Doppelte Abiturjahrgänge
2013 machen in Nordrhein-Westfalen wegen der Verkürzung der Schulzeit von 13 auf zwölf Jahre zwei Schuljahrgänge gleichzeitig das Abitur. In Niedersachsen - ein wichtiges Einzugsgebiet für die Uni Münster - ist das schon in 2011 der Fall. Diese "Doppelten Abiturjahrgänge" führen in den Jahren 2011 bis 2015 zu stark steigenden Studienanfängerzahlen.
Nach einer Prognose des Landes bewerben sich in der Hochphase im Wintersemester 2013/14 etwa 110.000 Studieninteressenten um einen Studienplatz an einer nordrhein-westfälischen Hochschule. Zum Vergleich: 2008 waren es 87.600. Hinzu kommt die von der Bundesregierung beschlossene Aussetzung der Wehrpflicht. Sie macht sich vor allem im Wintersemester 2011/12 und in 2012 durch steigende Hochschulanfängerzahlen bemerkbar.
Gut vorbereitet
Die Universität Münster hat sich seit längerem auf diese Situation vorbereitet. Von 2011 bis 2016 richtet sie für Erstsemester zusätzlich etwa 3.300 Studienplätze ein, davon rund 800 unmittelbar als Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht. Die Universität Münster ist grundsätzlich bereit, weitere zusätzliche Studienanfänger aufzunehmen, solange Finanzierung und Ausstattung und damit die Qualität der Ausbildung gesichert sind.
Um ihren Studierenden auch weiterhin ein qualitativ hochwertiges Studium bieten zu können, hat die WWU Münster eine Reihe von Maßnahmen ergriffen oder bereitet sie vor. Vor allem stellt sie zusätzliches Lehrpersonal in Form von vorgezogenen Berufungen, befristeten Stellen, Lehrkräften für besondere Aufgaben und auf Basis von Lehraufträgen ein. Die Bibliotheken beschaffen zusätzliche Lehrbücher, um die Handapparate aufzufüllen. Wo benötigt mietet die WWU weitere Räume an. Einen Hörsaal mit 300 Plätzen, den S 10 im Schloss, hat sie bereits aus eigenen Mitteln saniert. Durch Umzüge und Verlagerungen schafft sie weitere Räume für die Lehre. So werden Anmietungen, die beispielsweise durch den Neubau für die Pharmazie frei werden, länger genutzt. Auch durch die Verlagerung des Zentrums für Lehrerbildung, des Career Service und des International Office werden zusätzliche Seminarräume gewonnen.
Beratungsangebot ausgebaut
Um die höhere Zahl an Studieninteressierten auch künftig umfassend und individuell beraten zu können, hat die Zentrale Studienberatung der WWU, ZSB, ihr Beraterteam verstärkt. Außerdem helfen die Studienfachberater in den einzelnen Studienfächern bei allen Fragen rund ums Studium. Auch die Präsenz in Schulen und auf Messen wird ausgebaut. So ist die WWU etwa mit zusätzlichen Beratern bei der Messe "EINSTIEG Abi" in Dortmund und in Köln vertreten. Die Kapazitäten beim Hochschultag am 10. November 2011 werden gegenüber dem Vorjahr erneut ausgeweitet, stark nachgefragte Veranstaltungen doppelt angeboten.
Zentrale Studienberatung
Studienfachberatung
Hochschultag 2012
Wohnen in Münster
Die größere Anzahl an Studienanfängern wird sich auch auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar machen. Die Universität Münster und das Studentenwerk Münster stehen deshalb in ständigem Kontakt. Zurzeit bietet das Studentenwerk 4.984 Wohnheimplätze. 2013 werden insgesamt 5.628 Wohnheimplätze zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wird das Studentenwerk mit zusätzlichen Anmietungen vom freien Wohnungsmarkt reagieren und Wohnungen subventioniert an Studenten weitervermieten.
Studentenwerk Münster
Ansprechpartner
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48149 Münster
Tel.: +49 251 83-22357
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zsb@uni-muenster.de
Bürozeit : Mo–Do 10–12 Uhr, 14–16 Uhr sowie jeden 1. Mittwoch im Monat 17–19 Uhr und nach Vereinbarung
Gesamt-Koordination
Britta
Meersmann (pers. Referentin)
Prorektorat für Lehre, Studienreform und studentische Angelegenheiten
Schlossplatz 2
48149 Münster
Tel.: +49 251 83-21514
Fax: +49 251 83-22125
britta.meersmann@uni-muenster.de
