Maßnahmen zur Qualifizierung bzw. Weiterqualifizierung des Personals (Förderlinie 2)
Qualifizierung und Weiterqualifizierung für die Lehre - WWU Teach-Tank

Weiterqualifizierung von Lehrenden hat vielfältiges Potential: Zum einen kann so die individuelle Lehrqualität verbessert werden, was sich auf die Lernbereitschaft und den Wissenserwerb der beteiligten Studierenden positiv auswirkt. Zum anderen wirkt Weiterqualifizierung als Organisationsentwicklungsmaßnahme, sie birgt das Potential einer grundlegenden Stärkung des Bereichs Lehre und damit einer proaktiven Gestaltung der Lehr- und Lernkultur. Die Universität Münster hat die Chance, sich zum Teach-Tank zu entwickeln: zu einer Einrichtung, in der Diskussions- und Reflexionsprozesse zur Qualität der Lehre institutionalisiert werden, Weiterqualifizierung der Lehrenden zur Verbesserung ihres Lehrverhaltens systematisch gesteuert und unterstützt wird und Lehrende miteinander über ihre Lehrerfahrungen und ihr Rollenverständnis im Austausch vernetzt werden.
Zentrum für Hochschullehre (ZHL)
Mit dem Zentrum für Hochschullehre der Universität Münster sollen die dafür nötigen Strukturen geschaffen werden. In dieser zentralen Einrichtung sollen diejenigen Maßnahmen auf individueller, Gruppen- und struktureller Ebene initiiert und koordiniert werden, die auf die Verbesserung der Lehrqualität abzielen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Maßnahmen sowohl Push- als auch Pull-Funktion haben, d.h. sowohl initiativ Angebote aus dem Zentrum heraus angestoßen und motiviert werden, als auch Bedarfe aus den Fächern, Statusgruppen oder Verbünden gedeckt werden.
Zentrum für Hochschullehre
Wissenschaftlich fundiertes Qualitätsmanagement
Damit die an der WWU neu zu etablierenden Strukturen, Maßnahmen und lehrbezogenen Sichtweisen langfristig erfolgreich sind, ist neben etablierten Verfahren im Qualitätsmanagement der Lehre eine wissenschaftliche Fundierung wichtig. Daher soll das Zentrum für Hochschullehre mit Personen besetzt werden, die einen Hintergrund im Bereich der empirischen Lehr-/Lernforschung haben. Durch die Einrichtung einer ergänzenden Juniorprofessur zur Psychologie der Wissenskommunikation soll die Verzahnung von Forschung und Lehre intensiviert werden. Mit dem Aufbau entsprechender Strukturen in den Fächern bzw. Fachbereichen soll die Umsetzung der Maßnahmen unterstützt und die Rückkoppelung der Bedarfe intensiviert werden. So kann zum einen Begleitforschung zu den zentralen Inhalten des Lehrens (und Lernens) an der Universität Münster erfolgen. Zum anderen ermöglicht eine wissenschaftliche Fundierung auch maßgeblich die Akzeptanz und Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen.

