Bologna-ABC
Mit Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge im Zuge der Bologna-Reform sind neue Begrifflichkeiten eingeführt worden, die im Folgenden vorgestellt werden:
- Bachelor of Arts/Science, Master of Arts/Science – B.A./B.Sc., M.A./M.Sc.
- Credit Point - CP
- Diploma Supplement
- ECTS
- Fachspezifische Bestimmungen/Anhänge - FSA
- Konsekutive Studiengänge
- Lehramtsbezogener Bachelor- und Masterstudiengang
- Leistungspunkt - LP
- Leistungspunktsystem
- Master of Arts, Master of Science
- Modul/Modularisierung
- Modulabschlussprüfung/Modulteilprüfung
- Modulbeschreibung/Modulhandbuch
- Prüfungsrelevante Leistung/Nichtprüfungsrelevante Leistung
- QISPOS
- Rahmenprüfungsordnung - RPO
- Transcript of Records
- Weiterbildungsstudiengang
- Workload
Bachelor of Arts, Master of Arts – B.A., M.A.
Bachelor of Science, Master of Science – B.Sc., M.Sc.
Das sind berufsqualifizierende Studienabschlüsse, die entsprechend einer Erklärung der Europäischen Bildungsministerkonferenz (Bologna 1999) an allen europäischen Hochschulen eingerichtet werden, um eine Vergleichbarkeit der Bildungssysteme innerhalb der Europäischen Union zu erreichen.
Der Studienabschluss Bachelor of Arts wird in der Regel für ein Studium der Geistes- und Kulturwissenschaften und der Abschluss Bachelor of Science für ein Studium der Naturwissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften verliehen.
Ein Masterstudiengang setzt ein abgeschlossenes grundständiges, z.B. ein Bachelorstudium voraus.
Credit Points (CP)
Hierbei handelt es sich um eine Maßeinheit für die Berechnung des quantitativen Studienaufwandes, der die Vergleichbarkeit von Studienleistungen im europäischen Hochschulraum ermöglichen soll. Ein Credit Point (auch Leistungspunkt – LP genannt) entspricht einem Arbeitsaufwand von 30 Arbeitsstunden (Workload). Ein Semester sollte 30 CP nicht überschreiten. (Bei den Kürzeln CP, LP handelt es sich um Synonyme; an der WWU Münster wird für viele Studienmodelle die Bezeichnung Leistungspunkte – LP verwendet.)
Diploma Supplement
Es handelt sich um ein ergänzendes Zeugnisdokument mit Angaben zum Studiengang und den damit verbundenen Qualifikationen, die Studierende in dem Studiengang erwerben. Es soll für die Bewerbung bei in- und ausländischen Arbeitgebern dienen sowie einen möglichen Hochschulwechsel erleichtern.
ECTS/LP
ECTS steht für European Credit Transfer System, das zur Vergleichbarkeit der Studiengänge im europäischen Bildungsraum eingeführt wurde. Ein Credit Point (auch Leistungspunkt – LP genannt) entspricht einem Arbeitsaufwand (Workload) von 30 Arbeitsstunden. (Bei den Kürzeln CP, LP handelt es sich um Synonyme; an der WWU Münster wird für viele Studienmodelle die Bezeichnung Leistungspunkte – LP verwendet.)
Fachspezifische Bestimmungen/Anhänge – FSA
Sie regeln den verbindlichen Verlauf des Studiums an der WWU, vor allem im 2-Fach-Bachelor sowie im weiteren Studiengang des Modellversuchs Lehrerausbildung. Fachspezifische Bestimmungen basieren auf den Vorgaben der Rahmenprüfungsordnungen und geben über Studienziel, Kompetenzerwerb, Studieninhalte, Studienumfang sowie über Studien- und Prüfungsleistungen Auskunft.
Konsekutive Studiengänge
Dies sind Bachelor- und Masterstudiengänge, die nach Maßgabe der Prüfungsordnung inhaltlich aufeinander aufbauen. Sie umfassen insgesamt 300 LP, die in fünf Jahren Regelstudienzeit (in der Regel drei Jahre für den Bachelor, zwei für den Master) zu erwerben sind. An der WWU Münster handelt es sich z. B. bei der Gestuften Lehramtsausbildung um konsekutive Studiengänge.
Lehramtsbezogener Bachelor- und Masterstudiengang
Im Rahmen des Bologna-Prozesses wurde auch die Lehrerausbildung auf Bachelor- und Master-Studiengänge umgestellt. Die WWU und die Fachhochschule (FH) Münster bieten diese neuen Studiengänge seit dem Wintersemester 2005/06 auch für die Lehramtsausbildung an.
Die gestufte Lehramtsausbildung umfasst zwei Studienphasen: Die Grundlage für ein auf das Lehramt ausgerichtetes Studium ist zunächst ein 6-semestriger Bachelorstudiengang. Die zweite Studienphase besteht aus einem Masterstudiengang, der auf das Berufsfeld Schule ausgerichtet ist.
Die Masterstudiengänge erstrecken sich auf vier Semester oder auf zwei Semester. Bei Abschluss des Masterstudiums wird eine Anerkennung für das Erste Staatsexamen für ein Lehramt ausgesprochen. Am Ende des zweiten Studienabschnittes ist die universitäre Phase der Lehramtsausbildung abgeschlossen. Danach ist ein zweijähriger Vorbereitungsdienst (Referendariat) in der Schule und im Studienseminar zu absolvieren, der mit dem Zweiten Staatsexamen abgeschlossen wird.
Die WWU Münster bietet in verschiedenen Modellen Zugangsmöglichkeiten für folgende Lehrämter:
- Lehramt an Grund-, Haupt- Real- und entsprechenden Jahrgangsstufen der Gesamtschule (GHRGe)
- Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (GyGe)
- Lehramt an Berufskollegs (BK)
In Kooperation mit der Fachhochschule Münster wird ein Bachelor- und Masterstudiengang angeboten, der zur Befähigung eines Lehramtes an Berufskollegs führt. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Lehramt an Berufskollegs“.
2009 wurde ein neues Lehrerausbildungsgesetz beschlossen, das einige Neuerungen für die Ausbildung vorsieht. Verschiedene Gremien und die Fachbereiche arbeiten gerade an der Umsetzung der neuen Richtlinien, die dann ab dem WiSe 11/12 angeboten werden.
Leistungspunkt – LP
siehe Credit Point – CP
Leistungspunktsystem
Leistungspunktsysteme im Hochschulbereich stehen für die quantitative Erfassung des Arbeitsaufwands der Studierenden. Grundlage der Quantifizierung ist die Lernbelastung, also der durchschnittlich angenommene Zeitaufwand für eine spezifische, erfolgreich absolvierte Studienleistung. Ausdruck der Quantifizierung sind die Leistungspunkte (LP), auch 'credits', 'credit points' oder Kreditpunkte genannt. Das an der Universität Münster angesetzte Leistungspunktsystem ist kompatibel mit ECTS (European Credit Transfer System). Es orientiert sich an den Vorgaben und Beschlüssen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Kultusministerkonferenz (KMK) und am Hochschulrahmengesetz (HRG).
Master of Arts, Master of Science
siehe Bachelor of Arts
Modul/Modularisierung
Bachelor- und Masterstudiengänge sind modular aufgebaut. Dies bezeichnet man auch als Modularisierung. Modularisierung ist die Zusammenfassung von Stoffgebieten zu abgerundeten, in sich abgeschlossenen und mit Leistungspunkten versehenen abprüfbaren Lehr-/Lerneinheiten, den Modulen. Module erstrecken sich in der Regel auf ein bis maximal zwei Semester. Module entsprechen inhaltlichen und formalen Kriterien und vermitteln durch die Studiengangsverantwortlichen definierte Kompetenzen. Die Module der verschiedenen Fächer bilden insgesamt den Lehr-/Lernplan (Curriculum) eines Bachelor- und Masterstudienganges. Im Curriculum wird unterschieden zwischen Pflicht- und Wahlpflichtmodulen.
Modulabschlussprüfung/Modulteilprüfung
Eine Modulabschlussprüfung bezieht sich auf das Kompetenzprofil des gesamten Moduls. Modulteilprüfungen beziehen sich hingegen nicht auf das Kompetenzprofil des gesamten Moduls; sie überprüfen den Erwerb der Kompetenzen eines Teils des Moduls, also z.B. von einer oder mehrerer Lehrveranstaltungen.
Modulbeschreibung/Modulhandbuch
Ein Modul und das entsprechende Kompetenzprofil wird in der Modulbeschreibung dargestellt. Die Summe aller Modulbeschreibungen eines Studiengangs stellt das Modulhandbuch bzw. den Fachspezifischen Anhang/die Fachspezifische Bestimmung dar.
Prüfungsrelevante Leistung/Nichtprüfungsrelevante Leistung
Eine prüfungsrelevante Leistung ist eine Leistung, deren Ergebnis in der Regel in die Bachelor-/Masternote eingeht. Im Fall des Nichtbestehens einer prüfungsrelevanten Leistung ist die Anzahl von Wiederholungsversuchen begrenzt. Die Art der prüfungsrelevanten Leistung und Anzahl sind in den Prüfungsordnungen und Modulbeschreibungen / Fachspezifischen Bestimmungen geregelt. Eine nichtprüfungsrelevante Leistung geht hingegen nie in die Endnote ein und kann im Fall des Nichtbestehens beliebig oft wiederholt werden. In den Prüfungsordnungen werden die Begriffe „prüfungsrelevante Leistung“ und „Prüfungsleistung“ oft synonym verwendet. Nichtprüfungsrelevante Leistungen werden oftmals als „Studienleistungen“ bezeichnet.
Prüfungsleistung/Studienleistung
siehe prüfungsrelevante Leistung/Nichtprüfungsrelevante Leistung
QISPOS
QISPOS ist eine vom Hochschulinformationssystem (HIS) in Hannover entwickelte Selbstbedienungsfunktion im Internet zur elektronischen Anmeldung zu Studien- und Prüfungsleistungen. An der WWU Münster wird dieses elektronische Verfahren für bestimmte Bachelor- und Masterstudiengänge angewendet.
Rahmenprüfungsordnung (RPO)
Die Rahmenprüfungsordnung ist die rechtliche Grundlage, die Art und Ablauf von Prüfungen für die Bachelor- und Masterstudiengänge im Modellversuch Lehramtsausbildung festlegt (an der WWU Münster für die Studienmodelle 2-Fach-Bachelor, Bachelor KiJu, Bachelor BAB, Studiengänge mit Abschluss Master of Education).
Transcript of Records
Es umfasst als Teil des Diploma Supplement eine Übersicht über die studierten Module. Es gibt Aufschluss über die erworbenen Leistungspunkte und Noten der Module.
Weiterbildende Masterstudiengänge
Weiterbildende Masterstudiengänge setzen neben dem Abschluss eines ersten berufsqualifizierenden Hochschulstudiums eine mindestens einjährige einschlägige Berufserfahrung voraus. Im Beruf erworbene Kompetenzen werden im Studiengang curricular aufgegriffen. Die Studiengänge sind in der Regel kostenpflichtig und werden meist berufsbegleitend angeboten.
Workload
Der Workload ist die quantitative, arbeitszeitliche Bemessungsgrundlage für alle im Studium zu erbringenden Leistungen. Dazu gehören:
- Veranstaltungszeiten, Kontaktzeiten (vergleichbar den Semesterwochenstunden)
- Selbststudium (Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen sowie von Prüfungsleistungen)
- Studien- und Prüfungsleistungen und
- sonstige Studiennachweise wie Praktika.
Der Workload ist der für diese Leistungen in Arbeitszeitstunden ausgedrückte, erwartete durchschnittliche Arbeitsaufwand seitens der Studierenden. Ausdruck des Workload sind die erworbenen Leistungspunkte. Ein Leistungspunkt entspricht nach derzeitigen Rahmenvorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) 30 Arbeitsstunden. Für den Erwerb des Bachelor sind insgesamt 180 Leistungspunkte, für den Erwerb eines Masters nochmals 120 Leistungspunkte zu erreichen.
Weitere Informationen finden Sie auch im Glossar der Hochschulkonferenz (HRK).
Zum Glossar
Ansprechpartner
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