dh@wwu21

Join the digital: 3. DH-Tag der WWU am 15.11.2021

© ULB

Am Montag, den 15.11.2021 findet zum dritten Mal der Tag der Digital Humanities (DH) an der WWU statt (dh@wwu21). Nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr und in Anbetracht der nach wie vor angespannten Corona-Situation wird es wieder eine Online-Veranstaltung werden. Alle interessierten WWU-Geisteswissenschaftler:innen sind herzlich willkommen. Für Sie bietet sich erneut die Gelegenheit hineinzuschnuppern, Themen, Methoden und natürlich Personen kennenzulernen, Ideen zu bekommen oder sich auszutauschen.

«Join the digital», so  lautet das diesjährige Motto. Nicht zuletzt durch das Engagement des Service Center for Digital Humanities (SCDH) konnten sich die neuen DH-Methoden an den geisteswissenschaftlichen Fachbereichen der Universität weiter verbreiten. Konkrete Projekte sind auf den Weg gebracht worden, der Kreis der Entwickler:innen wächst und hat sich weiter professionalisiert. Kurzum: Die DH blüht förmlich auf und wird auch dadurch immer attraktiver für neue, weitergehende Forschungsvorhaben. Eine gute Zeit, um mitzumachen ...

Auch dieses Jahr gibt es neben einer Keynote wieder einen Posterslam und eine Postersession. Außerdem stellen sich die Arbeitsgruppen des CDH vor, in denen sich die Community seit einem Jahr ausgiebig zu verschiedenen Themen austauscht und weiterbildet. Noch intensiver als im letzten Jahr gibt es Gelegenheit, sich zu vernetzen und kennenzulernen.

Zum Hintergrund: Mit dem Center for Digital Humanities (CDH) hat sich 2017 die Community der an DH interessierten WWU-Geisteswissenschaftler:innen organisiert; seit 2018 bietet das Service Center for Digital Humanities (SCDH) konkrete Hilfe bei der Softwareentwicklung sowie der Beantragung von Drittmitteln. Seit 2019 veranstaltet das SCDH jedes Jahr einen für alle offenen Tag der DH an der WWU.

Vorläufiges Programm
09:45 Uhr -
10:00 Uhr
Ankommen
10:00 Uhr -
10:25 Uhr
Begrüßung und Vorstellung des Programms
10:30 Uhr -
11:30 Uhr
Keynote-Vortrag: «Digitale Geisteswissenschaften = Kultur–x»
Prof. Dr. Berenike Herrmann, Universität Bielefeld
11:30 Uhr -
12:00 Uhr
Gelegenheit zum Netzwerken
12:00 Uhr -
13:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr -
14:30 Uhr

DH-AGs und Arbeitskreis

  • Der Arbeitskreis DH und seine AGs (5 Minuten)
  • Gescannte Texte maschinenlesbar machen: AG 1 Texterkennung/OCR (10 Minuten)
  • Texte edieren: AG 2 TEI (10 Minuten)
  • Digitale Arbeit mit räumlichen Objekten: AG 3 3D (10 Minuten)
  • Daten qualitativ analysieren: AG 4 CAQDAS (10 Minuten)
  • Texte finden, durchsuchen, analysieren: AG 5 Textextraktion (10 Minuten)
  • Wissensbestände vernetzen: AG 6 Semantic Web (10 Minuten)
  • Forschung vermitteln: AG 7 Wissenschaftskommunikation (10 Minuten)
  • DH am Standort WWU: ein Systematisierungsvorschlag (5 Minuten)
  • Diskussion (10 Minuten)
14:30 Uhr -
14:45 Uhr
Kaffeepause
14:45 Uhr -
15:45 Uhr
Posterslam (Zoom) und Postersession
16:00 Uhr -
18:00 Uhr
CDH-Mitgliederversammlung

Abstract zur Keynote

In ihrem Vortrag «Digitale Geisteswissenschaften = Kultur – x» stellt Berenike Herrmann Fragestellungen, Strukturen und Methoden der Bielefelder Digital Humanities vor. Dabei geht sie der Frage nach, was eine digitale Geisteswissenschaft zwischen «Methode und Wahrheit» heute vermag und zukünftig leisten kann. Die Grundannahme ist, dass eine Wissenschaft ihren Gegenstand immer nur durch Modellierung und Approximation beschreiben kann («Kultur–x»), wobei in den DH Methodenorientierung und Datafication diese epistemologische Distanz besonders ausstellen. Anhand einiger Beispiele aus der datengestützten literatur- und textwissenschaftlichen Forschung in Bielefeld soll das methodologische «x» scharf gestellt, seine Bedingungen auf infrastruktureller Ebene beleuchtet, und nicht zuletzt der Mehrwert für das Erklären und Verstehen etwa fiktionaler Emotionalität, Stil und Laienwertung aufgezeigt werden.

Berenike Herrmann ist seit März 2021 Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt Literaturtheorie und Digital Humanities an der Universität Bielefeld, wo sie derzeit zwei DH-Forschungsprojekte und Projekte zur Digitalen Lehre leitet. Sie habilitierte sich 2020 an der Universität Basel, wo sie als Oberassistentin zur Stilistik, Wertung, Affekt in der Kinder- und Jugendliteratur und korpusgestützten Literaturgeschichte forschte. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft Gerhard Lauers an der Universität Göttingen sowie assoziiertes Mitglied des Digital Humanities Lab Göttingen (GCDH).

Hinweise zum Mitmachen
  • Sollten Sie Interesse haben, sich mit einer kurzen Projektvorstellung am DH-Tag zu beteiligen, wenden Sie sich bitte baldmöglichst per eMail an das SCDH / scdh@uni-muenster.de.
  • Wie im letzten Jahr stehen auch beim diesjährigen Posterslam (geplant 14:45 bis 15:45 Uhr) allen Präsentator:innen jeweils 2 Minuten zur Verfügung.
  • Während dieser zwei Minuten wird der Zoom-Bildschirm vom Host freigegeben. Es gibt entsprechend keine formalen Vorgaben; «Poster» bezeichnet damit eine frei gestaltbare Kurzpräsentation auf Ihrem Bildschirm.

  • Aller Voraussicht nach ist die Zeit knapp bemessen. Wir bitten daher um Verständnis, dass eine Überschreitung der individuellen Präsentationszeit nicht möglich ist. Für den Wechsel zwischen den Bildschirmen während des Slams planen wir jeweils eine kurze technische Unterbrechung ein.

  • Sie haben die Möglichkeit, Ihre «Poster» und Folien in die Community des AK DH auf Zenodo zu übertragen und diese der Öffentlichkeit nachhaltig referenzierbar zur Verfügung zu stellen.