Stationäre Krankenhausbehandlung

Stationäre Krankenhausbehandlungen sind in Höhe der Vergütungen nach dem DRG-Abrechnungssystem (Fallpauschalen) beihilfefähig.

Sie haben unter Anrechnung von Selbstbehalten die Möglichkeit, Wahlleistungen in Anspruch zu nehmen.

1. Wahlarztbehandlung (Chefärztin/-arzt, Belegärztin/-arzt)
Der beihilfefähige Betrag ist um 10 € täglich für höchstens 30 Tage im Kalenderjahr zu kürzen. Diese Regelung ist auf jede berücksichtigungsfähige Person anzuwenden.

2. Zweibettzimmer
Der Betrag ist um 15 € täglich für höchstens 30 Tage im Kalenderjahr zu kürzen. Mehraufwendungen für ein Einbettzimmer sind nicht beihilfefähig. Diese Regelung ist auf jede berücksichtigungsfähige Person anzuwenden.

Gemischte Krankenanstalten
Einrichtungen, die stationäre Krankenhausbehandlung und stationäre Rehabilitation anbieten, verursachen beihilferechtlich oft Abrechnungsprobleme. Ein Krankenhaus im Sinne des § 4 Abs. 1 Nr. 2 BVO muss auch eine formale Zulassung als Krankenhaus besitzen, andernfalls sind die Aufwendungen nach den Vorschriften zur Rehabilitation (§ 6 BVO) abzurechnen und führen – insbesondere bei Frührehabilitation – bei der Inanspruchnahme von Wahlleistungen tlw. zu erheblichen Eigenanteilen für den Beihilfeberechtigten.

Privatklinik
Stationäre Behandlungen in Krankenhäusern, die nicht nach § 108 SGB V zugelassen sind (Privatkliniken) sind grundsätzlich beihilfefähig. Die Pflegesätze sind aber nur insoweit als angemessen anzusehen und als beihilfefähig anzuerkennen sind, als sie dem Pflegesatz entsprechen, den die dem Behandlungsort nächstgelegene Klinik der Maximalversorgung für eine vergleichbare Behandlung berechnen würde, abzüglich eines Betrages von 25 € täglich für höchstens 30 Tage im Kalenderjahr.
Es ist daher immer eine Vergleichsberechnung vorzunehmen. Mehraufwendungen gehen zu Ihren Lasten.