Projektbeschreibung "Studienbedingungen und Berufserfolg"
Die am Projekt "Studienbedingungen und Berufserfolg" beteiligten Hochschulen kooperieren beim Aufbau und der Durchführung entscheidungsnaher Absolventenstudien, die einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung der Hochschulausbildung (Studiengangsentwicklung, Qualitätsmanagement, Reakkreditierung) leisten sollen.
Notwendigkeit der Kooperation
In vielen Hochschulen in Deutschland wird derzeit – insbesondere durch Reakkreditierungs- und Qualitätssicherungsanforderungen veranlasst – nach Möglichkeiten gesucht, in kurzer Zeit ein System von Absolventenstudien einzuführen. Oft wird dabei versucht, "das Rad neu zu erfinden". Dabei besteht die Gefahr, dass ad hoc entwickelte Befragungen sich nur unzureichend an wissenschaftlichen Standards orientieren und einen Vergleich zwischen Studiengängen und Hochschulen nicht zulassen.
Das Internationale Zentrum für Hochschulforschung Kassel (INCHER-Kassel) übernimmt die Gesamtkoordination des Projekts im Rahmen des „Netzwerks Absolventenstudien Kassel“ und berät die Hochschulen bei der Entwicklung der hochschul- und studiengangsspezifischen Fragen sowie der Durchführung der Erhebungen, mit dem Ziel, eine möglichst hohe Beteiligung zu erreichen (angestrebte Rücklaufquote: 50%). Außerdem übernimmt INCHER-Kassel auf Wunsch die Datenerfassung der Papierfragebögen (wenn vorhanden) sowie die Durchführung der Online-Befragung. Des Weiteren integriert das INCHER die Befragungen der beteiligten Hochschulen in ein gemeinsames Datenfile, analysiert insbesondere die Wirkungen von Studienbedingungen und -angeboten für den weiteren Lebensweg und den Berufserfolg detailliert im Hochschulvergleich und liefert den Hochschulen druckfertige tabellarische Auswertungen der Befragungen.
Hier finden Sie weitere Informationen zum „Kooperationsprojekt Absolventenstudien (KOAB)“.
Finanzierung des Projekts
In den ersten zwei Jahren wurde das Projekt „Studienbedingungen und Berufserfolg“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert. Seit dem Befragungsjahr 2009 sind die Hochschulen allein für die Finanzierung der Befragungen verantwortlich. Das BMBF fördert derzeit bis 2012 die Entwicklung der zweiten Befragungsphase (Panelbefragung vier -bis fünf Jahre nach Studienabschluss), die es erlauben soll, die für Absolventenstudien zentrale Frage der Wirkungen von Studienbedingungen und -angeboten für den weiteren Lebensweg und den Berufserfolg detailliert im Hochschulvergleich zu analysieren (Projekttitel: „Analyse der Wirkungen hochschulischer Studienangebote und -bedingungen in Deutschland mit Hilfe von Absolventenbefragungen“).
Besonderheit in Nordrhein-Westfalen
In den Ziel- und Leistungsvereinbarungen IV (ZLV IV), die das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) mit den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen verabschiedet hat und die bis zum 31.12.2013 gelten, ist festgelegt worden, dass alle NRW-Hochschulen flächendeckende Befragungen der Absolventinnen und Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2011 in Kooperation mit dem INCHER-Kassel durchführen müssen. Hier ein Auszug aus den ZLV IV (§ 14, Abs. 4): "Zudem sichern die Hochschulen dem MIWF zu, dass es INCHER mit einer landesweiten Gesamtauswertung der Kernfragen pro befragten Absolventenjahrgang beauftragen darf. Das MIWF erhält ausdrücklich keinen Zugang zu den hochschulspezifischen Daten. Die Hochschulen erhalten die entsprechende Landesauswertung zu Vergleichszwecken (als landesweiten Referenzrahmen) zur Verfügung."
Ablauf der Absolventenbefragung 2012
Die Absolventinnen und Absolventen sowie die Promovierten der WWU Münster werden ein bis zwei Jahre nach Examensabschluss befragt. Aktuell sind das die ehemaligen Studierenden und Promovierenden des Abschlussjahrgangs 2011. Das sind all jene, die ihre Prüfung im Wintersemester 2010/2011 oder im Sommersemester 2011 erfolgreich abgelegt haben. Ab Mitte Oktober werden die Absolventinnen und Absolventinnen sowie die Promovierten erstmalig kontaktiert und zur Teilnahme an der Befragung eingeladen. Im weiteren Verlauf werden sie bis zu drei Mal an die Teilnahme erinnert. Dies hat zum Ziel, eine möglichst hohe Rücklaufquote zu erreichen, um später aussagekräftige Auswertungen erstellen zu können. Unzustellbare Adressen werden im Verlauf der Befragung im Internet nachrecherchiert; „gefundene“ Absolventinnen und Absolventen werden in diesem Zuge ggf. über Xing oder angeschrieben.
Im Zuge der Befragung werden auch Bachelorabsolventinnen und -absolventen zur Teilnahme eingeladen. Auch wenn ein Großteil von ihnen ein Masterstudium angehängt hat und somit noch nichts über den Berufseinstieg sagen kann, können Absolventinnen und Absolventen mit Bachelorabschluss gleichwohl Aussagen über die Studienbedingungen und über den Übergang vom Bachelor in den Master machen. Für die Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre sind die Aussagen dieser Absolventinnen und Absolventen sehr wichtig!
Eine Besonderheit in diesem Jahr ist, dass auch einige Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule Münster von der WWU befragt werden. Dabei handelt es sich um diejenigen, die im Rahmen der kooperativen Lehramtausbildung sowohl an der FH Münster als auch an der WWU studiert haben.
Anlage und Durchführung der Absolventenbefragungen in den Jahren 2007 bis 2011 (Erstbefragung ein bis zwei Jahre nach Studienabschluss)
| Befragungsjahr | |||||
| 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | |
| Befragter Abschlussjahrgang |
2006 (WS 2005/06 + SoSe 2006) |
2007 (WS 2006/07 + SoSe 2007) |
2008 (WS 2007/08 + SoSe 2008) |
2009 (WS 2008/09 + SoSe 2009) |
2010 (WS 2009/10 + SoSe 2010) |
| Finanzierung | Hochschulen + BMBF | Hochschulen + BMBF | Hochschulen | Hochschulen | Hochschulen |
| Durchführungszeitraum | Dez. 2007 – März 2008 | Okt. 2008 – Feb. 2009 | Okt. 2009 – Feb. 2010 | Okt. 2010 – Feb. 2011 | Okt. 2011 – Feb. 2012 |
| Beteiligte Hochschulen | 9 | 48 | 45 | 49 | 45 |
| Adressen | 15.200 | 86.800 | 76.000 | 92.000 | 87.000 |
| Erreichte Absolventinnen und Absolventen | 12.800 | 75.000 | 70.000 | 83.000 | 80.000 |
| Antworten | 6.300 | 37.500 | 34.000 | 38.000 | 34.000 (geschätzt) |
| Antwortquote (Durchschnitt der beteiligten Hochschulen) | 49% | 50% | 49% | 47% | 47% (geschätzt) |
Ansprechpartner
Dezernat 5.3. - Planung, Entwicklung, ControllingHüfferstraße 1a
48149 Münster
Fax: +49 251 83-30345
Julia Schmidt
Tel.: +49 251 83-22478
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Christian Tusch
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