0014 Canon PowerShot G2
| Gerät | Canon PowerShot G2 |
| Software | - |
| Ausgangsmaterial |
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| Ergebnis | - |
Beschreibung der Kamera
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Die Canon Powershot G2 ist eine digitale Kamera, die auf einem CCD-Sensor mit
2272 x 1704 Fotosensoren und einem 10-Bit-Analog-Digital-Wandler basiert. Die
Kamera ist in der Lage, Raw-Bilder zu speichern. Für die Speicherung der Bilder
steht in der Kamera ein CompactFlash™-Speicher mit einer Kapazität von 1 GByte
zur Verfügung. Weiterhin verfügt die Kamera über ein Zoom-Objektiv mit einer
realen Brennweite von 7-21 mm. Bei der Powershot G2 entspricht dies einer
Äquivalenzbrennweite von 34-102 mm. Bei 35 mm Brennweite steht Blende 2, bei 102
mm noch Blende 2.5 zur Verfügung. Neben dem optischen Sucher ist auf der
Rückseite auch ein schwenkbarer LCD-Farbmonitor verfügbar. Belichtung und
Entfernung werden automatisch gemessen und eingestellt. Die Kamera verfügt über
einen eingebauten Blitz.
CompactFlash™ Karte
Die Powershot G2 verwendet zum Abspeichern ihrer Bilder eine so genannte
CompactFlash Karte (CF-Karte) und zwar
ein so genanntes Microdrive mit einer Speicherkapazität von 1 GByte.
Die Größe der Fotos
Beim Belichten eines Bildes sammelt jedes der 2272 mal 1704 Fotoelemente
10 Bit Daten. Dies entspricht einem Grundspeicherbedarf von gut 4.6 MByte für
jedes Raw-Bild. Allerdings nutzt die Powershot zum Speichern eine verlustfreie
Komprimierung. Der Speicherbedarf der Bilder ist also etwas kleiner. Typisch
werden 3.4 MByte abgelegt. Damit kann die 1 GByte Speicherkarte rund 300
Bilder aufnehmen.
Die Kamera bietet auch die Möglichkeit an, aufgenommene Bilder im JPEG-Format
(Joint Photographic Experts Group) zu speichern. JPEG ist ein weit
verbreitetes Format, das Bilder unter Inkaufnahme von
Bildinformationsverlust Platz sparend mit 8-Bit-Farbtiefe speichert. Plant man
eine Bearbeitung der Bilder, so ist das JPEG-Format ungeeignet.
Das TTL-Display
Die Suchersituation ist wie bei allen digitalen Kameras, die keinen
Spiegelreflex-Sucher haben, nicht ideal, obwohl die Powershot über zwei
Suchersysteme verfügt. Zum einen gibt es einen optischen Sucher, der zu jedem
Zeitpunkt an die verwendete Brennweite angepasst wird. Zum anderen gibt es einen
kleinen TTL-Monitor, der allerdings für mehrere Zwecke verwendet wird. Wird er
als Sucher genutzt, so ist er direkt mit dem Bild-Sensor-System gekoppelt und
zeigt das Bild im Wesentlichen so an, wie es beim Betätigen des Auslösers
aufgenommen wird. Außerdem werden auch noch eine Reihe von Aufnahmeparametern
angezeigt.Ist ein Bild angefertigt worden, kann der Monitor auch zu einem ersten Blick auf das neue Foto genutzt werden. Das Bild ist sehr klein mit einer Diagonale von 1.8 Zoll (= 4.5 cm) und besteht aus rund 100.000 Punkten.
Die Belichtungsmessung
Die Canon-Kamera verfügt über ein vollautomatisches Belichtungssystem. Es
kann auf vielfache Weise eingesetzt werden. Neben der Vollautomatik und einer
völlig manuellen Einstellung gibt es auch die Möglichkeit, die Blende
vorzuwählen und die zugehörige Zeit dazu regeln zu lassen. Diese Zeitautomatik
ist für den Normalfall zu empfehlen. Mit der Blende kann die
Tiefenschärfe festgelegt werden. Dies ist ein bewusst einzusetzendes
Gestaltungsmittel. Die zugesteuerte Zeit hat keinen Einfluss auf die Gestaltung
des Bildes.
Nur wenn die Zeit zu lang wird und Verwacklung droht oder wenn eine schnelle
Bewegung eingefroren werden soll, ist die Blendenautomatik vorzuziehen. Hier
wird die Zeit vorgegeben und die Blende automatisch dazugesteuert.
Die Fokussierung
Die Entfernung wird durch einen Sensor hinter dem Objektiv automatisch
gemessen. Zwar kann die Powershot auch manuell fokussiert werden, sie bietet
aber keine Hilfsmittel, wie Messsucher oder Spiegelkasten an, um dies definiert
zu tun. Zu beachten ist, dass die Einstellung der Entfernung
eine unangenehm lange Zeit benötigt (typisch 0.4 sec). Die tatsächlich
fotografierte Szene kann also leicht von der beim Auslösen gesehenen
abweichen. Als kleine Erleichterung bietet die PowerShot die Möglichkeit an, die
Entfernungseinstellung dauernd aktuell zu halten. Die dauernde Nachfokussierung
erzeugt aber Geräusche und der
Stromverbrauch ist beträchtlich.
Die Bedienungsanleitung
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Die Vorderseite

Auf der Vorderseite der Kamera gibt es keine Bedienelemente. An dem
Tragriemen der Kamera ist jedoch ein Objektivschutzdeckel befestigt. Mit diesem
Deckel ist das Objektiv immer, wenn die Kamera nicht genutzt wird,
abzudecken. Bevor man die Kamera einschaltet, muss er abgenommen werden.
Die Rückseite
Auf der Rückseite ist neben den Suchersystemen optischer Sucher und TTL-Monitor eine Reihe von Bedienelementen angebracht.
Die Blitz-Taste schaltet den Blitz ein
und aus.
Die Kontrollleuchten zeigen verschiedene
Aufnahmezustände an.
Mit der Makro-Taste wird der Nahbereich (6 -
70 cm) des Objektivs erschlossen.
Der Joystick wird immer dann verwendet, wenn aus mehreren Werten auszuwählen ist.
Die Menü-Taste schaltet das Menü ein.
Mit der OK-Taste wird eine Auswahl bestätigt.
Über die Löschen-Taste werden Bilder gelöscht.
Die Display-Taste schaltet das TTL-Display ein und aus.
Der Monitor ist drehbar angebracht und kann in praktisch jede Winkelstellung gebracht werden. Im Ruhezustand der Kamera wird er geschützt gegen die Kamera geklappt.
DieOberseite

Die Kontrollanzeige zeigt, wenn die Kamera aufnahmebereit ist, wesentliche
Informationen an. In dem Beispiel links ist oben rechts die gewählte Blende 2.0
eingestellt. Der durchgestrichene Blitz (
Zoom-Hebel und
Auslöser sind miteinander kombiniert. Der Auslöser ist in
nebenstehender Abbildung rot umrandet. Der Auslöser hat zwei Druckpunkte. Wird
nur leicht darauf getippt, so wird die Belichtungs- und Entfernungsmessung
aktiviert, und die gemessenen Werte werden gespeichert. Wird der Auslöser ganz
heruntergedrückt, so wird eine Aufnahme gemacht. Mit dem grün umrandeten Hebel
wird die Brennweite des Objektivs verstellt. Wird der Hebel nach links
verschoben, wird in den Weitwinkelbereich hinein gezoomt. Wird er nach rechts
geschoben, erhält man die Tele-Brennweiten.
Programmwähler und
Ein/Aus-Schalter sind ebenfalls ineinander geschachtelt.
Die innere mit einem Zahnkranz versehene Scheibe dient der Auswahl des
Belichtungsprogramms. Das Programm, das der kleinen weißen Markierung gegenüber
steht, ist ausgewählt. In unserem Beispiel ist das Programm Zeitautomatik
Av ausgewählt.
- Im Modus AUTO übernimmt die Kamera alle Einstellungen einschließlich der Blitzeinstellung. Bei allen folgenden Programmen kann der Blitz abgeschaltet werden.
- Die Programmautomatik P stellt Blende und Zeit ein.
- Bei der Blendenautomatik TV wird die Zeit mit dem Joystick vorgewählt. Die Blende wird dazugeregelt.
- Wir werden meistens die Zeitautomatik AV verwenden. Hier kann mit dem Joystick die Blende vorgewählt werden. Die Zeit stellt die Kamera ein.
- Im manuellen Modus M werden Zeit und Blende vom Fotografen eingestellt. Diese Einstellung spielt z.B. bei Astro-Aufnahmen eine Rolle.
Unter der dicken Programmwahlscheibe liegt die dünnere Scheibe, mit der man die Kamera ein- und ausschaltet. Sie hat oben eine ca. 5mm große Nase, die die Schalterstellung anzeigt. Der Schalter hat drei Stellungen:
- In der rechten Abbildung befindet sich der Schalter in der Stellung
.
Die Kamera ist ausgeschaltet. Das Objektiv ist eingezogen. Der Auslöser ist
gesperrt. - Wird der Schalter nach links auf das Symbol
gelegt,
so ist die Kamera aufnahmebereit. Das Objektiv wird ausgefahren. Der Auslöser ist aktiviert. - Die letzte Stellung
dient zum Ansehen der gemachten Fotos und zu deren Übertragung an den PC.
Verbleibt noch die Taste für die Aktivierung des Selbstauslösers. Der Selbstauslöser ist neben seiner eigentlichen Funktion ein gutes Hilfsmittel, um bei längeren Belichtungszeiten die Verwacklung durch das Drücken auf den Auslöser zu vermeiden. Man fixiert die Kamera, aktiviert den Selbstauslöser und betätigt dann den Auslöser. Wenn nach ca. 10 Sekunden die Kamera auslöst, ist die durch das Betätigen des Auslösers verursachte Schwingung abgeklungen.
Die Unterseite
Die Unterseite der Kamera ist nicht sehr interessant. Von hier ist
der Akkumulator der Kamera erreichbar. Man
kann den Akku allerdings auch aufladen, wenn er in der Kamera verbleibt.
An der Unterseite ist auch das Stativgewinde zu finden.
Hierüber kann die Kamera auf ein Stativ geschraubt werden.
Die rechte Seite
Die rechte Seite der Kamera dient der externen Versorgung. Hinter einer Abdeckung, die man zur Seite schieben kann, befinden sich zwei Buchsen.
- Über die Ladebuchse kann der Akku aufgeladen werden. Zum Lieferumfang gehört ein spezielles Canon-Netzteil, das über einen passenden Stecker verfügt.
- Auch der USB-Eingang erfordert einen Canon spezifischen USB-Stecker. Ein entsprechendes Kabel gehört zum Lieferumfang.
Standardeinstellungen
Zum Einstellen der Standardeinstellungen schalten Sie die Kamera ein, klappen
den Monitor aus und drücken auf die Menü-Taste. In dem erscheinenden Menü können
Sie mit dem Joystick Einträge anwählen. Mit der OK-Taste wird eine Auswahl
bestätigt. Als Standard wird empfohlen:
| File Format | RAW |
| ISO Speed |
50 |
| Digital Zoom |
Off |
| AF Mode |
Single |
| Spot AE Point |
Center |
| Contrast |
Mittlerer Wert |
| Sharpness |
Niedrigster Wert |
| Saturation | Mittlerer Wert |
Wenn alle Einstellungen festgelegt sind, werden sie durch Drücken der Menü-Taste gespeichert. Die Kamera ist jetzt einsatzbereit
Aufnahme eines Fotos
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1. Einschalten
Schalten Sie die Kamera ein. Wählen Sie als Programm die Zeitautomatik. Stellen Sie mit Hilfe des Joysticks die gewünschte Blende ein. Kontrollieren Sie die Tasten Naheinstellung, Blitz und Selbstauslöser.
2. Aufnahme
Visieren Sie ihr Motiv an. Wählen Sie mit dem optischen Sucher oder mit dem
TTL-Monitor den Ausschnitt. Korrigieren Sie gegebenenfalls den Ausschnitt mit
der Zoom-Taste. Betätigen Sie den Auslöser.
Die grüne Lampe blinkt kurz auf. Auf dem Monitor ist das gerade
gemachtes Foto für einige Zeit zu sehen. Wenn es wieder verschwindet,
ist es auf dem CF-Speicher abgelegt, und Sie können die nächste
Aufnahme machen.
3. Übernahme in den PC
Um die aufgenommenen Fotos auf den PC zu übertragen, nehmen Sie die CF-Karte
heraus und benutzen Sie das CF-Lesegerät am PC.
(Siehe Anleitung 5: Die Speicherkarte der Kamera
lesen)
Siehe auch
- Handbuch Canon PowerShot G2 (englisch)
- Anleitung Die Speicherkarte der Kamera lesen

