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Münster (upm)

Universität Münster gründet "Center for Digital Humanities"

Mitgliederversammlung wählt sechsköpfigen Vorstand
Der Vorstand des CDH<address>© WWU - Lisa Schmidt</address>
Der Vorstand des CDH
© WWU - Lisa Schmidt

An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) nutzen zahlreiche Geisteswissenschaftler IT-gestützte Technologie für ihre Arbeit. Was bislang jedoch fehlte, ist eine Stelle, die das Wissen rund um die "Digital Humanities" (DH, auf Deutsch "digitale Geisteswissenschaften") bündelt und den Forschern ein leistungsfähiges Serviceangebot zur Verfügung stellt. Das Rektorat der WWU hatte im März 2017 daher die Gründung eines "Center for Digital Humanities" (CDH) beschlossen. Mittlerweile ist auch der letzte Schritt getan: Die Mitgliederversammlung hat die Satzung verabschiedet und den Vorstand gewählt. "Das ist eine gute Entscheidung für alle Geisteswissenschaftler und für die WWU insgesamt", betonte Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels.

Das CDH soll alle Aktivitäten in den digitalen Geisteswissenschaften zusammenführen und begleiten. Beispiele für solche Anwendungen sind digitalisierte Bilddaten von Luftaufnahmen, die Archäologen zur Erforschung von Fundstätten nutzen, sowie digital aufbereitetes Quellenmaterial zur Erschließung und Editierung von historischen Texten.

Neben einem Interessenverbund von Wissenschaftlern verschiedener Fachbereiche wird das CDH ein bei der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) angesiedeltes Service- und Beratungszentrum beinhalten. Damit soll das CDH allen Interessierten eine bedarfsgerechte Beratung bieten, aber auch Werkzeuge zum computergestützten Forschen bereitstellen. Es wird an bestehende Verbünde, Datennetzwerke und -Dienste an der WWU angegliedert, um Zeit und Kosten zu sparen. Auch der wissenschaftliche Nachwuchs profitiert, denn das Wissen soll in die Lehre einfließen.

Zum CDH-Vorstand gehören: Prof. Dr. Hubert Wolf (Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte), Prof. Dr. Ulrike Gut (Englisches Seminar), Prof. Dr. Torsten Hiltmann und Prof. Dr. Jan Keupp (beide Historisches Seminar), Prof. Dr. Lars Linsen (Institut für Informatik) und Prof. Dr. Holger Strutwolf (Institut für neutestamentliche Textforschung). Außerdem sind Dr. Beate Tröger (Direktorin der Universitäts- und Landesbibliothek), Dr. Raimund Vogl (Leiter des Zentrums für Informationsverarbeitung) und Rektor Johannes Wessels mit beratender Stimme im Vorstand vertreten.