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Münster (upm/ch)

Medizinische Fakultät wählt Prof. Mathias Herrmann zum Dekan

Prof. Wilhelm Schmitz gibt sein Amt zum Jahresende ab
Prof. Dr. Mathias Herrmann (links) und Prof. Dr. Wilhelm Schmitz
Prof. Dr. Mathias Herrmann (links) und Prof. Dr. Wilhelm Schmitz
© Universitätsklinikum Saarland (l.)/Peter Wattendorff (r.)

An der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) beginnt für 116 Professoren sowie für Mitarbeiter und Studierende im kommenden Jahr eine neue Ära: Der Fachbereichsrat hat am Dienstag (2. Februar) einstimmig einen neuen Dekan gewählt. Prof. Dr. Mathias Herrmann (57), Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg, wird den derzeitigen Dekan Prof. Dr. Dr. h.c. Wilhelm Schmitz (66) zum 1. Januar 2017 ablösen. Für Wilhelm Schmitz, der am 1. Januar 2009 seinen Dienst als hauptberuflicher Dekan angetreten hatte, endet damit seine zweite Amtszeit.

"Wir sind sehr froh darüber, mit Mathias Herrmann einen herausragenden Wissenschaftler gewonnen zu haben, der zudem über vielfältige Leitungs-Erfahrungen verfügt", betonte Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles. "Gleichzeitig gilt uns aller Dank dem zum Ende dieses Jahres scheidenden Dekan Wilhelm Schmitz, dem es in seiner Amtszeit mit viel Kreativität und Engagement gelungen ist, die Medizinische Fakultät in Deutschland hervorragend zu positionieren."

Mathias Herrmann wechselte nach Jahren als Postdoktorand an den Universitäten Genf (Schweiz) und Wisconsin-Madison (USA) 1993 ans Institut für Medizinische Mikrobiologie der WWU. Dort habilitierte er sich 1996. 2001 folgte er einem Ruf der Universität des Saarlandes und übernahm dort eine Professur für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene. Er ist stellvertretender Prodekan für Klinische Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes. Von 2005 bis 2007 war er Vizepräsident für Lehre und Studium der Universität des Saarlandes. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen multiresistente Bakterien – also Bakterien, die gegen mehrere Antibiotika resistent sind – und sogenannte Krankenhausinfektionen.

Rückblick: Die erste Amtszeit von Wilhelm Schmitz ab Anfang 2009 brachte eine entscheidende Neuerung mit sich - er war damals der erste hauptberufliche Dekan an der Spitze einer medizinischen Fakultät in Nordrhein-Westfalen. An der WWU ist die Medizinische Fakultät der einzige Fachbereich, dem ein hauptberuflicher Dekan vorsteht. Die anderen Dekane üben ihr Amt neben ihrer Tätigkeit als Hochschulprofessoren aus.

Wilhelm Schmitz prägte den Fachbereich Medizin während seiner Zeit als Dekan maßgeblich mit. So forcierte er beispielsweise den Ausbau fachbereichsinterner Förderinstrumente zur Stärkung der Forschungsstrukturen sowie Neubau-Projekte wie das PAN-Zentrum, in dem die Institute für Pathologie, Anatomie und Neuropathologie gebündelt sind. Auch an der Einwerbung des Exzellenzclusters "Cells in Motion" war er entscheidend beteiligt. Durch die Einführung der "Clinical Translation Professorships" während seiner Amtszeit wurde schließlich auch der Transfer der Erkenntnisse aus der Forschung in die Patientenversorgung gestärkt.

Wilhelm Schmitz ist seit 1993 Universitätsprofessor an der WWU. Bis zu Beginn seiner Tätigkeit als hauptberuflicher Dekan war er Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie. In der akademischen Selbstverwaltung war Wilhelm Schmitz stets aktiv. Beispielsweise war er vor seiner Tätigkeit als Dekan bereits Forschungsdekan der Medizinischen Fakultät sowie von 2006 bis 2008 Prorektor für Forschung, Personal und Internationales an der WWU. Ende 2016 wird er in den Ruhestand gehen.

Dem Fachbereichsrat der Medizinischen Fakultät gehören 15 stimmberechtigte Mitglieder an: acht Professoren, drei wissenschaftliche Mitarbeiter und vier Studierende. Eine Amtszeit des Dekans beträgt vier Jahre, eine Wiederwahl ist möglich.