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Münster (upm/ja)

Olbia und die Skythen

Sonntagsvorträge im Archäologischen Museum im März über den Stadtstaat und die Reiternomaden
Münze in Form eines Delphins aus Olbia (Bronze), 5. Jh. v. Chr.<address>© WWU - R. Dylka</address>
Münze in Form eines Delphins aus Olbia (Bronze), 5. Jh. v. Chr.
© WWU - R. Dylka

Olbia, ein Stadtstaat an der Nordküste des Schwarzen Meeres, entwickelte sich schon kurz nach der Gründung Mitte des 7. Jahrhunderts vor Christus zum Handelsmittelpunkt zwischen der griechischen Welt und den Reiternomaden (Skythen) der Steppen. Der Geschichtsschreiber Herodot wusste um diese Besonderheit der Stadt und sammelte viele Informationen zu Olbia und den Skythen. Dies alles ist Thema der Sonntagsvorträge im Archäologischen Museum der Universität Münster im März. In den Vorträgen jeweils um 14.15 Uhr im Hörsaal F4 des Fürstenberghauses  (Zugang über das Archäologische Museum), Domplatz 20–22, gibt Geschichts- und Archäologie-Student Dennis Wagener Einblicke in die Lebensweise der Skythen. An den Ostertagen bleibt das Museum geschlossen, am 27. März gibt es keinen Vortrag.

Grundlage der Vorträge sind aus Olbia stammende archäologische Quellen und historischen Texte. Die Funde und Befunde der zahlreichen Ausgrabungen ermöglichen Rückschlüsse über die Stadt und zeigen anhand von zahlreichen Fundstücken die enge Verknüpfung zwischen den Griechen und Skythen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Grabfunde wie Spiegel mit Verzierungen im skythischen Tierstil. Gegenüber diesem friedlichen Austausch deuten aber zahllose Pfeilspitzen auch auf große Spannungen der damaligen Zeit hin.