Ziele und Standards der Lehre an der WWU

Die Umsetzung des Bologna-Prozesses hat tief greifende Konsequenzen für das deutsche Hochschulsystem. So wird die klassische Studienstruktur umgestellt auf ein gestuftes System, Module werden zur neuen Einheit für die Lehre. Die Orientierung an Kompetenzen sowie studienbegleitende Prüfungen sorgen für mehr Transparenz und Struktur.
Im Mittelpunkt des Lernprozesses steht nun das Qualifikationsprofil der Absolventen, das heißt die Bandbreite an Qualifikationen, Wissen und Kompetenzen, die am Ende des Studiums beherrsch- und anwendbar sind. Durch das Kreditpunktsystem ECTS ist ablesbar, wie viel Zeit Studierende durchschnittlich in ein Seminar oder eine Vorlesung investiert haben.
Ziel ist es, einen Studiengang als eine konzeptionell sinnvolle durchdachte Einheit, in der auch das „Rüstzeug“ für den Arbeitsmarkt berücksichtigt wird und Schlüsselqualifikationen vermittelt werden, anzubieten. Daher gilt ein Hauptaugenmerk der durchdachten Entwicklung von Studiengängen.
Weitere Informationen zur Studiengangsentwicklung
Die wesentlichen Handlungsfelder sind demnach:
- Strukturierte Curricula durch Modularisierung und ETCS
Mehr Infos zur Modularisierung
- Kompetenzorientierung
Weiteres zur Orientierung an Kompetenzen
- Studienbegleitende Prüfungen
Mehr zur guten Studierbarkeit
- Transparenz durch Diploma Supplement und Transcript of Records
Informationen zum Diploma Supplement
- Berufsfeldorientierung
Infos zur Orientierung an den Berufsfeldern
Zum Career Service
- Internationalisierung des Studiums und Mobilität
Qualitätsstandards bei der Internationalisierung
Ansprechpartner im International Office
Internationalität an der Uni Münster
- Qualitätssicherung: Akkreditierung und Evaluation
Mehr zu Akkreditierung
Mehr zur Reakkreditierung
- Perspektivenwechsel: Lehrer -> Studierende (Workload) / Inputorientierung -> Outputorientierung (Wissen -> Können )
Mehr zur Orientierung an Kompetenzen
Zum Hintergrund: der Bologna-Prozess
Bereits am 19. Juni 1999 unterzeichneten 30 europäische Staaten die so genannte Bologna-Erklärung und bekannten sich zu dem Ziel, einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Mit dieser Reform, benannt nach dem Konferenzort, sollen Studierende international mobiler und ihre Abschlüsse auch in anderen Ländern anerkannt werden. Um den gewünschten europäischen Hochschulraum zu schaffen, werden die Studiengänge auf die international gebräuchlichen Bachelor- und Master-Abschlüsse umgestellt. Die konkreten Ziele:
- Mehr Mobilität
- internationale Wettbewerbsfähigkeit
- Beschäftigungsfähigkeit
Die in Bologna verabredete Einführung des gestuften Studiensystems mit leicht verständlichen und vergleichbaren Abschlüssen, die Umsetzung eines vergleichbaren Kreditpunktesystems, die Förderung von Mobilität und Flexibilität sowie die Qualitätssicherung markieren die Eckpunkte des Bologna-Prozesses.
Zum Hintergrund: Potenziale gestufter Studiengänge
Der Bachelor ist der Regelabschluss, ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, der auf drei Jahre Regelstudienzeit angelegt ist. In dieser Zeit sollen wissenschaftliche Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogene Qualifikationen vermittelt werden.
Der Master dient mit einer Regelstudienzeit von zwei Jahren der Vertiefung dieser Kenntnisse, muss aber nicht die gleichen Schwerpunkte wie das Bachelor-Studium haben. Er befähigt zu einer anschließenden wissenschaftliche Tätigkeit sowie für Berufsfelder, die eine vertiefte wissenschaftliche Ausbildung erfordern. Zudem berechtigt grundsätzlich zur Promotion.

Hennecke, B. (2008): „Der Bologna-Prozess als Herausforderung für die Bildungslandschaft - der besondere Beratungsbedarf an der Schnittstelle Schule-Hochschule“. In: G. Bechtold u. P. Helferich (Hrg.): Generation Bologna – neue Herausforderungen am Übergang Schule–Hochschule. Bielefeld: Bertelsmann.
Ansprechpartner
Abt. Qualität der Lehre Birgit HenneckeSchlossplatz 2
Zimmer 63
Tel.: +49 251 83-22297
Fax: +49 251 83-21543
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