Sicher ins Internet
Stichwortliste zur Lehrveranstaltung
Veranstaltungsdaten
- Dozent: Rainer Perske
- Blockveranstaltung Sicher ins Internet
- Vorlesungsnummer: 260011
- Datum: 15.08.-19.08.2005
- Blockveranstaltung Sicher ins Internet für
Fortgeschrittene
- Vorlesungsnummer: 260026
- Datum: 22.08.-26.08.2005
- Uhrzeit: 10-12 Uhr + 13-17 Uhr
- Ort: Einsteinstraße 60, ZIV-Pool 3 (Erdgeschoss)
- URL: http://www.uni-muenster.de/ZIV/Mitarbeiter/RainerPerske/SicherInsInternet.html
- Weiteres Skriptmaterial (Ausdrucken der PDF-Dateien wird empfohlen)
- Wichtige Hinweise zur sicheren Installation eines Windows-Systems - (PDF-Datei 2½ MB)
- Wichtige Hinweise zur Einstellung der Internetoptionen - (PDF-Datei 2½ MB)
- Installation und Konfiguration der Virenschutzsoftware McAfee VirusScan Enterprise - (PDF-Datei 6 MB)
- Installation und Konfiguration von Mozilla Firefox und Mozilla Thunderbird - (PDF-Datei 8 MB)
- Installation und Konfiguration von Pretty Good Privacy (PGP) Freeware - (PDF-Datei 6½ MB)
- Vortrag Verschlüsselte Kommunikation im Internet (PDF-Datei 1¾ MB) und Abbildungen (PDF-Datei 1 MB)
- Artikel SPAM-Entsorgung mit perMail
- Ergänzende Literaturempfehlungen
- Für Einsteiger und Fortgeschrittene
- Clifford Stoll, Kuckucksei, Fischer Taschenbuch, ISBN 3596139848
- Simon Singh, Geheime Botschaften, Dtv Taschenbuch, ISBN 3423330716
- Zahllose Artikel aus der Zeitschrift c't, Heise-Verlag
- Wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org zu »Internetprotokoll« und dort verlinkte Artikel
- Für Fortgeschrittene
- Bruce Schneier, Applied Cryptography, Second Edition, John Wiley & Sons, ISBN 0471117099
- David Kahn, The Codebreakers, Scribner Book Company, ISBN 0684831309
- Für Einsteiger und Fortgeschrittene
Technische Daten
- VMware-Konfiguration der Maschinen 18 bis 48
- MAC-Adressen: 00:50:56:01:00:18 bis ...:48
- Rechnernamen: ZIV01018VM bis ZIV01048VM.uni-muenster.de
- Zugeordnet den realen Rechnern: ZIV01018 bis ZIV01048.uni-muenster.de gemäß Aufkleber
- Vorbereitung der virtuellen Maschine
- Konfigurationsdateien: Netzwerklaufwerke
\\zivpool1\kurs05(oder\\wwuserv4\perske_kurs) in Zugriff nehmen - Falls nicht schon vorhanden, vom Netzwerklaufwerk die Dateien
ZIV010NN.vmxundNVRAMnachD:\ZIV010NN.vmxkopieren (für NN die richtige Nummer einsetzen, siehe Aufkleber am Rechner) - Falls nicht schon vorhanden, vom Netzwerklaufwerk die Datei
XP-N.vmdknachD:\XP.vmdkkopieren (für N die richtige Nummer einsetzen) - Starten durch Doppelklick auf die
.vmx-Datei - Nach dem Start der virtuellen Maschine: Unter Start | Systemsteuerung | Leistung und Wartung | System | Computername | Ändern | Computername: ZIV010NNVM (statt VMPERSKE2) eintragen (für NN die richtige Nummer einsetzen)
- Konfigurationsdateien: Netzwerklaufwerke
- Kursnutzerkennungen für E-Mail-Übungen werden bei Bedarf vergeben
Motivation
- Wiedergewinnung von etwas Privatsphäre und Anonymität
- Wiedergewinnung von etwas vertraulichem Gedankenaustausch
- Schutz eigener Daten und Interessen
Beispiele: Siemens verlor 1993/94 4-Mrd.-ICE-Südkorea-Auftrag: DGSE las Angebotfax, Alstom bot TGV günstiger; eigene Verbeamtung - Aufrechterhaltung der Nutzbarkeit des Rechners
- Vermeidung der Beihilfe zu Kriminalität und Terrorismus
- Vermeidung, das Ziel polizeilicher Ermittlungen zu werden
Erste Woche: Sicher ins Internet
Montag und Dienstag: Notwendige Schutzmaßnahmen und World Wide Web
Einführung in Struktur des Internet. Fehlersuche. Absicherung des eigenen Rechners (Update, Einstellungen, Virenschutz, Paketfilter, Softwareauswahl, Browsercheck, Backup). Nutzung des WWW. Nutzung von Suchmaschinen.
- Theorie: Was ist das Internet
- Internet = Weltweites Netz von Computernetzen, die über das Protokoll (definierte Sprache) TCP/IP miteinander kommunizieren
- Protokolle öffentlich und auf nahezu sämtlichen Systemen implementiert (= in Programmform vorhanden)
- Der Name Internet bezeichnet jetzt alle miteinander vernetzten Rechner, die sich auf Basis des IP (Internet Protocols) unterhalten; es gibt keine Institution namens Internet und niemanden, der für »das Internet« verantwortlich ist, immer nur Einrichtungen, die für Teilbereiche verantwortlich sind
- Das Internet gibt es seit 1969, das WWW erst seit 1991
- Viele Internetcafés bieten keinen Internet-, sondern nur WWW-Zugang
- Internet-Protokoll = Grundsprache; darauf aufbauend viele Protokolle für Anwendungen: HTTP, SMTP, Telnet, FTP, IRC, ICQ, NNTP, ...
- IP-Adressen = Adressen von Rechnern (Hausnummern)
- Portnummern = Nummern von Diensten auf Rechnern (Zimmernummern)
- IP-Pakete = Datenpakete von Hausnummer an Hausnummer
- darin häufig enthalten: TCP/IP-Pakete = Datenpakete von Hausnummer, Zimmernummer an Hausnummer, Zimmernummer
- IP-Adressen schwer merkbar, Rechnernamen besser
- Nameserver nennt IP-Adresse 128.176.188.115 zu Rechnername www (Nicht jeder WWW-Server heißt www!)
- Domains gliedern Rechnernamen www.uni-muenster.de, www.mozilla.org, www.washington.edu
- Internet nicht kostenlos: WWU+UKM+FH bezahlen über 500.000 Euro/Jahr Anschlusskosten
- Praxis: Elementare Fehlersuche mit Ping
- Unter Start | Programme | (Zubehör) | Eingabeaufforderung:
- ping ip-adresse
- ping rechnername
- ipconfig (ohne /all) - habe ich eine IP-Adresse?
- Fehler provozieren (falsche IP-Adresse, unbekannter Rechnername, ausgeschalteter Rechner)
- Theorie: Angriffswege und Sicherungsmaßnahmen
- Böse konstruierte IP-Pakete (WinNuke, Ping O'Death) - Nur fehlerkorrigiertes Betriebssystem hilft, kein Antivirenprogramm, keine Desktop Firewall
- Bootsektorviren - niemals von unbekannten Medien booten; vorsichtshalber Boot-Reihenfolge im BIOS ändern
- Programmviren - keine fremde Software ausführen; Antivirensoftware
- (Antivirensoftware hilft nur bei bekannten Viren, nicht bei neuen Viren!)
- Makro-Viren - keine fremden Word- oder Excel-Dateien öffnen; Software aktuell halten; Antivirensoftware
- E-Mail-Viren - keine unerwarteten E-Mail-Anlagen öffnen; sorgfältige Konfiguration der E-Mail-Software; fehlerkorrigierte E-Mail-Software; Vollständige Anzeige der Dateinamen; Antivirensoftware
- Dialer - keine unerwarteten E-Mail-Anlagen öffnen; keine Software-Installation über das WWW erlauben; Anti-Dialer-Software (Antivirensoftware hilft oft nicht)
- E.T.-Software (nach Hause telefonieren) - nur seriöse Softwarequellen nutzen (Antivirensoftware hilft oft nicht)
- Trojanische Pferde - (wie verschiedene Virentypen)
- Würmer (verbreiten sich selbständig) - keine Serverdienste laufen lassen; Desktop Firewall
- Phishing (Verweisen auf nachgemachte WWW-Seiten zur Gewinnung von PINs, TANs, Passwörter usw.) - WWW-Adressen und Zertifikate buchstabengenau prüfen
- Dateimaskierung (täuschende Dateiname wie Iloveyou.bmp.exe, die als Iloveyou.bmp angezeigt werden) - Vollständige Dateinamen anzeigen lassen
- Denial of Service (DoS) Attack = Sammelbezeichnung für alles, was die Benutzbarkeit einschränkt
- Distributed DoS Attack = Atombombe des Internets: viele Rechner greifen gleichzeitig einen an; dieser oder sein Internetanschluss brechen unter der Flut zusammen - kein Schutz möglich
- Bedienungsfehler (häufigste Ursache für Datenverlust) - als eingeschränkter Nutzer arbeiten, regelmäßiges Backup
- Theorie: Bewertung von Sicherungsmaßnahmen
- Betriebssystem- und Softwareaktualisierung - das Fundament der ganzen Burg, extrem wichtig
- Vernünftige Softwarekonfiguration, welche ungewolltes Aktivieren von Schadprogrammen erschwert - die Burgmauer, extrem wichtig
- Nicht als Administrator, sondern als eingeschränkter Nutzer arbeiten - Schießpulver wegschließen, extrem wichtig
- Unangenehmen Hintergrund für Verwalterkonten einrichten - das Warnschild an der Pulverkammertür, wichtig
- Gehirn und gesunden Menschenverstand einschalten und nicht auf alles doppelklicken - die Wachen am Burgtor, extrem wichtig
- Dateinamen vollständig anzeigen - Maskierungsverbot, damit die Burgtorwachen nicht getäuscht werden
- Antiviren-Software - sehr wichtig, Wachsoldaten im Inneren der Burg gegen Feinde, die die Mauer bereits überwunden habe, aber nur gegen bekannte Feinde
- Datenausführungsverhinderung - wichtig, verstärkt das Fundament durch Leimmatten, an denen Durchbuddler hängen bleiben, aber nur bei einer bestimmten Klasse von Löchern
- Desktop Firewall / Paketfilter (eingehend) - versperrt versehentlich geöffnete Türen, aber nur diese - als Zusatzschutz sinnvoll
- Desktop Firewall / Paketfilter (ausgehend) - versperrt dummen Halungen den Weg ins Internet (intelligente Halunken kommen drum herum) - nur Schadensbegrenzung im Katastrophenfall
- Anti-Dialer-Software - versperrt dummen Halunken den Weg ins Telefonnetz (intelligente Halunken kommen drum herum) - nur Schadensbegrenzung im Katastrophenfall
- Portscans, Security Scans (Nessus usw.) - Überprüfung der Sicherungsmaßnahmen, sehr sinnvoll
- Richtige Firewall = sehr komplexes Sicherungssytem im Netz (nicht auf zu schützendem Rechner)
- Regelmäßiges vernünftig organisiertes Backup = Bergfried, letzter Rückzug im Katastrophenfall (meist durch Bedienungsfehler, bisweilen durch Hardwarefehler, nur selten durch Angriff) - extrem wichtig
- Deinstallation nicht benötigter Software - was nicht da ist, kann auch keine Löcher haben
- (Nach Ende 1. Woche Neu-Bewertung)
- Theorie: Rechtliches
- Strafbarkeit: § 202 a StGB Ausspähen von Daten (bis 3 Jahre), § 303 a StGB Datenveränderung (bis 2 Jahre, Versuch strafbar), § 303 b StGB Computersabotage (bis 5 Jahre, Versuch strafbar)
- Haftpflicht: § 823 BGB (Schadensersatzpflicht bei unerlaubter Handlung, auch bei Fahrlässigkeit) - z. B. bei Virenverbreitung
- TKG, TDG+MDStV, TDDSG, Fernmeldegeheimnis GG vs. Auskunftsverpflichtung §§ 100 g+h StPO, TKG, Aufbewahrungsverbot vs. -verpflichtung TDDSG
- Geheimhaltungsverpflichtung bei Rechtsanwälten, Ärzten usw.
- Praxis: Anfälliger Internet Explorer
- Gegeben: Virtuelle Maschine XP-1 mit frisch installiertem Windows XP
- c't Browsercheck: http://www.heise.de/security/dienste/browsercheck/
- Demos ausprobieren, ausführlich lesen
- Nach Ende der Spielereien virtuelle Festplatte entsorgen
- Praxis: Absicherung des eigenen Rechners
- Gegeben: Virtuelle Maschine XP-1 mit frisch installiertem Windows XP nach Anleitung
- Aktivierung Paketfilter (Reserve-Schutz da Betriebssystem nicht aktuell) überprüfen wie in Anleitung beschrieben
- Fundament Betriebssystemaktualisierung: Windows Update manuell ausführen (Start | Programme | Windows Update), dabei ausnahmsweise alle von Microsoft gewünschten Aktionen erlauben
- Achtung: Mit nur einem Mausklick wurde eine Softwareinstallation erlaubt! Das System kann also noch nicht sicher sein.
- Fundament Betriebssystemaktualisierung: Windows Update automatisieren (Sicherheitscenter)
- Zusatzschutz Windows-Firewall: Aktivieren (Sicherheitscenter)
- (Nicht in Anleitung:)
- Leimteppich Datenausführungsverhinderung: Start | Systemsteuerung | Leistung und Wartung | System | Erweitert | Systemleistung | Einstellungen | Datenausführungsverhinderung | für alle aktivieren
- Schießpulver wegschließen: Benutzer einrichten:
Start | Systemsteuerung | Benutzerkonten
- Neues Konto erstellen | Verwalter | Weiter | Computeradministrator | Konto erstellen
- Neues Konto erstellen | Nutzer | Weiter | Eingeschränkt | Konto erstellen
- Konto ändern | Verwalter | Kennwort erstellen | Kennwort und Hinweis eingeben | Kennwort erstellen | Bild ändern | Gummi-Frosch | Bild ändern | Startseite
- Konto ändern | Nutzer | Kennwort erstellen | Kennwort und Hinweis eingeben | Kennwort erstellen | Bild ändern | Gummi-Ente | Bild ändern | Startseite
- Warnschild aufhängen: Bildschirmhintergrund auf Knallrot ändern
- Administratorkennung wird nicht mehr benötigt: Start | Abmelden | Abmelden
- Ab jetzt nur noch als Nutzer arbeiten, falls wirklich notwendig als Verwalter
- Warnschild aufhängen: Anmelden als Verwalter, Bildschirmhintergrund auf knallrot ändern
- Stand hier: Virtuelle Maschine XP-2
- Als Verwalter Einrichten der
Antivirensoftware
- Download VSE80iLDE.zip von http://www.uni-muenster.de/ZIV/Organisation/SoftwareVerteilungMcAfeeVirusScan.html nach Eigene Dateien
- Download Testvirusdateien von http://www.eicar.org/anti_virus_test_file.htm nach Eigene Dateien
- Installation und Konfiguration nach Anleitung
- Stand hier: Virtuelle Maschine XP-3
- Test der Antivirensoftware
- Eicar-Dateien öffnen - was passiert?
- Scan auf Anforderung durchführen
- Aktualisieren durchführen
- Erneuter Download Testvirusdateien von http://www.eicar.org/anti_virus_test_file.htm
- Maskierungsverbot: Dateinamen vollständig anzeigen
- Sowohl als Verwalter als auch als Nutzer: Start | Systemsteuerung | Darstellung und Designs | Ordneroptionen | Ansicht | Erweiterte Einstellungen | Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden: AUS | Übernehmen | Alle zurücksetzen | Ja | OK
- Zusätzlich als Verwalter: Start | Ausführen | regedit | Bearbeiten | Suchen | NeverShowExt | Weitersuchen
- Bei jedem Treffer: Entf-Taste zum Löschen, Enter-Taste zum Bestätigen, F3-Taste zum Weitersuchen
- Fenster schließen
- Stand hier: Virtuelle Maschine XP-4
- Theorie: Backup
- Image-Backup: Komplette Platte »von außen« abschreiben -
Betriebssystem darf nicht laufen, z. B. mit Knoppicillin
- am billigsten auf frei gehaltene Partition, besser auf zweite Platte
- gzip </dev/hda1 >/backup/hda1-von-datum.gz
- gunzip </backup/hda1-von-datum.gz >/dev/hda1
- Besser verschlüsseln
- gpg -c </dev/hda1 >/backup/hda1-von-datum.gpg
- gpg </backup/hda1-von-datum.gpg >/dev/hda1
- System-Backup: Besser neu installieren oder Image-Backup (Die allermeisten Backup-Programme arbeiten fehlerhaft oder unvollständig)
- User-Daten-Backup: Angewöhnen, Eigene Dateien auf USB-Stick o. ä. zu kopieren
- User-Einstellungen-Backup: Sehr schwierig da quer über System verteilt
- Backups wegschließen (Schutz gegen Diebstahl, Kenntnisnahme und evtl. Feuer)
- Backups an mehreren Orten aufbewahren (Schutz gegen Feuer)
- Backups verschlüsseln (Schutz gegen Kenntnisnahme)
- Mehrere Backup-Generationen unterschiedlich lange aufbewahren: Gestern, Ende letzter Woche, Ende letzten Monats (Schutz gegen spät entdeckte Fehler)
- Verwendbarkeit von Backups überprüfen - testweise restaurieren
- Nicht auf Systemwiederherstellung verlassen
- Empfehlung: Rechner installieren und Software fertig konfigurieren, dann Image-Backup, danach systematische User-Daten-Backups, nach wesentlichen Nachinstallationen neues Image-Backup
- NB: Knoppicillin kann auch ein System »von außen« auf Viren checken und reparieren
- Image-Backup: Komplette Platte »von außen« abschreiben -
Betriebssystem darf nicht laufen, z. B. mit Knoppicillin
- Praxis: Absicherung des eigenen Rechners
- Softwareauswahl: Internet Explorer nur zum
zielgerichteten Download nutzen, niemals zum Surfen
- Einstellung Internetoptionen zur Absicherung Internet Explorer ist Fortgeschrittenenthema
- Installation Firefox
- Als Verwalter: Download Mozilla Firefox, neueste deutsche Version, nach Eigene Dateien
- Firefox installieren: Standardinstallation, beim Erststart nichts importieren, als Standardbrowser festlegen
- Als Nutzer: Konfiguration von Mozilla Firefox nach Anleitung
- (Als Verwalter schenken wir uns, ist im nächsten Stand)
- Als Verwalter: Unerwünschte Software
entfernen: Start | Programmzugriff und -standards | Windows-Komponenten
hinzufügen/entfernen
- MSN Explorer AUS (löscht wirklich)
- Windows Messenger AUS, Outlook Express AUS, Internet Explorer AUS (löscht nur im Startmenü und auf Desktop)
- Stand hier: Virtuelle Maschine XP-5
- (Fortsetzung mit Thunderbird am Mittwoch)
- Softwareauswahl: Internet Explorer nur zum
zielgerichteten Download nutzen, niemals zum Surfen
- Ausführliche Praxis: Surfen - Browserbedienung -
Suchmaschinenbedienung
- Vor/Zurück, Home, (Shift-) Aktualisieren
- WWW-Adressen: Methode : // Username : Passwort @ Rechnerangabe : Portnummer / Pfad / Datei
- Bookmarks
- Suchstrategien
- Durchhangeln von bekannten Seiten zu ähnlichen Themen
- Domainraten: www.firmenname.de/.com/.net
- Suchmaschinen: Google, Altavista usw. - geschicktes Kombinieren von Suchwörtern, Erweiterte Suche
- Metasuchmaschinen: MetaGer usw.
- Verzeichnisdienste: Dino-Online usw.
- Sammlung: CUSI
- Suchaufgaben
- Die Frage aus der Feuerzangenbowle: Wer sagt zu wem in welchem Stück: Ich kenne meine Pappenheimer
- Aktuelle Beachvolleyball-Spielregeln
- Bruttosozialprodukt von Ghana
- Nördlichste Universität der Welt
- Adresse der American Mathematical Society
- Aktuelles Meteosat-Wetterbild (mind. 1024 Pixel breit)
- Beginn Schulferien Sommer 2008 in Hessen
- Offizieller Name von Neuseeland - in beiden Landessprachen
- Amtierender König von Finnland
- Datum der Stromnetzumstellung von 220 V auf 230 V
- Name der Krankheit, die das Erkennen von Gesichtern verhindert
- Auto-Fahrstrecke Seattle - Cape Canaveral
- Geburtsname der 4. Frau von Humphrey Bogart
- Wie hieß der sagenumwobene Mann mit der eisernen Maske wirklich? Weshalb wurde er verhaftet? Wer brachte die Wahrheit wie an das Licht?
Mittwoch und Donnerstag: E-Mail und andere Kommunikationsformen
Intensive Einführung in E-Mail (perMail, Thunderbird) und NetNews (Thunderbird). E-Mail-Kopfzeilen. Netiquette. SPAM-Filterung. Dateienversand. Mailinglisten. Chatten (IRC, ICQ).
- Theorie: E-Mails
- Aufbau von E-Mail-Adressen
- Aliasnamen
- Standard-Kopfzeilen: From, Sender, To, Cc, Bcc, Reply-To, Date, Subject
- Abschicken: gelber Postbriefkasten (SMTP-Server)
- Transport per Store-and-Forward (ebenfalls SMTP) mit Poststempeln
- Zustellung in Postfach
- Fehlermeldungen per Mail von Mailer-Daemon
- Aktionen: Reply/Antworten, Forward/Weiterleiten, Bounce/Resend/Nachsenden
- Praxis: E-Mails mit perMail
- Ausführliches Ausprobieren, Erklären aller Funktionen
- Theorie: Webmail vs. POP3/IMAP
- Unterschied Postfach / Posteingang
- Webmail arbeitet direkt auf Postfach
- POP3 holt in Posteingang
- IMAP kann beides
- Praxis: Auswahl eines E-Mail-Programms
- Softwareauswahl: Outlook Express hat zahlreiche
gravierende Mängel
- Sicherheitsmängel - größtes Einfallstor für E-Mail-Viren
- Programmiermängel - Falsche Wiedergabe von Inhalten (begin_..._)
- Designmängel - Umständliche Anzeige von Kopfzeilen, Falsche Wiedergabe beim Weiterleiten u. v. a. m.
- Netiquettemängel - Netiquette-widriges Verhalten ist voreingestellt (AW: statt Re:, falsches Zitieren u. v. a. m.)
- Abhilfe teilweise durch Einstellungen, teilweise durch Zusatzprogramme, teilweise gar nicht möglich.
- Daher rät das ZIV offiziell von Outlook Express ab!
- Gegeben: Virtuelle Maschine XP-5 mit gepflegtem Windows und Mozilla Firefox
- Installation Thunderbird
- Als Verwalter: Download Mozilla Thunderbird, neueste deutsche Version, nach Eigene Dateien
- Thunderbird installieren: Benutzerdefinierte Installation, alles außer Quality Feedback Agent, beim Erststart nichts importieren, als Standard-E-Mail-Programm festlegen
- Als Nutzer: Konfiguration von und Kontoeinrichtung mit Mozilla Thunderbird nach Anleitung
- (Als Verwalter schenken wir uns, ist im nächsten Stand)
- Stand hier (ohne Konten): Virtuelle Maschine XP-6
- Softwareauswahl: Outlook Express hat zahlreiche
gravierende Mängel
- Praxis: E-Mail mit Thunderbird
- Ausführliches Ausprobieren, Erklären aller Funktionen
- Reply, Forward, Bounce
- Fehlermeldungen provozieren und verstehen
- Theorie: Netiquette
- Allgemein: Umgangsformen
- E-Mail-spezifisch: Sinnvolle Betreffzeile. Richtiges Zitieren. Zeilenlänge. Kein HTML.
- Praxis: Netiquette
- Antworten auf E-Mails unter Beachtung der Zitierregeln
- Weiterleiten von E-Mails unter Bewahrung der Kopfzeilen
- Weiterleiten von E-Mail-Fragmenten (= Antworten, aber Adressaten ändern)
- Praxis: Anlagen
- Versenden von Anlagen
- Eigentlich schlechte Versandform: ASCII-Codierung bläht um 4/3 auf
- Versenden von vielen oder sehr großen Anlagen - zippen, hinterlegen (Bigmail)
- Falls nicht an der Uni: Billigen Webspace besorgen
- Theorie: E-Mail-Kopfzeilen
- Absender- und Adressatenangaben unzuverlässig
- Poststempelzeilen (Received:) teilweise aussagekräftiger
- Ausführliche Erläuterung der Received-Zeile
- Praxis: E-Mail-Kopfzeilen
- Untersuchen verschiedener E-Mails
- Theorie und Praxis: SPAM-Filterung
- Unbeauftragte SPAM-Filterung durch Provider strafbar: § 206 (2) StGB
- SPAM-Filterung mit perMail nach Artikel
- Junk-Filter von Thunderbird
- Theorie: Mailinglisten
- Einfache Verteiler
- Listserver
- Praxis: Listserver
- Anmelden auf https://listserv.uni-muenster.de/mailman/listinfo/sicher-ins-internet-kurs
- Theorie: NetNews
- Äußerlich ähnlich zu Mail, aber Prinzip verbundener Röhren: Jeder bekommt alle Inhalte
- Jeder bekommt alle Inhalte
- Praxis: NetNews
- Spiel-Newsgroup wwu.test
- Stöbern in de.* u. a.
- Theorie: NetNews-Netiquette
- NetNews = Öffentlichkeit
- Keinerlei HTML. Keinerlei Anlagen. Transportmenge niedrig halten.
- Theorie: Internet Relay Chat (IRC)
- (Selbst früher gelegentlich genutzt)
- Textzeilen-Live-Kommunikation
- Netz von Relay-Servern
- Kanäle werden durch Betreten angelegt
- Netiquette! Operator-Status, usw.
- Keinerlei Sicherheit! Keinerlei Privatsphäre!
- Gefahr bei Filetransfer (unsichere Software-Quelle)
- Praxis: IRC mit Chatzilla
- Als Verwalter: McAfee-Port-Blockierung für IRC aufheben
- VirusScan-Konsole: | Extras | Sperrung der Benutzeroberfläche aufheben | Passwort eintippen | OK
- Zugriffsschutz | Task-Eigenschaften | Port-Blockierung | IRC-Kommunikation verhindern 6666-6669 Ausgehend: AUS | OK
- Extras | Benutzeroberfläche sperren
- Als Nutzer: Installation Chatzilla
- Firefox starten | Extras | Erweiterungen | Erweiterungen herunterladen
- Auf der WWW-Seite: XUL Applications | (Unter ChatZilla 0.9.68.5:) Install
- In Dialogbox: Jetzt installieren
- Nach Abschluss: Alle Firefox-Fenster schließen
- Konfiguration Chatzilla
- Firefox starten | Extras | ChatZilla | Tools | Options
- General | Description: Eigener Vor- und Nachname
- General | Nickname: Eigener Spitzname
- General | Username: Nutzerkennung auf eigenem Rechner
- Stand hier: Virtuelle Maschine XP-7
- Verbindungsaufbau: /server irc.fu-berlin.de
- Eigener Spitzname: /nick neuernickname
- Kanal betreten: /join #s-i-i-kurs
- Viel Spaß!
- (DCC-Funktionen (Direkt Client-Client) erfordern Öffnung des Paketfilters)
- Als Verwalter: McAfee-Port-Blockierung für IRC aufheben
- Theorie: ICQ = I Seek You
- (Selbst keine Erfahrung)
- Keinerlei Sicherheit! Keinerlei Privatsphäre!
- Gefahr bei Filetransfer (unsichere Software-Quelle)
- Äußerst fragliche Nutzungsbedingungen: ICQ behält sich vor, auf dem PC installierte Software zu ändern, alle persönlichen Daten zu veröffentlichen und Nutzungsprofile für kommerzielle Zwecke zu verwenden. Ausblenden von Werbung verboten.
- Praxis: ICQ
- ...
- ...
- ICQ Infosrv #337549538
- ...
- ...
Freitag: Schutz der Privatspäre
Sicherer Zugriff auf WWW- und andere Server (HTTPS, SSL/TLS, Zertifikatkontrolle, Homebanking). Verschlüsselte E-Mail mit perMail. Verschiedenes.
- Praxis: WWW-Seiten über HTTPS (SSL)
- HTTPS = Identitätskontrolle des Servers + verschlüsselte Datenübertragung
- Technische Qualität Verschlüsselung (sehr pauschal): Kleine Zahlen: 40...56...64 schlecht, 112...128...192...256 gut
- Technische Qualität Identitätskontrolle (sehr pauschal): Große Zahlen: 512...768 schlecht, 1024...1536...2048 gut
- Theorie: Identitätskontrolle mit Zertifikaten
- Gefahr: Verbindung mit falschem (echt aussehenden) Server - PIN und TAN in fremde Hände usw.
- Angriffsweg: Phishing-E-Mails, Nameserver-Vergiftung u. a. m.
- Gegenmaßnahme Zertifikatkontrolle
- Zertifikat = elektronisch unterschriebene Beglaubigung, wem ein öffentlicher Schlüssel gehört
- Kontrollverfahren Vergleich des Fingerabdrucks (manuell)
- Kontrollverfahren Prüfung der elektronischen Unterschrift (automatisch, falls Zertifizierungsinstanz bekannt)
- Vertrauen in Zertifizierungsinstanzen in Browser vorgegeben aber einstellbar
- Praxis: Zertifikatkontrolle
- Vergleich des Fingerabdrucks üben - perMail-Server und WWUCA-Webseiten
- Fehlersituationen prüfen: zivbc0101, zivbc0105, fastfix
- Bekannte Zertifizierungsinstanzen nachschauen
- Fingerprints von Zertifizierungsinstanzen prüfen - WWUCA, DFN-PCA
- Vertrauenseinstellungen für Zertifizierungsinstanzen
- Zertifizierungsinstanzen nachladen - dabei Vertrauenseinstellungen nicht vergessen
- Fehlersituationen erneut prüfen: zivbc0101, zivbc0105, fastfix
- Theorie: (Nicht nur) E-Mails: Gefahren und Schutzmaßnahmen
- Nachricht fangen Nachricht ab - Kein Schutz möglich
- Ungefugte lesen Nachricht - Verschlüsseln hilft
- Unbefugte senden falsche Nachricht - Signieren hilft
- Unbefugte verfälschen Nachricht - Signieren hilft
- Aktuelle Kryptographie verwenden Schlüsselpaare aus geheimem und öffentlichem Schlüssel (Falltür-Tresor)
- Signieren mit geheimem Schlüssel des Senders - nur Sender kann signieren, aber jeder kann verifizieren
- Verschlüsseln mit öffentlichem Schlüssel des Empfängers - jeder kann verschlüsseln, aber nur Empfänger kann entschlüsseln
- Praxis: GnuPG mit perMail
- Aufruf von perMail (ohne VMware, eigene oder Kurs-Nutzerkennung)
- Wahl einer Passphrase (Informationsgehalt Text = 1,3 Bit/Buchstabe, Schlüssellänge = 128 Bit, also gute Passphrase = 100 Zeichen, also Kompromiss nötig)
- Schlüsselgenerierung mit GnuPG - mit ausführlicher Erläuterung
- Ausführlich: Signieren, Verifizieren, Verschlüsseln, Entschlüsseln für sich selbst
- Wann Passphrase nötig?
- Übermittlung des eigenen öffentlichen Schlüssels an andere Kursteilnehmer
- Ausführlich: Signieren, Verifizieren, Verschlüsseln, Entschlüsseln mit anderen Kursteilnehmern
- GnuPG-Warnmeldungen beachten (ungeprüfte Identität)
- Identitätskontrolle durch Fingerprintvergleich (mündlich)
- Signieren (= Zertifizieren) überprüfter Identitäten zur Beseitigung der Warnung
- Erneut: Signieren, Verifizieren, Verschlüsseln, Entschlüsseln mit anderen Kursteilnehmern: "nur vertrauenswürdige Schlüssel"
- Theorie (Wiederholung): Bewertung von Sicherungsmaßnahmen
- Betriebssystem- und Softwareaktualisierung - das Fundament der ganzen Burg, extrem wichtig
- Vernünftige Softwarekonfiguration, welche ungewolltes Aktivieren von Schadprogrammen erschwert - die Burgmauer, extrem wichtig
- Gehirn und gesunden Menschenverstand einschalten und nicht auf alles doppelklicken - die Wachen am Burgtor, extrem wichtig
- Antiviren-Software - sehr wichtig, schützt im Inneren der Burg gegen Feinde, die die Mauer bereits überwunden habe, aber nur gegen bekannte Feinde
- Desktop Firewall / Paketfilter (eingehend) - versperrt versehentlich geöffnete Türen, aber nur diese - als Zusatzschutz sinnvoll
- Desktop Firewall / Paketfilter (ausgehend) - versperrt dummen Halungen den Weg ins Internet (intelligente Halunken kommen drum herum) - nur Schadensbegrenzung im Katastrophenfall
- Anti-Dialer-Software - versperrt dummen Halunken den Weg ins Telefonnetz (intelligente Halunken kommen drum herum) - nur Schadensbegrenzung im Katastrophenfall
- Portscans, Security Scans (Nessus usw.) - Überprüfung der Sicherungsmaßnahmen, sehr sinnvoll
- Richtige Firewall = sehr komplexes Sicherungssytem im Netz (nicht auf zu schützendem Rechner)
- Vor allem aber Respekt: Keine Leichtsinnigkeiten, aber auch keine Panik! (Keine Schutzprogramme oder sonstigen Aktionen aus unseriösen Quellen!)
Zweite Woche: Sicher ins Internet für Fortgeschrittene
Montag und Dienstag: Fortgeschritte Sicherungsmaßnahmen
Geschichte des Internet. Aufbau des Internet. Fehlersuche. Absicherung des eigenen Rechners (Internetoptionen, Anpassung von Desktop-Firewalls z. B. an Peer-to-peer-Dienste, Portscans, Penetrationstests usw.)
- Theorie: Geschichte des Internet
- 1957: Gründung ARPA (Advanced Research Projects Argency) im DoD (Department of Defense)
- 1961: Erste Theorien zu Paketorientierten Netzen
- 1966: Erste Planungen zum ARPANET
- 29.10.1969 22:30 Uhr PST (30.10. 7:30 MEZ) Erste Verbindung im ARPANET (Los Angeles - Menlo Park, knapp 600 km) vgl. http://www.zakon.org/robert/internet/timeline/)
- 1969 4 Rechner
- 1971 23 Rechner in 15 Universitäten
- 1973 Erste internationale Verbindungen
- 1982 Festlegung von TCP/IP: Transmission Control Protocol/Internet Protocol
- 1984 1000 Rechner überschritten; Einführung des Domain Name System
- 1987 10.000 Rechner überschritten
- 1989 100.000 Rechner überschritten; Erstes Paper zur Verwendung von Hypertext in Informationssystemen
- Weihnachten 1990 Geburt des World Wide Web beim CERN (vgl. http://www.w3.org/History/)
- 1991 Entwicklung von PGP durch Phil Zimmerman (vgl http://www.philzimmermann.com/)
- 1992 1.000.000 Rechner überschritten
- 1994 (Oktober) 3,5 Mio. Rechner, 13,5 Mio. Internet-Nutzer, 27,5 Mio. E-Mail-Nutzer
- 1995 World Wide Web übernimmt die Spitzenposition bzgl. übertragener Datenmenge
- Anfang 1996 10 Mio. Rechner überschritten; über 100.000 Netze, über 500.000 Domains
- 1996 Öffentliches Aufsehen erregt durch staatliche Zensurmaßnahmen in China (nur polizeilich registrierte Nutzung), Deutschland (Zensur von NetNews-Foren), Saudi-Arabien (Zugang nur für Universitäten und Krankenhäuser), Singapur (nur polizeilich registrierte politische und religiöse Internetseiten) - heute ist Mitlesen und Zensur durch Regierungen omnipräsent (Echelon usw.)
- Ende 2000 100 Mio. Rechner überschritten
- Mitte 2002 Über 160 Mio. Rechner, etwa 600 Mio. Internet-Nutzer
- Anfang 2005 Über 300 Mio. Rechner in 3 Mio Second-Level-Domains (vgl. http://www.isc.org)
- Theorie: Aufbau des Internet
- Internet = Netz von Netzen, die gleiche Sprache sprechen
- Unabhängig vom Transportmedium: Kupferleitungen, Glasfasern, Funkstrecken, Laserstrecken usw.
- Sogar Brieftauben können genutzt werden, siehe RFCs 1149, 2549
- Standards werden in RFCs (Requests for Comment) niedergelegt (http://de.wikipedia.org/wiki/Request_for_Comments)
- Sehr gute Beschreibungen nachfolgender Protokolle in Wikipedia: http://de.wikipedia.org
- IP-Pakete (Internet Protocol)
- IP-Adressen = Adressen von Rechnern (Hausnummern), vier Ziffern aus 0...255
- Jeder Rechner kennt mindestens: eigene IP-Adresse (evtl. beim Rechnerstart per Rundruf "Wer bin ich?" erfragt)
- Adressierung IP-Pakete: von IP-Adresse, an IP-Adresse
- Paketinhalte können unterschiedlich interpretiert werden: Protokollnummer im Paketkopf: 1=ICMP, 6=TCP, 17=UDP, 47=GRE
- Verknüpfung von lokalen Netzen via Router (von Microsoft Gateway genannt) (Haus mit Türen an verschiedenen Straßen)
- Lokale IP-Pakete direkt adressieren, Non-lokale IP-Pakete an Router
- Jeder Rechner kennt mindestens: eigene IP-Adresse, Default-Router, Netmask
- Falls eigene IP-Adresse und Ziel-Adresse, durch Netmask betrachtet, gleich sind, lokal adressieren, sonst an Default-Router
- Adressierung IP-Pakete: von IP-Adresse, an IP-Adresse, via IP-Adresse
- Router nimmt Pakete, ersetzt Via-Adresse durch nächste Via-Adresse gemäß vorhandener Tabellen
- Jeder Netzanschluss hat eigene IP-Adresse - ein Rechner kann mehrere IP-Adressen haben
- Router können Tabelleninhalte über das Internet (BGP über TCP oder eigene Protokolle 89=OSPF usw.), über statische Einträge usw. erhalten
- Pakete durch fehlerhafte Tabellen im Kreis? Schutz durch TTL-Angabe (Time To Live)
- Absender setzt TTL, jeder Router verringert TTL um eins, bei Null wird verworfen und Absender benachrichtigt (wird von Traceroute ausgenutzt)
- Adressierung IP-Pakete: von IP-Adresse, an IP-Adresse, via IP-Adresse, Time to live (dazu Länge, Fragmentnummer u. a. m.)
- ICMP-Pakete (Internet Control Message Protocol) für Tests und Fehlermeldungen: Echo request (= Ping), Destination unreachable, Time exceeded usw.
- IP-Adressen werden von den zentralen Internet-Registraren (RIPE, ARIN, APNIC, AfriNIC, LACNIC) über lokale Internet-Registrare blockweise vergeben: Uni Münster hat 128.176.0.0 bis 128.176.255.255
- UDP/IP-Pakete (User Datagram Protocol)
- Ein Rechner kann mehrere Dienste beherbergen: Jeder Dienst hat eindeutige Portnummer (Zimmernummer) aus 1...65535
- Mehrere Programme können gleichzeitig auf das Internet zugreifen: Zum Zuordnen der Antwortpakete ebenfalls Portnummern nötig
- Adressierung UDP/IP-Pakete: von IP-Adresse, von Port, an IP-Adresse, an Port, via IP-Adresse, Time to live, Protokolltyp UDP (und mehr)
- Gut für Audio+Video, wo einzelne Paketverluste nicht schaden
- Well-known port numbers: Üblicherweise benutzen bestimmte Dienste bestimmte Portnummern, Liste bei IANA
- TCP/IP-Pakete (Transmission Control Protocol)
- IP-/ICMP-/UDP-Datenpakete können verloren gehen, keine überwachte Verbindung, nur kleine Datenmengen pro Paket
- TCP/IP sorgt für Eingangsbestätigungen und bei deren Ausbleiben für Retransmission von Paketen: virtuelle Verbindungen möglich.
- Portnummern wie bei UDP (aber eigenes Protokoll, daher eigener Nummernsatz)
- Sequenznummern zur Paketsortierung (Pakete können sich überholen)
- Flaggen SYN, ACK, FIN (und mehr) für Pakettyp: Daten, Datenbestätigung, Verbindungsaufbau, Verbindungsaufbaubestätigung, Verbindungsabbau, Verbindungsabbaubestätigung
- Verbindungsaufbau (3-Way-Handshake): Hin: SYN-Paket, Rück: SYN+ACK-Paket, Hin: ACK-Paket
- Paketfilter (Desktop Firewalls) können Verbindungen verhindern, indem sie das entsprechende SYN-Paket unterdrücken.
- Verbindungsabbau analog mit FIN statt SYN; gewaltsam mit RST
- Flusssteuerung: Datenpakete werden mit ACK-Paketen bestätigt, sonst erfolgt Retransmission
- TCP-Window: Wie viele noch unbestätigte Daten (-pakete) maximal unterwegs sein dürfen
- TCP/IP-Verbindungen werden eindeutig erkannt an Kombination: Client-IP-Adresse, Client-Port, Server-IP-Adresse, Server-Port
- Rechnernamen, Nameserver
- IP-Adressen nicht nutzerfreundlich, Namen besser
- Nameserver (meist über UDP) wandeln Namen in IP-Adressen um
- Mehrere Namen für einen Rechner möglich: Kanonischer Name, Aliasname (Beispiel: news und sagnix), häufig für dienstbezogene Namen genutzt
- Jeder Rechner kennt mindestens: eigene IP-Adresse, Default-Router, Netmask, Nameserver
- Domains, Domain Name Server (DNS)
- Verschiedene Einrichtungen möchten gleichen Namen vergeben: Welcher Asterix ist gemeint?
- Abhilfe Domains: www.jura.uni-muenster.de = Rechner www in 3rd-Level-Domain jura in 2nd-Level-Domain uni-muenster in Toplevel-Domain de
- Rechnernamen ohne Domainangabe werden in eigener Domain gesucht
- Jeder Rechner kennt mindestens: eigene IP-Adresse, Default-Router, Netmask, Nameserver, eigene Domain
- Domain-Struktur (-Hierarchie) unabhängig von Netz-Topologie: Rechner völlig unterschiedlicher Adressen können in einer Domain zusammengefasst werden
- Jede Domain hat einen/mehrere Nameserver
- Jeder Nameserver kennt die Rechner seiner Domains und die Nameserver unter- und übergeordneter Domains
- Alle Toplevel-Nameserver kennen sich gegenseitig
- Toplevel-Domains: anfangs: net, org, com, edu, gov, mil; später 2-Buchstabige Länderdomains (de, at, ch usw.), neu: info, biz, u. a.
- Rechner fragen eigenen Nameserver, diese leiten die Frage ggf. nach durch den "Baum" weiter und die Antwort zurück
- Ein Rechner kann in mehreren Domains sein (Beispiel: www.mhs-muenster.de = www.zsb-in-nrw.de = geophysik.uni-muenster.de)
- Nameserver können auch IP-Adressen in Namen umwandeln, dann wird der kanonische Name (und ggf. Domain) geliefert
- Subdomains werden vom Network Information Center (NIC) der übergeordneten Domain über die jeweiligen Internetprovider vergeben (DENIC für .de, unser NIC für uni-muenster.de)
- Mail-Exchanger (MX-Einträge im DNS)
- Ein A-Record im Nameserver liefert die IP-Adresse zu einem Rechnernamen
- Bei MX-Record liefert den Rechnernamen zu einer Maildomain (dem rechten Teil einer E-Mail-Adresse)
- Zu einer Maildomain kann es mehrere MX-Einträge mit gleicher oder unterschiedlicher Präferenz geben
- Falls kein MX-Record, gilt der A-Record
- Internet = Netz von Netzen, die gleiche Sprache sprechen
- Praxis: Aufbau des Internet
- Gegeben: Virtuelle Maschine XP-7 (abgesichert; mit Firefox, Thunderbird, Chatzilla; ohne Konto- oder Zertifikat-Einstellungen; ohne IRC)
- Eigene Konfiguration: ipconfig /all
- Aktuelle Internetverbindungen: netstat -a (falls netstat nicht durch trojanisches Pferd ersetzt)
- Für unterschiedliche IP-Adressen, Rechnernamen ohne/mit Domain, Maildomains folgende Befehle ausprobieren und Ausgaben interpretieren
- ping Rechnerangabe
- tracert/traceroute Rechnerangabe (Nicht jeder Router sendet Sterbenachrichten)
- nslookup [-q=any / -q=mx] Rechnerangabe bzw. Domainangabe bzw. Maildomain
- Auch nicht existierende oder unerreichbare Angaben ausprobieren
- Praxis: Absicherung des eigenen Rechners
- Internet Explorer und andere Windows-Komponenten benutzen die Internetoptionen
- Einstellen der Internetoptionen nach Anleitung
- Von der Beschreibung abweichend:
- Karteikarte Sicherheit | Vertrauenswürdige Sites: Zusätzlich http://update.microsoft.com (neues Windows-Update)
- Karteikarte Inhalte | Zertifikate: Deaktivieren sehr umständlich und versteckt, daher sämtliche Zertifikate komplett löschen
- Karteikarte Programme: Da Outlook Express schon deaktiviert und Thunderbird schon installiert, entfällt das pfui
- Stand hier: Virtuelle Maschine XP-8
- Eigentlich nötig: Voreingestellte Zertifikate deaktiveren (nicht
durchführen)
- Über Internetoptionen zu umständlich
- Einfacher (immer noch umständlich): Start | Ausführen | certmgr.msc
- Leider reicht Verschieben in andere Zertifikatspeicher nicht aus
- Rechtsklick | Eigenschaften | Deaktivieren für jedes Zertifikat extrem mühsam, daher löschen
- Auch wenn alles gelöscht scheint, selbst aus den archivierten Zertifikaten, gibt es noch immer irgendwo im System Kopien: Ich habe es nicht geschafft, dass nach Rechnerneustart bestimmte Zertifikate (https://www.trustcenter.de/) nicht mehr ohne Rückfrage akzeptiert werden.
- Praxis: Unerwünschte Serverdienste suchen
- Von innen: netstat -a / netstat -an / netstat -anbvo
- (Habe bei Kursvorbereitung Phantome gejagt: WWW-Verbindungen zu IP-Adressen von Hotmail, SpeedEra, Akamai - alles nur Streamer für Windows Update)
- Programme innen können natürlich durch trojanisches Pferd modifiziert worden sein, sehen aber hinter die Firewall
- Von außen: Portscan: nmap -sT -sU -p1-65535 -P0 -v -v -n Rechnername (Vorführung mit Knoppix-System)
- ...
- ...
- Von außen (Nessus-Server): Penetrationstest
- ...
- ...
- Theorie: Funktionsweise von Paketfiltern
- Einzelne Pakete werden untersucht
- Mögliche Entscheidungskriterien:
- Richtung (vom Modem / zum Modem)
- Quell-IP-Adresse, Ziel-IP-Adresse
- Protokollnummer (1=ICMP, 6=TCP, 17=UDP, 47=GRE)
- Bei ICMP: Pakettyp (Echo Request, Echo Reply, Host Unreachable, ...)
- Bei TCP und UDP: Quell-Portnummer, Ziel-Portnummer
- Bei TCP: Flags (SYN, ACK, FIN)
- Weitere Eigenschaften wie Länge, Fragmentierung, Seriennummer
- Bei Portnummer auf eigenem Rechner: Welches Programm den Port geöffnet hat
- Aber nicht: Wer diesem Programm den Auftrag gegeben hat, den Port zu öffnen: Ob das ein troj. Pferd oder der Nutzer war)
- Inhalte schlechtes Kriterium, da über beliebig viele Pakete
verteilt
- Kein Virenschutz - Virenscanner bleibt unverzichtbar
- Kein E-Mail- oder Webseitenfilter - dafür wären Application Firewalls nötig
- Beispiel: Eingehende WWW-Abfrage filtern: Paket vom Modem / Protokoll TCP / Ziel-Portnummer 80 / SYN=1 / ACK=0 / FIN=0
- Reaktionsmöglichkeiten: Paket wegwerfen, durchlassen, Antwortpaket (meist RST=Reset) generieren
- Stateful Packet Filter: Ändert Regeln abhängig von durchlaufenden
Paketen
- erlaubt beispielsweise bestimmte eingehende Pakete nur, wenn vorher durch ein ausgehendes Paket angefordert und Zeitfenster nicht überschritten usw.
- Praxis: Paketfilter
- TCP/IP-Filterung mit neuem Wissen betrachten
- Warum welche Einstellung?
- Vergleich Ausgaben netstat -an / Portscan
- Paketfilter deaktivieren und erneuter Vergleich
- Paketfilter wieder aktivieren
- McAfee-Portfilter mit neuem Wissen betrachten
- McAfee-Portfilter kümmert sich nur um TCP-Verbindungen
- Probeweise ausgehende HTTP-Verbindungen verbieten, HTTPS-Verbindungen erlaubt lassen
- Beispiel neue Regel: Regelname: Kein normales HTTP, Erster Port: 80; Ausgehend
- http://user.uni-muenster.de geht nicht mehr, wohl aber https://user.uni-muenster.de; und sogar auch http://user.uni-muenster.de:8480
- Also nicht HTTP/HTTPS, sondern Portnummer entscheidend - keine Protokoll- oder gar Inhaltsfilterung
- In der neuen Regel unter ausgeschlossene Prozesse firefox.exe eintragen: Firefox kann wieder, aber Windows Update (Internet Explorer) geht immer noch nicht
- Was wäre, wenn ein Virus sich jetzt firefox.exe nennt?
- Proberegeln wieder deaktivieren
- Für Desktop Firewall und später PGP: Client für Microsoft-Netzwerke
nachinstallieren, aber nicht aktivieren:
- Start | Systemsteuerung | Netzwerk- und Internetverbindungen | Netzwerkverbindungen
- LAN-Verbindung auswählen (oder welche Verbindung auch immer für Sie zutrifft) | Einstellung dieser Verbindung ändern
- Karteikarte Allgemein | Installieren
- Client | Hinzufügen | Client für Microsoft-Netzwerke | OK
- (Nicht aktivieren, daher) Häkchen vor Client für Microsoft-Netzwerke wegnehmen | Schließen
- Fenster Netzwerkverbindungen schließen
- Windows-Firewall anpassen
- Start | Systemsteuerung | Sicherheitscenter | (unten) Windows-Firewall
- Unter Allgemein: Keine Ausnahmen zulassen: EIN (Nachschauen: was sind denn die Ausnahmen)
- Unter Erweitert | ICMP | Einstellungen: Eingehende Echoanforderung zulassen hilft Netzprobleme analysieren
- Unter Erweitert | Netzwerkverbindungseinstellungen | (aktuelle Verbindung) | Einstellungen | ICMP: dito
- Unter (dito) | Dienste: Für lokale Server wäre hier zu öffnen
- McAfee Desktop Firewall installieren
- Download https://winkiosk.uni-muenster.de/VirScan/Firewall/MDF800/MDF800DE/Products/Desktop%20Firewall/Setup.exe nach Eigene Dateien
- Setup.exe starten, Zweijahresabonnement akzeptieren, sonst Voreinstellungen übernehmen, inkl. Neustart am Ende
- Schon beim Neustart: Erster Zugriff auf 239.255.255.250 UDP Port
1900 ausgehend: Was ist das?
- Wem gehört die IP-Adresse: whois -h whois.thur.de 239.255.255.250 (oder telnet whois.thur.de 43 und 239.255.255.250 eintippen)
- Antwort: This block is reserved for special purposes. Please see RFC 3171 for additional information.
- Lesen: http://www.rfc-editor.org/rfc/rfc3171.txt
- Antwort: 224.0.0.0 bis 239.255.255.255 sind Multicast-Adressen (Rundruf-Adressen)
- Antwort: Addresses in the Administratively Scoped Address block are for local use within a domain and are described in [RFC2365].
- Lesen: http://www.rfc-editor.org/rfc/rfc2365.txt
- Antwort: 239.255.0.0 bis 239.255.255.255 ist lokaler IPv4-Rundruf, sollte lokales Netz nicht verlassen
- Google UDP port 1900
- Antwort nach kurzem Stöbern: UPnP (Universal Plug aNd Play) Simple Service Discovery Protocol, siehe http://grc.com/port_1900.htm
- Ausgehende Pakete zwar schadlos, aber wir wollen keine fremden Geräte nutzen, also: Verweigern.
- Bei bei den ersten WWW-Zugriffen von Firefox auf Port 80 (HTTP) bzw. Port 443 (HTTPS): Zulassen
- Konfigurieren: Taskleistensymbol | AutoUpdate-Eigenschaften | Plan | Planung | Beim Einwählen (VMware: Beim Systemstart) | OK | Jetzt aktualisieren | (Wenn fertig) Schließen | OK
- Regelsätze anschauen/bearbeiten: Taskleistensymbol | Ansicht | Firewall-Richtlinie
- Bei neu gelernter Regel zum Generic Host Process ... die UDP-Zielportnummern auf 1900 einschränken; Beide Richtungen beibehalten; Nur zur Kontrolle: Übereinstimmenden Datenverkehr protokollieren
- Andere Regeln anschauen und (teilweise) verstehen
- Windows Update aufrufen und notwendige Zugriffe zulassen
- Wieder mit ausgehenden HTTP/HTTPS-Verbindungen experimentieren
- Zukünftige Alarme/Rückfragen: Zum Lernen benutzen
- Unterschiede der Firewalls:
- TCP/IP-Paketfilterung: Nur eingehend. TCP und UDP portweise, andere Pakete protokollweise
- Windows-Firewall: Eingehend TCP, UDP, ICMP port/typweise. Ausgehend einzelne Programme nach Zieladressen blockierbar.
- McAfee-Portfilter: Beide Richtungen. Nur TCP portweise. Ausgehend einzelne Programmnamen freigebbar.
- McAfee Desktop Firewall: Beide Richtungen. Alle IP-Protokolle, auch Nicht-IP-Protokolle. Alle obigen Kriterien (TCP-Flags nur implizit).
- Fazit für Normalnutzer: Als Schutzmaßnahme TCP/IP-Paketfilterung gemäß Anleitung aktiviert reicht aus; was da durch kommt, muss auf Anwendungsebene (Virenscanner usw.) behandelt werden; weitere Firewalls bringen wenig zusätzlichen Schutz, wohl aber evtl. Schadensbegrenzung
- McAfee Desktop Firewall sinnvoll bei zentral von Fachleuten verwalteten Systemen
- Stand hier: Virtuelle Maschine XP-9
- ...
- ...
- ... ICQ erneut installieren
- ... Nur das nötigste öffnen
- ...
- ...
- TCP/IP-Filterung mit neuem Wissen betrachten
- Praxis: Weitere Sicherungsmaßnahmen
- Dateizugriffsrechteverwaltung aktivieren: Start | Systemsteuerung | Darstellung und Designs | Ordneroptionen | Ansicht | Erweiterte Einstellungen | Einfache Dateifreigabe verwenden (empfohlen): AUS (wirkt auch für Nutzer)
- Remoteunterstützung vollkommen deaktivieren: Start | Systemsteuerung | Leistung und Wartung | System | Remote | Alles: AUS
- Theorie (evtl. teilw. Praxis): Weitere Sicherungsmaßnahmen (sofern
nicht schon in 1. Woche genannt)
- Intrusion Detection: Daten-Änderungs-Detektor
- tripwire unter Unix (leider nicht in Knoppicillin; via Knoppix auch für Windows)
- (Unbekannt, Vorsicht:) Prevx, WinPatrol, ...
- Vergleicht Prüfsummen, Timestamps, Zugriffsrechte usw. mit früheren Werten
- Lokaler WWW-Proxy-Server/Dienst als Filter
- gegen Werbebanner usw. (Junkbuster usw.)
- gegen Webbugs, Cookies usw.
- gegen Browser-Datenlecks (WWW-Kopfzeilen: User-Agent, Referer usw)
- Analoge Proxy-Server/Dienste für andere Protokolle
- Ausführlich: Projekt AN.ON (Datenschutzbeauftragter
Schleswig-Holstein u. a.) http://www.datenschutzzentrum.de/projekte/anon/
- Funktionsweise via Proxy und Mixe: http://anon.inf.tu-dresden.de/desc/desc_anon.html
- Zwiebelschalenverschlüsselung: http://anon.inf.tu-dresden.de/desc/desc_anon.html
- Intrusion Detection: Daten-Änderungs-Detektor
- Theorie: Weitere Informationsquellen
- http://www.sicherheit-im-internet.de (Bundesministerien für Wirtschaft und Arbeit, des Inneren)
- http://www.bsi.de/ (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik): Grundschutzhandbuch usw.
- http://www.dfn-cert.de/ (Computer Emergency Response Team des Deutschen Forschungs-Netzes): Verbreitung von Sicherheitsbulletins usw.
Mittwoch und Donnerstag: Vertrauenswürdige Kommunikation
Einführung in Kryptographie (Verschlüsselung, elektronische Unterschriften). Vertrauenswürdige E-Mail (perMail, PGP/GnuPG, S/MIME). Gesicherter Zugriff auf WWW- und andere Server (HTTPS, SSL/TLS). Zertifikate. PKIs.
- Theorie: Funktionsweise der Public-Key-Kryptographie
- Siehe Vortrag Verschlüsselte Kommunikation im Internet Teil 1 (Texte im WWW, Abbildungen im WWW, Texte als PDF, Abbildungen als PDF)
- Praxis: Einrichtung PGP unter Windows
- Installation und Konfiguration von PGP nach Anleitung
- Von der Beschreibung abweichend:
- Download PGP 8.1.0 DE von hier
- (Vorbereitung für PGP 9.0.2 DE war aus Zeitgründen nicht mehr möglich)
- (PGP Volume Security u. a. würden sich mit McAfee Desktop Firewall beißen, die Freeware-Komponenten gehen)
- Kein automatisches Entfernen beim Löschen - wegen VMware
- Voreingestellte Schlüsselringdateien beibehalten - wir testen nur
- Kein Synchronisieren mit Keyservern - wegen Test-Schlüsseln
- Schlüsselbund-Backup im Schlüsselbund-Verzeichnis - wir testen nur
- Noch keine Schlüsselgenerierung
- (Erläuterung Angabe Additional Decryption Key - für Firmen sinnvoll)
- Stand hier: Virtuelle Maschine XP-A
- Erläuterung: Wahl einer Passphrase (Informationsgehalt Text = 1,3 Bit/Buchstabe, Schlüssellänge = 128 Bit, also gute Passphrase = 100 Zeichen, also Kompromiss nötig)
- Schlüsselgenerierung mit PGP
- Praxis: Erste Schlüsselbenutzung mit PGP
- Signieren, Verschlüsseln, Entschlüsseln, Verifizieren für sich selbst
- Es ist egal, ob Fenster zu Editor, Mailprogramm oder perMail gehört
- Hotkeys: S-ign E-ncrypt C-rypt D-ecrypt/verify
- PGPtray-Funktionen
- Secure Viewer
- Achtung, dass kein automatischer Zeilenumbruch nach Signieren
- Wann Passphrase nötig?
- Theorie: Schlüsselaustausch
- Sichere Schlüssel-/Passphrase-Hinterlegung (Key Splitting)
- Austausch von Schlüsseln direkt oder über Keyserver
- Auf Keyserver wwwkeys.de.pgp.net nach Perske suchen; E-Mail-Schlüssel und (alten) Zertifizierungsschlüssel übernehmen
- Unterschieben falsch deklarierter Schlüssel
- Abwehr durch sichere Übergabe: persönliche Übergabe oder Fingerprintkontrolle
- Praxis: Schlüsselaustausch mit PGP
- Für Backup: Exportieren des kompletten Schlüsselpaares
- Für Weitergabe: Exportieren, Versenden und Importieren öffentlicher Schlüssel
- Suchen und Importieren von Schlüsseln vom Keyserver
- Praxis: E-Mail mit PGP
- E-Mails mit anderen: Signieren, Verschlüsseln, Entschlüsseln, Verifizieren
- Warnmeldung Identität unsicher beachten
- Lokales (nicht exportierbares) Signieren nach Fingerprintkontrolle (hexadezimalen Fingerprint verwenden) - Warnmeldung verschwindet
- Ausführlich: E-Mails mit verschiedenen anderen Kursteilnehmern: Signieren, Verschlüsseln, Entschlüsseln, Verifizieren
- Auch Anlagen verschlüsseln: Bereits vor dem Einfügen mit PGPmail
- (Alternative: Konventionelle Verschlüsselung, evtl. selbstdechiffrierendes Archiv; Geht aber nicht durch unsere Mailserver)
- Anlagen entschlüsseln/verifizieren mit PGPmail
- (PGPmail kann auch richtig löschen)
- Theorie: Zertifikate
- Siehe Vortrag Verschlüsselte Kommunikation im Internet Teil 3 (Texte im WWW, Abbildungen im WWW, Texte als PDF, Abbildungen als PDF)
- Theorie: Web of Trust
- In PGP ist man selbst Anfang der Zertifizierungskette
- Durch Signieren bestätigt man Identitäten
- Aufbau der Schlüsselringe: Schlüssel, mehrere Userids, jeweils mehrere Signaturen
- Signaturen von anderen nur beachten, wenn Aussteller vertrauenswürdig: persönliche Entscheidung
- Vertrauenseinstellungen, Gültigkeitsberechnung, Web of Trust
- Praxis: Web of Trust mit PGP
- Vertrauenseinstellungen (beispielsweise mein alter Certification Key) ändern, Gültigkeiten beobachten (siehe Anleitung ganz unten)
- Exportierbares Signieren anderer Schlüssel (nach Fingerprintkontrolle) und diese Schlüssel an die Eigentümer zurücksenden
- Ggf. muss nicht-exportierbare Signatur gelöscht werden, bevor exportierbare Signatur erstellt werden kann
- Theorie: Schlüssel-Widerruf
- Schlüsselwiderruf = Signatur: Diesen Schlüssel nicht mehr verwenden
- Praxis: Schlüssel-Widerruf mit PGP
- Zuerst Backups aller Schlüsselringe anlegen
- Schlüsselwiderruf erzeugen und exportieren (eigentlich in Bankschließfach)
- Schlüsselringe aus Backup wiederherstellen
- Exportierten Widerruf austauschen / importieren und Folgen beobachten
- Theorie: Zertifizierungshierarchien
- Pragmatisch: Organisierte Zertifizierungsinstanzen hierarchisch angeordnet
- Kreuzzertifizierungen
- In PGP: Nur oberste Instanz der Zertifizierungshierarchie lokal signieren, aber allen Instanzen das Vertrauen aussprechen (in perMail voreingestellt)
- Praxis: Zertifizierungshierarchien mit PGP
- Import ZIV-Schlüsselring mit DFN-PCA-Hierarchie-Schlüsseln: https://www.uni-muenster.de/ZIV/Mitarbeiter/zivring.asc
- Bei nachfolgenden Aktionen Gültigkeiten beobachten (ZIV-Mitarbeiter, Zertifizierungsstelle Universität Münster)
- DFN-PCA Certification Keys non-exportable signieren (verstecken sich teilweise unter No Longer in Use)
- DFN-PCA Certification Keys vertrauen
- Den mit diesen Keys zertifizierten Keys vertrauen (Tipp: Nach Gültigkeit sortieren)
- Jetzt ist der Stand erreicht, der von perMail automatisch eingerichtet wird
- Auf perMail-Schlüsselseite die Hierarchien nachvollziehen
- Eigenen Schlüssel zum Zertifizieren exportieren
- Theorie: X.509-Zertifikate
- Siehe Vortrag Verschlüsselte Kommunikation im Internet Teil 5 (1. Hälfte) (Texte im WWW, Abbildungen im WWW, Texte als PDF, Abbildungen als PDF)
- Bei X.509 ergänze Widerrufabfrage via Online Certificate Status Protocol (OCSP)
- Theorie: SSL/TLS-Verbindungsaufbau
- Siehe Vortrag Verschlüsselte Kommunikation im Internet Teil 5 (2. Hälfte) (Texte im WWW, Abbildungen im WWW, Texte als PDF, Abbildungen als PDF)
- Praxis: Zertifikatkontrolle
- Vergleich des Fingerabdrucks üben - perMail-Server und WWUCA-Webseiten
- Fehlersituationen prüfen: zivbc0101, zivbc0105, fastfix
- Bekannte Zertifizierungsinstanzen nachschauen
- Fingerprints von Zertifizierungsinstanzen prüfen - WWUCA, DFN-PCA
- Vertrauenseinstellungen für Zertifizierungsinstanzen
- Zertifizierungsinstanzen nachladen - dabei Vertrauenseinstellungen nicht vergessen
- Fehlersituationen erneut prüfen: zivbc0101, zivbc0105, fastfix
- Vorinstallierte Zertifizierungsinstanzen deaktiveren
- CRLs downloaden, installieren, überprüfen
- Praxis: S/MIME-Schlüsselpaar erzeugen
- (Diese Methode geht nur mit Mozilla, Netscape, Opera; andere Browser benötigen externe Programme)
- Mit Firefox zur Test-Zertifizierungsstelle https://www.uni-muenster.de/ZIV/anw/testca.htm
- Auf Knopfdruck werden Schlüsselpaar erzeugt und Zertifizierungsrequest übermittelt
- CA-Zertifikat importieren | Schlüsselpaar erzeugen | Eigenes Zertifikat importieren
- (Folgende Schritte waren mit der Mozilla-Suite unnötig)
- Eigenen Schlüssel in PKCS12-Datei exportieren
- PKCS12-Datei in Thunderbird importieren
- Vorhandene Zertifikate in Thunderbird untersuchen
- Zertifizierungsinstanz in Thunderbird auf vertrauenswürdig schalten
- Praxis: E-Mail mit S/MIME
- S/MIME-Signieren, -Verifizieren, -Schlüsselimport, -Verschlüsseln, -Entschlüsseln
- Signierte E-Mails enthalten Zertifikat = Schlüsselaustausch
- Verschlüsselung möglich, sobald eine signierte E-Mail vom gewünschten Empfänger erhalten oder wenn dessen Schlüssel importiert
- Theorie (evtl. Praxis): Eigene CA
- Nichts geheimnisvolles: Einfach OpenSSL-Software benutzen
- Mühsam: Konfigurationsdatei passend parametrisieren
- Wurzelzertifikat erstellen: openssl req -new -x509 -out cert.pem -keyout key.pem -days 730
- (cert.pem und key.pem nach private/, cert.pem nach certs/, c_rehash)
- In Importformat umwandeln: openssl x509 -in cert.pem -inform pem -outform der -out cert.der (Vom WWW-Server mit MIME-Typ application/x-x509-ca-cert ausliefern lassen)
- Request erstellen: openssl req -new -out req.pem -keyout key.pem
- Request signieren: openssl ca -name KonfigAbschnitt -in req.pem -out cert.pem -days 365
- Komplette WWUCA-Installation: https://www.uni-muenster.de/WWUCA/install-x509-ca.html
- Neue Linux-Distributionen haben tinyca; roCA benutzt tinyca auf Knoppix
- Weitere Informationen: http://www.dfn-pca.de
- Theorie: Public Key Infrastructure (PKI)
- Aktuell ein großes Schlagwort
- De facto aber nur eine Bezeichnung für das Organisieren von Schlüsselverteilung und -kontrolle
- Unabhängig vom Verteilungsmechanismus bleibt immer das Problem, das/die Wurzelzertifikate in die verwendete Software zu integrieren
- Praxis (falls noch Zeit): Installation von GnuPG und
Enigmail für Thunderbird
- Als Verwalter
- Download GnuPG 1.4.2 für Windows von ftp://ftp.gnupg.org/gcrypt/binary/gnupg-w32cli-1.4.2.exe nach Eigene Dateien
- In Eigene Dateien: Doppelklick auf gnupg-w32cli-1.4.2.exe
- Im Dialogfenster Installer Language: Sprache Deutsch auswählen
- Im Installationsfenster GNU Privacy Guard Installation: fünfmal Weiter | Installieren | Weiter | Fertigstellen
- Download IDEA-Verschlüsselung von ftp://ftp.gnupg.dk/pub/contrib-dk/ideadll.zip nach Eigene Dateien
- In Eigene Dateien: Doppelklick auf ideadll.zip
- In ideadll.zip: Datei idea.dll markieren | Datei kopieren | neu
anzulegender Zielordner
C:\lib\gnupg - Unter Start | Systemsteuerung | Leistung und Wartung | System |
Erweitert | Umgebungsvariablen | Systemvariablen | Path auswählen |
Bearbeiten: An den vorhandenen Inhalt anhängen:
;C:\Programme\GNU\GnuPG| Alles mit OK bestätigen und Fenster schließen - Test: Unter Start | Alle Programme | Zubehör | Eingabeaufforderung:
Eintippen:
gpg --version| Eintippen:gpg --load idea --version - Als Nutzer
- Test: Unter Start | Alle Programme | Zubehör | Eingabeaufforderung:
Eintippen:
gpg --version| Eintippen:gpg --load idea --version - Falls gpg von Eingabeaufforderung nutzbar sein soll, konfigurieren:
edit "C:\Dateien und Einstellungen\Nutzer\Anwendungsdaten\gnupg\gpg.conf"load-extension idea
default-recipient-self
keyserver hkp://pgpkeys.pca.dfn.de
keyserver-options auto-key-retrieve include-revoked include-subkeys
no-secmem-warning
no-mangle-dos-filenames
default-cert-check-level 3
(Zur Verwendung von Notepad müsste man vorher versteckte Dateien in Ordneroptionen sichtbar machen) - Test:
gpg --versionsollte jetzt auch IDEA enthalten - Als Nutzer
- Download (Rechtsklick | Ziel speichern unter) Enigmail 0.92.0 für Thunderbird von http://www.mozilla-enigmail.org/downloads/enigmail-0.92.0-tb-win32.xpi nach Eigene Dateien
- Download (Rechtsklick | Ziel speichern unter) deutsches Sprachpaket von http://www.mozilla-enigmail.org/downloads/lang/0.9x/enigmail-de-0.9x.xpi nach Eigene Dateien
- In Thunderbird: Extras | Erweiterungen
- Installieren | enigmail-0.92.0-tb-win32.xpi | Öffnen | Jetzt installieren
- Installieren | enigmail-de-0.9x.xpi | Öffnen | Jetzt installieren
- Installationsfenster schließen
- Thunderbird beenden und neu starten
- (Installation auch als Administrator für alle Nutzer möglich, aber Besonderheiten beachten; Vorteil: Executable geschützt)
- In Thunderbird: Enigmail | Einstellungen ... (Der Leser sollte gelernt haben, worauf er jetzt achten soll)
- Stand hier: Virtuelle Maschine XP-B
Freitag: Weitere Kommunikationsformen und Möglichkeiten
Sichere Verbindungen (SSH, SFTP). Abschirmung unsicherer Verbindungen (SSH-Tunnel, STunnel). Dateisystemverschlüsselung. Firewall-Konzepte. Verschiedenes.
- Theorie: SSH
- Funktionsweise von SSH
- Schwachpunkt erste Verbindung
- Tunnels durch ausgehendes/eingehendes Port-Forwarding (ausführliche Skizze)
- Praxis: Sichere Dialog-/Datenverbindungen mit SSH
- Installation von PuTTY (Google putty | PuTTY Download Page)
- Keine Administratorrechte nötig
- SSH-Verbindung mit ZIVUNIX - Dialogsitzung
- Port-Forwarding: Local 110 nach pop:110 - Test mit telnet localhost 110
- Ausprobieren mit IMAP- und/oder NNTP-Server (zusätzliche Thunderbird-Konten)
- Port-Forwarding: Remote 1111 nach pop:110 - Test mit telnet zivunix 1111
- psftp und pscp in Eingabeaufforderung
- Installation for FileZilla (Google filezilla | FileZilla Homepage)
- Keine Administratorrechte nötig
- Verbindung mit sftp://zivunix.uni-muenster.de - Mailboxfiles in Mail
- Unterschied Binär/ASCII/Auto-Transfer
- Praxis: Datei(system)verschlüsselung
- Manuelle (konventionelle) Dateiverschlüsselung mit PGPmail
- Verschlüsselte Verzeichnisse von Windows XP
- (Sicherung des EFS-Schlüssels mit MMC und Wiederherstellungsagenten zu kompliziert, selbst nicht geschafft)
- (Kryptofilesysteme unter Linux)
- PGP-Volume-Verschlüsselung in PGP 9 - Testversion
- Praxis: VPN-Verbindung
- (Wird verwendet bei FunkLAN, pLANet, Teleport, sonstige VPN)
- VPN-Verbindung mit vpn-internet.uni-muenster.de einrichten; Optionen beachten und verstehen
- TCP/IP-Filterung und andere Firewalls: Protokoll 47 (Generic Routing Encapsulation) zulassen
- Uni Münster leider noch: Eigenschaften | Sicherheit: Keine Verschlüsselung (Erweitert: nur CHAP zulassen)
- (Daher ungeschützte Verbindungen per SSH tunneln)
- Theorie: Vernünftige Firewall-Konzepte
- Demilitarisierte Zonen
- Private IP-Adressbereiche
- Application Proxies in DMZ
- 80 % aller Angriffe kommen von »innen«: Internet, Intranet(s), DMZ, Sicherheitsbereiche voneinander trennen
- Theorie: Steganographie
- Verstecken der Kommunikation
- http://www.uni-muenster.de/ZIV/Mitarbeiter/RainerPerske/Stegano.txt
- Theorie, evtl. Praxis: Verschiedenes
- Quantenkryptographie (über 60 km erfolgreich getestet)
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© 2005 Rainer Perske

