Forschungsschwerpunkte der WWU
Forschungsschwerpunkt Wirtschaft und Recht
- Netzwerkforschung: Die Welt rückt zusammen
- Gesamtübersicht über den Forschungsschwerpunkt (Forschung A-Z)
Netzwerkforschung: Die Welt rückt zusammen

Die Informationsgesellschaft ist durch die vermehrte Nutzung von Netzwerken geprägt. Unternehmen agieren weltweit miteinander, kooperieren mit Lieferanten, Kunden und sogar ehemaligen Konkurrenten. Öffentliche Verwaltungen öffnen sich für „Private Public Partnerships“, um Vorteile privater und öffentlicher Institutionen synergetisch zu nutzen.
Eine Welt ohne Netzwerke ist nicht mehr denkbar. Ein Motiv für die zunehmende Vernetzung von Unternehmen, dem öffentlichen Sektor – und von uns selbst – ist die Beherrschung von Unsicherheit. Jedoch kann ein hoher Grad der Vernetzung auch unübersichtlich sein und dadurch ganz neue Risiken bergen. Somit entsteht ein facettenreiches Spannungsfeld zwischen Vernetzung und Risiko, das nur in einem interdisziplinären Ansatz aufgelöst werden kann.
An der Universität Münster wird Netzwerkforschung seit einiger Zeit interdisziplinär betrieben. Disziplinen wie die Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Informatik, Rechtswissenschaften, Psychologie, Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft arbeiten dabei eng zusammen. Die übergeordnete Forschungsfrage, die sich die münsterschen Forscher auf die Fahnen geschrieben haben, lautet: Wie entsteht und entwickelt sich Unsicherheit in IT-gestützten Netzwerken und wie kann diese Unsicherheit in Netzwerken beherrscht werden? Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Evolution von Netzwerken gelegt – dies beinhaltet den gesamten Lebenszyklus von Netzwerken, beginnend bei ihrer Entstehung, über ihr Verhalten und ihre Weiterentwicklung bis hin zu ihrer Auflösung.
Das European Research Center for Information Systems (ERCIS) an der Universität Münster koordiniert seit vielen Jahren wesentlich die internationale Netzwerkforschung. Derzeit vereint das ERCIS Forscher der Wirtschaftsinformatik, Informatik, Jura und Betriebswirtschaftslehre. Zusätzlich bilden 20 Partnerinstitutionen die Basis für ein weltweit exzellentes Forschungsnetzwerk. ERCIS-Forscher nehmen an vielen großangelegten Netzwerkprojekten teil oder leiten diese. Die wichtigsten Förderer sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Europäische Union sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung.
European Research Center for Information Systems (ERCIS)

