DH@WWU2020

"DH connected": 2. DH-Tag der WWU am 23.11.2020

Die Digital Humanities (DH) gelten als zukunftsweisend für die Geisteswissenschaften. Auch in Münster widmen sich Forschende diesem Thema. Unter dem Motto "DH connected" trifft sich die hiesige Community am Montag, den 23.11.2020, beim zweiten DH-Tag der WWU. Hier bietet sich insbesondere für WWU-Geisteswissenschaftler*innen die Gelegenheit hineinzuschnuppern, Themen, Methoden und natürlich Personen kennenzulernen, Ideen zu bekommen oder sich auszutauschen. Coronabedingt findet der DH-Tag in diesem Jahr als Zoom-Konferenz statt.

Bitte klicken Sie hier zum Erhalt der Zugangsdaten und weiterer Informationen bzgl. des Ablaufs.
(nur mit WWU-Kennung und Standardpasswort)

Being connected - verbunden sein - ist essentiell für Wissenschaftler*inen im Bereich DH, aber dennoch keine Selbstverständlichkeit. Noch vor kurzem glich die DH-Forschungslandschaft einem Insel-Archipel von Forschungsmonaden mit geringem Besuchsverkehr. Entsprechend wenig konnten die Wissenschaftler*innen und die Community voneinander profitieren. Seit einigen Jahren verbessert sich die Situation deutlich. Die neuen Methoden und Techniken überzeugen immer mehr Wissenschaftler*innen. Mit dem Center for Digital Humanities (CDH) hat sich 2017 die Community organisiert; seit 2018 bietet das Service Center for Digital Humanities (SCDH) konkrete Hilfe bei der Softwareentwicklung sowie der Beantragung von Drittmitteln.

Seit 2019 veranstaltet das SCDH einen für alle offenen Tag der DH an der WWU. Hier heißt es: Neues entdecken - sowohl für diejenigen, die bereits im Bereich DH tätig sind und kollegiale Hilfe oder technische Hilfe suchen; aber auch für diejenigen, die kreative Forschung auf der Basis eines professionellen Umgangs mit Daten erst kennenlernen wollen. Workshops, Postersessions und ein Abendvortrag eröffnen die ganze Vielfalt neuer Perspektiven für die Forschung, Austausch und Vernetzung inklusive.

Programm
10:00 Uhr -
10:15 Uhr
Begrüßung, Grußworte
  • Eröffnung des Tages der DH durch den Sprecher des CDH, Prof. Dr. Jan Keupp
  • Grußwort des Prorektors für Internationales und Transfer, Prof. Dr. Michael Quante
  • Grußwort des stellv. Leiters der ULB, Jörg Lorenz
10:15 Uhr -
11:00 Uhr
Vorstellung Special Interest Groups / Arbeitskreise
11:00 Uhr -
11:15 Uhr
Pause
11:15 Uhr -
13:00 Uhr
Sitzungen der Arbeitskreise (in Zoom-Breakout-Rooms)
11:15 - 12:05 Uhr
  • R01: AK DH AG #1 OCR - Text- und Handschriftenerkennung
  • R02: AK DH AG #3 3D
  • R03: AK DH AG #4 CAQDAS - Computer Assisted Qualitative Data Analysis
12:10 - 13:00 Uhr
  • R01: AK DH AG #2 TEI - Text Encoding Initiative
  • R02: AK DH AG #5 Textextraktion
  • R03: AK DH AG #7 WiKo - Wissenschaftskommunikation
13:00 Uhr -
14:30 Uhr
Mittagspause
14:30 Uhr -
15:25 Uhr
Kurzvorträge
14:30 - 14:55 Uhr
  • R01:
    Jun.-Prof. Dr. Syrinx von Hees, PD Dr. Hakan Özkan, Dr. Christian Lück:
    Digitale Edition des Gesamtwerks von Ibn Nubātah al-Miṣrī (gest. 1366) – Ziele und Herausforderungen
  • R02:
    Jun.-Prof. Dr. Christine Fertig:
    Historische Netzwerkanalyse
  • R03:
    Michael Pollok und Lena Siepker:
    Informelle Bürgerbeteiligung in NRW – Erhebung von Beteiligungsereignissen mithilfe eines Webcrawler-Frameworks
15:00 - 15:25 Uhr
  • R01:
    Dr. Klaus Wachtel und Volker Krüger:
    Mehr als ein Minimum-Set-Cover-Job: Zur Konstruktion eines umfassenden Stemmas neutestamentlicher Handschriftentexte
  • R02:
    PD Dr. Felicity Ann Jensz:
    Digitaler Workflow für den oXygen XML-Editor am Beispiel eines Lehrprojekts
  • R03:
    Daniel Nüst:
    Reproducible Research Support Service @ WWU Münster
15:25 Uhr -
16:00 Uhr
Posterslam (Postervorstellungen in zweiminütigen Kurzreferaten)
16:00 Uhr -
16:30 Uhr
Postersession (Kleingruppen in je eigenen Zoom-Breakout-Rooms)
  • R01:
    Daniel Nüst:
    Unabhängige Ausführung computerbasierter Berechnungen im Peer Review mit CODECHECK
  • R02:
    Henning Bovenkerk:
    Sozial- und Wirtschaftsgeschichte: Datenerfassung und -analyse
  • R03:
    Prof. Dr. Sita Steckel:
    Erstellung einer digitalen Textdatenbank zu innerchristlichen polemischen Texten des Mittelalters
  • R04:
    Dr. Tim Karberg:
    Diachrone Landnutzungsmodelle als kultur- und wirtschaftsgeschichtliches Werkzeug in der Bayuda/Sudan
  • R05:
    Prof. Dr. Janoscha Kreppner:
    DH im Peshdar-Plain-Ausgrabungsprojekt
  • R06:
    Dr. Stefan Schellhammer und Patrick Troglauer:
    Projekt ArIS: Arzneimittelverschreibungen digital erschließen
  • R07:
    Prof. Dr. Angelika Lohwasser:
    3D-Scans von Siegelabdrücken – Erkenntnisse zur Serienproduktion von Kleinstobjekten
  • R08:
    Suffian Zaabalawi:
    Vereinfachte Arbeitsabläufe im Geoinformationssystem
  • R09:
    Dr. Colin Arnaud und Anna-Lena Schumacher:
    Interdisziplinäre Digitale Summer School, ein experimentelles DH-Lehrprojekt: Datamining in spätmittelalterlichen Steuerregistern / Erprobung der Produktion von Geodaten
  • R10:
    Bastian Lemitz:
    Bibliothek der Neologie
  • R11:
    Jun.-Prof. Dr. Benjamin Risse und PD Dr. Jonathan Miles Robker:
    Automatische Transkription griechischer Handschriften
  • R12:
    Dr. Angelika Lampen:
    Briefedition "Exile Letters"
  • R13:
    Valerie Müller:
    Visualisierung von Topic Modellen und deren Unsicherheit
  • R14:
    Dr. Anna-Maria Balbach:
    Untersuchung von Radiopredigten mit Hilfe von computergestützten Methoden im Corpus Explorer
  • R15:
    Prof. Dr. Lars Linsen und Prof. Dr. Isabel Heinemann:
    Interaktive Visualisierung für die Analyse von Lebenswegen nicht-deutscher Kinder in der NS-Zeit
16:30 Uhr -
17:00 Uhr
Pause
17:00 Uhr -
18:00 Uhr
Abendvortrag von Prof. Dr. Carsten Keßler (Aalborg University, DK) zum Thema
"Raum, Zeit, Semantik: Gemeinsame Nenner für die Digital Humanities"
Abstract zum Abendvortrag

Die Nutzung von digitalen Werkzeugen und Methoden ist eine notwendige, jedoch keinesfalls hinreichende Bedingung für einen erfolgreichen "computational Turn" in den Humanities. Dieser kann nur gelingen, wenn digitale Werkzeuge und Methoden so angewendet werden, dass sie hermeneutische, qualitative und quantitative Ansätze ideal unterstützen und ergänzen. Dieser Vortrag wird die Kontextualisierung über Raum und Zeit in Verbindung mit semantischen Annotationen in diesem Zusammenhang diskutieren und auf Potenziale und mögliche Gefahren anhand von Beispielen aus der Praxis eingehen.

Carsten Keßler ist Professor für Geoinformatik an der Aalborg University Copenhagen und forscht u. a. zu Semantic Web, Linked Open Data und Information Retrieval. Themen, die die Repräsentation digitaler Informationen und Wissenstrukturen ganz zentral betreffen und damit relevant sind für den Auf- und Ausbau der Digital Humanities an der WWU.

Hinweise zum Mitmachen
  • Sollten Sie Interesse haben, sich mit einem Beitrag (Kurzvortrag, Poster) am DH-Tag zu beteiligen, melden Sie sich bitte bis Dienstag, den 17.11.2020 per eMail an Matthias Kayß <kayss@uni-muenster.de>.
    Hinweis: Mittlerweile sind alle Panels (Kurzvorträge und Poster) voll. Weitere Beiträge können nur noch im Nachrückverfahren berücksichtigt werden, falls andere ausfallen. 
  • Wie im letzten Jahr stehen auch beim diesjährigen Posterslam (geplant 15:15 bis 16 Uhr) allen Präsentator*innen jeweils 2 Minuten zur Verfügung.
  • Während dieser zwei Minuten wird der Zoom-Bildschirm vom Host freigegeben. Es gibt entsprechend keine formalen Vorgaben; "Poster" bezeichnet damit eine frei gestaltbare Kurzpräsentation auf Ihrem Bildschirm.

  • Aller Voraussicht nach ist die Zeit knapp bemessen. Wir bitten daher um Verständnis, dass eine Überschreitung der individuellen Präsentationszeit nicht möglich ist. Für den Wechsel zwischen den Bildschirmen während des Slams planen wir jeweils eine kurze technische Unterbrechung ein.

  • Um 16 Uhr beginnt die Postersession, in der Sie 30 Minuten lang in einem eigenen Breakout-Room Interessent*innen für Ihr Projekt empfangen können. Diese Räume werden nach Ablauf der Zeit vom Host zentral geschlossen, damit das Programm des DH-Tags weitergehen kann.

  • Sie haben die Möglichkeit, Ihre "Poster" und Folien in die Community des AK DH auf Zenodo zu übertragen und diese der Öffentlichkeit zum Zwecke der Dokumentation zur Verfügung zu stellen.