Ziele und Standards der Lehre an der WWU
 

Europa 250px

Die Umsetzung des Bologna-Prozesses hat tief greifende Konsequenzen für das deutsche Hochschulsystem. So wird die klassische Studienstruktur umgestellt auf ein gestuftes System, Module werden zur neuen Einheit für die Lehre. Die Orientierung an Kompetenzen sowie studienbegleitende Prüfungen sorgen für mehr Transparenz und Struktur.

Im Mittelpunkt des Lernprozesses steht nun das Qualifikationsprofil der Absolventen, das heißt die Bandbreite an Qualifikationen, Wissen und Kompetenzen, die am Ende des Studiums beherrsch- und anwendbar sind. Durch das Kreditpunktsystem ECTS ist ablesbar, wie viel Zeit Studierende durchschnittlich in ein Seminar oder eine Vorlesung investiert haben.

Ziel ist es, einen Studiengang als eine konzeptionell sinnvolle durchdachte Einheit, in der auch das „Rüstzeug“ für den Arbeitsmarkt berücksichtigt wird und Schlüsselqualifikationen vermittelt werden, anzubieten. Daher gilt ein Hauptaugenmerk der durchdachten Entwicklung von Studiengängen.
Weitere Informationen zur Studiengangsentwicklung

Die wesentlichen Handlungsfelder sind demnach:

  1. Strukturierte Curricula durch Modularisierung und ETCS
    Mehr Infos zur Modularisierung

  2. Kompetenzorientierung
    Weiteres zur Orientierung an Kompetenzen

  3. Studienbegleitende Prüfungen
    Mehr zur guten Studierbarkeit

  4. Transparenz durch Diploma Supplement und Transcript of Records
    Informationen zum Diploma Supplement
     
  5. Berufsfeldorientierung
    Infos zur Orientierung an den Berufsfeldern
    Zum Career Service
     
  6. Internationalisierung des Studiums und Mobilität
    Qualitätsstandards bei der Internationalisierung
    Ansprechpartner im International Office
    Internationalität an der Uni Münster
     
  7. Qualitätssicherung: Akkreditierung und Evaluation
    Mehr zu Akkreditierung
    Mehr zur Reakkreditierung
     
  8. Perspektivenwechsel: Lehrer -> Studierende (Workload) / Inputorientierung -> Outputorientierung (Wissen  -> Können )
    Mehr zur Orientierung an Kompetenzen

Zum Hintergrund:  der Bologna-Prozess

Bereits am 19. Juni 1999 unterzeichneten 30 europäische Staaten die so genannte Bologna-Erklärung und bekannten sich zu dem Ziel, einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Mit dieser Reform, benannt nach dem Konferenzort, sollen Studierende international mobiler und ihre Abschlüsse auch in anderen Ländern anerkannt werden. Um den gewünschten europäischen Hochschulraum zu schaffen, werden die Studiengänge auf die international gebräuchlichen Bachelor- und Master-Abschlüsse umgestellt. Die konkreten Ziele:

 
  • Mehr Mobilität
  • internationale Wettbewerbsfähigkeit
  • Beschäftigungsfähigkeit

Die in Bologna verabredete Einführung des gestuften Studiensystems mit leicht verständlichen und vergleichbaren Abschlüssen, die Umsetzung eines vergleichbaren Kreditpunktesystems, die Förderung von Mobilität und Flexibilität sowie die Qualitätssicherung markieren die Eckpunkte des Bologna-Prozesses.

Zum Hintergrund:  Potenziale gestufter Studiengänge

Der Bachelor ist der Regelabschluss, ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, der auf drei Jahre Regelstudienzeit angelegt ist. In dieser Zeit sollen wissenschaftliche Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogene Qualifikationen vermittelt werden.

Der Master dient mit einer Regelstudienzeit von zwei Jahren der Vertiefung dieser Kenntnisse, muss aber nicht die gleichen Schwerpunkte wie das Bachelor-Studium haben. Er befähigt zu einer anschließenden wissenschaftliche Tätigkeit sowie für Berufsfelder, die eine vertiefte wissenschaftliche Ausbildung erfordern. Zudem berechtigt grundsätzlich zur Promotion.

Grafik zum Aufbu eines Bachelor- und Masterstudiums

Hennecke, B. (2008): „Der Bologna-Prozess als Herausforderung für die Bildungslandschaft - der besondere Beratungsbedarf an der Schnittstelle Schule-Hochschule“. In: G. Bechtold u. P. Helferich (Hrg.): Generation Bologna – neue Herausforderungen am Übergang Schule–Hochschule. Bielefeld: Bertelsmann.

 


Ansprechpartner

Abt. Qualität der Lehre Birgit Hennecke
Schlossplatz 2 Zimmer 63
Tel.: +49 251 83-22297
Fax: +49 251 83-21543

Impressum | © 2012 Universität Münster
Universität Münster
Schlossplatz 2
· 48149 Münster
Tel.: +49 251 83-0 · Fax: +49 251 83-32090
E-Mail: verwaltung@uni-muenster.de