Entwöhnungsmöglichkeiten
Weitere Informationen:
Den meisten Rauchern fällt es schwer, aufzuhören. Schuld daran ist das Nervengift Nikotin, das psychisch und körperlich abhängig macht. Deshalb ist es auch so schwer, sich das Rauchen mit bloßer Willenskraft abzugewöhnen. Raucher, die längere Zeit auf Zigaretten verzichten, leiden unter Entzugssymptomen wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel und Nervosität. Verschiedene Methoden können aber helfen, künftig auf den Glimmstängel zu verzichten:
Schluss von jetzt auf gleich
Die so genannte Schluss-Punkt-Methode ist geeignet für schnellentschlossene und willensstarke Raucher, denn hier wird von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen aufgehört. Mit einer Erfolgsquote von 25 Prozent sind die Aussichten nicht schlecht. Wer allerdings schon mehrere erfolglose Versuche unternommen hat, sollte sich nach anderen Entwöhnungsmethoden umsehen.
Kaugummi statt Kippe
Wer bei der Rauchentwöhnung unter starken Entzugssymptomen leidet, greift am besten auf Nikotinersatzpräparate zurück. Sie sind in Form von Kaugummis, Nasenspray oder Pflastern verschreibungsfrei in Apotheken erhältlich. Rund 15 Prozent schaffen es, mit dieser Methode vom Rauchen loszukommen.
Besser leben lernen
Verhaltenstherapeutisch orientierte Methoden zielen darauf ab, den Betroffenen Selbstkontrolltechniken anzubieten. Schrittweise sollen Raucher lernen, ihr Suchtverhalten zu beobachten, zu analysieren und Situationen, in denen sie rauchen, zu verändern. Schrittweise reduzieren Teilnehmer solcher Programme ihren Konsum und erlernen Verhaltensalternativen. 25 Prozent schaffen es, sich mit dieser Methode das Rauchen abzugewöhnen. In Kombination mit Nikotinersatzpräparaten liegt die Erfolgsquote sogar bei 35 Prozent. Die WWU Münster bietet ihren Beschäftigten Kurse bei der Nichtraucherwerkstatt. In der Regel übernehmen gesetzliche Krankenversicherungen einen Großteil der Kosten.
Der Trick mit der Nadel
Viele Ärzte bieten darüber hinaus Akupunktur zur Rauchentwöhnung ab. Dabei werden Nadeln in die Suchtpunkte im Ohr gestochen und über längere Zeit getragen. Sie sollen die Entzugssymptome mildern. Im Durchschnitt erfolgen fünf Sitzungen, wenn Raucher positiv reagieren. Der Erfolg ist nur mäßig: Nach Abbruch der Behandlungen greifen viele wieder zum Glimmstängel.
TOP-Adressen
Top-Download
Koordination Gesundheitsmanagement (kommissarisch)
Thomas Böckenholt
Röntgenstr. 19, Raum 105
48149 Münster
Telefon: 0251 83-22200
thomas.boeckenholt@uni-muenster.de
