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Münster (upm/ch)

Nanotechnologie-Projekt beendet: Teilnehmerinnen erhalten Zertifikate

Koordinatorin Sybille Niemeier über die Chancen und Ziele von "Nano4YourLife"
Erfolgreich beendet: Die &quot;Nanogirls&quot; erhielten ihre Zertifikate zum Abschluss des Programms &quot;Nano4YourLife&quot; bei einer Feierstunde mit Angehörigen der beteiligten Fachbereiche. Hinten links: Projektkoordinatorin Sybille Niemeier.<address>© WWU / Peter Grewer</address>
Erfolgreich beendet: Die "Nanogirls" erhielten ihre Zertifikate zum Abschluss des Programms "Nano4YourLife" bei einer Feierstunde mit Angehörigen der beteiligten Fachbereiche. Hinten links: Projektkoordinatorin Sybille Niemeier.
© WWU / Peter Grewer

Einblicke in die Nanotechnologie und die damit verbundenen Berufsfelder haben die Oberstufenschülerinnen und Studentinnen erhalten, die in den vergangenen zwei Jahren beim Projekt "Nano4YourLife" an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) mitmachten. Zum Abschluss nahmen nun 39 junge Frauen aus Münster und dem Umland im münsterschen Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) ihre Zertifikate entgegen. Das Projekt wurde vom Experimentierlabor "MExLab Physik" in Kooperation mit dem deutsch-chinesischen Transregio-Sonderforschungsbereich 61 (TRR 61) durchgeführt. Inwiefern die Schülerinnen und Studentinnen für ihren persönlichen Werdegang von der Teilnahme profitierten, erläutert Projektkoordinatorin SYBILLE NIEMEIER im Interview mit CHRISTINA HEIMKEN.

Dieses Projekt war nicht das erste seiner Art. Vor einigen Jahren erprobte das MExLab Physik mit "Light up your Life", einem Projekt zum Thema Licht, das Konzept erstmals. Was zeichnet "Nano4YourLife" aus?

Es ist in zweierlei Hinsicht besonders: Erstens können sowohl Schülerinnen der Oberstufe als auch Physik- und Chemiestudentinnen der ersten Semester teilnehmen. Es gibt also authentische Einblicke in Forschung und Studium an der Universität für die einen und die Möglichkeit, frühzeitig Kontakte zu Forschungsgruppen zu knüpfen, für die anderen. Zweitens bietet das Projekt einzigartige Einblicke in den hochaktuellen und interdisziplinären Forschungszweig Nanotechnologie. Das ist dadurch möglich, dass im TRR 61 Forscherinnen und Forscher aus der Physik und aus der Chemie von der WWU sowie von zwei Universitäten aus China eng zusammenarbeiten.

Die Teilnehmerinnen haben für dieses Projekt auch Freizeit geopfert: für Workshops am Wochenende. Warum der Aufwand?

Die Einblicke, die wir ermöglichen, erhalten junge Frauen im Alltag sonst nicht. Die Schülerinnen konnten sich an der Uni ein Bild von den Inhalten der Studienfächer Physik und Chemie machen. Gemeinsam mit den Studentinnen, deren erste Studienjahre hauptsächlich von Vorlesungen, Seminaren und Laborpraktika geprägt sind, lernten sie außerdem Berufe im Bereich der Nanotechnologie kennen. Zu diesem Zweck standen gemeinsame Besuche von Forschungslaboren im Hochschulbereich und bei Firmen auf dem Programm. Unser Ziel ist es, Schülerinnen in ihrem Studienwunsch zu bestärken, Berufsperspektiven aufzuzeigen und Studienabbrüche zu verhindern – und wir wollen natürlich vermitteln, wie faszinierend die Nanotechnologie ist.

Wie geht es jetzt weiter, gibt es ein Folgeprojekt?

Im Frühjahr haben wir bereits einen zweiten Durchgang des Projekts gestartet, der noch läuft. Dazu hatten sich sogar noch mehr Teilnehmerinnen als beim ersten Mal angemeldet. Das Projekt ist also auf sehr positive Resonanz gestoßen, auch bei den beteiligten Schulen. Daher werden wir neue Fördermittel beantragen. Wir hoffen, "Nano4YourLife" erneut anbieten zu können und die Nanoforschung der beiden beteiligten Fachbereiche Physik sowie Chemie und Pharmazie für junge Frauen zugänglich zu machen. Über das Experimentierlabor MExLab Physik sind einzelne Workshops des Projekts übrigens jetzt schon für Schulklassen offen.

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