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Münster (upm/ja)

Ein philosophischer Blick auf die Flüchtlingskrise

Dr. Matthias Hoesch gewinnt Essay-Wettbewerb der Gesellschaft für Analytische Philosophie
Überzeugte die Jury mit seiner philosophischen Sichtweise: Dr. Matthias Hoesch<address>© WWU - Natascha Frumkina</address>
Überzeugte die Jury mit seiner philosophischen Sichtweise: Dr. Matthias Hoesch
© WWU - Natascha Frumkina

Mit einem philosophischen Blick auf die derzeitige Flüchtlingskrise hat Dr. Matthias Hoesch von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) einen Essay-Wettbewerb der Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP/Köln) für sich entschieden. Der Wissenschaftler vom Philosophischen Seminar der WWU, der auch Mitglied des Exzellenzclusters "Religion und Politik" ist, belegte unter mehr als einhundert Philosophen, die sich beteiligt hatten, den ersten Platz und gewann mit seinem Essay 3000 Euro. Darüber hinaus ist eine Veröffentlichung in einer überregionalen Tageszeitung sowie in einem Sammelband vorgesehen. Die Preisverleihung ist am 11. Mai in Köln.

Unter den Beteiligten des Wettstreits waren Studenten, Doktoranden und Professoren. Matthias Hoesch vertritt an der WWU derzeit die Professur für praktische Philosophie und schreibt seine Habilitation. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die praktische Philosophie Immanuel Kants (1724-1804) und die politische Philosophie der Gegenwart. Seine Habilitation behandelt den Zusammenhang von Territorialrechten und Migrationsethik.

Die konkrete Frage in dem Essay-Wettbewerb lautete "Welche und wie viele Flüchtlinge sollen wir aufnehmen?". Die GAP interessierte nach eigenen Angaben vor allem der philosophische Blick auf die "moralischen Verpflichtungen" gegenüber Flüchtlingen. Die Preisfrage sollte laut GAP zu einer normativen Orientierung in der Flüchtlingsdiskussion beitragen.

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