MITARBEITENDE
Ulrike Spohn, M.A.
Fachbereich Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften
Institut für Politikwissenschaft
Scharnhorststr. 100
48151 Münster
Raum 212
Telefon: +49 251 83 24355
Email: ulrike.spohn@uni-muenster.de
Aktuelles
Sprechstunde
Nach Vereinbarung
Wissenschaftlicher Werdegang
| Oktober 2011 | Aufnahme in die Graduate School of Politics (GraSP) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster |
| seit Oktober 2009 | Promotionsstudium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster |
| seit Juni 2009 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Lehrstuhl für Politische Theorie mit dem Schwerpunkt Politik und Religion (Prof. Dr. Ulrich Willems) |
| März 2009 | Abschluss des Studiums (Magistra Artium) |
| 2007-2009 | Studentische Hilfskraft am Institut für Politikwissenschaft der Universität Leipzig, Lehrstuhl "Ethik, Politik, Rhetorik" (Prof. Dr. Ulrich Bröckling) |
| 2003-2009 | Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Anglistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Universität Leipzig |
Arbeits- und Forschungsschwerpunkte
- Politik und Religion, Säkularismus
- Politische Theorie und Philosophie
Promotionsprojekt
Pluralistischer Säkularismus.
Säkulare Staatlichkeit zwischen Liberalismus und Traditionalismus
Die Dissertation behandelt unterschiedliche Konzepte säkularer Staatlichkeit aus politiktheoretischer Sicht und in vergleichender Perspektive. Das Projekt knüpft an eine aktuelle Kontroverse innerhalb der normativen Politischen Theorie an, die die Frage des 'richtigen' Verhältnisses von Politik und Religion in modernen Staaten behandelt. Diese Debatte über säkulare Staatlichkeit, oder 'Säkularismus', ist eine durch eine Konfrontation zwischen dem innerhalb der (westlichen) Politischen Theorie dominierenden Politischen Liberalismus und einem kulturkonservativen Traditionalismus geprägt. Letzterer wird sowohl von innerhalb als auch von außerhalb des Westens als Kritik am Politischen Liberalismus formuliert. Im ersten Fall thematisiert die Kritik den Politischen Liberalismus als die legitimierende Ideologie einer historischen Entwicklung, die als fatale Entfremdung von den 'eigentlichen' Werten der westlichen Zivilisation wahrgenommen wird. Im zweiten Fall wird die Kritik am Politischen Liberalismus in Begriffen des Widerstands gegen eine eurozentrische Universalisierung westlicher Werte formuliert. In der Dissertation wird diese komplexe Debattenlage rekonstruiert und unter Bezugnahme auf einzelne Stimmen, die sich in den Zwischenräumen dieses Diskurses bewegen, eine dritte Position ausgearbeitet. Diese Position distanziert sich kritisch sowohl vom Politischen Liberalismus als auch von inner- und außerwestlichen Traditionalismen. Sie sensibilisiert sowohl für die unintendierten Exklusionseffekte des Politischen Liberalismus als auch für die potenziell repressiven Implikationen der ihm gegenüber stehenden Traditionalismusvarianten. Ziel der Dissertation ist es, anhand dieser Zwischentöne einen 'Pluralistischen Säkularismus' zu konturieren und diesen als dritte Position in der Kontroverse um säkulare Staatlichkeit zu etablieren. Die Ausarbeitung dieser Positionen, die sich zwischen die Stühle etablierter Theorietraditionen setzt, soll die jeweiligen Begrenzungen der beiden dominanten Positionen in der Säkularismusdebatte sichtbar machen und dichotomische Frontstellungen, wie z.B. "Universalismus vs. Kulturrelativismus" oder "the West vs. the Rest" in Frage stellen. Den theoretischen Rahmen hierfür bildet eine kulturtheoretische Perspektive, die nicht nur einem von konkreten gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten abstrahierenden Universalismus skeptisch gegenüber steht, sondern auch ein kulturessenzialistisches Authentizitätsdenken problematisiert.
Mitgliedschaften
- AG Modernediskurse im Exzellenzcluster "Religion und Politik" an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
- Teammitglied bei "theorieblog.de. Ein Forum für politische Theorie und Philosophie". Regelmäßig Beiträge zur Thematik "Politik und Religion" aus politiktheoretischer Sicht.


