Sonderausstellungen

Rückblick auf Sonderausstellungen

Plakat zur Ausstellung
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<Auferstanden> Oster- und Pfingstausstellung 2021

Auch diese Ausstellung blieb ohne Besucher einen Einblick gab es über die Instagramkanäle von katholisch.de und der WWU Münster.

Adventskalender

Wir wünschen Euch und Euren Liebsten ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest! Foto: Jesu Geburt. Alberto de Castello, Biblia, gedruckt von Anton Koberger in Lyon 1515.
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  • Unsere Playmobil-Krippe darf in der Weihnachtsausstellung natürlich nicht fehlen. Jesus ist noch nicht geboren, daher ist die Krippe auch noch leer.
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  • Im Rahmen unserer museumspädagogischen Arbeit hätten wir für die Adventssamstage verschiedenen Angebote für Kinder und Jugendliche angeboten, die wegen Corona leider entfallen mussten. Aus Playmais hätten wir mit Euch oder Euren Kindern, Nichten und Neffen oder Enkeln Krippen gebastelt. Zu sehen ist eine sehr schöne Krippe von einem unserer studentischen Mitarbeitern.
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  • Bibelfliesen in Niederlanden und auch dem Münsterland waren beliebte Bildträger biblischer Geschichten. Zu sehen sind hier drei historische Fliesen des 18. und 19. Jh. aus verschiedenen Werkstätten. Dargestellt ist die Verkündigung Marias, Jesu Geburt in der Krippe und die Flucht nach Ägypten. Die vierte Fliese ist Teil unseres museumspädagogischen Programms, Ihr könnt Fliesen zum Selbermalen bei uns bestellen.
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  • Die Koberger Bibel von 1483 ist eine der schönster vorlutherischen gedruckten Deutschen Bibeln. Gedruckt wurde sie von dem bekannten Drucker Anton Koberger in Nürnberg. Zu sehen ist ein kolorierte Illustration der Weihnachtsgeschichte beim Evangelium nach Lukas. Der Evangelist sitzt in seiner Schreibstube und ist "direkter" Zeuge des Geschehens. In der Mitte sieht man die Geburt Jesu in der Krippe, rechts unten die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige. Oben rechts ist die Darbringung Jesu im Tempel.
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  • Eine klassische Krippenszene aus der Feder von Julius Schnorr von Carolsfeld. Gedruckt wurde "Die Bibel in Bildern" 1860 in Leipzig. Carolsfeld ist einer der bekanntesten Bibelillustratoren des 19. Jh. Zu sehen ist die Heilige Familie, die Hirten sind zur Lobpreisung gekommen. Der Stern von Bethlehem leuchtet auf das Jesuskind. Umringt werden sie von Engeln. Ochs und Esel komplettieren die Szene.
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  • Die sog. äthiopischen Zauberrollen, die aus Pergament bestehen, werden seit Jahrhunderten zu Heilzwecken in Äthiopien verwendet. Dabei wird die Zauberrolle dem Erkrankten auf den Körper gelegt, um ihn von Krankheiten und bösen Geistern zu befreien. Der Inhalt ist mit Gebeten und Bildern versehen, um die Dämonen, die für die Krankheit verantwortlich sind, aus dem Kranken zu vertreiben. Alle Zauberrollen beginnen mit der Formel: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, (des) ein(en) Gottes“. Zur ,,Fesselung“ des Dämons folgt dann ein längeres Gebet. Die Zauberrollen sind ein Beispiel für die Vermischung christlichen Kulturguts mit koptischen, jüdischen und einheimischen Elementen.
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  • "Abrege de la vie et passion de nostre sauveur Jesus Christ" Diese Bilderbibel gibt dem Titel nach einen kurzen Abriss des Lebens und der Passion Jesu Christi. Auffallend ist hier, dass die Stiche von Michel Natalis fast die gesamte Seite einnehmen, darunter ist jeweils ein Text, der aber keine Bibelstellen wiedergibt, sondern die Abbildungen erläutert. Hier ist die Geburt Christi aufgeschlagen, das Jesuskind liegt in einem Stall und ist von Maria, Josef, Tieren und Engeln umgeben. Darüber sind weitere Engel im Himmel dargestellt, die einen Schriftzug halten, auf dem steht: „Gloria in altissime deo“, also Ehre dem erhabensten Herrn.
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  • Johann Dietenberger gilt als einer der größten Gegner Luthers. 1534, noch vor Luthers Gesamtbibel, veröffentlichte Dietenberger die erste katholische Vollbibel, also das Alte und Neue Testament, in oberdeutsch. Dietenberger verwendete Luthers Übersetzung des Alten Testaments und korrigierte diese an einigen Stellen. Für das Neue Testament nutzte er die Übersetzung von Emser. Trotzdem erscheint Dietenbergers als Übersetzer auf dem Titelblatt. Bis ins 18. Jh. hinein war diese Bibel die auf katholischer deutscher Seite am meisten verbreitete Bibel.
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  • Zu den bekanntesten Darstellungen in modernen Bibeln gehören die Illustrationen des französischen Malers, Grafikers und Illustrators Gustave Doré (1832-1883). Er nimmt in der Bildkultur des 19. Jh. einen zentralen Platz ein, sein Einfluss erstreckt sich auch auf das 20. Jh. Die »Doré-Bibel« nach der Übersetzung von Martin Luther ist die bekannteste Bibelausgabe des 19. Jh. und bis heute die populärste Bilderbibel weltweit. In dieser klassischen Ansicht zur Ankunft der Heiligen Drei Könige in Bethlehem. Die Heiligen folgen reitend auf Kamelen dem Stern. Die Szenerie ist ganz im Stile Dorés von der Szenerie durch den gekonnten Einsatz von Licht und Schatten bestimmt.
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  • Lutherbibel von 1560, gedruckt von Sigmund Feyerabend in Frankfurt. Die "Feyerabendbibel" zeichnet sich durch schöne Holzschnitte und eine reichhaltige Kolerierung aus. Zu sehen ist hier der Zwischentitel zum Neuen Testament. Wenn man genau hinsieht, kann man eine Krippenszene erkennen.
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  • Heute vor einem Jahr wurde das Bibelmuseum der WWU Münster nach mehrjähriger Umbauphase und Neukonzeption feierlich wiedereröffnet. Aus Schutzmaßnahmen der Coronapandemie haben wir derzeit geschlossen. Auf dem Foto ist ein Blick in unsere aktuelle Weihnachtsausstellung "Jesu Geburt" zu sehen.
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  • Was hat der Stern mit der Weihnachtsgeschichte zu tun? Am Himmel kann man ihn das ganze Jahr über sehen und doch taucht der Stern an Weihnachten in einer besonderen Bedeutung auf. Wenn du mehr über die Bedeutung von Sternen an Weihnachten erfahren willst und Lust hast, selbst Strohsterne zu basteln, schicken wir dir unser Bastelset zu. E-Mail: bibelmuseum@uni-muenster.de
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  • Hier sieht man eine etwas andere Krippe. Die heilige Familie mit einem Engel, Ochs und Esel gestaltet im Computerspiel Minecraft von Garrett Romine und erschienen in "Die inoffizielle Bibel für Minecrafter: Geschichten der Bibel, Block für Block erzählt".
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  • Die päpstliche Bannandrohungsbulle „Exsurge Domine“ (lat. Erhebe dich, Herr) wurde von Papst Leo X. als Reaktion auf die 95 Thesen Luthers verfasst und am 15. Juni 1520 verabschiedet. Luther wurde aufgefordert, innerhalb von 60 Tagen seine Lehre zu widerrufen, andernfalls würde aus der Kirche verstoßen. Nach Ablauf der 60 Tage Frist bis zum 10.12.1520 verbrannte Luther demonstrativ sein Exemplar der Bulle Exsurge, was wiederum den Papst dazu veranlasste, Luther endgültig durch die Bulle „Decet Romanum Pontificem“ vom 3. Januar 1521 zu exkommunizieren. Zu sehen sind Stiche von Martin Luther und Papst Leo X.
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  • Die Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche durch Martin Luther im September 1522 erregte unter romtreuen Theologen großen Widerstand. Herzog Georg von Sachsen forderte von Hieronymus Emser eine katholische Übersetzung des Neuen Testaments, die 1527 in Dresden erschien. Emser betonte, dass er das Neue Testament nicht neu übersetzt habe, sondern die Übersetzung Luthers an der Vulgata verbessert habe. Viele Passagen der Lutherübersetzung sind wörtlich übernommen. Daher erscheint Emsers Name nicht auf dem Titelblatt.
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  • Passend zum gestrigen Impuls mit der textkritischen Einordnung der Stelle Lukas 2,14, kommt heute eine schöne Darstellung der Krippe in Bethlehem. In dem Holzschnitt von Daniel Greiner, gedruckt in Jugenheim 1922, ist die Heilige Familie mit den Hirten zu sehen. Oberhalb der Krippe ist ein Engel in weißem Gewand dargestellt. Geschrieben steht der Satz: "Ehr sei Gott in der Höh!"
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  • Diese kleine griechische Handschrift GA2446 enthält die vier Evangelien auf 320 Seiten eng beschriebenem Pergament. Aufgeschlagen ist die Textstelle Lukas 2,14, der Lobgesang der Engel. Ein einziger Buchstabe, nämlich ein Sigma (s), ist für ein unterschiedliches Verständnis dieser Stelle verantwortlich. Steht im griechischen Text ein Genitiv, ist die Rede von „den Menschen seines (Gottes) Wohlgefallens“. Fehlt das „s“, dann ist zu übersetzen: „den Menschen ein Wohlgefallen“. Es mag die theologische Überlegung dahinter gestanden haben, durch die Streichung des Sigmas („s“), die Aussage zu vereinfachen und für alle Welt akzeptabler zu machen.
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  • Heute ist Nikolaustag und zweiter Advent. Daher zeigen wir Euch hier die erste Krippendarstellung aus der Weihnachtsausstellung. In der Mitte ist die klassische Krippenszene mit Maria, Joseph und Jesus dargestellt. Die Hirten sind erschienen und lobpreisen den Herrn. In den Ecken des Blattes finden sich weitere Darstellungen rund um die Weihnachtsgeschichte wie die Verkündigung Marias oder die Reise der Heiligen Drei Könige. Deutlich sieht man den Stern von Bethlehem, dem die Heiligen zu Pferd folgen.
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  • In seinem Exil auf der Wartburg begann Martin Luther als Junker Jörg mit der Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche. Luther war bei seiner Übersetzung wichtig, die Sprache des Volkes zu sprechen. Lucas Cranach und Christian Döring kümmerten sich um den Verlag des Buches. Innerhalb von fünf Monaten konnten 3000 Exemplare des Neuen Testaments fertiggestellt und auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt werden. Die Nachfrage derartig hoch, dass bereits im Dezember 1522 eine zweite, überarbeitete Auflage erschien. Die vorliegende Ausgabe ist aus dem Jahre 1524. Aufgeschlagen ist der Beginn des Lukasevangeliums.
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  • Vier römische Münzen von Kaiser Diocletian, Galerius, Constantin I. und II. Die Geschichten des Neuen Testaments fand in der römischen Antike statt. Zur Zeit der Geburt Jesus war Augustus, der Kaiser des römischen Reiches. Das heutige Israel war damals in Judäa, Samaria und Galiläa unterteilt und wurde von 32 bis 4 v. Chr. von Herodes als Klientelkönig verwaltet. Das Christentum entwickelte sich im römischen Reich, sodass anhand der Münzen grobe Eckpfeiler der Geschichte des frühen Christentums dargestellt werden können. Diocletian und Galerius zeichnen sich als Christenverfolger aus, unter Constantin I. und II. wird das Christentum Staatsreligion (constantinische Wende).
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  • Die ersten Drucke, die zu Beginn des Buchdrucks bis 1500 entstanden, werden als Inkunabeln (deutsch: Wiegendrucke) bezeichnet. Gerade diese ersten Drucke orientieren sich noch stark an den Handschriften. Das macht sich bemerkbar an ähnlichen Verzierungen, die per Hand gemalt oder geschrieben wurden. Hergestellt wurden die Inkunabeln von namentlich genannten Druckern, wie hier dem deutschen Buchdrucker Conrad Fyner, der seit 1473 in Esslingen theologische Werke druckte. Die Inkunabel, die hier zu sehen ist, ist ein Werk von Petrus Lombardus, einem italienischen scholastischen Theologen. Auf der aufgeschlagenen Seite findet sich ein Kommentar zu Paulus.
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  • Das Bibelmuseum besitzt zwei griechische Handschriften des 13. Jh., die zusätzlich zum Text des Neuen Testaments Miniaturen der Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes aufweisen. Aufgeschlagen ist hier in GA2756 der Evangelist Lukas mit dem Beginn des Lukasevangeliums. Bei dieser Handschrift besteht aktuell ein Restaurierungsbedarf. Eine Restaurierungspatenschaft kann übernommen werden. Bei Interesse bitte mailen an bibelmuseum@uni-muenster.de
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  • Heute ist der erste Dezember, daher zeigen wir Euch unser erstes Exponat der Weihnachtsausstellung. Wegen der Coronapandemie haben wir momentan geschlossen. Zu sehen ist eine Lutherbibel von 1700 mit dem Einband eines Antiphonars. Wenn man genau hinsieht kann man spiritui sancto lesen. Daneben stehen zwei polnische Musikanten aus Holz.
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Weihnachtsausstellung 2020

24. November 2020 bis 31. Januar 2021

Die Weihnachstausstellung "Jesu Geburt" sollte eigentlich vom 24. November 2020 bis zum 31. Januar 2021 zu sehen sein. Durch die Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen bis zum 31. Januar 2021 konnten wir sie Ihnen jedoch nicht zeigen.

Um trotzdem einen Einblick in die Ausstellung zu geben, gab es unseren Adventskalender.

Plakat der Ausstellung Wasser und Bibel vom 08.06. bis 16.08. 2020
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<Der Bach Gottes ist voller Wasser> PS. 65,10 - Wasser und die Bibel

8. Juni bis 16. August 2020

Da das Bibelmuseum auch für die Ausstellung <Der Bach Gottes ist voller Wasser> PS. 65,10 - Wasser und die Bibel noch geschlossen blieb, stellten unsere Mitarbeiter*innen ihre Lieblingsstücke auf unserem Instagram-Kanal in Form von Instagram-Stories vor. 2021 werden wir die Ausstellung im Bibelmuseum mit Publikum noch einmal präsentieren.

Osterausstellung <Auferstanden>

4. April bis 7. juni 2020

Leider konnte die Osterausstellung <Auferstanden> nur digital vorgestellt werden, da wegen der Coronavirus-Pandemie das Bibelmuseum geschlossen war. Eine Reihe von Videos sollte dennoch einen Einblick ins Museum bieten.

Flyer zur Eröffnung der Ausstellung: Wie neugeboren. Weihnachtsausstellung 2019
© Bibelmuseum Münster

Wie neugeboren. Weihnachtsausstellung 2019

Am 13.12.19 eröffnete das Bibelmuseum mit der  Sonderausstellung "Wie neugeboren" die Weihnachtsausstellung  2019. Thematisiert wurde wie in der Dauerausstellung die Geschichte der Bibel mit einem besonderen Fokus auf die biblische Weihnachtsgeschichte.

Zeigefinger in weißem Handschuh fährt über die Seite eines alten Buches.
© Bibelmuseum Münster

#Reformation

26. November 2017 bis 25. Januar 2018

In Kooperation mit dem kult - Kultur und lebendige Tradition Westmünsterland in Vreden, Kr. Borken, fragten wir in der interaktiven Ausstellung #Reformation, wogegen es sich heute lohnt zu protestieren?

Auftakt machte ein Bibeltag, an dem Besucherinnen und Besucher ihre "alten Schätze" ins kult brachten, um mit uns über die Bibeln ins Gespräch zu kommen.

Kalligraphie "Septembertestament" (1522)
© Bibelmuseum der WWU Münster

Plagiat? Luthers Bibelübersetzung und die katholischen Bibelausgaben der Reformationszeit

16. Januar bis 17. März 2017

Eine Ausstellung des Bibelmuseums mit der Diözesanbibliothek Münster

Zum Auftakt des Reformationsjubiläums thematisieren die Diözesanbibliothek Münster und das Bibelmuseum der WWU Münster die Geschichte und Korrelation der deutschen Bibelübersetzungen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. In fünf Vitrinen werden Originalausgaben und Faksimiles präsentiert, begleitet von vergleichenden Textauszügen auf Schautafeln und einer Medienpräsentation.

Zu sehen sind u.a. Martin Luthers „Septembertestament“ (Neues Testament 1522) und seine Bibelübersetzung (1534), ihnen gegenübergestellt werden die drei katholischen Ausgaben von Hieronymus Emser (Neues Testament 1527), Johannes Dietenberger (Bibel 1534) und Johann Eck (Bibel 1537).

Luther hatte bereits 1530 einen Plagiatsvorwurf gegenüber Emser in dem ebenfalls ausgestellten „Sendbrief vom Dolmetschen“ erhoben. Ein historisch-kritischer Textvergleich veranschaulicht eindringlich den tatsächlichen Anspruch der katholischen Korrekturbibeln: die traditionell in der Kirche genutzte, lateinische Textfassung der Vulgata angemessen als Grundlage des deutschen Wortlauts zu berücksichtigen.

Der Bogen wird schließlich zu den aktuellen Bibelausgaben deutscher Sprache fast 500 Jahre nach dem Plagiatsstreit geschlagen, vertreten durch die revidierten Fassungen von Lutherbibel und Einheitsübersetzung (beide 2016).

Diözesanbibliothek Münster
Überwasserkirchplatz 2
48143 Münster
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18 Uhr
Eintritt frei

Frau Metavel hält einen Bogen ihrer Miniaturen.
© Bibelmuseum Münster

"Ein Steinwurf weit weg von Gott - Jüdische Miniaturen."

Sonderausstellung anlässlich der "Nacht der Museen und Galerien" 2010

Die israelische Kalligrafin und Miniaturistin Metavel (bürgerlich Renée Koppel) zeigte einen Teil ihrer winzigen Miniaturen aus der jüdischen Welt des Midrasch und der Kabbala. Im Mittelpunkt standen die fünf Festrollen (Megillot), die im Judentum jeweils zu einem der fünf Jahresfeste gelesen werden: die biblischen Bücher Hohes Lied, Rut, Kohelet, Klagelieder und Ester.

Gruppenbild der Forschungsreisenden um Kurt Aland mit griechisch orthodoxen Mönchen
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50 Jahre Institut für Neutestamentliche Textforschung

(Dezember 2009)

Es wurde ein Überblick über 50 Jahre Textforschung in Münster geboten. Reise- und Presseberichte, Bilder, Dokumente und Veröffentlichungen zeichneten die zum Teil abenteuerlichen Forschungsetappen des 1959 von Kurt Aland gegründeten Instituts nach.

Eine Knolle Knoblauch
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"Sättigt euch an meinen Früchten!" (Sir 24,19)
Eine kulinarische Reise durch die Bibel

(Sonderausstellung anlässlich der "Nacht der Museen und Galerien" 2009)

Die Bibel ist das "Buch des Lebens". So werden immer wieder auch Gaumengenüsse erwähnt. In Bildern und Texten, aber auch mit der Verkostung von Speis und Trank begeben wir uns auf eine faszinierende Sinnenreise in die Welt der Bibel.

Ein Gedicht neben der dazugehörigen Bibelstelle
© Bibelmuseum Münster

Die Bibel im Spiegel der deutschen Literatur

(Sonderausstellung anlässlich der "Nacht der Museen und Galerien" 2005)

Die Ausstellung spannt den Bogen von den ältesten Zeugen der deutschen Literatur bis in unsere Zeit. Dichtung und Bibeltext werden jeweils gegenübergestellt. So kann sich der Besucher selbst ein Bild machen, wie die Bibel die Dichter inspiriert und ihr literarisches Schaffen beeinflusst hat.

Zwei Darstellungen von Engeln in der Bibel
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Müssen Engel Flügel haben?

(Sonderausstellung anlässlich der "Nacht der Museen und Galerien" 2004)

Engel - gibt's die? Jedenfalls sind sie heute wieder "in". An Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament möchte die Ausstellung vermitteln, welche Rolle die Engel in der Bibel spielen und wie sie von den verschiedenen Künstlern dargestellt werden. Die Engel der Bibel verstehen sich vor allem als Boten Gottes. An einigen Stellen sagen sie Gottes Gericht an (z.B. Apostelgeschichte 12,21-22). Häufig treten sie aber in Erscheinung als Schutzengel (2. Mose 23,20-24; Psalm 34,8; Psalm 91,11; Daniel 10,13; Matthäus 18,10; Apostelgeschichte 16,8; Offenbarung 1,19-20).

Im Neuen Testament verkünden die Engel Frieden (Lukas 2,14) und rufen zur Furchtlosigkeit auf (Lukas 2, 10; Apostelgeschichte 27, 23-24). Sie nehmen Anteil am Geschick der Menschen: "Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut" (Lukas 15,10). Sie tragen die Seele des Verstorbenen ins Paradies (Lukas 16,22).

Paare in der Bibel: Kain und Abel sowie Adam und Eva
© Bibelmuseum Münster

25 Jahre Bibelmuseum Münster 2004

(Sonderausstellung: Who's who in der Bibel)

Die Ausstellung wurde angeregt durch einen Eintrag ins Gästebuch: Jesus war cool, Moses auch. Sie zeigt, in welcher Weise wichtige und bekannte Persönlichkeiten aus der Bibel im Lauf der Jahrhunderte dargestellt wurden. Besonders reich illustriert wurde zu allen Zeiten das erste Buch Mose mit der Schöpfungsgeschichte und den Geschichten der Erzväter. Aber auch die Könige David und Salomo boten beliebte Motive für Illustrationen. Selbstverständlich wurden darüber hinaus fast alle Bücher der Bibel durch bildliche Beigaben erweitert. Den Evangelien wurden sehr häufig die Evangelistensymbole vorangestellt. Besonders schöne Beispiele dafür bieten zwei griechische Evangelienhandschriften aus dem 13. Jahrhundert.

Natürlich sollte die Systematik des Museums nicht durchbrochen werden. Die einzelnen Exponate haben also ihren Platz auf dem Weg der Geschichte der Entstehung und Verbreitung der Bibel beibehalten. Dabei wurden allerdings jeweils Illustrationen zum Thema aufgeschlagen. Eine Ausnahme bildet jedoch Raum 3 des Museums, der eigens für die Sonderausstellung eingerichtet wurde. Hier heißt das besondere Thema: Paare in der Bibel. Viele berühmte Personen der Bibel sind ja durch ihre Verbindung zu einer anderen Person bekannt geworden, neben Adam und Eva oder David und Bathseba z.B. Kain und Abel, Jakob und Esau und David und Saul.