Kein Schloss für Könige und Prinzessinnen

Grundstein wurde vor 250 Jahren gelegt / Führungen zum Tag des Offenen Denkmals
Schloss
© WWU/Jan Lehmann

Seit rund 70 Jahren ist das Residenzschloss Münster Hauptgebäude der Universität Münster. Dass der Bau einmal der Forschung und Lehre – und ihrer Verwaltung – dienen würde, war am Tag seiner Grundsteinlegung am 26. August 1767 nicht absehbar. Anlässlich der Grundsteinlegung vor 250 Jahren hat Dr. Eckhard Kluth, Kustos der WWU, die Geschichte des Schlosses für die Universitätszeitung nacherzählt. Außerdem organisiert er den "Tag des Offenen Denkmals", bei dem in diesem Jahr das Schloss im Mittelpunkt steht. Mit Führungen, Vorträgen und einer Ausstellung kann jeder einen Eindruck vom Schlaun'schen Bauwerk bekommen. Der Eintritt ist frei.

Skulpturen ohne Worte

Sommerrätsel 2017 arbeitet Skulptur Projekte pantomimisch auf
Pantomimin Tashina Mende
© muenster.de

Die Skulptur Projekte prägen in diesem Sommer das gesamte Stadtbild und sind in jedermanns Munde. Das nehmen der Verein Bürgernetz - büne e.V. und das Presseamt der Stadt zum Anlass, um das Sommerrätsel dieses Jahr besonders interessant aufzuarbeiten. Mit der Pantomimin Tashina Mende werden - erstmals in Videoformat - sechs Rätsel gestellt, die es zu lösen gilt. Die kurzen Clips, die in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Sven Stratmann enstanden, behandeln drei alte und drei neue Skulptur Projekte. Montags gibt es jeweils das Rätsel, mittwochs einen Tipp und freitags die Auflösung. Mitmachen kann man auf der offiziellen Seite des Sommerrätsels 2017.

"Trockener Witz und begriffliche Genauigkeit"

Prof. Barbara Stollberg-Rilinger erhält Sigmund-Freud-Preis
Barbara Stollberg-Rilinger
© WWU - Peter Grewer

Gratulation! Prof. Barbara Stollberg-Rilinger vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" erhält nach dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essayistik auch den Sigmund-Freud-Preis. Ihr Stil vereine „trockenen Witz und begriffliche Genauigkeit. Gelehrsamkeit, Anschaulichkeit und Erzählfreude machen ihre Bücher zu einem intellektuellen Vergnügen“, heißt es in der Begründung für die wichtigste deutschsprachige Auszeichnung für wissenschaftliche Prosa. Verliehen wird der mit 20.000 Euro dotierte Preis am 28. Oktober von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Zuletzt ist von Barbara Stollberg-Rilinger die Biographie "Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit” im Verlag C.H.Beck Literatur erschienen. Die Historikerin ist nicht die erste münstersche Wissenschaftlerin, die den Sigmund-Freud-Preis erhält, ausgezeichnet wurden bereits die Theologen Karl Rahner und Karl Barth sowie der Philosoph Hans Blumenberg.

Sturm im Hafen

Wolfgang-Borchert-Theater stellt neuen Spielplan vor / Freier Eintritt durch Kultursemesterticket
Wbt
© WBT

Das Wolfgang-Borchert-Theater wird in der kommenden Spielzeit sein angestammtes Haus im Flechtheim-Speicher verlassen und Shakespeares "Der Sturm" als Open-Air-Spektakel im Hafen inszenieren. Die Spielzeit startet am 9. September mit der bilingualen Uraufführung "Die Schroffensteins - eine Familienschlacht" in deutscher und russischer Sprache nach Kleists Erstlingswerk. Weitere Highlights der insgesamt sieben Neuinszenierungen sind "Harold und Maude" und der Monolog "Ich werde nicht hassen" über das Bombardement der israelischen Luftwaffe im Gaza-Krieg.

Das Philosophische Café, das vom WBT und dem Philosophischen Seminar gemeinsam organisiert wird, findet am 15. Oktober und 3. Dezember 2017 und am 4. Februar, 15. April und 3. Juni 2018 statt. Hier ist für alle Besucher der Eintritt frei. Studierende können mit dem Kultursemesterticket auch die regulären Theatervorführungen kostenlos besuchen. Ausgenommen sind Premieren, Silvestervorstellungen, Gastspiele, Konzerte und andere Sonderveranstaltungen.

Wem gehört eigentlich die Stadt?

Blumenberg Lectures 2017 begleiten Skulptur Projekte
Hinweislogo Bn
© Kulturbüro / Brigitte Nussbaum

Bereits vor zehn Jahren haben die Blumenberg Lectures die Skulptur Projekte mit Vorträgen und Workshops ergänzt. Dieses Mal werden mit dem Thema "Metaphern des Gemeinsinns – Contesting Common Ground“ wichtige Fragen gestellt, um unsere Auffassung von von Gemeinschaft, Leben, Stadt und vielem mehr auf die Probe zu stellen.

Im Juridicum oder im Fürstenberghaus finden die zehn Veranstaltungen ihren Raum in der Öffentlichkeit, die genaue Liste der einzelnen Lectures findet man auf der Seite der Uni. Dort kann man auch entnehmen, ob der Vortrag auf deutsch oder englisch gehalten wird. Los geht es am Montag, 12. Juni, um 18 Uhr im F-Haus. Der Eintritt ist kostenlos, allerdings ist die Platzzahl begrenzt.

Benannt sind sie übrigens nach dem münsterschen Philosophen Hans Blumenberg. Zu seiner Lebzeit beschäftigte er sich schon früh mit Metaphern und ihrer Wirkung.

DAS münstersche Kunstereignis hat begonnen

Diesjährige Skulptur Projekte mit zwei Kunstwerken auf Uni-Gelände vertreten
Artschwager Nest Klein
© WWU Kulturbüro/bn

Alle zehn Jahre sind in der Stadt Münster aktuellste Positionen der bildenden Kunst zu sehen. Insgesamt sind bei den Skulptur Projekten 35 Werke zu sehen, einige davon an mehreren Standorten. Unter anderem auf dem Unigelände installiert ist "Laboratory Life" von Andreas Bunte. Plakate am H1 verweisen über QR-Codes auf Kurzfilme, die Alltagshandlungen und -prozesse zeigen.

Bilder zu den Kunstwerken, die von den Skulptur Projekte 1977 bis 2007 auf WWU-Gelände verblieben sind, hat das Kulturbüro der Uni auf seinem Facebook-Kanal zusammen getragen. Hier kann zum Beispiel Richard Artschwagers "Fahrradständermonument" bewundert werden, das eigentlich vor dem AStA-Häuschen steht und für die Dauer der diesjährigen SPM in der Partnerstadt Marl aufgestellt wurde.

Verwandte Nähe

Gemeinsame Ausstellung von Haus der Niederlande und Apostelkirche
Hdnl Blokker
© HdNl

Die stille Würde, die den Skulpturen von Käthe Kollwitz innewohnt, spiegelt sich in den Figuren, die die niederländische Künstlerin Lotta Blokker derzeit im Haus der Niederlande zeigt. Im Schatten der Skulptur Projekte ist gemeinsam mit der nahe gelegenen Apostelkirche eine kleine, feine Schau entstanden, die bis zum 27. August einen nachdenklichen Blick auf den Menschen ermöglicht. Im Mittelpunkt der Ausstellung im Haus der Niederlande steht die Skulptur "Secret" von Lotta Blokker, die gemeinsam mit Fotografien des Entstehungsprozesses ausgestellt wird. Sie entstammt der Serie „The Hour of the Wolf“, zu der insgesamt neun großformatigen Bronzefiguren zählen und von der die übrigen acht Skulpturen in der Apostelkirche stehen. Dort sind außerdem 18 Grafiken und fünf Skulpturen von Käthe Kollwitz zu sehen.

Von der Renaissance bis zum Punk

Voller Erfolg für die "Neuen Wände"
Lisa1
© WWU Kulturbüro

Die "Neuen Wände" waren auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Das Festival der Hochschulkultur, das zum dritten Mal stattfand, vereinte über 600 Akteure auf den Bühnen des Theaters Münster. Von der Renaissance bis zum Irish-Folk-Punk reichte die  musikalische Spannbreite, auch Theatergruppen, Tanzensembles und Modemacher zeigten ihr Können. Impressionen von den drei Tagen sind auf dem Facebook-Auftritt des Kulturbüros zu finden.

Kulturbüro goes Facebook

Neuer Newskanal ist unter www.facebook.com/wwukultur zu finden
Logo Facebook
© WWU Kulturbüro

Das Kulturbüro der Uni ist ab sofort auch bei Facebook präsent. Unter facebook.com/wwukultur informieren wir natürlich über alles Wissenswerte rund um Kunst und Kultur an der WWU, haben darüber hinaus aber auch das Kulturgeschehen in Münster und Umgebung im Blick und im Post. Dabei ist der neue Kanal keine Einbahnstraße: Kulturgruppen der WWU, die keinen eigenen Facebook-Zugang haben, dort aber vertreten sein möchten, können sich an das Kulturbüro wenden, das ihre Meldungen dort veröffentlichen wird.

Das aktuelle UKK-Magazin ist erschienen

Themen sind unter anderem die Skulptur Projekte und die "Neuen Wände"
Cover Sose17 Ukk
© WWU Kulturbüro

Ab sofort liegt das aktuelle UniKunstKultur-Magazin in den Campus-Info-Towern und in Cafés in der Innenstadt aus. Themen sind unter anderem die Skulptur Projekte, dessen Archiv von den Kunstwissenschaftlern der WWU wissenschaftlich aufgearbeitet wird, und das studentische Kulturfestival "Neue Wände". Außerdem wird die Kunstrezeption von Kindern und das Leben als Straßenkünstler unter die Lupe genommen. Die Online-Version kann hier als PDF heruntergeladen werden, wer das Heft auf Papier zugeschickt haben möchte, muss nur eine E-Mail ans Kulturbüro schreiben.