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Datenbanken auf dem Prüfstand. Teil 2: Literatur im Bermudadreieck


Fortsetzung von Heft 1, 2000

Im letzten Heft von med info hatten wir festgestellt, daß MEDLINE je nach Fachgebiet nur 3,6% bis 45,8% der weltweit vorhandenen Zeitschriften indexiert. Zum Vergleich wurde das Fachprofil von MEDLINE dem seines größten Konkurrenten EMBASE gegenübergestellt (Tab.1, unten). Der jeweils bessere Abdeckungsgrad ist fett hervorgehoben. In der 5. Spalte finden Sie den Überlappungsgrad. Er ist ein weiteres, wichtiges Merkmal bei Datenbankvergleichen. Er gibt den Prozentsatz der in EMBASE enthaltenen Titel wieder, die auch von MEDLINE indexiert werden. Eine Überlappungsgrad von 90% bedeutet, daß 90% der EMBASE-Titel auch von MEDLINE indexiert werden. Die restlichen 10% wären nur in EMBASE zu finden.

 FACHGEBIETE

Laufende Zeitschriften

Indizierte Zeitschriften

Von MEDLINE indiziert
(in % von allen laufenden)

Von EMBASE indiziert
(in % von allen laufenden)

Überlappung
(EMBASE-Titel, die auch von MEDLINE indexiert werden)

Beste Ergänzung zu MEDLINE

Maximaler Zugewinn in %
(bei zusätz-licher Suche in 'bester' Daten-bank)

Allgemeinmedizin

3095

1293

19,5%

19,6%

70,0%

CAS

31%

Alternativmedizin

185

32

6,5%

4,3%

37,5%

EMBASE

42%

Anästhesiologie

110

55

26,4%

30,0%

81,8%

CC

24%

Anatomie, Histologie und Zytologie

201

147

45,8%

37,8%

86,8%

CAS

34%

Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

405

124

7,7%

8,4%

70,6%

CAS

61%

Atemwegserkrankungen

144

62

24,3%

22,2%

71,9%

BA

40%

Augenheilkunde und Optometrie

287

113

23,3%

25,8%

70,3%

EMBASE

33%

Biochemie

458

326

37,6%

32,8%

79,3%

CAS

59%

Chiropraktik, Homöopathie, Osteopathie

101

23

4,0%

5,9%

50,0%

EMBASE/

CC/CAS

75%

Chirurgie

549

290

32,8%

31,3%

77,9%

EMBASE

21%

Dermatologie und Venerologie

163

93

30,7%

30,7%

76,0%

EMBASE

24%

Drogensucht und Alkoholismus

205

70

12,2%

13,2%

66,7%

CC

44%

Endokrinlogie

218

123

30,3%

28,4%

80,6%

CAS

39%

Ernährung und Diätetik

394

155

9,4%

9,6%

65,8%

CAS

108%

Gastroenterologie

169

95

32,0%

35,5%

71,7%

EMBASE

31%

Geburts- und Frauenheilkunde

389

174

23,4%

20,1%

80,8%

CC

20%

Genetik

254

171

33,5%

29,9%

84,2%

CAS

45%

Gerichtsmedizin

77

41

22,1%

26,0%

70,0%

CAS

47%

Gerontologie und Geriatrie

418

118

9,8%

10,5%

61,4%

CC

51%

Gesundheitszustand und Hygiene

558

126

3,6%

4,3%

66,7%

EMBASE/

CINAHL

40%

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

140

82

36,4%

39,3%

80,0%

EMBASE

22%

Hämatologie

125

69

36,8%

35,2%

84,1%

CC

20%

Kreislauferkrankungen

369

165

24,1%

25,5%

76,6%

CC

31%

Immunologie, Allergologie

221

134

39,8%

35,7%

83,5%

CC/CAS

22%

Innere Medizin

72

39

31,9%

27,8%

70,0%

EMBASE

26%

Kinderheilkunde

365

182

27,7%

25,2%

70,7%

EMBASE

27%

Klinische Chemie und Labormedizin

228

121

22,8%

22,4%

74,5%

CAS

50%

Krankenhäuser, Verwaltung, Management

574

129

5,2%

10,3%

37,3%

EMBASE

123%

Krankenpflege

528

255

31,4%

3,2%

94,1%

CINAHL

36%

Medizinische Informatik

70

33

24,3%

12,9%

100,0%

SCI

12%

Mikrobiologie

299

210

37,5%

33,1%

76,8%

CAS

38%

Öffentliche Gesundheitspflege

830

299

11,9%

11,8%

61,2%

CAS

40%

Onkologie

389

205

32,6%

26,5%

82,5%

CC

18%

Orthopädie und Traumatologie

346

134

20,5%

20,8%

72,2%

EMBASE

28%

Pharmazie und Pharmakologie

1294

587

16,0%

20,5%

63,4%

CAS

84%

Physikalische Therapie und Rehabilitation

177

65

10,7%

11,9%

47,6%

EMBASE

58%

Physiologie

204

133

42,2%

36,3%

90,5%

CAS

27%

Psychiatrie und Neurologie

1087

617

29,3%

30,4%

72,4%

SCI

33%

Radiologie und Nuklearmedizin

278

140

30,9%

27,3%

80,3%

EMBASE/

CAS

17%

Rheumatologie

96

42

24,0%

18,8%

83,3%

CC

35%

Sportmedizin

107

61

15,9%

20,6%

54,5%

CC

71%

Übertragbare Krankheiten

311

154

31,2%

25,1%

79,5%

EMBASE

16%

Umweltmedizin und Toxikologie

175

101

31,4%

36,0%

79,4%

CAS

40%

Urologie und Nephrologie

185

86

25,4%

22,2%

78,0%

CAS

30%

Zahnheilkunde

531

246

37,3%

8,5%

95,6%

CC

5%

Summe, Durchschnitt

15.660

6.621

24,7%

22,5%

 

 

40%

EMBASE enthält nur sehr wenige Pflege- und Zahnmedizin-Titel, was auch am Überlappungsgrad von 100 bzw. 95,6% sichtbar wird. In den klinischen Fächern schenken sich beide Datenbanken nichts, während in der Vorklinik MEDLINE eher die Nase vorne hat. Die vielzitierte Überlegenheit von EMBASE in der Pharmakologie und Arzneimittelforschung schrumpft hier allerdings auf ein Plus von 4,5% zusammen.


Weitere Datenbanken

Das in Heft 1 dargestellte, sehr gute Abschneiden der fachfremden Datenbank Chenical Abstract Services ist nicht verwunderlich, wenn man die sehr weitgefaßte Indexierungspraxis beim Fachgebiet Biochemie kennt. Dieses Fachgebiet macht 34% aller CAS-Zitate aus und enthält u.a. Endokrinologie, Biochemische Genetik, Toxikologie, Radiation Biochemie, Biochemische Methoden, Pathologische Biochemie und Immunochemie.

Genau wie für MEDLINE und EMBASE exemplarisch gezeigt, können nun nach derselben Methode auch für die anderen Datenbanken Fachprofile erstellt werden. Sie finden Sie im Internet (http://www.agmb.de/mbi/7/ulrichs.html). Zwecks Gegenüberstellung und Vergleichbarkeit wurden die Fachprofile hier auf sieben übergeordnete Gruppen komprimiert (Abb.1).

Zwar deckt MEDLINE im Durchschnitt die meisten medizinischen Zeitschriften ab, nimmt aber nur in zwei der sieben Obergruppen den ersten Platz ein. In den anderen fünf Gruppen dominieren Datenbanken wie CINAHL (Pflege), EMBASE (Administration) oder CAS (Grundlagenfächer der Vorklinik). Current Contents und BIOSIS sind durch ihre gute Abdeckung der Life Sciences bei den vorklinischen Zeitschriften stark, während sie in den anderen Fachgebieten meistens nur eine untergeordnete Rolle spielen. Fachprofil und Fachdominanz stellen zwei wichtige Leistungsparameter für Literaturdatenbanken dar.


Ergänzung von MEDLINE-Suchen

MEDLINE kann - wie oben gezeigt - nicht den Anspruch erfüllen, die medizinische Literatur mehr oder weniger vollständig zu erfassen, und dies kann auch keine der anderen untersuchten Datenbanken. Deshalb erhebt sich als die Frage, ob eine Kombination von Datenbanken eine vollständigere Abdeckung gewährleisten könnte. Welcher Abdeckungsgrad wird also in den einzelnen Fachgebieten erreicht, wenn man eine MEDLINE-Recherche mit Recherchen in anderen Datenbanken ergänzt?

Die Datenbank, die am häufigsten mit MEDLINE kombiniert wird, ist der kommerzielle MEDLINE-Konkurrent EMBASE. Excerpta Medica Online hat in einigen Untersuchungen eine bessere Abdeckung der europäischen Literatur und insbesondere der Arzneimittelforschung/Pharmakologie gezeigt. Wenn man jedoch untersucht, in welchen Ländern die von den einzelnen Datenbanken indizierten Zeitschriften publiziert werden, dann lassen sich nur geringe geographische Präferenzen ausmachen. So stammen 14,3% aller im Ulrich’s verzeichneten EMBASE-Titel aus deutschsprachigen Ländern, während dieser Prozentsatz bei MEDLINE lediglich 11,5 beträgt. EMBASE ist weniger angloamerikanisch ausgerichtet ist als MEDLINE oder der Science Citation Index.

Wenn man eine MEDLINE-Recherche mit einer Suche in EMBASE komplementiert, lohnt sich dies naturgemäß in der Krankenpflege oder der Zahnmedizin nicht , da MEDLINE hier eine eindeutige Dominanz besitzt. Dagegen kann man in anderen Fachgebieten deutliche Abdeckungszugewinne von bis zu 123% (Krankenhäuser) erzielen. In den (vor)klinischen Fachgebieten scheint der Prozentsatz der zusätzlich erfaßten Zeitschriften mit 14 - 24% relativ gering. In den gesundheitsorientierten und den klinisch-theoretischen Fächern ist EMBASE mit einem Plus von 49% bzw. 32% noch am ergiebigsten.

Chemical Abstracts Service und Current Contents sind neben EMBASE diejenigen Datenbanken, die eine MEDLINE-Recherche am besten ergänzen. Der maximal mögliche Zugewinn liegt bei immerhin 108%, d.h. eine kombinierte CAS/MEDLINE-Recherche fand in diesem Fachgebiet mehr als das Doppelte (Tab.1, 6. u. 7.Spalte).

Des weiteren ist aufgrund der geringen Überlappung mit MEDLINE eine ergänzende Recherche in BIOSIS sehr zu empfehlen. BIOSIS ist naturgemäß in den Grundlagenfächern Anatomie, Physiologie, Mikrobiologie, Biochemie, Zytologie u.a. sehr stark, aber auch bei Atemwegserkrankungen, Rheumatologie und Sportmedizin besser als MEDLINE. Ein weiterer Vorteil liegt in der Verzeichnung von Kongressberichten und Büchern.


Recall

Auch wenn eine Datenbank 1.000 Artikel über Diabetes enthält, heißt das noch lange nicht, daß diese bei einer Suche auch gefunden werden können. Selbst Experten kommen je nach Studie und Fachgebiet nur auf eine Trefferquote (Recall) von ca. 70%, Ungeübte auf maximal die Hälfte. Dies bedeutet, daß von dem Viertel, das in MEDLINE vorhanden ist, noch einmal die Hälfte abgezogen werden muß, die nicht gefunden werden. Dies reduziert den Ausschnitt aus der Literatur, der von Ungeübten in MEDLINE gefunden werden kann, auf knapp 12%, was nichts anderes bedeutet, als daß durchschnittlich eine von acht indexierten Veröffentlichungen zu einem Thema gefunden wird.


Publication Bias

Wie oben erwähnt werden weniger als 44% der weltweit vorhandenen Zeitschriften überhaupt auch nur von irgendeiner der im Ulrich’s aufgelisteten 1.500 Literaturdatenbanken indexiert. Wenn nur 17% der alternativmedizinischen Titel in MEDLINE überhaupt erfaßt werden, ist dies sicherlich eher zu verschmerzen, als die 31% in der Arbeitsmedizin oder die 36% im Public Health - Bereich. Nicht überall hat man schließlich Indexierungsraten von über 70% wie in den Grundlagenfächern Anatomie, Biochemie und Mikrobiologie. Hinzu kommt, daß ein nordamerikanisches Gremium aus nordamerikanischem Blickwinkel entscheidet, ob sich unter den von MEDLINE indexierten Titeln auch die wichtigsten Zeitschriften des Fachgebietes befinden. Viele Zeitschriften haben nie die Chance, die höheren Weihen einer Aufnahme in diesen heiligen Gral des medizinischen Literaturnachweises zu erlangen, weil sie nicht auf Englisch publizieren, aus Drittländern stammen oder über exotische Themen und Therapieformen berichten.

Die WHO beklagte unlängst den angloamerikanischen Hochmut gegenüber wichtigen tropenmedizinischen Zeitschriften aus der dritten Welt. Diese Art von Blindheit oder Einäugigkeit wird als "Publication Bias" bezeichnet. Eine weitere Form dieser ‘Verzerrung’ ist, daß nicht alle klinischen Studien auch publiziert werden, sondern hauptsächlich nur diejenigen mit einem positiven (d.h. erwarteten) Ergebnis. Wie von der deutschen Cochrane Gruppe nachgewiesen wurde, publizieren deutsche Forscher positive Ergebnisse eher auf englisch, negative dagegen eher auf deutsch. Viele gute Artikel, viele gesunde klinische Studien und viele Investitionen gehen der Medizin und dem medizinischen Fortschritt durch den Publication-Bias verloren.


Diskussion

Aufgrund der Übereinstimmungen mit anderen Studien kann davon ausgegangen werden, daß mit der angewandten Methode verläßlich die Fachabdeckung von Literaturdatenbanken bestimmt werden kann. Die vorliegende Studie erweitert frühere Untersuchungen um eine detaillierte fachliche Differenzierung.

Verursacht die angewandte Methode Verzerrungen? Zum einen wurde ja nicht die eigentliche Zahl der Zitate, sondern die der Zeitschriften gemessen. Recherchen in Ulrich’s ergaben jedoch, daß indexierte Titel keine signifikant häufigere Erscheinungsweise haben als nicht indexierte. Wenn man annimmt, daß beide Zeitschriftengruppen die gleiche Heftstärke besitzen, dann sollten indexierte und nicht-indexierte Zeitschriften auch die gleiche Anzahl von Artikeln enthalten. Somit könnten die hier vorgestellten Ergebnisse auch auf die Gesamtzahl der publizierten Artikel ausgeweitet werden.

Zum anderen ist nicht genau bekannt, ob die Indexierungspraxis der einzelnen Datenbankhersteller vollständig ist, i.e. ob alle Zeitschriften Cover-to-Cover indexiert werden. MEDLINE hat kürzlich angekündigt, bisher nur selektiv indexierte Zeitschriften nun vollständig zu erfaßen. Bei Current Contents und SCI dürfte sich dieses Problem aufgrund der Multidisziplinarität ebenfalls nicht stellen. Während es BIOSIS-Politik ist, auch die klinische Medizin abzudecken, beschränkt sich dagegen CAS explizit auf biochemische Grundlagenartikel. Zu vermuten ist, daß CAS die aufgelisteten medizinischen Zeitschriften nur sehr selektiv indexiert. Dies dürfte die gemessene Fachabdeckung von CAS in den klinischen und anwendungsorientierten Fächern stark reduzieren.

Weiter ist anzunehmen, daß der Ulrich’s auch einen Verzeichnungs-Bias zugunsten von Zeitschriften aus der 1.Welt aufweist. Deshalb muß davon ausgegangen werden, daß in Wirklichkeit die Rate der nicht indexierten Titel noch größer als die in dieser Studie festgestellten 55,6% ist.


Resümee

Die bekannteste vergleichbare Studie im deutschsprachigen Raum dürfte die von John sein, der schon 1984 feststellte: "Keine Datenbank kann als die Medizinerdatenbank angesehen werden. Die jeweils trächtigste Datenbank liefert ... etwa die Hälfte der ... zu findenen Publikationen." Dies wird 15 Jahre später von Topfer unterstützt, der konstatierte: "... literature searches that rely on only one or the other database will inevitably miss pertinent information." Jeder Informationsprofi wußte aber auch schon vor dieser Studie, daß MEDLINE keine vollständige Abdeckung der medizinischen Literatur leistet.

Welche Rückschlüsse sind nun also aus den Ergebnissen dieser Untersuchung zu ziehen, welche Empfehlungen auszusprechen? Wie wichtig sind 28 zusätzliche Zitate, wenn man in MEDLINE schon 100 gefunden hat? Und wenn in MEDLINE überhaupt keinen relevanten Records zu finden waren, lohnt sich dann noch eine EMBASE-Recherche mit einer 28prozentigen Trefferwahrscheinlichkeit? Nur der Benutzer selber kann den tatsächlichen Wertzuwachses beurteilen, da dieser in entscheidendem Maße von seinem Ziel abhängt.

Eine generelle Empfehlung läßt sich nicht aussprechen. Wenn es sich nur um einen gelegentlichen Kontakt mit Literaturdatenbanken handelt und das Ziel nicht so hochgesteckt ist, kann eine MEDLINE-Recherche vollkommen ausreichend sein. Dies kann z.B. für Medizinstudenten gelten, die für ihre Hausarbeit ein paar relevanten Literaturzitate brauchen. Ganz anders kann es schon bei Doktoranden aussehen. Oft benötigen diese nach die Literatur zum Thema möglichst vollständig. Insbesondere soll meistens ausgeschlossen werden, daß das gewählte Thema zuvor behandelt wurde. Historische Abrisse verlangen ebenfalls weitergehendere Recherchen.

Da der Recall von Gelegenheitsbenutzern relavtiv gering ist, ist es wenig effizient, auch die allerletzte Datenbank zu durchsuchen, die vielleicht noch ein Artikelchen zum Thema enthalten könnte. Weist MEDLINE eine vernünftige Abdeckung in diesem Gebiet auf, so kann eine genau so große Abschöpfung der Literatur stattfinden, wenn - anstatt alle Datenbanken abzugrasen - durch Schulungen oder begleitende Hilfestellung, wie sie die Zweigbibliothek anbietet, der Recall verbessert wird. Auch alternative Wege der Literatursuche wie z.B. ein Verfolgen der Referenzen erhöhen die Vollständigkeit erheblich. Die unter diesen Umständen sinnvollste Alternative ist aber die kostenpflichtige Recherche durch einen professionellen Informationsvermittler oder bei DIMDI. Hier sind komfortable, datenbankübergreifende Suchen mit automatischem Dublikatencheck. selbstverständlich. Zu Unrecht wird diese effektivste Methode der Literatursuche nur selten benutzt. Kostenargumente dürften eigentlich nicht dagegen sprechen, denn während das Land NRW diese Recherchen subventioniert, so daß nur DM 30.- anfallen, werden die ‘Personalkosten’ bei eigenhändiger Suche schnell dreistellig.

Da geübte und gut geschulte Endnutzer einen ähnlichen Recall wie professionelle Rechercheure erreichen, können für regelmäßig Suchende intensive Schulungen eine erhebliche Verbesserung der Qualität der Literatursuche bewirken.


 


Dieser Aufsatz ist erschienen in der Zeitschrift  med information.


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 aktualisiert: 2004-09-16