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Abstimmen über die Bibliothek
(2): Kontinuierliche Benutzerbefragung per Mausklick
Seit Anfang 2004 ist es möglich, seine Meinung zu bestimmten
Bibliotheks-Fragen auch per Abstimmung auf der Homepage der ZB Med abzugeben.
Bisher haben über 1000 Benutzer davon Gebrauch gemacht. Sie helfen
damit der Bibliothek, die Bedürfnisse ihrer Nutzer fest- und zufriedenzustellen.
Mittlerweile wurden vier Fragen je einen Monat lang zur Abstimmung gestellt,
die erste Frage lautete am 6.1.2004:
Frage 1: Soll Sonntags länger geöffnet sein?
Das Ergebnis war (n=452): Mit "Ja" stimmten 50%, mit "Nein"
36%, mit "Egal" 14%. Das Resultat deckt sich mit der INFAS-Umfrage
2001 (med
info Heft 1, 2002). Damals sprachen sich bis zu 43% der Befragten
dafür aus, die Bibliothek sonntags vier Stunden länger zu
öffnen. Die Bibliothek steht in den Startlöchern und könnte
die Verlängerung sofort umsetzen. Lediglich eine Vergrößerung
des Bibliothekskontingents an studentischen Hilfskräften
(SHK) wäre notwendig, sämtliche übrigen Voraussetzungen
sind gegeben. Ein entsprechender Antrag der Bibliothek zur Aufstockung
des SHK liegt beim Dekanat.
Frage 2: Sollen Gruppenarbeitsräume angeboten werden?
Das Ergebnis war (n=187): Mit "Ja" stimmten 72%, mit "Nein"
17%, mit "Egal" 11%. Die Abstimmung, die Erfahrungen der Bibliothek
und zahlreiche Benutzerwünsche weisen alle in diesselbe Richtung:
Die Einführung des Problem-Orientierten Lernens (POL) im Medizinstudium
macht Diskussionen und gemeinsames Lernen zwingend erforderlich. Die
Bibliothek ist ein idealer Ort für diese Arbeit, da hier alle benötigten
Ressourcen zur Verfügung stehen - seien es die Inhalte (Bücher,
Zeitschriften, Datenbanken kompetente Ansprechpartner) oder die Infrastruktur
(Computer, Erfrischungsraum, Arbeitsplätze, Schließfächer).
Die Bibliothek hatte nach der Abstimmung sofort die Planung für
Gruppenarbeitsplätze aufgenommen und konnte diese vor kurzem zur
Nutzung freigegeben (siehe Meldung rechts oben).
Frage 3: Sollen Online-Lehrbücher eingekauft werden?
Das Ergebnis war (n=217): Mit "Ja" stimmten 39%, mit "Nein"
2%, mit "Online und Print" 58% und mit "Egal" 2%.
Trotz der Semesterferien hatten sich über 200 Personen an dieser
Abstimmung beteiligt. Dies zeigt die Wichtigkeit dieser Fragestellung
und die dafür vorhandene Aufmerksamkeit bei den Benutzern. Die
Beantwortung ist mehr als eindeutig: Mit 97% wünscht sich die ganz
große Mehrheit Online-Lehrbücher, allerdings sind 58% so
vorsichtig (bzw. so klug), dabei nicht auf die gedruckten Lehrbuecher
verzichten zu wollen. In einer kürzlichen Umfrage (med info Heft
3, 2003) wollten die allermeisten Benutzer ebenfalls das Beste aus beiden
Welten: Mit den gedruckte Büchern lernen, in den Online-Büchern
nachschlagen.
Die Bibliothek plant deshalb auch bereits seit längerem, für
jedes Fachgebiet von A wie Anatomie bis Z wie Zahnheilkunde mindestens
ein Lehrbuch online anzubieten. Der Thieme-Verlag, der als einziger
deutscher Verlag Online-Lehrbücher im Programm hat, hat der Bibliothek
zwar ein Angebot unterbreitet, liefert die Bücher aber bisher nicht.
Insofern sind der Bibliothek aus Mangel an Anbietern momentan die Hände
gebunden.
Zur Zeit steht folgende Frage zur Abstimmung: "Soll das PDA-Angebot
ausgebaut werden?" Mit PDAs (Personal Digital Assistants) können
eine Vielzahl von medizinischen Anwendungen benutzt werden, wie z.B.
die Rote Liste, Medline, Zeitschriften und Bücher. Die Bibliothek
bietet sowohl die Inhalte (siehe PDA-Artikel)
als auch einzelne PDAs zur Ausleihe an. •
Dieser Aufsatz ist erschienen in der Zeitschrift med information.
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