Archiv der Kategorie: Zeitschriften

Elsevier vollzieht eine Kehrtwende: Zeitschriften wieder verfügbar

Ab sofort stehen wieder alle 70 Elsevier-Zeitschriften zur Verfügung, welche die ZB Med abonniert hat, darunter The Lancet und Cell. Darüber hinaus sind (vermutlich, wir haben Stichproben gemacht) auch alle Zeitschriften der sogenannten Freedom Collection freigeschaltet, auch wenn diese Titel in der EZB noch mit einer roten Ampel als nicht zugreifbar gekennzeichnet sind.

In einer dürren Pressemitteilung vom 13.2. mit dem Titel Continued Elsevier access in support of German science hatte Elsevier bekannt gegeben (Komplettzitat):

At Elsevier, serving research is our paramount goal. We have therefore chosen to continue providing access to Elsevier journals for dozens of German institutions that cancelled their individual subscriptions at the end of 2016. They did so anticipating that a new Germany-wide license agreement would be in place by January this year, which we regret so far has not been achievable. We strongly believe that access to high-quality research is important for German science. The continuing access for the affected institutions will be in place while good-faith discussions about a nationwide contract carry on. This reflects our support for German research and our expectation that an agreement can be reached.

Elsevier befürchtete offensichtlich eine Schwächung seiner Verhandlungsposition, da sich zum einen die deutschen Bibliotheken gut vorbereitet zeigten und alle Artikelwünsche schnell befriedigt wurden. Zum anderen konzentrierte sich der Ärger der Forscher zunehmend auf Elsevier; dem Verlagskonzern wurde das Scheitern der Verhandlungen aufgrund einer wissenschaftsfeindlichen Profitorientierung zur Last gelegt. Es schien sich ein langer, dreckiger Kampf in den Medien anzubahnen (den Elsevier nur hätte verlieren konnte), da die Bibliotheken von den Wissenschaftlern fast unisono zum Durchhalten aufgefordert wurden. Elsevier dürfte zudem aufmerksam beobachtet haben, dass die Forscher immer mehr auf einfach zugängliche Quellen wie Fernleihe, ResearchGate oder Sci-Hub zurückgriffen, wie auch zwei Interviews von Nature mit Münsteraner Wissenschaftlern belegten (s.u.). Der damit verbundenen Gefahr, sowohl Kunden als auch Geschäftsbasis zu verlieren, wollte sich der Verlagsriese offensichtlich nicht aussetzen.

“Most senior scientists are closely networked with colleagues in other countries. Students and young scientists who aren’t have been hit harder,” says Hans-Ulrich Humpf, a food chemist at the University of Münster [and editor-in-chief of Molecular Nutrition & Food Research]. Humpf asked colleagues in the United States to e-mail him a couple of papers while he had no access. [Nature]

Robin Korte, a PhD student also at the University of Münster, was finalizing a list of references for his thesis on allergens in processed foodstuffs when his university lost access to Elsevier journals. Being blocked from journals highly relevant in his field — such as the Journal of Allergy and Clinical Immunology and the Journal of Proteomics — prompted him to cite other sources instead. “I managed to cope somehow,” he says. “But it was an irritating situation, for sure.” [Nature]

Nature hatte am 14.2. darüber berichtet, die Süddeutsche Zeitung am 16.2.. Eine offizielle Stellungnahme vom Projekt DEAL bzw. der verhandlungsführenden Hochschulrektorenkonferenz steht bislang (20.2.) aus.

7. Februar: Testzugang und Nutzereinführung für Thieme eRef

Der Thieme Verlag bietet mit der eRef eine neue Plattform für die ärztliche Fort- und Weiterbildung an. Die Anästhesie und die ZMK des UK Münster nutzt bereits die eRef und sind sehr zufrieden damit. Um die eRef auch für den Einsatz in der Chirurgie zu bewerben, werden die chirurgischen Fachgebiete Chirurgie und Orthopädie, Unfallchirurgie, Urologie und HNO vom 07.02. bis zum 31.03. zum Testen freigeschaltet.

Im Rahmen einer Nutzereinführung am 07.02.2017 um 17 Uhr im Hörsaal der „Alten Chirurgie“ (Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude W1 – Waldeyerstraße 1) wird Frau Rubenthaler aus dem Thieme Verlag einen Einblick in die eRef geben.

Die eRef bietet:

  • Eine virtuelle Bibliothek mit Zeitschriften und Büchern im Volltext sowie ergänzenden Informationen (Arzneimitteldatenbank, Verlinkung zu Leitlinien, Videos)
  • Eine integrierte Bilddatenbank, mit der Sie schnell nach
    relevanten Bildern (z.B. CT, anatomische Grafik) filtern können.
  • Qualitätsgesicherte Inhalte aus dem Thieme Verlag
  • Zeitersparnis durch die thematische Bündelung von Inhalten in Form der Cockpits
  • eRef App sowie zusätzliche Nutzung mit responsive Design von allen mobilen Geräten
  • Zeitschriften-Alerts, die per Mail automatisch die neuesten Inhaltsverzeichnisse der Fachmagazine liefern
  • Einrichtung eines Heimzugangs, der die externe Nutzung mit username/password ermöglicht
  • Trainingscenter zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung für Assistenten
  • Fortbildungsinstrument für Ärzte (Sammeln von CME Punkten)

Bücher: Mobile Nutzung mit größten Zuwachsraten


Mobile Nutzung mit größten Zuwachsraten

Während die Nutzung von gedruckten Büchern stagniert oder sogar leicht zurückgeht (grüne Balken), steigt die Nutzung über das Web (blau) und als App (rot) weiter an. Die Nutzung auf dem Smartphone oder Tablet wuchs 2016 gegenüber dem Vorjahr um 26%.

Ein typisches Beispiel ist das Clinical Decision System VisualDx, das über eine hervorragende App verfügt und dementsprechend am häufigsten auf Smartphones oder Tablets benutzt wird.


VisualDx wird am häufigsten auf Mobilgeräten benutzt.

Testzugang zu ClinicalKey

Zur Zeit besteht am Medizinischen Fachbereich ein Testzugang zu ClinicalKey. Der Trial läuft bis Ende März.

ClinicalKey ist ein englischsprachiges klinisches Informationssystem. Es enthält Bücher, Zeitschriften, Leitlinien, Informationsmaterial für Patienten, Abbildungen und Videos. Bei Zeitschriften sind 500+ Fachzeitschriften zugänglich, darunter The Lancet mit allen Unterreihen, JACC, Annals of Thoracic Surgery, Gastrointestinal Endoscopy etc. (jeweils die letzten zehn Jahrgänge). Bücher und Zeitschriften stammen fast ausschließlich vom Verlag Elsevier. Der Inhalt ist ca. 35 Fachgebieten zugeordnet. Einige Inhalte (z.B. PDF-Dateien aus Büchern) können erst nach persönlicher Registrierung abgerufen werden.

Testzugang zu F1000Prime und Workspace

Die Bibliothek hat einen Testzugang zu F1000 Prime und F1000 Workspace freischalten lassen. Der Trial läuft vorerst bis Mitte März.

F1000Prime
Prime ist eine Review-Datenbank. Eine Gemeinschaft von 6.000 führenden Wissenschaftlern und Ärzten kommentiert und bewertet mittels eines eigenen Ranking-Systems publizierte Arbeiten im Bereich der Medizin und Biologie aus ca. 5.000 Fachzeitschriften.

F1000Workspace
Workspace ist eine hochentwickelte Literaturverwaltung, ein Ideen- und Annotationstool, ein Schreibttool, ein Word- und Browser-Plugin, eine Facebook-Timeline, eine Suchmaschine, und und und … und das alles für Ihre ganze Workgroup.


Workspace vereinfacht das Sammeln, Annotieren und Schreiben von Artikeln in der Arbeitsgruppe. (klicken zum Vergrössern)

„Im letzten Jahr waren es 60, die gekündigt haben bei Elsevier, in diesem Jahr werden es 200 sein“

Wir hatten bereits verschiedentlich über die Kündigung von Elsevier-Zeitschriften in 2017 berichtet:

Nun hat der Verhandlungsführer auf Seiten der Hochschulen, Prof. Horst Hippler, ein sehr lesenswertes Interview im Deutschlandfunk zum Stand der Verhandlungen und den Hintergründen gegeben. Hier einige Zitate aus dem Interview:

Im letzten Jahr waren es 60, die gekündigt haben bei Elsevier, in diesem Jahr werden es 200 sein

Die Zeit spricht natürlich für uns. Es ist so, dass die einzelnen Einrichtungen unterschiedliche Laufzeiten in den Verträgen haben. Im letzten Jahr waren es 60, die gekündigt haben bei Elsevier, in diesem Jahr werden es 200 sein. Und wir müssen mal schauen, inwieweit wir dann tatsächlich auch den Druck erhöhen können. Wir möchten ja von den Einzelverhandlungen weg zu einer sogenannten Flatrate, zu einer nationalen Lizenz, sodass wir nicht mehr klein-klein verhandeln müssen über jedes Einzelne.

Elsevier ist nicht in der Lage, uns im Moment einen Preis dafür zu nennen.

Wir möchten gern, dass in der Zukunft alle Publikationen, die aus Deutschland kommen, mit einem deutschen Erstautor versehen sind bei Elsevier, dass die dann weltweit frei zugänglich sind zum Lesen, und wir möchten dafür bezahlen, dass Elsevier uns dieses Recht einräumt. Und wir möchten natürlich auch fürs Lesen bezahlen. Wir haben Elsevier gesagt, sagt uns mal einen Preis. Elsevier ist nicht in der Lage, uns im Moment einen Preis dafür zu nennen.

Kein Vorbild für diese Verhandlungen

Nein, das [ein Vorbild] gibt es zurzeit nicht. Es schauen alle nach Deutschland. Alle sind neugierig, wie wir das in Deutschland denn machen.

Fotonachweis: Jameek @ photocase.de

Nachtrag: Der Neurowissenschaftler Björn Brembs über 10 Wege, auch ohne Abonnement an Artikel zu kommen: So your institute went cold turkey on publisher X. What now?

Neue Datenbank: Journal Metrics / Scopus

Die neue Datenbank Journal Metrics / Scopus ist eine fachübergreifende Faktendatenbank. Es werden mehr als 22.256 wissenschaftliche Zeitschriften nach ihrer Zitierhäufigkeit ausgewertet (Stand: Januar 2017). Als Kennziffer dient  der von Elsevier entwickelte CiteScore. Dabei werden die Anzahl der Zitate aus einer Zeitschrift durch die Anzahl der veröffentlichten Artikel aus den drei vorhergehenden Jahren dividiert.

Der CiteScore soll alternativ zum Impact-Faktor ebenfalls den Stellenwert von Zeitschriften innerhalb eines Fachgebiets aufzeigen. Als weitere Kennzahlen werden in den Vorschau-Profilen der Zeitschriften der „Source normalized impact per paper“ (SNIP) und der „SCImago Journal Rank“ (SJR) ausgegeben. SNIP bildet die durchschnittliche Zitierhäufigkeit der Artikel einer Zeitschrift ab und berücksichtigt dabei die Zitierkultur der verschiedenen Disziplinen. SJR misst den Rang einer Zeitschrift indem es neben der Zitierhäufigkeit auch den Rang der zitierenden „Zeitschrift“ berücksichtigt. Der Vollzugriff auf die Profile der ausgewerteten Zeitschriften ist nur über eine Scopus-Lizenz möglich.

Der Zugriff auf die frei im Web verfügbare Datenbank ist hier über das Datenbank-Infosystem DBIS oder direkt möglich.

 

Bild: © Elsevier

Elsevier-Vertragskündigung und Alternativen

Die „Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen“, zu der auch die Universität Münster gehört, hatte sich im vergangenen Jahr für einen neuen Vertrag mit dem Elsevier-Verlag stark gemacht, der ein dauerhaftes Zugriffsrecht auf alle Elsevier-Zeitschriften inklusive einer automatischen Open-Access-Schaltung aller Publikationen und ein neues und transparentes Kostenmodell garantiert. Ohne Erfolg. Alle 60 Universitäten, deren Verträge mit Elsevier zum Jahresende 2016 auslaufen, haben daraufhin auf eine Vertragsverlängerung ab 2017 verzichtet.

So hat auch die WWU den Vertrag mit Elsevier gekündigt. Dies hat zur Folge, dass somit auch die Freedom Collection, auf welche alle Angehörigen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) seit 2009 Zugriff hatten, und die das komplette E-Journal-Angebot des Elsevier-Verlags mit rund 2500 Titeln (ohne Archivrechte) umfasste, ab Januar 2017 nicht mehr zur Verfügung steht.

Allerdings haben die betroffenen Wissenschaftseinrichtungen bereits Vorsorge getroffen allen Lehrenden und Studierenden Alternativen anzubieten: Angebote der Dokumenten-Lieferung – von der klassischen Fernleihe bis zum schnellen Direktlieferdienst. Die Kosten für diesen Service übernimmt die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) der Universität Münster.

In diesem Zusammenhang sei auf die wesentlich überarbeiteten FAQs zum DEAL-Projekt und zur Kündigung des Elsevier-Vertrages der WWU Münster der ULB zum 31.12.2016 verwiesen.

Neuerungen in 2017

Schon wieder ist ein Jahr um und so wünschen wir allen unseren Nutzern ein gutes Neues Jahr, mit Gesundheit, Erfolg und vielen schönen Erlebnissen.

In 2017 gibt es folgende Neuerungen für die Informationsangebote der ZB Med:

  • Amboss kann aus QVM-Mitteln nicht nur weiter lizenziert werden, sondern wird auch auf die Vorklinik erweitert.
  • Die Vertragsverhandlungen mit Elsevier führen zu einer Zugangsbeschränkung für 2017er Jahrgänge von Zeitschriften
  • Der Zugang zu Thieme Lehrbüchern wird am 1.4. auf die eRef-Plattform umgestellt.
  • Der Zugriff zu examen online Klinik sollte eigentlich am 31.12.2016 abgeschaltet werden, wurde nun aber bis 31.03.2017 verlängert, um allen Studierenden, die sich gerade auf das 2. Staatsexamen vorbereiten, die Möglichkeit zu geben weiter mit examen online zu kreuzen.
  • Ab dem Sommersemester können auch Zahnmediziner an easystudium teilnehmen.
  • Systematische Literatursuchen werden schwerer, da das DIMDI keine Literaturdatenbanken mehr anbietet.

Foto: Dragana Gerasimoski @ shutterstock.com

med – Das Magazin der Zweigbibliothek: Ausgabe 2-2016

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Die zweite Ausgabe des Bibliotheksmagazins 2016 ist mit folgenden Beiträgen erschienen.

Inhalt

Die gedruckte Ausgabe der Bibliothekszeitung med finden sie ab Mitte nächster Woche in der Bibliothek. Wenn Sie ein oder mehrere Exemplare für sich oder zur Auslage haben möchten, schicken wir Ihnen diese gerne zu. Das PDF finden Sie auf unserem E-Pflichtserver unter der URL

Kündigung von Elsevier: Konsequenzen für die Medizinische Fakultät

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Struktur des Projekt DEAL

Der Kanzler der WWU verschickte heute, am 7.12.2016, eine Mitteilung an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der WWU betreffend der Kündigung des bisherigen Elsevier-Vertrages zum 31.12.2016, und gab am 9.12.2016 eine entsprechende Pressemeldung heraus. Der folgende Bericht bezieht sich auf diese Schreiben und gibt weitere Informationen.

Hintergrund

Im Rahmen des Projekts DEAL wird das Ziel verfolgt, bundesweite Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften großer Wissenschaftsverlage abzuschließen. Dabei wird eine signifikante Änderung gegenüber dem gegenwärtigen Status Quo bei der Verhandlung, den Inhalten und der Preisgestaltung angestrebt. Durch die Effekte eines Konsortialvertrages auf Bundesebene sollen die einzelnen Einrichtungen finanziell entlastet und der Zugang zu wissenschaftlicher Literatur für die Wissenschaft auf breiter und nachhaltiger Ebene verbessert werden. Zugleich soll eine Open-Access-Komponente implementiert werden.

Scheitern

Nach Verhandlungsbeginn im Juni 2016 wurde nun das vorläufige Scheitern der Gespräche mit Elsevier verkündet (Rundschreiben der HRK).

Der Verlag hat uns zwar wenige Tage vor diesem Termin und nach monatelangen intensiven Verhandlungen ein erstes Angebot für eine bundesweite Lizenz vorgelegt. Dieses verweigert sich aber den Prinzipien von Open Access und allen Argumenten für eine faire Preisgestaltung: Trotz der bereits bestehenden 40-prozentigen Umsatzrendite setzt der Verlag auf gigantische Preissteigerungen jenseits der bislang bezahlten Lizenzsummen. Zudem verweigert sich der Verlag kategorisch transparenteren Geschäftsmodellen, die auf der Publikationsleistung basieren und Publikationen offener zugänglich machen würden.

Kündigung

Im Zuge der Verhandlungen haben – in enger Abstimmung mit der DEAL-Projektgruppe – alle Universitäten darauf verzichtet, ihre 2016 auslaufenden Einzel-Verträge mit Elsevier zu verlängern. Der Kanzler hat für die WWU fristgerecht die Verträge für 166 lfd. Abos und die „Freedom Collection“ mit mehr als 2.000 Online-Zeitschriften (Lizenzkosten derzeit ca. 830.000 €) gekündigt. Elsevier hat die Kündigungen akzeptiert und die Universitäten darauf hingewiesen, dass die Zugänge für die ab 01.01.2017 neu erscheinenden aktuellen Hefte von 166 Zeitschriftenabonnements sowie die „Freedom Collection“ mit ca. 2.300 Zeitschriften ab dem 01.01.2017 gesperrt sind, wenn bis dahin ein bundesweiter Lizenzabschluss nicht zustande kommt.

Notversorgungskonzept

Um auch während der Zeit des vertragslosen Zustands eine akzeptable Versorgung mit Elsevier-Publikationen für Sie zu gewährleisten hat die DEAL-Projektgruppe ein Notversorgungskonzept erarbeitet. Dies geschieht durch seit Jahrzehnten bewährte, vielfältige Angebote der Dokumentlieferung von der klassischen Fernleihe bis zum Direktlieferdienst. Die Zweigbibliothek Medizin wird ihre Kapazitäten in der Expresslieferung von Zeitschriftenartikeln ab dem 1.1.2017 verstärken, um bis zu einer Einigung mit dem Elsevier-Verlag die Einschränkungen für die medizinische Fakultät so gering wie möglich zu halten.

Fragen & Antworten

– Wer ist von der Kündigung des Elsevier-Vertrags besonders betroffen? Für Lehrende, Forschende und Studierende folgender Fachbereiche sind die Elsevier-Zeitschriften besonders wichtig: Medizin, Chemie und Pharmazie, Biologie, Psychologie und Sport, Geowissenschaften, Physik und Wirtschaftswissenschaften. Einzelne Titel sind allerdings auch in den Geisteswissenschaften stärker nachgefragt.
– Gilt die Kündigung auch für die Datenbank SCOPUS von Elsevier? Die Kündigung gilt ausschließlich für Online-Zeitschriften. Bestehende Verträge für den Zugriff auf Datenbanken aus dem Verlagshaus Elsevier wie z.B. SCOPUS sind davon nicht betroffen.
– Wurden auch Verträge anderer Großverlage seitens der WWU gekündigt? Nein. Bislang verhandelt die DEAL-Projektgruppe nur mit Elsevier. Für andere Großanbieter wissenschaftlicher Zeitschriften wie Wiley und Springer / Nature plant die DEAL-Projektgruppe Verhandlungen in den Jahren ab 2017 und 2018.
– Kann ich weiter in Elsevier-Zeitschriften veröffentlichen? Die Kündigung der Verträge bezieht sich ausschließlich auf den Zugriff auf ElsevierZeitschriften. Angehörige der WWU Münster haben nach wie vor die Möglichkeit, in Zeitschriften des Verlags zu publizieren.

Was können Sie tun?

Matthias Schwarte, der Kanzler der WWU, empfiehlt: Falls Sie dem Elsevier Verlag als Herausgeber/in, Mitglied des Editorial Board, Gutachter/in im peer-review-Verfahren oder als Autor/in verbunden sind, möchten wir Sie bitten, die Entscheidung der WWU und der Mehrzahl der deutschen Universitäten gegenüber Elsevier mit Überzeugung zu vertreten.

Weitere Informationen

Pressemeldung der WWU vom 9.12.2016
Mitteilung des Kanzlers an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der WWU vom 7.12.2016
Wichtige Fragen und Antworten zum DEAL-Projekt und zur Kündigung des Elsevier-Vertrages der WWU (online 9.12.2016)
Stellungnahme von Elsevier zum „Scheitern“ der Verhandlungen vom 5.12.2016 (nach Börsenblatt)
HRK-Rundschreiben vom 1.12.2016

BrowZine: Fachzeitschriften per App lesen und uptodate bleiben

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Der Zugang zu BrowZine steht zunächst bis Ende 2017 zur Verfügung.