Rehabilitationsmaßnahmen

Alle Rehabilitationsmaßnahmen bedürfen der vorherigen Anerkennung durch die Beihilfestelle aufgrund eines amts- oder vertrauensärztlichen Gutachtens. Hierfür ist ein formloser Antrag unter Beifügung einer ausführlichen ärztlichen Bescheinigung zu stellen. Anschlussheilbehandlungen werden in der Regel durch den Sozialdienst des Krankenhauses beantragt.

Eine Anerkennung ist nicht zulässig, wenn im laufenden oder in den drei vorangegangenen Kalenderjahren bereits eine als beihilfefähig anerkannte Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt worden ist. Von der Einhaltung der Frist darf nur aus zwingenden medizinischen Gründen (z.B. schwere Krebserkrankung) abgesehen werden.
Ausnahme bei ambulanten Kur- und Rehabilitationsmaßnahmen: Bei Beamten und Richtern, die Dienstbezüge erhalten und das 63. Lebensjahr vollendet haben, reduziert sich der Zeitraum auf das laufende und vorangegangene Kalenderjahr.

Aufwendungen für medizinisch notwendige Begleitpersonen bei Menschen mit Behinderungen, bei denen die Notwendigkeit einer ständigen Begleitperson behördlich festgestellt ist, sowie bei Kindern sind im Rahmen der §§ 6, 6a und 7 BVO beihilfe-/ zuschussfähig.

Stationäre Rehabilitationsmaßnahme

Eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme/ Anschlussheilbehandlung (§ 6 BVO) muss in einer Einrichtung durchgeführt werden, welche die Voraussetzungen nach § 107 Abs. 2 SGB V erfüllt. Dies ist durch schriftliche Erklärung seitens der Klinik zu bestätigen. Den Vordruck erhalten Sie zusammen mit der Bewilligung.

Die Aufwendungen werden für höchstens 23 Kalendertage - einschl. der Reisetage - als beihilfefähig anerkannt. Eine medizinisch notwendige Verlängerung bedarf der vorherigen Anerkennung.

Klinik mit Versorgungsvertrag

Aufwendungen für Unterkunft, Verpflegung und Behandlung sind grundsätzlich in Höhe der Pauschale beihilfefähig, den die gewählte Einrichtung mit einem Sozialversicherungsträger vereinbart hat. Achtung bei der Inanspruchnahme von Wahlleistungen: Werden Arztbehandlungen, Arzneimittel oder Heilbehandlungen (Massagen, Krankengymnastik usw.) gesondert in Rechnung gestellt, sind diese grundsätzlich beihilfefähig. Die vorgenannte Pauschale ist dann jedoch um 30 v.H. zu kürzen. Besondere Vorsicht ist bei Gemischten Krankenanstalten geboten!

Privatklinik

Sofern die Einrichtung über keine Vereinbarung mit einem Sozialversicherungsträger verfügt, sind neben den beihilfefähigen Behandlungskosten die Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung bis zur Höhe des niedrigsten Tagessatzes der Einrichtung, höchstens jedoch 104 € täglich beihilfefähig.

Zu den Fahrtkosten wird bei notwendigen Behandlungen außerhalb von NRW ein Zuschuss von 100 €, innerhalb von NRW ein Zuschuss von 50 € gewährt.

Müttergenesungskur, Mutter/Vater-Kind-Kur

Die Maßnahme nach § 7 BVO ist in einer Einrichtung des Müttergenesungswerks oder in einer gleichartigen Einrichtung durchzuführen. Beihilfefähig sind die Pauschalsätze, die die Einrichtung mit einem Sozialversicherungsträger vereinbart hat. Achtung bei der Inanspruchnahme von Wahlleistungen: Werden Arztbehandlungen, Arzneimittel oder Heilbehandlungen (Massagen, Krankengymnastik usw.) gesondert in Rechnung gestellt, sind diese grundsätzlich beihilfefähig. Die vorgenannte Pauschale ist dann jedoch um 30 v.H. zu kürzen. Zu den Fahrtkosten wird bei notwendigen Behandlungen außerhalb von NRW ein Zuschuss von 100 €, innerhalb von NRW ein Zuschuss von 50 € gewährt.

Ambulante Rehabilitationsmaßnahme

Die ambulante Rehabilitationsmaßnahme (§ 7 BVO) muss in einer Einrichtung durchgeführt werden, die mit einem Sozialversicherungsträger einen Versorgungsvertrag geschlossen hat. Es sind die Aufwendungen für höchstens 20 Behandlungstage beihilfefähig. Rechnet die Einrichtung ihre Leistungen pauschal ab (Regelfall), sind die Aufwendungen in Höhe der Preisvereinbarung beihilfefähig, die die Einrichtung mit dem Sozialversicherungsträger geschlossen hat. Nebenkosten (z.B. Verpflegungs- und Unterbringungskosten, Kurtaxe) sind – soweit nicht in der Pauschalpreisvereinbarung enthalten – bis zu einem Betrag von 20 € täglich beihilfefähig. Notwendige Fahrkosten sind bis zu einem Betrag von 40 € täglich beihilfefähig.

Ambulante Kurmaßnahme

Bei ambulanten Kurmaßnahmen (§ 7 BVO) suchen Sie sich selbst eine Unterkunft in einem Kurort und gehen zur Behandlung ins Kurhaus. Zu den Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung, Kurtaxe sowie Fahrkosten wird ein Zuschuss von 60 € täglich für höchstens 23 Kalendertage gewährt. Aus schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen kann der Kurarzt eine Verlängerung bis zu 14 Kalendertage verordnen. Aufwendungen für Arztbehandlungen, Arzneimittel und Heilbehandlungen (z.B. Massagen, Krankengymnastik) sind daneben im Rahmen der BVO beihilfefähig. Die ordnungsgemäße Durchführung der Kur ist durch Vorlage eines ärztlichen Schlussberichts nachzuweisen.