0021 Bildrauschen
| Gerät | Canon PowerShot G2 |
| Software | Adobe Photoshop |
| Ausgangsmaterial |
- |
| Ergebnis | Fotos mit unterschiedlichen Störungen durch Rauschen |
Bildrauschen
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Als Rauschen wird ein Signalanteil ohne Information bezeichnet. In der digitalen Fotografie wird so ein unerwünschter Signalanteil durch viele voneinander unabhängige Quellen erzeugt. Kodak zählt in seinem grundlegenden Artikel Kodak - Noise Sources mehr als 10 mögliche Verursacher auf.
In diesem Experiment sollen zwei Quellen
beobachtet werden, die Rauschen verursachen:
- Die Größe des einzelnen Sensor-Element
Je kleiner das Element, umso stärker ist die Kamera gegen Rauschen empfindlich. Die Canon PowerShot G2 verfügt über einen Sensor mit einer Fotoelementgröße von 3 µm, bei der EOS 300D ist sie dagegen 6 µm. - Die Dauer der Belichtungszeit
Die einzelnen Fotosensoren sammeln für die Dauer ihrer Belichtung Licht (Photonen). Leider sind die Sensoren jedoch auch Temperatur empfindlich. Die einzelnen Fotoelemente werden neben Licht auch durch Wärmeeinwirkung gefüllt. Je länger die Belichtung ist, desto stärker macht sich dieses thermische Rauschen bemerkbar.

Wählen Sie eine möglichst kurze Belichtungszeit. Die Blende spielt
bei den Rauschversuchen nur eine untergeordnete Rolle. Das
nebenstehende Foto zeigt einen Ausschnitt in Originalgröße. Für die
Aufnahme wurde die Canon PowerShot G2 benutzt und eine Belichtungszeit von 1/500 sec gewählt.
Dies ist die Qualität, die Ihnen eine digitale Kamera im Normalfall
bietet.
Wählen Sie eine lange Belichtungszeit. Das
nebenstehende Foto zeigt wieder einen Ausschnitt in Originalgröße. Für
die Aufnahme wurde ebenfalls die Canon PowerShot G2 benutzt, diesmal
jedoch eine Belichtungszeit von 1/4 sec gewählt. Dies ist die Qualität,
die Ihnen eine digitale Kamera z.B. bei Nachtaufnahmen bietet.
Zum Vergleich sei auch noch ein Foto der Canon 300D mit
ihren 6µm-Fotoelementen beigefügt. Das Foto wurde mit 1/100 sec
aufgenommen.
Beachten Sie, dass die so genannte Empfindlichkeit (50 ASA, 400 ASA usw.) eigentlich keine Rolle spielt. Bei einer digitalen Kamera wird durch die Einstellung der ASA-Empfindlichkeit nur der Belichtungsvorgang modifiziert, der Sensor wird natürlich nicht empfindlicher.
Ein Foto mit 1/500 sec bei ASA 400 sollte bei korrekter Eichung des Belichtungsmessers das gleiche Foto ergeben wie eines mit 1/60 sec bei ASA 50.
Siehe auch

