Gute wissenschaftliche Praxis

Am 7. Januar 2002 hat sich die Westfälische Wilhelms-Universität Münster auf Basis eines Senatsbeschlusses einen Ehrenkodex "Regeln guter wissenschaftlicher Praxis" gegeben, der die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität auf Grundsätze wissenschaftlicher Redlichkeit und Fairness verpflichtet.
Ehrenkodex "Regeln guter wissenschaftlicher Praxis"

Der Ehrenkodex wird ergänzt durch

Vertrauensperson
Prof. Dr. Dirk Ehlers

Rechtswissenschaftliche Fakultät
Universitätsstrasse 14-16

+49 251 83-22701

ehlersd@uni-muenster.de

  • Regeln

    Regeln

    Die Regeln für eine gute wissenschaftliche Praxis richten sich verbindlich an alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der WWU. Diese beinhalteten:

    • "lege artis" (nach den Regeln der Kunst) zu arbeiten
    • korrekte Angaben zu machen
    • geistiges Eigentum zu schützen
    • andere Wissenschaftler in ihrer Forschungstätigkeit nicht zu beeinträchtigen

    Eine vollständige Auflistung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis an der WWU finden Sie im Ehrenkodex.

    Ehrenkodex "Regeln guter wissenschaftlicher Praxis"

  • Die Vertrauenspersonen

    Das Rektorat der WWU bestellt nach Rücksprache mit dem Senat eine erfahrene Wissenschaftlerin oder einen erfahrenen Wissenschaftler als unabhängige Vertrauensperson sowie eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter. Beratend tätig werden die Vertrauenspersonen unter strikter Vertraulichkeit:

    • für alle Mitglieder der WWU in einem Konfliktfall.
    • bei allen Fragen zu einer guten wissenschaftlichen Praxis.
    • bei Verdachtsmomenten eines wissenschaftlichen Fehlverhaltens.
    • für Wissenschaftler, welche dem Verdacht eines wissenschaftlichen Fehlverhaltens ausgesetzt sind.

  • Allgemeines

    "Der hohe Leistungsstand des Wissenschaftssystems macht täglich erfahrbar, dass die Grundprinzipien guter wissenschaftlicher Praxis erfolgreich angewendet werden. Gravierende Fälle wissenschaftlicher Unredlichkeit sind seltene Ereignisse. Jeder Fall, der vorkommt, ist aber ein Fall zu viel; denn nicht nur widerspricht Unredlichkeit - anders als der Irrtum - fundamental den Grundsätzen und dem Wesen wissenschaftlicher Arbeit; sie ist auch für die Wissenschaft selbst eine große Gefahr. Sie kann das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wissenschaft ebenso untergraben wie das Vertrauen der Wissenschaftler untereinander zerstören, ohne das erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit nicht möglich ist."

    (von der DFG-Kommission "Selbstkontrolle in der Wissenschaft", 1998)

    Wissenschaftliche Arbeit beruht auf allgemein gültigen Prinzipien. Allen voran ist die Ehrlichkeit gegenüber anderen und sich selbst zu nennen. Sie ist Grundlage guter wissenschaftlicher Praxis. Sie den Studierenden und dem wissenschaftlichen Nachwuchs zu vermitteln, gehört zu den Kernaufgaben der Hochschulen und ist Bestandteil der Selbstverpflichtung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Münster.

  • Untersuchungskommission

    Zur Aufklärung wissenschaftlichen Fehlverhaltens in der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster setzt das Rektorat eine Untersuchungskommission ein. Die Mitglieder sind Professorinnen und Professoren, die Mitglieder oder Angehörige der WWU sind. Derzeit besteht die Kommission aus folgenden Mitgliedern:

    1. Prof. Dr. Bodo Pieroth, Rechtswissenschaftliche Fakultät,  Vorsitzender
    2. Prof. Dr. Karen Zentgraf, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft
    3. Prof. Dr. Andreas Hensel, Fachbereich Chemie und Pharmazie

    Die Untersuchungskommission handelt erst, wenn ein konreter Verdacht vorliegt. In diesem Fall klärt sie den Fall anhand der Ordnung auf und gibt Handlungsempfehlungen und Vorschläge für Sanktionen an das Rektorat. Im Gegensatz zu den Vertrauenspersonen wird die Kommission nicht als Vermittler oder Berater tätig.

    Grundsätze für das Verfahren bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten in der Westfälischen Wilhelms-Universität