Gemeinsam etwas aufbauen
Dezernat 2 hat eine neue Leitung
von Brigitte Nussbaum
März 2010
Ein Lehrer soll er sein, hörte man in den Gängen munkeln. Und tatsächlich, Manfred Kuypers, der neue Leiter des Dezernats für Personal- und Organisationsentwicklung, zentrale Servicedienste und Datenverarbeitung hat vier Jahre als Gymnasiallehrer gearbeitet. Doch das heißt nicht, dass er nicht vom Fach ist. Im Gegenteil: Im Anschluss an sein zweites Staatsexamen ging der 50-Jährige nicht in den Schuldienst, sondern direkt in die freie Wirtschaft, um als Personalreferent seine während des Studium nebenberuflich ausgeübten Tätigkeiten auch hauptberuflich umsetzen zu können.

-
Vom Lehrer zum Dezernenten: Manfred Kuypers.
Foto: Peter Grewer
Dies ist dem studierten Anglisten und Historiker nun gelungen: Seit Mitte Februar leitet er das Dezernat 2. Eine „spannende Aufgabe“, wie Manfred Kuypers findet, denn durch die vielen Veränderungen in der Hochschule sind auch einige interne Strukturen zu überdenken. „Meine Aufgabe ist es, Veränderungen anzustoßen. Und wenn sich die Organisation reformiert, ist eine entsprechende Personalentwicklung die notwendige Folge, um den Anforderungen gerecht werden zu können.

Von der Buchhändlerin zur Abteilungsleiterin: Nicola Meyer.
Foto: privat
Auch Nicola Meyer hat keinen klassischen Verwaltungslebenslauf: Nach dem Abitur machte sie zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin. „Ich habe dann an einem Förderprogramm für Nachwuchskräfte teilgenommen und festgestellt, dass die Themen Führung, Kommunikation, Teamentwicklung ein spannendes Terrain sind“, erzählt sie. 2002 entschied sie sich dann zu einem Psychologie-Studium, arbeitete aber weiter nebenher als Buchhändlerin, um den Kontakt zur Berufswelt aufrecht zu erhalten. Seit Anfang November arbeitet sie hauptberuflich in der Universitätsverwaltung. „Mir waren viele Gesichter schon durch den H2-Lehrgang und eine Mitarbeiterbefragung, die ich als Diplomandin durchgeführt habe, vertraut. Das war sehr hilfreich für den Einstieg“, sagt Nicola Meyer.
Auch für Manfred Kuypers gestaltete sich der Einstieg positiv. Der Niederrheiner hat einen „sehr guten“ ersten Eindruck. „Das ist eine junge Mannschaft, sehr motiviert, extrem freundlich und offen im Umgang miteinander. Da merkt man, dass man gemeinsam Ziele verwirklichen kann“, bemerkte er schon in den ersten Tagen. Nach seiner Arbeit im gemeinsamen Rechenzentrum der „WestLB“ und der Sparkassenorganisation sowie in der „GAD“, dem Rechenzentrum der Volks- und Raiffeisenbanken, gewöhne er sich sicher schnell an die neue Umgebung, sagt er zuversichtlich. Regelungen, Verbindlichkeiten, Ausbildungsgänge, Klientel – all das ist noch neu. Besonders die Größe hat ihn überrascht: „Es ist doch mindestens ein Tagesausflug, wenn man versucht, alle Standorte zu besuchen.“
Was bedeutet der Umgang mit den Mitarbeitern und ihre Entwicklung für ihn? „Der Austausch miteinander ist eine Möglichkeit zur Erweiterung des eigenen Horizontes und der beste Weg zur zielsicheren Arbeitsweise, ganz klar eine Bereicherung“, gibt Manfred Kuypers zur Antwort. „Eine Organisation besteht aus ihren Beschäftigten“, ergänzt Nicola Meyer. „Es macht viel Spaß, wenn man merkt, dass alle an einem Strang ziehen.“ Damit aber alle an einem Strang ziehen können, muss klar sein, in welche Richtung es gehen soll: „Das ist eine Führungsaufgabe. Aber es ist wichtig, dass die Mitarbeiter an der Umsetzung der Ziele in ihren Arbeitsbereichen mitarbeiten können“, so Nicola Meyer. „Wir müssen uns ansehen, in welche Richtung sich die Universität entwickeln soll und welche Qualifikationen wir dafür brauchen“, erläutert Manfred Kuypers sein Vorgehen.
Er will ein Personalentwicklungsinstrument aufbauen, mit dem passgenau erfasst werden kann, was die WWU braucht und was der einzelne Mitarbeiter dafür mitbringt. Viel Arbeit sei es, das zu gestalten, aber letztendlich stelle es ein sehr nützliches Instrument dar. Des Weiteren setzt Manfred Kuypers auf die Weiterentwicklung der strukturierten Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräche, wie sie schon seit einigen Jahren an der WWU stattfinden. „Das ist für mich ein wichtiges Instrument, um Transparenz zu schaffen und Mitarbeiterpotenziale zu erkennen“, erklärt er. Man merkt ihm an, wie sehr er sich auf die neue Aufgabe freut. „Mein Ziel ist es, an der Weiterentwicklung der WWU aktiv mitzuwirken. Das ist ein Prozess, der niemals aufhört.“
Redaktion:
Hanna Dieckmann (verantwortlich)
Presse- und Informationsstelle
Schlossplatz 2
48149 Münster
Telefon: 0251 83-21414
Telefax: 0251 83-22258
E-Mail: universa@uni-muenster.de
