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Linux-Einführung
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Linux
Was ist Linux?
- Betriebssystem.
- UNIX-ähnlich
- Betriebssystemkern (kernel)
- frei verfügbar
- GNU-Public-License (GPL)
- Programm-Quelltext verfügbar und veränderbar (Open Source)
Was bietet Linux?
- Kernel-Eigenschaften
- Gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Programme (Prozesse)
- Multiuser-Betrieb, Datei-Zugriffsrechte
- Unterstützt aktuelle und ältere PC-Hardware,
einschließlich Mehr-CPU-Systemen.
- Läuft auf anderen Hardware-Architekturen: Alpha, PowerPC,
S390.
- Unterstützung »fremder« Dateisysteme: DOS,
Windows und OS/2.
- Alle gängigen Netzwerkprotokolle
- Anwendungen
- X-Window-System: Grafik-System (X11)
- Grafische Desktops: KDE, Gnome
- Kommandozeile, Shells
- Editoren
- Textverarbeitung: LaTeX, Staroffice
- Netz-Software: E-Mail, News, WWW
- Programmierung: C, C++, Perl
- Emulatoren: DOS/Windows, Atari, C64, Gameboy, VMWare
- Und vieles mehr!
Linux-Distributionen
Eine Linux-Distribution besteht aus dem Linux-Kernel und
Zusatzprogrammen. Warum soll man nun Geld für eine Distribution
ausgeben, wo doch alle Software frei verfügbar ist?
- Sie müssen kein Geld ausgeben. Es ist völlig legal,
sich die CDs auszuleihen und zu kopieren.
- Kopien der Distributionen und Fehlerkorrekturen finden Sie auf
FTP-Servern im Web.
- Sie zahlen nicht für die Software, sondern für CDs,
Handbücher und Support.
- Bekannte Distributionen: SuSE, RedHat/Fedora/CentOS, Corel,
Debian, Ubuntu.
- Ihre Übungsrechner laufen mit CentOS 5.
Worin unterscheiden sich Distributionen?
- Umfang
- Aktualität
- Installations- und Konfigurationswerkzeuge
- Landesspezifische Anpassung
- Konfiguration des Window-Systems, KDE, Gnome
- Organisation und Parametrierung des Boot-Vorgangs
- Art der Software-Verteilung
- Pakete sind (de)installierbare Sammlungen zusammengehöriger Programme.
- Die meisten Distributionen verwenden das rpm-Format von RedHat.
- Automatische Hardware-Erkennung während der Installation
- Treiber-Umfang
- Dokumentation
- Support
- Fehlerbehebungen (patches)
Unix-Philosophie
- Write programs that do one thing and do it well.
- Write programs to work together
- Write programs that handle text streams, because it is a universal interface.
Beispiel:
ls | wc -l
verknüpft die Befehle ls (Dateinamen
ausgeben) und wc -l (Zeilen
zählen) und gibt so die Anzahl der Dateien aus.
Schalenmodell
Zur Darstellung der Systemstruktur eines Unix-Systems benutzt man
häufig ein Schalenmodell:
Die Hardware wird alleine vom Kernel kontrolliert. Systemnahe Programme
rufen Kernel-Funktionen über standardisierte system calls
auf. Nahezu alle Anwendungen sind entweder in C geschrieben oder
benutzen die C-Laufzeit-Bibliothek libc. Resultat ist die
sehr einfache Portierbarkeit von Anwendungen zwischen Unix-Systemen.
Zu den Funktionen des Kernels gehören u.a.
- Dateiverwaltung und Sicherheit
- Ein- und Ausgabe
- Speicherverwaltung
- Prozessverwaltung
- Unterbrechungs- und Fehlerbehandlung
Kurze Unix/Linux-Geschichte
- 1969: Ken Thompsen, Bell Labs, schrieb das erste Unix auf einer
PDP-7.
- Für dieses Unix entwickelte Dennis Ritchie die
Programmiersprache C.
- 1973: Unix fast vollständig in C und nicht in Assembler
implementiert.
- 1974: Portierung auf eine andere Hardware-Architektur
- bis Anfang der 80er Jahre: Verbreitung in Universitäten, ab
1981 in Münster.
- 80er Jahre, frühe 90er: Kampf der großen Hersteller
(SUN, Apollo, HP, IBM, SGI, DEC) um das eine, wahre, einzige Unix;
internationale Standards (Posix)
- Seit Anfang der 90er: Free Software Foundation, Linux, Open
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Zentrum für
Informationsverarbeitung / © Stefan Ost, Mathias Grote /
Letzte Änderung: 14. Februar 2008