inforum 2/1997 - Drucken und Plotten im Rechenzentrum
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ImpressumDrucken und Plotten im Rechenzentrum
von H. Pudlatz
Nach der Abschaffung der Mainframes im Rechenzentrum kann von den übrigen Plattformen weiterhin wie gewohnt gedruckt und geplottet werden. Einige Besonderheiten sind zu beachten.
Am 21. März 1997 ging ein Zeitalter der Datenverarbeitung am Rechenzentrum zu Ende. Die IBM-Mainframes unter den Betriebssystemen MVS und VM/CMS sind endgültig abgeschaltet und entsorgt worden. Rechenzentrumsbesucher haben wenige Tage danach noch einen letzten Blick auf die blauen Ungetüme mit den armstarken Kabeln in der Eingangshalle des URZ werfen können. Schon vorher sind die an diesen Rechnern betriebenen Drucker Siemens 2200-3 und Canon CLC 300 abgeschaltet und durch neuere Geräte ersetzt worden. Erstere ließen sich nicht mehr bzw. nur mit großen Aufwand an die Unix-Printserver anschließen; beim Canon-Gerät kamen die geringe Leistungsfähigkeit und Probleme bei der Ausgabe von Folien hinzu.
Der Gerätewechsel sei an folgender kleiner Tabelle veranschaulicht:
| alt | neu | |
| Drucker | Siemens 2200-3 | IBM 3835 |
| Plotter | Canon CLC 300 | Xerox 5760 |
Für alle, die von Unix-Systemen aus drucken bzw. plotten, dürfte der Austausch der Geräte fast unbemerkt vonstatten gegangen sein. Daß mit dem neuen 240-dpi-Endlosdrucker IBM 3835 PostScript-Dateien zwei- bis dreimal schneller gedruckt werden, bemerkt der Benutzer höchstens daran, daß er die Ausgabe früher in seinem Fach vorfindet. Von Unix aus kann man nach wie vor mit dem Kommando p3800 PostScript-Dateien und reine Textdateien im Hochformat ausdrucken, während das Kommando lprint für die Ausgabe reiner Textdateien im Querformat zuständig ist. Beide Kommandos drucken nun auf den Drucker IBM 3835.
Ebenso ist die Ausgabe von A4- und A3-Farbgrafiken - nun auf dem Plotter Xerox 5760 - mit dem Kommando plot wie gewohnt möglich. Der vom plot-Kommando gestartete Dialog bietet Ihnen jetzt natürlich statt der Alternative canon die Auswahl xerox an. Eine eigene Vorspannseite zur Identifikation des Benutzers macht den Identifikationsbalken auf der ausgegebenen Grafik und auch dessen Unterdrückung mit der Option -inkognito überflüssig. Die Handhabung ist ansonsten mit der beim Canon CLC 300 identisch: Option -a3 nur bei PostScript-Bildern, keine DIN-Vergrößerung mit der Option -d wie beim HP-Plotter (der natürlich weiterhin zur Verfügung steht, s. u.), Steuerung der Exemplarzahl mit der Option -e, Erzeugung von A4-Folien mit der Option -f.
Von PC-Systemen im CIP-Pool ist der IBM-Drucker über die Druckerschnittstelle lpt2 erreichbar. Hier können Text- und PostScript-Dateien mit den üblichen DOS-Kommandos ausgedruckt werden. Aus Windows-Anwendungen heraus können über aufzurufende PostScript-Treiber Texte und Grafiken dorthin ausgegeben werden. Natürlich kann auch überall aus dem Netz, von wo die zentralen Drucker im Rechenzentrum erreichbar sind, nach Einstellung
net use lptx \\rumsrv01\ps3800
die Ausgabe auf dem IBM-Drucker erfolgen.
Analog kann auf den A0-Farbplotter vom Typ HP DesignJet 650C über das Netz geplottet werden nach erfolgter Netzanmeldung
net use lptx \\rumsrv01\hp650.
Man kann eine in der gewünschten Größe erzeugte PostScript-Grafik dorthin kopieren oder aus einer Anwendung heraus nach Einstellung eines passenden Treibers plotten.
Die Benutzung des Xerox-Plotters ist zunächst etwas schwieriger: Auch hier ist die Anmeldung der Ressource mittels
net use lptx \\lsxfbhsrv2\xe5760
erforderlich. Jedoch ist vorher über die Unix-Plattform etwa mittels
telnet xfbhsrv2
das Kommando
ls_enable
anzugeben, wobei zur Bestätigung noch nach dem Unix-Paßwort gefragt wird.
Um den Plotter etwa von einer Windows-Anwendung heraus optimal
nutzen zu können (z. B. zum Erzeugen von A3-Grafiken), ist auf dem
PC in der entsprechenden Betriebssystemumgebung noch ein passender
Xerox-Druckertreiber zu installieren. In Windows NT gehört dieser zum
Lieferumfang; für Windows 95 findet man Treiber auf dem FTP-Server des
Rechenzentrums mittels des Kommandos ftp ftp2 im Verzeichnis
\etc\xerox. Beachten Sie dort die Datei readme.txt.
Ganz so einfach wie dargestellt ist die Ablösung der alten Druckers nicht gelaufen. Hier waren vom Rechenzentrum einige Arbeiten erforderlich, um die Ablösung für den Nutzer weitgehend transparent erscheinen zu lassen.
Natürlich steht auch weiterhin die Xerox-„Druckstraße“ Docutech 135 als
Ausgabegerät für PostScript-Dateien zur Verfügung (vgl. die
-Ausgaben
Nr. 1/1995 und Nr. 2/1995).
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