inforum 2/2012 - Zentrales Managementsystem für die Medientechnik der WWU
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ImpressumZentrales Managementsystem für die Medientechnik der WWU
H. Wenner
Um den Support für die medientechnischen Anlagen in den Räumen der WWU zu optimieren wurde ein zentrales Managementsystem in Betrieb genommen.Das Zentrum für Informationsverarbeitung (ZIV) der WWU plant, installiert, konfiguriert und wartet in ca. 300, über das gesamte Münsteraner Stadtgebiet verteilten, Hörsälen und Seminarräumen medientechnische Anlagen.
Hierzu waren die Mitarbeiter bislang immer auf Informationen z. B. über Filter- und Lampenlaufzeiten der Beamer aus den dezentralen Bereichen angewiesen. Häufig werden Störungen jedoch erst gemeldet, wenn Anlagenteile (z. B. der Beamer) nicht mehr funktionsfähig sind.
Um den Status der Anlagen zentral überwachen zu können und somit auch Störungsmeldungen direkt aus Geräten auslesen und an die zuständigen Mitarbeiter weiterleiten zu können, wurde nun am ZIV nun ein zentrales Managementsystem für die medientechnischen Anlagen in Betrieb genommen.
Nach intensiver Marktbeobachtung fiel die Entscheidung für das Produkt „Global Viewer Enterprise“ des Herstellers Extron. Einer der Gründe hierfür war, dass auch Mediensteuerungen anderer Hersteller (sogenannte Third-Party-Controller) in das Extron-System integriert werden können.
Durch den Einsatz des Managementsystems können künftig Wartungsarbeiten, wie z. B. das Reinigen von Beamerfiltern besser geplant und koordiniert werden, was zu einer besseren Verfügbarkeit der für die Lehre immer wichtiger werdenden Medientechnik führt.
Darüber hinaus können Mitarbeiter des ZIV bei Störungsmeldungen zunächst via Remotezugriff den Anlagenstatus prüfen und im Falle von Bedienungsfehlern die Störung äußerst zeiteffizient lösen, da keine Wegezeiten entstehen.
Nicht zuletzt spielt auch das Thema Energieeinsparung an der WWU eine Rolle. Durch das zentrale Managementsystem wird es möglich, alle integrierten Anlagen mittels Schedule-Funktion zu definierten Zeiten auszuschalten um einen 24-Stundenbetrieb und die damit verbundenen Energieverbräuche zu vermeiden.
Im ersten Schritt wurden nach der Inbetriebnahme des Managementsystems alle Informationsdisplays der Marketingabteilung der WWU integriert. Hier erfolgt bereits jetzt ein automatisiertes Ein- und Ausschalten der Geräte zu definierten Zeitpunkten. Neustarts der Geräte konnten auch in Störungsfällen während der letzten Monate ohne einen zeitaufwändigen Außendiensteinsatz der ZIV-Mitarbeiter erfolgen.
Aktuell arbeiten die Mitarbeiter des Bereiches Medienservice des ZIV an Software-Modulen zur Integration von an der WWU vorhandenen Third-Party-Controllern.
Der nächste Schritt wird dann die Integration von Bestandsanlagen in das neue System, welche die technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen bereits erfüllen. Durch zukunftssichere Planungen in den vergangenen Jahren können viele dezentrale Anlagen ohne nennenswerten Aufwand in Bezug auf Hardware oder Infrastruktur in das neue System integriert werden.
Langfristiges Ziel ist eine optimale Ausnutzung der personellen Ressourcen durch minimale Zeitverluste aufgrund von Wegezeiten und frühzeitig terminierte Wartungsarbeiten sowie ein Höchstmaß an Verfügbarkeit der medientechnischen Anlagen für einen reibungslosen Lehrbetrieb.
Abb.
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