Studienbegleitendes Prüfen


Das System des studienbegleitenden Prüfens ergibt sich aus der Modulstruktur und der Leistungspunktevergabe in den Bachelor- und Masterstudiengängen und ersetzt das aus den alten Studiengängen bekannte System der Zwischen- und Abschlussprüfungen. Die Ausstattung aller Studiengänge mit einem Leistungspunktsystem stellt einen zentralen Bestandteil der Studienreform dar. Dies bedeutet, dass jede Studieneinheit, also jedes Modul, mit Leistungspunkten versehen wird.

Der Umfang der Leistungspunkte (LP) ergibt sich aus dem Arbeitsaufwand (Workload), wobei die Faustregel gilt, dass 30 Arbeitsstunden einem LP entsprechen. Somit zeigen die Leistungspunkte den Studierenden an, mit welchem Workload das Modul verbunden ist.
 

Die Vorteile

Studienbegleitendes Prüfen hat folgende Vorteile:

  • Die kleineren Prüfeinheiten rücken im Gegensatz zur großen Abschlussprüfung näher an die Lehr- und Lernprozesse. Der unmittelbare Bezug zwischen Lehren/Lernen und Prüfen wird so deutlicher.
  • Die Studierenden bekommen schneller eine Rückmeldungen zu ihrem Lernerfolg.
  • Der Kompetenzerwerb wird fortwährend überprüft, so dass Studierende am Ende des Studiums nicht „aus allen Wolken fallen“, weil wesentliche Kompetenzen und Fertigkeiten nicht gelernt wurden.
  • Der Studienerfolg hängt nicht von einer einzigen Leistung, wie der Magister- oder Diplomarbeit, ab. So können schwächere Leistungen in einem Bereich durch bessere Leistungen in einem anderen Bereich ausgeglichen werden.

 

Herausforderungen für den Studienbetrieb

Durch studienbegleitendes Prüfen erhöht sich die Gesamtzahl der Prüfungen im Studium deutlich. Die Vielzahl an Prüfungen bedarf einer effektiven Koordination aller am Lehr- und Prüfungsbetrieb beteiligten Personen.

Eng verbunden mit dem Prinzip des studienbegleitenden Prüfens ist die Idee des kompetenzorientierten Prüfens. Dabei sollen Studierende zeigen, was sie gelernt haben und ob die Lehrziele erreicht wurden. Idealerweise wird die Art der Prüfung dabei der Veranstaltung angepasst. Das erfordert eine Varianz an verschiedenen, angepassten Prüfungsformen, denn kompetenzorientiertes Prüfen gelingt am besten, wenn Curricula, Lehrformate und Prüfungen aufeinander abgestimmt sind.
Mehr zu kompetenzorientierten Prüfen
Mehr zu innovativen Prüfungsformen


Ansprechpartner

Abt. Qualität der Lehre Birgit Hennecke
Schlossplatz 2 Zimmer 63
Tel.: +49 251 83-22297
Fax: +49 251 83-21543

Impressum | © 2012 Universität Münster
Universität Münster
Schlossplatz 2
· 48149 Münster
Tel.: +49 251 83-0 · Fax: +49 251 83-32090
E-Mail: verwaltung@uni-muenster.de