Dozent*in: Jan Matthias Hoffrogge

    Ob Wikipedia-Recherche, Videospiel, Webquest, Abiturforum, historische Instagram-Story oder Geschichtstutorial bei Youtube – längst prägt die Digitalisierung (verstanden als Loslösung der Informationen von physikalischen Trägern) das historische Lernen auf vielfältige Weise. Sie ist nicht allein ein zeitgeschichtlicher Lerngegenstand (etwa im Hinblick auf mediale Revolutionen). Digitale Medien werden im Geschichtsunterricht bereits häufig eingesetzt und sie begegnen allen Beteiligten in der außerschulischen Geschichtskultur.

    Ausgehend von dieser Annahme, dass historisches Lernen heute ohnehin immer (auch) im digitalen Kontext stattfindet, fragt die Übung nach den Gestaltungsmöglichkeiten des Geschichtslernens im digitalen Zeitalter und den damit verbunden verbundenen Folgen und Ansprüchen – im Unterricht, auf Exkursionen und in der Freizeit. Auf Basis bereits bestehender empirischer Untersuchungen und theoretischer Überlegungen sollen dabei von den Teilnehmern eigene, kleine Lehrprojekte entwickelt und vorgestellt werden.

    Anmeldung erforderlich!

    Übung: Geschichte digital

    Termin: Mi 10–12 Uhr, F 073

    Dozent*in: Dr. Oliver Näpel

    Das in unserer Welt immer bedeutsamer werdende Web 2.0 mit seinen vielfältigen Angeboten und Nutzungsmöglichkeiten bietet einen hochspannenden Erfahrungsraum. Auch ‚Geschichte‘ findet sich hier in unterschiedlichster Form und Ausprägung. Dabei sind die Zielsetzungen vieler solcher Angebote nicht immer mit den Vorstellungen der Geschichtsdidaktik übereinstimmend. Die Übung wird sich nicht in ‚Medienschelte‘ angesichts der vielfach beobachtbaren inhaltlichen und didaktischen Mängel erschöpfen, sondern vielmehr ausgehend von der Diskussion, ob die Zielsetzungen der Geschichtsdidaktik, ihre Konzepte und Kategorien sich sinnvoll auf die gesamtgesellschaftliche Beschäftigung mit Vergangenheit übertragen lassen, versuchen, diese Prinzipien in bestehenden Angeboten wiederzuerkennen. Nach der kritisch-analytischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Angeboten, soll der Versuch unternommen werden, Angebote weiter oder eigene selber zu entwickeln (zumindest konzeptionell), ggfls. auch umzusetzen, um das volle Potenzial historischer Bildung im, über und mit dem Web 2.0 auszuschöpfen. Die Anbindung solcher Angebote an den Geschichtsunterricht wird ebenfalls ein Schwerpunkt der Veranstaltung sein.

    Anmeldung erforderlich!

    Seminar: Digitale Medien im Sportunterricht

    Termin: variierende Termine, S101 (Ho 01)

    Dozent*in: Markus Jürgens, Pascaline Neugebauer

    Die Digitalisierung der Gesellschaft ist die Folge der sogenannten digitalen Revolution. Diese digitale Revolution führte zu einem radikalen Umbruch in der Art der Kommunikation zwischen Menschen und damit auch zu erheblichen Veränderungen im gesellschaftlichen Umgang der Menschen mit- und untereinander. Die Digitalisierung von Informations- und Kommunikationsprozessen hat in den letzten fünfzehn Jahren darüber hinaus zu einer Informationsexplosion geführt, welche vor allem auf die Entwicklung des Internets und dessen Technologien zurückzuführen ist. Die Auswirkungen sind in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu spüren. So werden wir den Fokus auf die Auswirkung der Digitalisierung im Sportunterricht richten.

    Im Seminar soll zunächst das Medium, anschließend das digitale Medium, und sein Umgang und seine Einsatzmöglichkeiten besprochen werden. In einem weiteren Schritt werden diese verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten von den Studierenden selbst ausprobiert und für den Einsatz im Sportunterricht kritisch reflektiert, auch auf der Basis der rechtlichen Grundlagen. Bevor die Studierenden in Kleingruppen ein Unterrichtsvorhaben unter sinnvollem Einbezug digitaler Medien erstellen, erhalten sie durch Fachberater Sport der Bezirksregierungen, im Auftrag von QUA-LiS NRW, grundsätzliche Informationen und Beispiele zu den Schwerpunkten Unterrichts- und Standardentwicklung. Anschließend stellen sich die Studierenden ihre Unterrichtsvorhaben gegenseitig vor und reflektieren sie, bevor dann zum Schluss die Fachberater Sport nochmal individuell Rückmeldungen zu den entwickelten Produkten geben und sehr geeignete Unterrichtsvorhaben in Kooperation mit QUA-LiS NRW ggf. weiterentwickelt und veröffentlicht werden können.

    Die Projektarbeit und somit das zu liefernde Projekt ist das entwickelte Unterrichtsvorhaben inklusive eines didaktischen Kommentars in Kleingruppen.

    Anmeldung erforderlich!

  • Empfohlene Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2019

    ZIV – Programmier- und Anwenderkurse

    • Einführung in MariaDB/ MySQL

      Termin: Mo 10–12 Uhr, Computer-Lab 3

      Dozent: Martin Leweling

      MySQL ist das am weitesten verbreitete Datenbanksystem in der Open-Source-Szene. Die Kombination aus Linux als Betriebssystem, Apache als Webserver, MySQL als Datenbanksystem und Perl/PHP/Python als Skriptsprachen hat sich mittlerweile unter dem Akronym „LAMP“ als kostengünstige Gesamtlösung bei der Erstellung dynamischer Websites etabliert.

      In der Vorlesung wird mit dem Ableger MariaDB gearbeitet, das nach der Übernahme von MySQL durch Oracle vom früheren Hauptentwickler initiiert wurde, sich allmählich in gängigen Linux-Distributionen als neuer Standard durchsetzt und im Hintergrund von beispielsweise Wikipedia oder Sciebo seinen Dienst verrichtet.

      Es werden zunächst die generellen Grundlagen der Programmierung relationaler Datenbanken behandelt. Ein wichtiges Thema ist dabei die Normalisierung von Datenbankschemata. Der Schwerpunkt der Vorlesung besteht aus einer Einführung in die Datenbanksprache SQL. Mit SQL-Anweisungen werden etwa Datenbankobjekte angelegt, Daten und Tabellen gespeichert und abgefragt, sowie Zugriffsrechte verwaltet. Backup und Ausfallsicherheit werden ebenfalls behandelt. Einfache Datenbankabfragen in der Skriptsprache Perl sowie die Vorstellung der Web-Administrationsoberfläche phpMyAdmin runden die Vorlesung ab.

      Durch die Arbeit im Computerlabor an eigenen Testdatenbanken können die Teilnehmer die in der Vorlesung vorgestellten Beispiele nachvollziehen und Übungsaufgaben lösen.

      Da die benötigte Software für alle gängigen Betriebssysteme frei verfügbar ist, kann zum Üben aber auch der PC zu Hause verwendet werden.

      Der Gesamtarbeitsaufwand für die Vorlesung beträgt 35 Zeitstunden.

    • Programmieren in Python

      Termin: Di 10–12 Uhr, Computer-Lab 3

      Dozent: Markus Blank-Burian

      Die Lehrveranstaltung führt in die Scriptsprache Python ein. Sie besteht aus einem Vorlesungsteil und einem Übungsteil. Der Vorlesungsteil beschäftigt sich zunächst mit Grundlagen von Python. Anhand von einfachen Beispielen werden grundlegende Konzepte des prozeduralen und objektorientierten Programmierens erklärt. In der zweiten Hälfte der Vorlesung soll dann ein Einblick in die Anwendung weiterführender Bibliotheken gegeben werden, wie z.B. numpy und scipy zur Lösung numerischer Probleme, pandas zur Verarbeitung von tabellarischen Daten oder PyQt für grafische Benutzeroberflächen.

      Etwa alle zwei Wochen wird in Form einer praktischen Übung das zuvor erlernte Wissen am Computer angewendet.

      Die Studierenden sollen nach erfolgreicher Teilnahme wichtige Muster des prozeduralen und objektorientierten Programmierens beherrschen und diese in der Programmiersprache Python zur Entwicklung eigener Programme umsetzen können. Außerdem sollen sie Grundkenntnisse in der Verwendung und Funktionsweise von Bibliotheken im Bereich der Datenverarbeitung, Visualisierung und Benutzerinteraktion erlangt haben.

      Voraussetzungen für die Teilnahme: Die Veranstaltung ist für Teilnehmer geeignet, die bereits erste Programmiererfahrungen haben und Python kennenlernen wollen. Vorkenntnisse in Python sind nicht erforderlich.

      Die Lehrveranstaltung wird für die Allgemeinen Studien geöffnet.

    • Programmieren in Java

      Termin: Mi 14–16 Uhr, Computer-Lab 3

      Dozenten: Michael Hasseler, Arne Scheffer

      Java ist eine objektorientierte Programmiersprache, die inzwischen weltweit große Verbreitung gefunden hat und sich weiterhin dynamisch entwickelt.

      Sie basiert auf dem Konzept einer virtuellen Maschine, die es ermöglicht, Anwendungen für unterschiedliche Plattformen ohne Neuübersetzung zu entwickeln, und verfügt über eine sehr umfangreiche Klassenbibliothek, die ständig erweitert wird. Grundkenntnisse in Java sind für die Softwareentwicklung in vielen Bereichen unbedingt erforderlich.

      Die Vorlesung bietet eine Einführung in die objektorientierte Programmierung anhand von Java. Sie ist auch für Hörer/innen ohne Vorkenntnisse im Programmieren geeignet.

      Falls diese Veranstaltung im Rahmen der Allgemeinen Studien belegt wird, muss ggf. zusätzlich eine Prüfungsanmeldung unter QISPOS erfolgen, wenn Leistungspunkte erworben werden sollen.

    • Digitale Bildbearbeitung und Fotografie

      Termin: Mi 10–12 Uhr, M B 2

      Dozent: Arne Scheffer

      Die Veranstaltung dient der Aneignung von Medienkompetenz und behandelt sowohl die digitale Fotografie als auch die verlustfreie Bildbearbeitung.

      Im Bereich digitale Fotografie wird die Funktion und Arbeitsweise digitaler Kompakt- und Spiegelreflexkameras erläutert.

      Hierbei werden u. a. folgende Themen behandelt:

      • der Einsatz von Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert
      • Lichtempfindlichkeit und Sensorgröße
      • die Belichtungsmessmodi
      • die Wahl der Fokusmessfelder
      • Tiefenschärfe
      • Blitzmöglichkeiten und -zwänge

      Den Teilnehmern wird darüber hinaus die Möglichkeit geboten, das Erlernte an bereitgestellten Geräten auszuprobieren. Im Bereich digitale Bildbearbeitung werden grundlegende Techniken der professionellen Bildbearbeitung vermittelt. Dabei werden die folgenden Schwerpunkte behandelt: Es werden Wege gezeigt, wie mit Hilfe von Ebenen ein digitales Bild so bearbeitet werden kann, dass jeder einzelne bisher ausgeführte Schritt noch nachträglich anpassbar ist. Es werden verschiedene Techniken gezeigt, Kontraste in Bildern zum Freistellen zu nutzen. Dafür werden u. a. die folgenden grundlegenden Werkzeuge eingeführt:

      • Arbeits-/Einstellebenen
      • Ebenenverknüpfungsmodi
      • Ebenenmasken
      • virtuelle Kopien
      • Gradationskurven
      • Selektionswerkzeuge
      • Filter (z. B. Unscharf Maskieren)

      Auch hier wird den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, das Erlernte am PC mit einer bereitgestellten Ebenen-Bildbearbeitung wie z. B. Photoline, Paint Shop Pro oder Photoshop selbst nachzuvollziehen.

    • Publizieren mit LaTeX

      Zeit: Block 02.09.2019 bis 06.09.2019, Computer-Lab 3

      Dozenten: Damian Bucher, Christian Schild

      LaTeX ist ein mächtiges und flexibles Satzsystem, das sich besonders für wissenschaftliche und technische Publikationen eignet. Autoren können aus einer Vielzahl von fertigen Layouts auswählen und diese eigenen Vorstellungen anpassen. Mit speziellen Komponenten, z. B. zur Erzeugung von PDF-Dateien, können LaTeX-Publikationen für die Veröffentlichung auf CD-ROM oder im Internet vorbereitet werden. Das komplette Satzsystem ist frei erhältlich und steht praktisch auf allen verbreiteten Betriebssystemen zur Verfügung.

      In dieser Veranstaltung werden die Grundkonzepte und wichtigsten Erweiterungen von LaTeX vorgestellt, u. a.

      • die Komponenten des Satzsystems,
      • allgemeine Dokument- und Textstrukturen,
      • Formeln, Tabellen, Grafiken,
      • die Erzeugung von PDF-Dokumenten
      • und wie hiermit ordentlich strukturierte und typografisch ansprechende Dokumente erstellt werden können.

      Diese Veranstaltung wendet sich an Anfänger im Umgang mit dem Textsatz unter LaTeX. Voraussetzung sind sichere Grundkenntnisse im Umgang mit PCs.

      Anmeldungen zur Vorlesung


    Reguläre Veranstaltungen, offen für weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer

    • Interdisziplinäres Seminar: Digital Archaeology – Neue Methoden computerbasierter Feldforschungen

      Termin: 16–18 Uhr, RS 2 (Hofhörsaal Rosenstr. 9)

      In den modernen Archäologien spielen digitale Technologien eine immer größere Rolle. Der Einsatz von GIS, GPR, SFM und anderen naturwissenschaftlichen und informatischen Methoden ist mittlerweile Bestandteil aller archäologischen Berufe, wird jedoch in den Fachwissenschaften in der Regel nicht gelehrt. Das interdisziplinäre Seminar spricht unterschiedliche Komponenten der digitalen Archäologie an.

      Einzeltermine:

      3.4.: Vorbesprechung mit wichtigen Hinweisen

      10.4.: LiDAR-Daten – Grundlagen und Auswertung (Peter Funke/Axel Posluschny)

      24.4.: Fernerkundung und GIS (Angelika Lohwasser/Tim Karberg/Jana Eger)

      8.5.: Structure from Motion (SfM) (Engelbert Winter/Julia Arnkens)

      15.5.: Spatial Analyses and Quantification of Archaeological Datasets – Issues and Ways to Go Case Study in NW Asia Minor (Achim Lichtenberger/ Bara Weissova)

      22.5.: Digitale Dokumentation und dreidimensionale Visualisierung stratigraphischer Einheiten (Janoscha Kreppner/Andrea Squitieri/Jens Rohde)

      29.5.: Papierlose Grabung (Achim Lichtenberger/Patrick Leiverkus)

      5.6.: Geophysikalische Methoden in der Archäologie – zum Suchen und Untersuchen (Volkmar Schmidt)

      26.6.: Multispektrale Fernerkundung mit Drohnen (Jan Lehmann)

      3.7.: 3D-Dokumentation und digitale Konservierung am Beispiel der Ausgrabung des jungsteinzeitlichen Kollektivgrabes Wewelsburg II in der Soester Börde (Ralf Gleser/Leo Klinke)

    • Seminar: Knowledge Engineering mit Semantic Web Technologien zur Organisation, Analyse und Produktion geisteswissenschaftlichen Wissens – Methoden und Techniken

      Termin: Fr. 10–12 Uhr, F 040

      Dozent: Torsten Hiltmann

      Die Digital humanities gewinnen in den Geisteswissenschaften mehr und mehr an Bedeutung und werden unser Arbeiten grundlegend verändern. Dem Semantic web und den damit verbundenen Methoden und Techniken kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Denn hier werden nicht mehr nur Daten organisiert und verarbeitet, sondern mit Bedeutung angereicherte Informationen, womit sich letztlich ganze Wissenssysteme abbilden, bearbeiten und auswerten lassen. Das heißt, der Rechner kann die eingegebenen Daten nicht einfach nur lesen, sondern auch verstehen, und das über verschiedene Datensammlungen im Internet hinweg – was das World Wide Web schließlich zu einem großen Wissensnetzwerk werden lässt (Linked Data).

      Im Seminar wollen wir uns mit den Grundlagen dieser Art der digitalen Wissensrepräsentation auseinandersetzen und die damit verbundenen Techniken, deren Funktionsweise, Potentiale aber auch Grenzen kennenlernen und mit Blick auf deren Anwendung in den Geschichts- und Kulturwissenschaften diskutieren. Die hier vermittelten Wissensinhalte bilden die Basis für eine angemessene Verwendung dieser Techniken, wie sie in der anschließenden Übung dann in der Praxis geübt werden, deren gleichzeitiger Besuch hier dringend empfohlen wird.

    • Übung: Knowledge Engineering mit Semantic Web Technologien zur Organisation, Analyse und Produktion geisteswissenschaftlichen Wissens – Praxisübung

      Termin: Fr. 12–14 Uhr, F 040

      Dozent: Torsten Hiltmann

      Die Digital humanities gewinnen in den Geisteswissenschaften mehr und mehr an Bedeutung und werden unser Arbeiten grundlegend verändern. Dem Semantic web und den damit verbundenen Methoden und Techniken kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Denn hier werden nicht mehr nur Daten organisiert und verarbeitet, sondern mit Bedeutung angereicherte Informationen, womit sich letztlich ganze Wissenssysteme abbilden, bearbeiten und auswerten lassen. Das heißt, die Rechner können die eingegebenen Daten nicht einfach nur lesen, sondern auch verstehen, und das über verschiedene Datensammlungen im Internet hinweg – was das World Wide Web schließlich zu einem großen Wissensnetzwerk werden lässt (Linked Data).

      In der Übung sollen die Methoden und Techniken des Semantic web praktisch erlernt werden, von der Repräsentation der Daten in RDF und Turtle, über deren Abfrage mit der Abfragesprache SPARQL bis hin zur Erstellung eigener Ontologien mit RDFS und OWL. Die so erworbenen Fertigkeiten sollen an vorhandenen Ressourcen und schließlich auch an eigenen Projekten ausprobiert werden. Der gleichzeitige Besuch des zuvor stattfindenden Grundlagenseminars wird dringend empfohlen.


    Studiengangspezifische Veranstaltungen

    Übung: Einführung in die Digital Humanities

    Termin: Do. 14–16 Uhr, ES 227

    Dozent: Torsten Hiltmann

    Der Prozess der Digitalisierung führt zu weitreichenden Veränderungen. Dies gilt auch für die Art und Weise, wie wir in den Geisteswissenschaften arbeiten und forschen. Von der einfachen Literaturrecherche über die Sammlung und Strukturierung von Daten bis hin zu neuen Möglichkeiten, diese zu analysieren und auszuwerten – digitale Arbeitsweisen, Methoden und Techniken können unser Arbeiten erheblich vereinfachen und beschleunigen. Zugleich können sie ganz neue Perspektiven auf unser Material erschließen und uns dabei helfen, neue Fragestellungen zu entwickeln.

    Ziel der Veranstaltung ist es, in die wichtigsten Methoden und Techniken der Digital Humanities einzuführen und gemeinsam ein wesentliches Grundverständnis dessen zu erarbeiten, was Digital Humanities sind und was sie leisten können. Automatische Textanalyse, Data Mining und Visualisierung werden dabei ebenso angesprochen wie Digitale Editionen, Semantic Web und Maschinelles Lernen. Doch auch die methodischen Implikationen dieser neuen Methoden und Techniken für uns als Historiker und Geisteswissenschaftler sollen im Rahmen der Übung kritisch diskutiert werden.

    Lernen mit und über digitale Medien

    Termin: Do. 18–20 Uhr, GC 307

    Dozent: William Middendorf

    Mit der zunehmenden Digitalisierung vieler Lebensbereiche verbinden sich auch für Schule und Unterricht Chancen und Herausforderungen: Zum einen können durch den Einsatz digitaler Medien Lern-, Unterrichts- und Schulentwicklungsprozesse unterstützt und verbessert werden. Zum anderen stellen technologische und soziale Entwicklungen im Kontext der Digitalisierung sowie das tatsächliche Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen eine Herausforderung für den Bildungsauftrag von Schule dar, gilt es doch, einen sachkompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu fördern.

    Das Seminar setzt sich mit empirischen Erkenntnissen, konzeptionellen Ansätzen und praktischen Beispielen zur Förderung von Medienkompetenz in der Schule auseinander.

    Auf 50 Teilnehmer begrenzte Veranstaltung, Anmeldung erforderlich!

    Hauptseminar: Gesellschaft 2.0: Perspektiven einer Sozial- und Kulturgeschichte der Digitalisierung von 1960 bis heute

    Termin: Do. 14–16 Uhr, F 102

    Dozent: Malte Thießen

    Wir leben im digitalen Zeitalter. Unsere Arbeit und unsere Freizeit, unsere Kommunikation und unser Konsumverhalten sind von Computern, Handys und vom Internet bestimmt. Was sind die historischen Hintergründe für die Digitalisierung? Wie kam der Computer in die Gesellschaft und umgekehrt? Und wie lassen sich diese Veränderungen als Historiker*in untersuchen? Diese und weitere Fragen sollen im Seminar diskutiert und beantwortet werden, um einer Geschichte der Digitalisierung nachzuspüren.

    Mit diesem Vorhaben verbindet die Veranstaltung drei Ziele: Erstens erhalten Sie einen Überblick über Entwicklungen der jüngeren und jüngsten Zeitgeschichte von den 1960er Jahren bis heute. Zweitens setzen Sie sich mit der Digitalisierung als Schnittstelle zwischen Technik-, Sozial- und Kulturgeschichte auseinander. Und drittens erproben Sie anhand erster Quellenrecherchen in Bibliotheken und Archiven eigene Zugriffe auf diese Geschichte.

    Theorien der digitalen Medienrealität

    Termin: Mi. 14–16 Uhr, SRZ 117

    Dozent: Christoph Kuhlmann

    Vielfältig sind inzwischen die Appelle, die Kommunikationswissenschaft müsse sich den Herausforderungen stellen, die mit der Digitalisierung ihres Gegenstandes verbunden seien. Dies wollen wir in der (kritischen) Lektüre und Diskussion ausgewählter Texte tun. Wir wollen klären, was Digitalisierung für die Teildiziplinen des Faches bedeuten kann und inwiefern vorhandene Theorieansätze neu oder ganz anders gedacht werden müssen. Vereinzelte Exkursionen in die digitale Medienrealität zur Prüfung der empirischen Tragfähigkeit von Theorien sind dabei nicht ausgeschlossen und werden spontan geplant. Teilnahmevoraussetzungen: Lust zu lesen und zu denken.

    Masterseminar: Spoken Corpora

    Termin: Mo. 14–16 Uhr, ES 226

    Dozentin: Ulrike Gut

    Compared to written corpora, spoken corpora are still few in number and are typically much smaller. This is chiefly due to the greater costs and challenges in terms of technology and time that are connected with the compilation and annotation of spoken corpora. However, interest in spoken corpora has been on the increase in the past two decades (e.g. Kirk & Andersen 2016, Durand et al. 2014, Raso & Mello 2014, Ruhi et al. 2014), based on the growing conviction that with a corpus-based method a wide range of the properties of spoken human language and communication can be analysed in exciting new ways.

    This seminar provides an introduction to the compilation and use of spoken corpora for linguistic research. We will discuss the challenges associated with collecting raw data and creating annotations for spoken corpora and a wide range of tools are presented and evaluated that can be used to annotate and search spoken corpora. Examples of different spoken corpora and their use in the classroom are given.

    Standardkurs: Demokratietheorie vor den Herausforderungen der Digitalisierung

    Termin: Mi. 8–10 Uhr, SCH 100.107

    Dozent: Oliver Hidalgo

    Die Digitalisierung markiert weltweit den massivsten gesellschaftlichen Umbruch seit mehreren Jahrzehnten und stellt nicht zuletzt für die Demokratietheorie eine immense Herausforderung dar. Vordergründig geht es in diesem Zusammenhang um eine Abwägung von konkreten Chancen (Stichwörter: Informationsgesellschaft, Electronic Voting, Digital Democracy) und Risiken, die Skeptiker im Zeitalter von Internet und Big Data vor Echokammern, einem völligen Verlust der Privatsphäre sowie nicht zuletzt einem weiteren Aufschwung des (Rechts-)Populismus warnen lassen.

    Dahinter verbergen sich jedoch Prozesse, die die Idee der Demokratie weitaus grundsätzlicher betreffen: Wird durch die heute propagierte „Liquid Democracy“ der traditionelle Gegensatz zwischen direkter und repräsentativer Demokratie obsolet? Fördern der digitalisierte Diskurs sowie die Anonymität im Netz eher das deliberative oder agonale Demokratiekonzept? Vermischen sich Privates und Politisches durch die neuen sozialen Medien auf bislang unbekannte Weise? Und ist die Demokratie angesichts einer zunehmend fragmentierten Öffentlichkeit in Zukunft überhaupt noch realisierbar?

    Auf Basis klassischer und zeitgenössischer Demokratietheorien will der Kurs solche und weitere Fragen diskutieren und Antwortperspektiven aufzeigen.

    Hauptseminar (Biblische und Praktische Theologie): Digitalität in der Theologie – Theologie im digitalen Zeitalter

    Termin: Mo. 10–12 Uhr, KTh III

    Dozenten: Ludger Hiepel, Clemens Leonhard

    Das Seminar verfolgt zwei Anliegen: Einerseits will es exemplarisch Felder des Digitalen in der Theologie vorstellen und entdecken. Andererseits will es auch über den Einsatz digitaler Technik reflektieren. Dies geschieht im Querschnitt durch die theologischen Sektionen – ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Bibel- und Liturgiewissenschaft. Das Seminar hat zum Teil auch einen exkursionshaften Charakter, wenn Institutionen innerhalb der WWU, die vor allem im Bereich der Digital Humanities arbeiten, besucht werden.

    Das Seminar findet regelmäßig montags statt. Einige Termine sollen aber in Rücksprache mit den Teilnehmenden geblockt werden. Nach Möglichkeit werden die Teilnehmenden gemeinsam Veranstaltungen am Tag der digitalen Geisteswissenschaft am 27.06.2019 besuchen und an der Fakultätsversammlung am 16.05.2019 (12–14 Uhr) sowie an den Brownbag-Meetings der Fakultät zur Digitalisierung teilnehmen.

    V/Ü (Master): Advanced GIS Methods in Digital Cartography

    Termin: Mo. 18–20 Uhr, Institut für Geoinformatik

    Dozent: Sven Harpering

    This practically oriented course teaches knowledge in the field of map design using geographic information systems (GIS). Some of the subjects are:

    1. Introduction to GIS & Cartographic Basics
    2. Open Data & Commercial Datasources
    3. Map Making and Production in 2D & 3D

    The content and methods presented in the lectures are practically implemented in the exercises. The students will use different software components (QGIS and ArcGIS) to fulfill different intermediate tasks and one final project.