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Archive for the 'Zeitschriften' Category

BrowZine: Leicht und komfortabel Fachzeitschriften lesen

Posted by Oliver Obst on 25th January 2016

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BrowZine von Third Iron ermöglicht den Angehörigen der Universität Münster den leichten Zugriff auf tausende lizenzierte Zeitschriften. Eine übersichtliche Regalansicht erlaubt das komfortable Browsen durch die (vorher ausgewählten) Lieblingszeitschriften. Mit einem Klick wird das Inhaltsverzeichnis des aktuellen Heftes geöffnet. Die Zeitschriften können sachlich oder über den Titel gefunden werden.

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Web-Ansicht der BrowZine-Oberfläche der Universität Münster

BrowZine kommt erst auf mobilen Endgeräten voll zur Geltung. Es ist für iOS, Android und Kindle programmiert worden, kann aber auch mit jedem Browser aufgerufen werden (und ist damit auch Surface-tauglich). Dazu muss man sich im IP-Adressenbereich der Hochschule befinden (von ausserhalb ist VPN nötig).

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Wenn Sie BrowZine installiert haben, wählen Sie bitte die Universität Münster / University of Munster aus, damit Ihnen alle von uns abonnierten Zeitschriften zur Verfügung stehen (s.o.). Achten Sie darauf, dass Sie VPN aktiviert haben und klicken Sie auf “Continue”. Nun können Sie die Fachklassifikation benutzen, um Ihre Lieblingstitel auswählen (hier JAMA) und den kompletten Artikel herunterzuladen.

Der Zugang ist zunächst testweise freigeschaltet und soll bei entsprechender Nachfrage längerfristig lizenziert werden. Dazu bitten wir um Feedback per Email an obsto@uni-muenster.de oder Comment hier im Blog.

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Verbesserung der Ausleihkonditionen

Posted by Volker Frick on 1st October 2015

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Ab heute, dem 1.10.2015, gelten, wie die ULB mitteilt, für alle Nutzer*innen einfachere und verbesserte Ausleihkonditionen:

“Die Leihfrist für alle Medien beträgt nun grundsätzlich vier Wochen. Die bisher kürzere Leihfrist für Zeitschriften von zwei Wochen entfällt.
Bitte beachten Sie: Mehrfach vorgemerkte Medien sind nach wie vor nur zwei Wochen ohne Verlängerungsmöglichkeit ausleihbar. Darüber werden Sie aber bereits zum Zeitpunkt der Ausleihe explizit informiert.
Die Verlängerungsfrist beträgt ebenfalls grundsätzlich vier Wochen. Bis auf Zeitschriften sind alle Medien verlängerbar – selbstverständlich nur, wenn keine Vormerkung vorliegt.
Hinweis für bevorrechtigte Nutzergruppen (Wissenschaftler): Die automatische Verlängerung erfolgt in Zukunft maximal zehnmal für jeweils vier Wochen (anstatt bisher maximal fünfmal für jeweils acht Wochen).
Alle Leih- und Verlängerungsfristen bleiben verlässlich gültig. Die bisher übliche nachträgliche Verkürzung einer Verlängerungsfrist aufgrund einer späteren Vormerkung entfällt.”

Beachten Sie bitte: In der Zweigbibliothek Medizin gehören Zeitschriften zum nicht ausleihbaren Präsenzbestand und können daher nur in der Bibliothek genutzt werden. In Ausnahmefällen ist eine Übernacht- (von 17 bis 11 Uhr des nächsten Tages) beziehungsweise eine Wochenendausleihe (Freitag 17 Uhr bis Montag 11 Uhr) gegen Hinterlegung des Ausweises möglich.

Foto: ZB Medizin/Katrin Bendix

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Das eigene Manuskript auf Plagiate prüfen: Doktorarbeit

Posted by Oliver Obst on 25th September 2015

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Plagiate in Doktorarbeiten

Plagiate in Doktorarbeiten sind nichts Neues: Schon 1805 wurde in der “Medicinisch-chirurgischen Zeitung” ein Artikel publiziert, der eine in Halle an der Saale eingereichte Dissertation als Plagiat entlarvte (und auch dieser Satz wäre ein Plagiat, wenn ich nicht sagen würde, dass ich ihn einer Pressemeldung des Dekanats der Medizinischen Fakultät der Universität Münster entnommen hätte 😉 ). Plagiate in Doktorarbeiten haben in Münster zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Forschungsintegrität und Qualität von Doktorarbeiten geführt (siehe auch die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu wissenschaftlicher Integrität (PDF).

Plagiat und Betrug in Doktorbeiten werden in Münster – wie an anderen Fakultäten – mit Aberkennung des Doktortitels oder einer Rüge geahndet. Zur Verbesserung der Qualität von Doktorarbeiten wurde ein Promotionsbegleitendes Medizinerkolleg installiert. “25 viel versprechende Nachwuchsforscher nehmen pro Semester teil und werden bis zur Promotion von Mentoren begleitet” (siehe Pressemeldung). Das Kolleg soll die wissenschaftliche Qualität der Doktorarbeiten anzuheben und informiert über Plagiate in der Wissenschaft sowie korrekte Zitierweisen.

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Auszug aus der Medicinisch-chirurgischen Zeitung zu einem Promotionsplagiat aus dem 18. Jhdt. Klicken zum Vergrössern. (Digitalisat von Google, Hervorhebungen durch den Blogautor)

Die Bemerkung des Autors (oben gelb hervorgehoben)

Wodurch soll man sich aber gegen eine solche Hintergehung schützen; ich kenne kein Mittel. Das einzige wäre, ein jeder Professor, welcher Dissertationen zur Durchsicht bekommt, müßte alle Dissertationen kennen, welche über den Gegenstand erschienen sind

zeugt von einiger Weitsicht, denn dank der Digitalisierung und des Internets kennt man heutzutage tatsächlich alle Dissertationen, welche über den Gegenstand erschienen sind!

“Seitdem zur Prüfung der eingereichten Doktorarbeiten eine Plagiatssoftware angeschafft wurde, häufen sich die Anfragen der Promovenden, ob sie ihre Arbeit nicht vorher selbst auf Plagiate prüfen könnten”, so der Leiter der Zweigbibliothek Medizin, Dr. Oliver Obst.

“Kann ich mein Doktorarbeit auf Plagiate checken, bevor ich sie einreiche?”

Die Antwort auf obige Frage ist – im Prinzip – sehr einfach. Man muss lediglich die folgenden vier Regeln beachten, dann hat man nichts zu befürchten:

1. Schreiben Sie nie ab.

2. Checken Sie anhand eines entsprechenden Tutorials (z.B. das der ULB Münster) ob Sie korrekt zitiert haben.

3. Wenn Ihnen das als Sicherheit noch nicht genügt und Sie einen der vielen Plagiatchecker im Internet ausprobieren wollen, beachten Sie bitte:

  • Dies sind hauptsächlich englischsprachige Dienste, deren Nutzen zur Prüfung deutscher Doktorarbeiten vollkommen unklar ist.
  • Nur wenige bieten einen kostenlosen Service an.
  • Eine ergebnislose Prüfung garantiert nicht, dass man kein Plagiat begangen hat.
  • Kein Plagiatchecker produziert ein Ergebnis, dass man ungeprüft übernehmen kann. Im Gegenteil muss jeder Plagiatcheck einer Arbeit sorgfältig von einem Fachmann auf dem Gebiet manuell nachbearbeitet werden.

4. Wenn Sie hundertprozentige Sicherheit wollen, gehen Sie zurück zu Regel (1).


Weitere Infos im Blog “Aktuelles” zu Plagiaten in der Medizin.

Fotonachweis: Website Screenshot

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ZB Med erwirbt großes Zeitschriftenpaket von Lippincott

Posted by Oliver Obst on 24th September 2015

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Die Bibliothek konnte kürzlich die LWW Comprehensive Archive Collection 2015 erwerben und damit eine wichtige Lücke beim Zugang zu den Zeitschriften des Verlags Lippincott, Williams & Wilkins schließen.

Insgesamt sind nun 375 Zeitschriftentitel und Unterreihen als Archive zugänglich. Im Folgenden finden Sie die komplette Liste, alle laufenden Titel sind in der EZB Regensburg nachgewiesen.


Lippincott Williams & Wilkins (LWW) is an imprint of the publishing conglomerate Wolters Kluwer. Under the LWW brand, Wolters Kluwer publishes scientific, technical, and medical content such as textbooks, reference works, and over 275 scientific journals (most of which are medical or other public health journals). Publications are aimed at physicians, nurses, clinicians, and students. (aus Wikipedia)

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Das eigene Manuskript auf Plagiate prüfen: Fachartikel

Posted by Oliver Obst on 21st September 2015

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Aufforderung zur kostenpflichtigen Nutzung des Plagiatcheckers iThenticate

Reicht man heutzutage einen Artikel bei einer Fachzeitschrift ein, wird dieser meist automatisch auf Plagiate geprüft. Viele große Verlage (Elsevier, Wiley, Nature) benutzen dafür das Programm iThenticate der Firma iParadigms**. Da diese Plagiatchecker nicht perfekt sind, treibt dies die schönsten Blüten.

Es kann allerdings auch vorkommen, das der Verlag den Autor bittet, sein eigenes Manuskript selber bei einem kommerziellen Anbieter auf Plagiate prüfen zu lassen. Das Prüfungsergebnis wird dann vom Autor meist zusammen mit dem Manuskript eingereicht.

Einer dieser Verlage ist der – als “predatory” eingestufte – Open Access Publisher Baishing Publishing Group (BPG). Die BPG publiziert 43 Fachzeitschriften, darunter das World Journal of Gastroenterology mit einem Impact Faktor von immerhin 2.369 (soviel zum Thema “predatory”).

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Prüfungsergebnis eines Plagiatchecks für ein Baishing-Journal (Klicken zum Vergrössern)

BPG benutzt leider ungenaue Formulierungen in ihren Author Requests, wodurch es immer wieder zu Missverständnissen kommt So wird zB gebeten, das Manuskript einem “CrossCheck” zu unterziehen. Hierzu solle “crossref.org” verwendet werden. Dazu ist festzustellen: CrossRef ist eine Fachvereinigung von Verlagen. Nur Verlage können CrossRef- Mitglieder werden. Nur CrossRef-Mitglieder können dann auch CrossCheck-Mitglieder werden und dann die Arbeiten ihrer Autoren im Submissionsprozess auf Plagiate checken. Autoren können dies nicht. Autoren können nicht CrossCheck verwenden.

Wieso dann diese Aufforderung von BPG?

Die Plagiaterkennung von CrossCheck funktioniert mit der Software iThenticate. Als Vergleichsdatenbank dient der Datenbestand von CrossRef (44+ Mio. Artikel, 80.000+ Bücher, Konferenzabstracts).

Wenn man selber sein Manuskript auf Plagiate prüfen lassen will, kann man dieses privat bei iThenticate prüfen lassen. Das kostet ab 100 $ aufwärts.* Dann wird es auch mit der CrossCheck-Datenbank verglichen (Das ist auch der Grund für das Missverständnis von BPG, Autoren sollten ihr Manuskript mit CrossCheck prüfen). Hat man einmal 100$ investiert, kann man sein Manuskript zusätzlich mit der iThenticate-Datenbasis abgleichen, die mit 142 Mio. Artikel und 56 Mia. Internetseiten nochmal etwas grösser ist als die von CrossCheck.

Nächste Woche behandeln wir das Thema Das eigene Manuskript auf Plagiate prüfen: Doktorarbeit.


* Wenn man keine Lust hat, diese 100$ zu bezahlen, sollte man sich mit der Bibliothek in Verbindung setzen.

** iParadigms is the world’s leading provider of web-based solutions for plagiarism prevention and student feedback. The company’s products include Turnitin, used by educators worldwide to check students’ papers for originality, to enable web-based peer review and for digital grading of student work. iParadigms’ iThenticate solution is the leader in plagiarism detection in research, publishing government markets. The company’s solutions check over 100 million documents annually and are used in 19 languages in over 100 countries. iParadigms was founded in 1999 by Dr. John Barrie, and is headquartered in Oakland, CA with an international office located in Newcastle upon Tyne, United Kingdom. In 2014, iParadigms was buyed for 752 Mio. USD by Venture Capitalists.

Fotonachweis: Website Screenshot

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Erfundenes Peer-Review in zehn Springer-Zeitschriften

Posted by Oliver Obst on 21st August 2015

A Misty Graveyard, Cemetery with Tombstones and Crow

Nach dem Rückzug hunderter wissenschaftlicher Artikel durch Pfusch beim Peer-Review ist die Betrugswelle nun beim Springer-Verlag (neu: Springer Nature) angekommen. Wie Springer in einer Pressemeldung am 18. August bekannt gab, waren die Peer Reviews von 64 Artikeln offensichtlich erfunden:

Springer confirms that 64 articles are being retracted from 10 Springer subscription journals, after editorial checks spotted fake email addresses, and subsequent internal investigations uncovered fabricated peer review reports. After a thorough investigation we have strong reason to believe that the peer review process on these 64 articles was compromised. We reported this to the Committee on Publishing Ethics (COPE) immediately. Attempts to manipulate peer review have affected journals across a number of publishers as detailed by COPE in their December 2014 statement. Springer has made COPE aware of the findings of its own internal investigations and has followed COPE’s recommendations, as outlined in their statement, for dealing with this issue. Springer will continue to participate and do whatever we can to support COPE’s efforts in this matter.

Um welche 64 Artikel und 10 Zeitschriften es sich im Einzelnen handelte, wurde nicht bekannt gegeben. In PubMed sind stand heute 13 deutschsprachige Artikel als “retracted” gekennzeichnet.

Springer weist zwar darauf hin, dass der Peer-Review-Prozeß zu den “cornerstones of quality, integrity and reproducibility in research” gehört, sagt aber nichts über die zugrundeliegenden Strukturen des Wissenschaftssystems. Der Wissenschaftsrat wird da in seinen Empfehlungen zu wissenschaftlicher Integrität (PDF) weitaus konkreter:

Die Menge der im Peer-Review-Verfahren zu begutachtenden Publikationen steigt zudem stärker als die Zahl in Frage kommender Gutachterinnen und Gutachter. Dadurch wird es schwieriger, geeignete Sachverständige für eine sorgfältige Qualitätssicherung zu finden. Diese Überlastung des Gutachtersystems kann zu einer Häufung nachlässiger Begutachtung führen und da mit auch Fehlverhalten begünstigen. (Seite 21)

Steuernd wirken auch systemische Besonderheiten der Wissenschaft, welche die oben genannten Faktoren [Bewertungspraxis für die Mittelvergabe anhand von rein quantitativen Indikatoren wie Publikationen, Promotionszahlen und Drittmitteleinwerbungen] verstärken und ungewollte Nebeneffekte erzeugen können. Dazu zählen eine nicht immer offene Diskussionskultur und hoher Druck, mit konkurrierenden Forschungsthemen Drittmittel einwerben zu müssen. Die Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs erweisen sich dabei als besonders schwierig. So können Arbeit sverträge mit kurzen Laufzeiten die Qualität und wissenschaftliche Integrität der eigenen Arbeit gefährden. Erfolgsdruck und existentielle Abhängigkeit von Drittmittelanträgen können insbesondere junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler motivieren, unredlich zu handeln, z. B. ungewollte Ergebnisse nicht zu dokumentieren oder zu beschönigen. (Seite 25-26)

Wenigstens verspricht Springer, dass gefaktes Peer-review demnächst nicht mehr vorkommen soll:

We are now reviewing our editorial processes across Springer to guard against this kind of manipulation of the peer review process in future.

Fotonachweis: Binkski @fotolia.com und ZB Med

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Elsevier: Scheduled Service interruption on Aug, 1st

Posted by Oliver Obst on 22nd July 2015

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Die Elsevier-Zeitschriften und die Elsevier-Zitationsdatenbank Scopus werden am 1. August ab Mitternacht für einige Stunden nicht zugänglich sein. Hier der Brief, der uns dazu erreichte:

Dear customer, We would like to give you advance notice of an interruption of service for Elsevier platforms and solutions due to scheduled maintenance. On Saturday, August 1, access to Elsevier platforms will be unavailable due to a scheduled maintenance for approximately 3.5 hours starting at 06:00 PM EDT. Please check the World Clock Time Zone Converter to convert the time in your local time. The platforms and solutions involved are: – Elsevier Research Platforms: ScienceDirect, Scopus (including Author Feedback Wizard) Engineering Village, Mendeley – Research Intelligence: SciVal Funding – R&D Solutions: Reaxys, Embase, Geofacets Each platform will be displaying a warning to users of this scheduled downtime, and during downtime, there will be a message informing users of the temporary unavailability of service. To stay up to date with any developments follow the individual Twitteraccounts for the products (@sciencedirect @Scopus @MendeleySupport). Thank you for your patience as we strive to update our products. Elsevier Customer Service Team

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Science Translational Medicine: Testzugang

Posted by Oliver Obst on 14th July 2015

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Ab sofort steht die vor sieben Jahren gegründete Zeitschrift Science Translational Medicine unter dem Link http://stm.sciencemag.org/ als Trialzugang für 90 Tage (Kalenderwoche 29 bis 41) im Hochschulnetz zur Verfügung.

Hintergrund: Zahlreiche Institute und Kliniken brauchen einen schnellen Zugang zu diesem Titel, da dieser immer wichtiger auf dem wegweisenden Feld der translationalen Medizin wird. Hinzukommt, dass Translationale Medizin auch im Strategieplan des Dekanats und der Definition der Forschungsschwerpunkte (Stichwort: Clinical Translation Professorships) ganz oben steht.

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Der Impact Faktor von Science Translational Medicine steigt jedes Jahr um 3-4 Punkte an.

Science Translational Medicine steht bei den Impact Faktoren in der Subject Category Medicine, Research & Experimental an 3. Stelle und bei Cell Biology an 10. Stelle (Link nur Uni Münster).

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Triallizenzen für Papers erhältlich

Posted by Oliver Obst on 10th April 2015

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v.l.n.r.: J.Kuhn (BiomedCentral), M.Steffens (Papers), R.Hartensuer (Unfallchirurgie), O.Obst (Bibliothek)

Johanna Kuhn von BiomedCentral (jetzt Springer) und Matthias Steffens von Papers (jetzt auch Springer) konnten am 25. März dazu gewonnen werden, im alten Chirurgiehörsaal eine Einführung in das beliebte Literaturverwaltungsprogramm Papers zu geben. Eingeladen hatte die Klinik für Unfallchirurgie. In einer lebendigen, interaktiven, 90-minütigen Präsentation blieben keine der vielen Fragen unbeantwortet. Papers gibt es nicht nur für Windows und Mac, sondern besitzt auch eine gelungene App für iOS, die mit der Datenbank der Desktop-Version synchronisiert werden kann.

Triallizenzen für Papers oder Online-Nutzerschulugnen können ab dem 4. Mai wieder bei Dr. Obst erfragt werden.

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American Society of Hematology sperrt den Zugang zu “Blood” für die Universität Münster

Posted by Oliver Obst on 1st April 2015

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Die American Society of Hematology hat den Zugang zu ihrer Zeitschrift Blood für die Universität Münster gesperrt. Zugänglich sind jetzt nur noch die Open Access Artikel von 2014 und älter.

Als Begründung wurde genannt, dass die Universität Münster in den letzten zwei Jahren zu viele Blood-Artikel heruntergeladen hätte. Das sei der American Society of Hematology aufgefallen und eine genauere Prüfung eingeleitet worden. Bei dieser Prüfung sei festgestellt worden, dass die Zweigbibliothek Medizin das ganze Bundesland Westfalen mit Literatur versorgen würde. Deshalb sei die Tier-Einstufung 4 einer “Multi-Site Institution” gerechtfertigt.

Their tier allocation has been adjusted to Tier 4 because the scope of their organization on strong medical research, which is reflected on the high usage of our content. There have been 12,891 article-downloads from their network during 2014. The value per article at the new price come at mere $0.43 cents!** An excellent value for accessing a peer review journal, the quality of Blood, which publishes 52 weekly issues a year. According to their website, Universitäts- und Landesbibliothek Münster, is the library for Muenster University, and it serves the entire state of Westphalia, in North Rhine.

Wenn wir nicht bereit wären, den dreieinhalb-fachen Preis von 5.500 $ statt 1.615 $ zu zahlen, würde die Universität Münster den Zugang verlieren. Kurz darauf wurde Blood ohne Vorwarnung abgeschaltet, unsere Argumente und Emails blieben unbeantwortet. Dass damit der Zugang von hunderten Forscher zu dieser wichtigen Wissenschaftsquelle unterbunden wurden, entspricht nicht gerade der Mission der ASH: “Helping Hematologists…”

Hintergrund dieses erst einmal unverständlichen Verhaltens ist die starke Abhängigkeit von Fachgesellschaften von den Einnahmen aus den Zeitschriftenabos. Da Blood (wie alle derartigen Titel) ein Quasi-Monopol auf die dort publizierten Paper hat, kann jeder Preis verlangt werden – und die Geschäfte der American Society of Hematology (Awards, Career, Global Programs und selbst eine Academy) florieren. Die Bibliotheken müssen es bezahlen – ihnen bleibt keine andere Wahl. Deshalb haben wir die American Society of Hematology bereits gebeten, den Zugang schnellstmöglich wieder herzustellen.

Dies betrifft nicht nur die Uni Münster und die American Society of Hematology. Willkürliche Tierhochstufungen gab es von unterschiedlichen Anbietern in den letzten Jahren immer wieder. Blood (und sein Auspionieren der Abonnenten) ist hierbei allerdings sicher ein Extrembeispiel, wie von vielen Universitäten im In- und Ausland bestätigt wird.

Kommentar: Ich verstehe gut, dass die weit entfernt residierende ASH in Washington, DC, nichts über die Aufgaben einer “Universitäts- und Landesbibliothek” weiss. Wenn die American Society of Hematology uns gefragt hätte, hätten wir es ihnen erklärt. Viel schwerer wiegt jedoch, dass das Ausspionieren und willkürliche Festsetzen von Preisen das Vertrauensverhältnis zwischen Bibliothek und Verlag zerstört. Zum einen glaubte die American Society of Hematology unseren Angaben nicht, zum anderen wird versucht das Maximale aus den Abonnenten herauszupressen. Wenn dies Schule machen sollte und andere Verlage die Universität Münster ebenfalls als Multi-Site Institution einstufen, würde das zusätzliche Kosten in Millionenhöhe verursachen.

Sie können sich gerne beim Blood Subscription Office beschweren.

** Diese Berechnung stimmt nicht. Wenn man die Open Access Artikel herausrechnet, sind es nicht 43 Cent sondern mehr als 2 Euro pro Download. Ganz abgesehen davon: Wieso berechnet die American Society of Hematology nicht den Abopreis nicht gleich ganz nach Downloadzahlen, wenn sie schon damit argumentieren? Das wäre wenigstens logisch und transparent im Gegensatz zu diesen willkürlichen Einstufungen in Tiers.

Foto: Bruce Blaus @ WikiMedia Commons

#ASHspygate

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Pfusch beim Peer-Review: Hunderte Artikel zurückgezogen

Posted by Oliver Obst on 1st April 2015

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Alleine in PubMed steigt die Zahl der Retractions seit 1997 um 15-20% je Jahr an. Ca. vier Jahre bleibt ein (später) zurückgezogener Artikel im Durchschnitt unentdeckt.

Nach einem Bericht in Nature über fake peer review in 110 Fällen und 16 Retractions durch Elsevier, musste nun auch der Open Access Verlag Biomed Central (gehört zu Springer) 43 Artikel zurückziehen, worüber heute selbst Spiegel Online berichtete: Manipulationen beim Peer-Review.

Jigisha Patel von BMC hatte bereits im November in einem Blog-Eintrag die naheliegende Frage gestellt: Who reviews the reviewer?

The spectrum of ‘fakery’ has ranged from authors suggesting their friends who agree in advance to provide a positive review, to elaborate peer review circles where a group of authors agree to peer review each others’ manuscripts, to impersonating real people, and to generating completely fictitious characters.

Es wird sogar nicht mehr ausgeschlossen, das Fake Peer Review von (kriminellen) Dritten als Dienstleistung angeboten wird:

During the course of our investigation, authors have shared with us the names of third-party agencies that offer support to authors but also guarantee favourable peer review outcomes in return for a fee. Other services sell authorship on entire papers written by others. (Elizabeth Moylan, Senior Editor (Research Integrity), BioMed Central)

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Woran erkennt man fake peer review? (aus Nature)

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PubMed-Informationen über Retractions

Neben den in der letzten Zeit bekannt gewordenen Betrugsmodellen von Verlagen bzw. Manipulationen von Pharmaunternehmen (hier, hier und hier) waren es hier nun Autoren, welche die Schwachstellen im wissenschaftlichen Publikationswesen perfide ausgenutzt haben.

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Jede Publikation kann rausgeworfenes Geld sein

Posted by Oliver Obst on 12th March 2015

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Selbst ein Impact Faktor oder die PubMed-Listung ist keine Garantie dafür, nicht einem betrügerischen Verlag in die Maschen zu gehen!

Open Science, Open Minds, dem griffigen Slogan des kroatischen Intech Verlags möchte man gerne noch “Open Wallets” hinzufügen, denn hier geht es ums Geld. Für das wissenschaftliche Publikationswesen bedeutete Open Access nach langer Zeit mal wieder ein vollkommen neues Geschäftsmodell. Und wie alle neuen Geschäftsmodelle wurde auch Open Access nach kurzer Zeit von dubios agierenden Trittbrettfahrern ohne jeden wissenschaftlichen Anspruch zum reinen Geldverdienen benutzt.

Jüngst geriet der Verlag Cardiology Academic Press aus Bern mit dem Journal Experimental and clinical cardiology (gleiche Webseite), Schweiz, in herbe Kritik, da er – entgegen seines Versprechens – die Artikel nur auf seiner Webseite veröffentlichte aber nicht in PubMed oder Web of Science. Misstrauisch macht auch die angegebene Offshorebank auf den Turks- und Caicosinseln, oder dass es dato kein Editorial Board gibt.

Wohl eine Lüge:

In one or another way your work will be indexed in all major databases such as ISI, PubMed, Embase/Excerpta medica.

Die NLM (PubMed) hat die Listung von Experimental and clinical cardiology im Frühjahr 2013 eingestellt. Thomson Reuters (WOS) ist da einsilbiger, aber auch dort wurde als letztes nur ein einziges Heft 2013 verzeichnet. Die Zahl der Zitierungen war zuletzt drastisch eingebrochen (Link zugänglich nur innerhalb der Uni Münster).

Obskure Verlage wie Cardiology Academic Press sind wie Pilze aus dem Boden geschossen; eine gute Übersicht finden Sie in Beall’s List of Predatory, Open-Access Publishers, wo auch Cardiology Academic Press auftaucht.

Deren grundlegende Geschäftsidee: Gegen 500, 1000 oder 2000 Euro publizieren sie alles, was man ihnen zusendet, in Zeitschriften mit wohlklingenden Titeln wie International Journal of Medicine and Medical Sciences, von denen nie jemand etwas gehört hat und hören wird. Die Publikation dient alleine der Publikation – dem Zitat, das man seiner Vita anhängt. Ein Peer-Review findet meist nicht statt, das Editorial Board ist ein einziger Fake, ein Lektorat gibt es nicht. Stattdessen wird das Manuskript 1:1 auf die Webseite gestellt. In letzter Zeit werden Forschungsarbeiten auch zunehmend in monographischen Sammelbänden publiziert, meist ohne inneren Zusammenhang und Editorial; das Prinzip ist dasselbe.

Just because a journal is Open Access doesn’t make it legitimate or high quality. [Jeffrey Beall]

Über die diversen Angebote im Web kann sich jeder selbst informieren; ein simples Googlen nach dem Verlag oder der Zeitschrift offenbart recht schnell, ob es sich um einen renommierten Verlag mit gut zitierten Titel in PubMed handelt oder um einen reinen Abzocker, einen Trittbrettfahrer auf der Open Access-Welle, dessen Publikationen nie und nimmer zitiert werden und auch nicht in den bekannten Literaturdatenbanken auftauchen.

Ein gutes Merkmal sind die Anzahl der Artikel pro Zeitschriftenheft (meist sehr wenige, wenn überhaupt). Fallen Sie nicht auf künstlich aufgeblasene Zugriffszahlen herein, die eine aktive wissenschaftliche Leserschaft vorgaukeln.

Ein starkes Argument
Die Universität Münster bezahlt aus Ihren DFG-geförderten Publikationsfond nur Open-Access-Zeitschriften, welche die im jeweiligen Fach anerkannten, strengen Qualitätssicherungsverfahren anwenden wie z.B. PLOS- oder BiomedCentral-Journale.

Merke: Nicht überall, wo Open Access drauf steht, ist gute Forschung, gutes Peer Review, gute ImpactFaktoren drin!

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