Digressionen in der spätantiken griechischen Historiographie


Digressionen in der spätantiken griechischen Historiographie
Mag. Dr. Nicole Kröll, BA MA
Gefördert durch den österreichischen Wissenschaftsfonds FWF
Grant DOI 10.55776/PAT9556924
Laufzeit: 2025-2029

Durch eine literarische Analyse der verschiedenen Formen und narrativen Funktionen von Exkursen in griechischen historiographischen Werken vom 5. bis 7. Jahrhundert n. Chr. schließt das Projekt eine bedeutende Forschungslücke im Bereich der Literaturwissenschaft zur spätantiken griechischen Historiographie. Gegenstand der Untersuchung sind Exkurse und episodische Schreibweisen in ausgewählten Werken der vier „klassizistischen“ Historiographen Zosimos, Prokopios, Agathias und Theophylaktos Simokattes sowie des Autors einer Weltchronik, Johannes Malalas, Autoren, die sich allesamt mit der Geschichte des Römischen Reiches auseinandersetzen. Außerdem werden fünf Autoren spätantiker Kirchengeschichten in griechischer Sprache herangezogen: Sokrates Scholastikos, Sozomenos, Theodoret von Kyrrhos, Philostorgios und Euagrios Scholastikos.

Das Projekt untersucht Werke, die traditionell entweder getrennt betrachtet oder bislang selten aus einer philologischen Perspektive und im Hinblick auf eine spezifische Erzähltechnik analysiert wurden. Durch die Erarbeitung literarischer Fallstudien zielt das Projekt darauf ab, ein umfassendes Verständnis der literarischen Ästhetik der spätantiken griechischen Historiographie zu gewinnen und die spezifischen sozialen und kulturellen Kontexte zu identifizieren, in denen diese literarischen Werke entstanden.

Link zur FWF-Website: https://www.fwf.ac.at/forschungsradar/10.55776/PAT9556924

Link zur Universität Wien: https://georgios-pisides.univie.ac.at