Rallye durch die Uni

Auszubildende des 2. und 3. Lehrjahres organisierten Schnitzeljagd für neue Azubis
von Johanna Aschwer

März 2012
Uni-Rrallye

Manch ein Auszubildender hat es nicht leicht, wenn er seine Arbeit in einem großen Unternehmen beginnt. Er kann sich die Namen seiner vielen neuen Kollegen noch nicht merken, weiß nicht, wer für was zuständig ist und kennt vor allem seine Gefährten, also die anderen Auszubildenden, noch nicht. Das ging einigen Auszubildenden aus dem Büro- und Verwaltungsbereich ähnlich, bis 2002 die Idee bei den verantwortlichen Ausbildern heranwuchs, eine „Uni-Rallye“ zu veranstalten.

Seit ungefähr drei Jahren wird die Uni-Rallye nicht mehr allein von der Ausbildungsleiterin Ute Jankrift, sondern im Rahmen einer Projektaufgabe von den Azubis des 2. und 3. Ausbildungsjahrs organisiert. Rund 80 Fragen denken sie sich aus, die die neuen Azubis wie bei einer Schnitzeljagd an verschiedenen Stationen innerhalb der Stadt beantworten müssen. Die Rallye hilft den neuen Auszubildenden, die WWU und vor allem die Orte, die für sie während der Ausbildung wichtig sind, kennenzulernen. Dieses Jahr organisierten Madlin Abadi, Johanna Aschwer, Kathrin Bäcker, Franziska Eickholt, Sarah Hirtz, Pauline Machleit, Christina Mehling, Benedikt Scheipers, Meike Schnee und Lisanne Scholz die Tour.

An einem Septembermorgen trafen sich 15 frischgebackene Azubis (Jahrgang 2011) im Alexander- von-Humboldt-Haus. Die Auszubildenden, die die Veranstaltung vorbereitet hatten, drückten den Neuankömmlingen einen Stadtplan und eine Bus-Karte in die Hand und schrieben ihnen eine Handynummer für den Notfall auf. Etwas verunsichert machten sich die neuen Azubis in vier Teams auf den Weg zu diversen Einrichtungen der Universität. Damit sich die Auszubildenden nicht treffen und Antworten austauschen konnten, bekam jede Gruppe einen anderen Startpunkt und somit auch eine andere Reihenfolge der abzuarbeitenden Stationen. An jeder Station erhielten sie zwei Umschläge: einen mit Fragen zu der Station und einem Ansprechpartner vor Ort und einen mit einem Hinweis auf die nächste Station.

Am Juridicum galt es zum Beispiel, die Fenster zu zählen. An der nächsten Station am Domplatz sollten die Auszubildenden ermitteln, wer sich hinter der Statue verbirgt, die vor dem Gebäude steht. Schon nach kurzer Zeit fanden sie heraus, dass hier der Gründer der WWU, Franz Freiherr von Fürstenberg, abgebildet ist, der dem Gebäude den Namen gab. An einer weiteren Station im Institut für Sportwissenschaft erhielten Sie die Aufgabe: „Nenne drei Professoren der Sportpsychologie!“. Im Universitätsarchiv am Leonardo-Campus sollten die Teams herausfinden, welches das älteste Dokument ist und wie alt es genau ist. Wer hätte gedacht, dass das älteste Dokument des Universitätsarchivs ein Matrikelbuch von 1780 ist. Das waren nur einige der Fragen, die die Auszubildenden lösen mussten. Und wenn die Teams Hilfe brauchten, fragten sie bei Angestellten der Universität nach und knüpften so gleichzeitig die ersten Kontakte im neuen „Unternehmen“.

Die neuen Azubis hatten insgesamt anderthalb Tage Zeit, um die Rallye zu lösen und dabei die WWU und die Teilnehmer der Gruppe besser kennenzulernen. Am Ende präsentierten sie ihre Ergebnisse den anderen, die gern ergänzten und diskutierten. Zur Belohnung für die Mühe und das Durchhaltevermögen verteilte Ute Jankrift Schokoriegel an ihre Schützlinge. „Die Rallye soll Spaß machen und helfen, einander kennenzulernen. Viele kommen nicht aus Münster und erleben so, wie groß und verstreut die Universität ist“, betont sie. „Ich fand die Rallye sehr aufschlussreich, man konnte viel über die gesamte Uni erfahren. Am Ende war ich richtig kaputt“, erzählte Sonja Dustmann. Verlaufen hat sich zum Glück niemand, ein oder zwei Gruppen riefen jedoch leicht verunsichert bei den erfahreneren Azubi-Kollegen an, um nach dem Weg zu fragen. Die Älteren halfen den „Kleinen“ gern, schließlich sind sie vor ein paar Jahren genauso neu an der Uni gewesen. 


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