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Münster (upm/hd)

Prävention von Gewalt im Internet

Münstersche Psychologen stellen in Senden Projekt vor

Das Institut für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) führt ein Projekt zum Thema "Prävention von Gewalt im Internet" durch, das sich an Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrer, Erzieher und Mitarbeiter in der Jugendarbeit in Vereinen richtet. Ein Schwerpunkt der Arbeit der Gruppe um Dr. Stephanie Pieschl und Torsten Porsch liegt auf der Prävention von sexueller Belästigung im Internet. Die Wissenschaftler stellen das Projekt am Donnerstag, 13. Januar, in Senden vor. Von 9 bis 17 Uhr können sich Interessierte im Vorraum des dm-Drogeriemarktes, Herrenstraße 27, bei den Projektmitarbeitern zu diesem Thema informieren. Das Projekt ist für den Preis "Ideen Initiative Zukunft" der Deutschen UNESCO-Kommission nominiert. Wer für die münsterschen Psychologen stimmen möchte, kann zwischen dem 13. und 26. Januar seine Stimme im dm-Drogeriemarkt in Senden abgeben und damit helfen, die Fortführung des Projekts zu sichern.

Sexuelle Belästigung findet zunehmend mittels moderner Medien statt. Durch das Internet (insbesondere Chats, Instant Messenger, soziale Netzwerke und E-Mail) sowie mobile Handyanwendungen (zum Beispiel SMS oder MMS) ist es möglich, schnell und (scheinbar) anonym zu kommunizieren. Immer mehr Kinder und Jugendliche machen von den Neuen Medien Gebrauch, handeln dabei häufig technisch versiert, dennoch aber unkritisch und teilweise naiv. Jedes zweite Mädchen gibt an, bereits mindestens einmal unerwünscht im Chat nach sexuellen Dingen gefragt worden zu sein. Bei den Jungen trifft dies immerhin auf jeden Vierten zu.

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