Zur Zukunft digitaler Editionen. Jeffrey Witt (Baltimore) zu Gast an der WWU Münster

Wie sieht die Zukunft digitaler Editionen aus? Wie lassen sich intertextuelle Beziehungen mit digitalen Methoden abbilden und beforschen? Diesen Fragen widmet sich Jeffrey C. Witt an der Loyola University in Baltimore (MD), der nächste Woche bei Jun.-Prof. Dr. Torsten Hiltmann an der WWU Münster zu Gast sein wird. Jeffrey Witt ist von Hause aus Philosoph und Spezialist für Scholastik und mittelalterliche Philosophie. Er betreibt die Editionsplattform „Scholastic Commentaries and Text Archive [en]“ für scholastische Texte, die nicht nur die jeweiligen Texte sondern auch deren Beziehungen und Abhängigkeiten untereinander erfasst.

Während seines Aufenthalts wird Jeffrey Witt zwei Vorträge an der WWU Münster halten:

Am Mittwoch, 17. Oktober, 16–18 Uhr (Fürstenberghaus, F3), wird er im Forschungskolloquium „400-1500 Mittelalter“ zum Thema "Networking the Scholastic Tradition in the Digital Age: Advancing research with the Scholastic Commentaries and Text Archive (SCTA)" sprechen. Dieser Vortrag wird vor allem auf die inhaltlichen Konsequenzen seiner digitalen Projekte fokussieren und sich mit den neuen Perspektiven auseinandersetzen, welche ein entsprechender Einsatz digitaler Methoden der Forschung hier eröffnet.

Am Donnerstag, 18. Oktober, 12–14 Uhr (Seminarraum des Instituts für Vergleiche Städtegeschichte, Königsstraße 46) wird er dann im für alle Interessierten offenen Arbeitskreis "Digital Humanities" des CDH Münster die methodischen und technischen Grundlagen und Lösungen seines Projektes näher erläutern. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie man verschiedene Texte und deren Digitalisate unter Verwendung von TEI, Linked Open Data und IIIF interaktiv miteinander verknüpfen und gemeinsam abfragbar machen kann. Dieser Beitrag ist überschrieben mit dem programmatischen Titel: "Rethinking Digital Editions as Data First: Connecting an Open and Decentralized Text Corpus with the Scholastic Commentaries and Texts Archive using TEI, LOD and IIIF".

Alle Interessierten sind herzlich zu beiden Vorträgen eingeladen.