EVORION Biotechnologies GmbH

EVORION revolutioniert biomedizinische Forschung und Diagnostik

„Es ist ein sehr cooles Gefühl, dieses Unternehmen aufzubauen“

„Diese Technologie wird die biomedizinische Forschung und die Diagnostik revolutionieren.“ In dieser Einschätzung sind sich Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft einig. EVORION Biotechnologies hat das Zeug, als Startup eine Erfolgsgeschichte zu schreiben.

Das junge Biotech-Unternehmen entwickelt eine neuartige Analyse von Zellmaterial, bei der anstelle ganzer Zellpopulationen einzelne Zellen erfasst werden können. Tausende von Zellen werden dafür auf einem Mikrochip analysiert, so dass Eigenschaften und Veränderungen einzelner Zellen dargestellt werden können – ein bahnbrechendes Verfahren zum Beispiel für die Krebsforschung.

Dr. Sebastian Bühren, Hans-Kleine-Brüggeney und Robert Weingarten haben 2016 entschieden, sich gemeinsam auf das Abenteuer Existenzgründung einzulassen. „Als wir das EXIST-Stipendium erhielten und damit eine erste Finanzierung, war klar, dass es nur noch dieses eine Thema gibt.“ Hans Kleine-Brüggeney hatte zuvor zum Verfahren der Mikrofluidik in der Biotechnologie geforscht, die technologische Basis für die EVORION-Anwendung. Sebastian Bühren hatte als promovierter Molekularbiologe zunächst in einem großen Konzern und dann auch in einem Startup Management-Erfahrungen gesammelt. Robert Weingarten arbeitete als Molekularbiologe an biochemischen Systemkomponenten im Bereich der synthetischen Biologie. Im Team bündelten sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen für die Gründung von EVORION. Dass sie sich zum Teil seit Kindertagen kennen, ist keine schlechte Voraussetzung, um sich als Wissenschaftler gemeinsam auf unbekanntes Terrain zu wagen.

„Unsere Entwicklung zeichnet sich durch einen extrem hohen Innovationsgrad aus“, sagt Sebastian Bühren. „Sie ist langwierig und sehr kostspielig.“ Die Finanzierung fußt auf zwei Säulen: öffentlicher Förderung und privaten Investoren. „Bis wir erfolgreich sind, werden wir einige Millionen brauchen.“ Dennoch sind die drei davon überzeugt, auf dem absolut richtigen Weg zu sein.

„Es ist ein sehr cooles Gefühl, dieses Unternehmen aufzubauen: Wir arbeiten an einem Ort, wo wir uns wohlfühlen, wir schaffen Arbeitsplätze und treiben eine Technologieentwicklung mit großem Potenzial voran.“ Begleitet werden sie dabei von Professoren und namhaften Business Advisors, sie sind international vernetzt und mit ihrem Standort im NBZ, dem Nano-Bioanalytik Zentrum Münster, genau am richtigen Ort. „Zu Beginn haben wir gedacht, dass wir uns hier niemals ein Labor würden leisten können. Wir haben früh Kontakt gesucht und überzeugt, jetzt sind wir da.“

„Es macht wirklich Spaß, diese drei hochmotivierten, kreativen und erfindungsreichen Gründer zu begleiten und zu unterstützen! Genau diesen Mut brauchen wir, um unsere Erfindungen und Entdeckungen in Produkte und Dienstleistungen umzusetzen, die den Menschen und der Umwelt dienen. Und darüber hinaus schafft Evorion nicht nur Arbeitsplätze für Absolvent/inn/en, sondern auch Chancen für unsere Studierenden, Praktika und Abschlussarbeiten in einem universitätsnahen industriellen Forschungsumfeld durchzuführen. Perfekt!“
Prof. Dr. Bruno Moerschbacher, WWU Münster

Drei Fragen an EVORION

Welche Unterstützung war bzw. ist in der Gründungsphase wichtig?

Für uns ist es wichtig, dass wir Uni-Partner und Business-Partner haben. Durch die Unterstützung aus der Universität haben wir Zugang zu Netzwerken und zur Infrastruktur und Hilfe bei speziellen technologischen Themen. Wir brauchen zugleich Leute, die von außen und mit Erfahrung auf den Business Case gucken und uns dabei begleiten, aus einer technologischen Entwicklung ein profitables Unternehmen zu machen.

Was sind die Erfolgsfaktoren für eure Gründung?

Unser Team ist der wichtigste Erfolgsfaktor. Investoren investieren in Köpfe, weniger in Technologien. Wir überzeugen als Gründungsteam und wir haben ein tolles multiprofessionelles Mitarbeiterteam, auf das wir wirklich stolz sind. Wir stehen von Anfang an in engem Austausch mit potenziellen Anwendern. Das ist wichtig, sonst entwickelt man am Markt vorbei.

Eine Gründung im Technologiesektor braucht Zeit, viel Geld und hat ein hohes Risiko. Wie bewahrt ihr den Mut?

Es gab anfangs Leute, die uns einen Vogel gezeigt haben. Dann ist es wichtig, Leute mit Erfahrung zu haben, die Mut machen und sagen: Macht weiter, ihr seid auf dem richtigen Weg.

Informationen zum Gründerteam

Gründer:

  • Hans-Kleine-Brüggeney
  • Dr. Sebastian Bühren
  • Robert Weingarten

Förderungen und Preise:

  • 2016 EXIST Stipendium (BMBF)
  • 2017 Sybille Hahne Gründerpreis der WWU
  • 2017 START-UP-Hochschul-Ausgründungen (Land NRW)
  • 2018 iPro-N
  • 2018 Innovationsgutschein B (MWIDE)
  • 2018 INVEST – Zuschuss für Wagniskapital (BAFA)
  • 2018 KMU innovativ: Biotechnoloigie – BioChance (BMBF)

Unterstützer*innen:

  • Dr. Helge Lubenow, Agos Consulting (früher sVP MDx QIAGEN)
  • Dr. Jürgen Schumacher, Investor, serial entrepreneur
  • Prof. Dr. Bruno Moerschbacher, WWU Münster
  • Prof. Dr. Francisco Goycoolea; vormals WWU Münster, jetzt University of Leeds