Hilfsmittel

Aufwendungen für Hilfsmittel sind gem. § 4 Abs. 1 Nr. 10 BVO NRW beihilfefähig, sofern sie vorab ärztlich verordnet wurden. Beihilfefähig sind die Aufwendungen für Anschaffung und Reparatur; von den Aufwendungen für den Betrieb der Hilfsmittel ist nur der 100 € im Kalenderjahr übersteigende Betrag beihilfefähig.

Für Hilfsmittel von mehr als 1.000 € Rechnungsbetrag, die in § 4 Abs. 1 Nr. 10 Satz 10 BVO nicht ausdrücklich genannt sind, ist vorab die Bewilligung der Beihilfestelle einzuholen.

Die Beihilfe ist für einige Hilfsmittel auf einen Höchstbetrag begrenzt (Anlage 2 zu § 4 BVO). Dies sind u.a.:

  • Blutdruckmessgerät: 80,00 €
  • Hörgerät: 1.400,00 € je Ohr; einschl. aller Nebenkosten (z.B. Batterien)
  • Perücke: 800,00 €
  • Blutzuckerteststreifen: 0,70 € je Teststreifen

Zu den Hilfsmitteln gehören nicht Gegenstände, die auch im Rahmen der allgemeinen Lebenshaltung genutzt werden oder die einen Gegenstand der allgemeinen Lebenshaltung ersetzen können (z.B. Bandscheibenmatratzen, Heizkissen).

Brillen und Kontaktlinsen

Bei der Erstbeschaffung ist eine ärztliche Verordnung vorzulegen. Die Aufwendungen sind unter Berücksichtigung der medizinischen Indikation beihilfefähig. Hierfür ist die Optikerrechnung aufzuschlüsseln. Aufwendungen für die Fassung sind bis zur Höhe von 70 € beihilfefähig.

Kosten für eine Ersatzbeschaffung von Sehhilfen sind bei Personen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, bei einer Änderung der Sehschärfe um mindestens 0,5 Dioptrien (sphärischer Wert) beihilfefähig. Eine erneute ärztliche Verordnung ist nicht erforderlich. Bei gleichbleibender Sehschärfe sind die Aufwendungen für Kontaktlinsen 2 Jahre, von Brillengläsern 3 Jahre nach der Erstbeschaffung bis zu einem Betrag von 170 € je Kontaktlinse und 220 € je Brillenglas beihilfefähig.

Für Bildschirmbrillen ist die Beihilfestelle nicht zuständig. Hierfür wenden Sie sich vor der Beschaffung bitte an die Stabstelle für Arbeits- und Umweltschutz, Tel. 25797.