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Theaterlabor
Scharnhorststraße 118
D-48151 Münster
Tel.: +49 251 83-25300
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ARIEL DORFMAN - DER TOD UND DAS MÄDCHEN
am 6./7./13./14. April 2013
20.30 h, Eintritt 5€
Inhalt:
Ein einsames Strandhaus in einem fiktiven südamerikanischen Land, einige Jahre nach der demokratischen Revolution. Ein Wagen hält. Wer ist der Mann, der Gerardo Escobar nach Hause bringt? Ein ehemaliger Folterer des untergegangenen Regimes? So glaubt Escobars Ehefrau Paulina Salas; doch hat sie als Indiz nicht mehr als die Stimme, in der sie die ihres Peinigers wiederzuerkennen glaubt. Oder handelt es sich bloß um den hilfsbereiten und kultivierten Arzt Doktor Miranda, für den der Besucher sich ausgibt? Paulina ist sich sicher und macht Miranda auf eigene Faust den Prozess. Eine Verhandlung um Leben und Tod, Schuld und Sühne nimmt ihren Lauf. Doch wie weit kann Escobar seiner traumatisierten Frau Glauben schenken? Können Erinnerungen trügen?
Ariel Dorfman hat in seinem erfolgreichsten Stück, mit Ben Kingsley und Sigourney Weaver verfilmt, den Politikthriller um eine menschliche Dimension erweitert. Obwohl Dorfman für sein Kammerspiel der Demokratisierungsprozess in Chile Pate stand, hat es – über den Tod Pinochets hinaus – nichts von seiner beklemmenden Aktualität eingebüßt.
Über den Autor:
Ariel Dorfman (geb. 6. Mai 1942 in Buenos Aires) ist ein chilenischer Autor, Dramatiker, Essayist und Menschenrechtsaktivist.
Ein Jahr nach Dorfmans Geburt, als das Militär die Macht übernahm,verließ seine Familie die argentinische Heimat. Nach zehjährigem Exil in den USA kehrte sie 1965 nach Südamerika - in das damals demokratische Chile - zurück. Hier beendete Dorfman seine Schulausbildung und widmete sich dem Studium der Literaturwissenschaften. Die Politik Salvador Allendes vertretend musste er 1973 nach dem von den USA unterstützen Putsch gegen den Präsidenten erneut das Land verlassen. Er lehrte daraufhin an der Universität Durham (North Carolina) Literatur und Lateinamerikanistik. Seine Kolumnen in der New York Times, seine Romane ("Die Maske", "Konfidenz"), Erzählungen ("Der Tyrann geht vorüber") und der Essay "Wie Donald Duck lesen muss" machten ihn in den USA zu einem der bekanntesten lateinamerikanistischen Autoren. Erst 1992 war ihm die Rückkehr nach Lateinamerika wieder möglich. Seitdem unterrichtet er an der Universität in Santiago de Chile.
Regie: Christoph Spielmann | Darsteller: Phillip Ronstedt, Jörn Köster, Kira Mittag
Pressestimme:
"Ist es wahre Gerechtigkeit, wenn das Opfer den Spieß umdreht und mit den Mitteln des Täters arbeitet? Und was ist ein Geständnis wirklich wert, wenn es nur erpresst worden ist? Antworten lieferte die Premiere des Stücks "Der Tod und das Mädchen" im Theaterlabor [...] Die Spannung steigt, ein Ende ist nicht abzusehen. Die Premiere ist geglückt, nicht zuletzt dank der spielfreudigen Darsteller und der stimmungsvollen Musik. Denn auch Schuberts Streichquartett "Der Tod und das Mädchen" spielt eine wichtige Rolle in Ariel Dorfmans Stück, selbst wenn auch das die Anfangsfragen nicht beantwortet. Die muss jeder für sich selbst finden." (MZ, 20.1.07)
WILLIAM MASTROSIMONE - BIS ZUM ÄUSSERSTEN
22./23.//24. Februar 2013, Beginn 20.30 h
Theaterlabor Münster, Scharnhorststraße 118
Eintritt 5 Euro
Inhalt
Der packende Psychothriller erzählt, wie Marjorie in ihrem, von zwei weiteren Frauen bewohnten Haus, von Raul, einem Unbekannten, überfalllen wird. Für die junge Frau entwickelt sihc ein Kampf auf Leben und Tod. Doch Marjroie gelingt es nicht nur den Eindringling in Schach zu halten. Sie dreht den Spieß um und rächt sich an ihm. Mit allen Mitteln. Bis zum Äußersten.
Über den Autor
William Mastrosimone gehört zu den interessantesten amerikanischen Dramatikern des aktuellen amerikanischen Theaters. Seine vielfältigen Stücke, von denen "Tagträumer" und "Extremities" wohl die in Europa bekanntesten sind, beschäftigen sich mit Gewaltexzessen der Gesellschaft und mit den Problemen von Minoritäten.
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Regie: Enrico Otto| Technik: Jörn Knost | Fotos: Katharina Juliana
Marjorie: Imke Zimmermann | Raul: Sebastian Renczikowski | Terry: Johanna Malecki | Patricia: Christina Reininghaus
YASMINA REZA - EIN SPANISCHES STÜCK
15./16. Dezember 2012, Beginn 20.30 h
Theaterlabor Münster, Scharnhorststraße 118
Eintritt 5 Euro
Inhalt
Schauspieler proben ein Stück, und dazwischen denken sie über ihr Hoffen und Scheitern nach, im Leben, auf der Bühne. Und in diesem „spanischen Stück“ gibt es wiederum Schauspieler, und eine probt ein bulgarisches Stück…
Im „spanischen ‚Stück“ selbst entfalten sich die Turbulenzen eines Familientreffens: Eine Mutter stellt ihren Töchtern ihren Geliebten vor. Fernan ist Hausverwalter und sucht wie sie ein Glück jenseits vom Konformismus der Kinder.
Den Töchtern Aurelia und Nuria, als Schauspielerinnen unterschiedlich erfolgreich, ist die Romanze peinlich. Sie sind in eigene Steilflüge und Abschwünge der Liebe verstrickt. Da ist Aurelias Mann Mariano, Mathematiklehrer, Trinker, ein Zyniker von eigenem Realismus. Um seine Aufmerksamkeit und Liebe zurückzugewinnen, probt Aurelia mit ihm gemeinsam ein bulgarisches Stück. Nuria verrät nichts über ihre Beziehung zu dem berühmten Gary Tilton.
Regie: Claus Becker | Technik: Jörn Knost | Musik: Woosung Lee
Pilar: Kathrin Marhofen | Mariano: Christoph Spielmann | Fernan: Phillip Ronstedt | Nuria: Dorothee Kersting| Aurelia: Johanna Malecki
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AUGUST STRINDBERG - Der Vater
16./17./18.11.2012, Beginn 20.30 Uhr
Theaterlabor Münster, Scharnhorststr. 118
Eintritt: 5 Euro.
»Ich las zwei Mal mit tiefster Bewegung Ihre Tragödie; es hat mich über alle Maßen überrascht, ein Werk kennen zu lernen, in dem mein eigener Begriff von Liebe in ihren Mitteln der Krieg, in ihrem Grunde der Todhass der Geschlechter - auf eine so grandiose Weise zum Ausdruck gebracht ist.«
Friedrich Nietzsche, anlässlich der Lektüre des Vaters, an Strindberg
Der Vater
August Strindbergs Stück „Der Vater“ handelt von der frühen Emanzipation der Frau zur Zeit der Jahrhundertwende, welche zu Konflikten mit tödlichem Ausgang zwischen den Eheleuten führt. Strindberg versucht eine Psychoanalyse des Konflikts um die Erziehung der Tochter.
Johan August Strindberg (*1849; †1912 in Stockholm) war einer der wichtigsten schwedischen Schriftsteller und Künstler. Seine Dramen, Novellen und Romane zählen zu den Klassikern der schwedischen Literatur.
Regie: Enrico Otto | Technik: Jörn Knost
Laura: Katja Lehmann | Rittmeister: Christoph Spielmann | Pastor: Sebastian Renczikowski | Bertha: Johanna Malecki | Arzt: Claus Becker | Amme: Jutta Nahamowitz | Nöjd: Jörn Knost















